{"id":566154,"date":"2025-11-10T20:37:25","date_gmt":"2025-11-10T20:37:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/566154\/"},"modified":"2025-11-10T20:37:25","modified_gmt":"2025-11-10T20:37:25","slug":"schweiz-ist-erneut-an-forschungsprogramm-horizon-europe-assoziiert-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/566154\/","title":{"rendered":"Schweiz ist erneut an Forschungsprogramm Horizon Europe assoziiert"},"content":{"rendered":"<p>\n\t\t\t\t\t10. November 2025, 18:15 Uhr                <\/p>\n<p><strong>Bern \u2013 Die Schweiz ist r\u00fcckwirkend per 1. Januar 2025 erneut an das europ\u00e4ische Forschungsprogramm Horizon Europe assoziiert. Bundesrat Guy Parmelin unterzeichnete am Montag in Bern gemeinsam mit EU-Kommissarin Ekaterina Sachariewa ein entsprechendes bilaterales Abkommen.<\/strong><\/p>\n<p>Die Unterschrift sei ein \u00abstarkes Zeichen\u00bb f\u00fcr die Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und der Europ\u00e4ischen Union (EU), sagte Forschungs- und Bildungsminister Parmelin in Bern an einem Medienanlass bei der Unterzeichnung. Das Abkommen sei von \u00abzentraler Bedeutung\u00bb und erm\u00f6gliche der Schweiz den Zugang zu einem weltweiten Netzwerk.<\/p>\n<p>Forscherinnen und Forscher der EU und der Schweiz w\u00fcrden bereits heute Seite an Seite arbeiten, sagte EU-Forschungskommissarin Sachariewa. \u00abHeute machen wir ihr Leben besser und einfacher\u00bb. Mit der Unterzeichnung werde ein neues Kapitel in der Partnerschaft aufgeschlagen, f\u00fcgte die Bulgarin an.<\/p>\n<p>Die Schweiz ist ebenfalls r\u00fcckwirkend an das Euratom-Programm und am Digital Europe Programme (DEP) assoziiert. Zudem erm\u00f6glicht es der Schweiz, ab 2026 am Kernfusionsreaktor Iter zu arbeiten und ab 2027 am Bildungs- und Mobilit\u00e4tsprogramm Erasmus plus assoziiert zu sein.<\/p>\n<p><strong>Direkte Finanzierung durch die EU-Kommission<\/strong><br \/>Forschungseinrichtungen in der Schweiz k\u00f6nnen bereits seit Beginn dieses Jahres an Ausschreibungen von Horizon Europe teilnehmen, wie Unterlagen des Bundes zu entnehmen war. Die Finanzierung beim Erhalten eines Zuschusses sei bis anhin durch den Bund sichergestellt worden.<\/p>\n<p>Nun werden mit der vorl\u00e4ufigen Anwendung des Abkommens die Projektkosten von der Europ\u00e4ischen Kommission finanziert. Die Schweiz \u00fcberweise daf\u00fcr einen Pflichtbeitrag an die EU, liess Parmelins Departement verlauten. F\u00fcr das Jahr 2026 werde dieser f\u00fcr die Teilnahme der Schweiz an den EU-Programmen 611 Millionen Franken betragen.<\/p>\n<p>Dieses Vorgehen kannte die Schweiz bereits, da sie bis 2021 an Horizon Europe assoziiert war. Damals strebten die Schweiz und die EU ein sogenanntes Rahmenabkommen an. Dieses scheiterte und die Schweiz verlor auch ihre Assoziierung an das Forschungsprogramm. Der Bund f\u00fchrte deshalb eine \u00dcbergangsl\u00f6sung ein.<\/p>\n<p><strong>Teilnahme f\u00fcr Drittstaaten teilweise eingeschr\u00e4nkt<\/strong><br \/>Die Europ\u00e4ische Union kann gem\u00e4ss ihren Gesetzen die Teilnahme von Drittstaaten an gewissen Zusch\u00fcssen von Horizon Europe einschr\u00e4nken. Dabei handelt es sich um Gelder f\u00fcr Forschungsprojekte, die \u00abim Zusammenhang mit strategischen Verm\u00f6genswerten, Interessen, der Autonomie oder Sicherheit der Union stehen\u00bb, wie es in der entsprechenden Richtlinie heisst.<\/p>\n<p>Die meisten eingeschr\u00e4nkten Themen st\u00fcnden der Schweiz standardm\u00e4ssig offen, erfuhr die Nachrichtenagentur Keystone-SDA von einer mit dem Dossier vertrauten Person in Br\u00fcssel. Nur eine kleine Anzahl von Themen bleibe einzig den EU-Mitgliedsstaaten und den Staaten des Europ\u00e4ischen Wirtschaftsraums (EWR) \u2013 namentlich Norwegen und Island \u2013 offen.<\/p>\n<p>Drittstaaten m\u00fcssen zusichern, dass ihre Einrichtungen kein Risiko f\u00fcr die EU darstellen. So erhielt die Schweiz im April den vollen Zugang zu den Ausschreibungen in den strategischen Bereichen K\u00fcnstliche Intelligenz, Quanten-, Kommunikations- und Netzwerktechnologien sowie raumfahrtbezogene Forschungsthemen, wie der Bund mitteilte.<\/p>\n<p><strong>Ratifizierung steht noch aus<\/strong><br \/>Das unterzeichnete Abkommen ist Teil des Abkommenspaketes zwischen der Schweiz und der Europ\u00e4ischen Union. Es wurde vergangenes Jahr ausgehandelt und soll die bilateralen Beziehungen aktualisieren und erweitern.<\/p>\n<p>Das Abkommen wird nun vorl\u00e4ufig angewendet. Der Bundesrat plant, im kommenden Jahr dem Parlament die Botschaft zum Abkommenspaket zu unterbreiten. Nach der erfolgreichen Ratifizierung soll es in Kraft treten. (awp\/mc\/ps)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"10. November 2025, 18:15 Uhr Bern \u2013 Die Schweiz ist r\u00fcckwirkend per 1. 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