{"id":566638,"date":"2025-11-11T01:27:13","date_gmt":"2025-11-11T01:27:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/566638\/"},"modified":"2025-11-11T01:27:13","modified_gmt":"2025-11-11T01:27:13","slug":"wie-hessens-staedte-ukrainische-partnerkommunen-unterstuetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/566638\/","title":{"rendered":"Wie Hessens St\u00e4dte ukrainische Partnerkommunen unterst\u00fctzen"},"content":{"rendered":"<p>Ukrainische Kinder lernen im Luftschutzkeller an Schulmobiliar aus Nordhessen. Frauen aus Lwiw werden in Frankfurt bei der Gr\u00fcndung eines eigenen Unternehmens unterst\u00fctzt. Und Kinder und Jugendliche aus Kamjanez-Podilskyj erholten sich im Sommer-Camp in Wiesbaden. <\/p>\n<p>Mehrere Kommunen in Hessen haben eine St\u00e4dtepartnerschaft mit einer ukrainischen Kommune. Vor allem seit dem russischen Angriffskrieg haben die Partnerschaften zugenommen. Aber wie sehen diese aus in Zeiten des Krieges?\u00a0 <\/p>\n<p>Vor eineinhalb Jahren besiegelte Hessens gr\u00f6\u00dfte Stadt Frankfurt eine Verbindung mit dem westukrainischen Lwiw. \u201eAlle Menschen haben das Recht, in Frieden, Freiheit und Demokratie zu leben. Und genau dieses Recht verteidigen die Ukrainerinnen und Ukrainer Tag f\u00fcr Tag. Deshalb ist die Partnerschaft mit Lwiw f\u00fcr Frankfurt so bedeutsam\u201c, sagt Frankfurts Oberb\u00fcrgermeister Mike Josef (SPD). \u201eUnsere Solidarit\u00e4t zeigt sich in vielen zwischenmenschlichen Beziehungen und konkreten Projekten.\u201c <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n              Junge Ukrainerinnen mit Gr\u00fcndergeist in Frankfurt <\/p>\n<p>Im vergangenen Jahr waren etwa 20 ukrainische Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler f\u00fcr einen Erholungsaufenthalt in Frankfurt. In diesem Jahr hatte Eintracht Frankfurt Vertreter des Fu\u00dfball-Erstligisten FC Karpaty Lwiw sowie einige Nachwuchsfu\u00dfballer empfangen. Und im September 2025 lud die Stadt junge Frauen mit Gr\u00fcndergeist aus den Partnerst\u00e4dten Krakau und Lwiw ein, um sie durch praxisnahe Trainings und Vernetzungsm\u00f6glichkeiten bei der Gr\u00fcndung eigener Unternehmen zu unterst\u00fctzen.\u00a0 <\/p>\n<p>\u201eDieses Projekt ver\u00e4ndert den Alltag der jungen Frauen ganz konkret: Durch europ\u00e4ische Vernetzung entstehen Initiativen, die Selbstentfaltung erm\u00f6glichen\u201c, sagt Josef. \u201eDas ist das Fundament einer jungen Generation, die diesen furchtbaren Krieg hoffentlich bald hinter sich lassen kann.\u201c <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n              Darmstadt hat schon seit 1992 die Partnerstadt Uschhorod <\/p>\n<p>Deutlich \u00e4lter ist die Partnerschaft von Darmstadt mit Uschhorod in der Westukraine. Die ersten Kontakte zwischen den Kommunen bahnten sich nach Angaben der Stadt sogar schon 1988 an, als sich Vertreterinnen und Vertreter beider Kommunen bei den internationalen Sch\u00fclerspielen in Uschhorod kennenlernten. Die Partnerschaft besteht seit 1992. Erst im August hatten Darmstadt, der Landkreis Darmstadt-Dieburg sowie die Verkehrsgesellschaft HEAG mobilo der ukrainischen Stadt Uschhorod zwei Busse sowie medizinische Hilfsg\u00fcter gespendet. <\/p>\n<p>Unterdessen kamen im Sommer Kinder und Jugendliche aus Kamjanez-Podilskyj zu einem Sommer-Camp in die Partnerstadt Wiesbaden. \u201eZiel war es, den Teilnehmenden eine Pause vom kriegsgepr\u00e4gten Alltag zu erm\u00f6glichen\u201c, hie\u00df es. <\/p>\n<p>Aber nicht nur hessische Gro\u00dfst\u00e4dte sind mit der Ukraine verbunden. So pflegt die nordhessische Gemeinde Gudensberg eine Partnerschaft mit Schtschyrez. \u201eBei kleineren Kommunen laufe vieles direkter und unmittelbarer &#8211; zudem sind meines Erachtens in der Relation mehr Menschen pers\u00f6nlich involviert in so eine Partnerschaft\u201c, sagt Eberhardt Kettlitz, der in der Stadtverwaltung von Gudensberg f\u00fcr die St\u00e4dtepartnerschaft zust\u00e4ndig ist. <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n              Kinder lernen im Luftschutzkeller an Schulmobiliar aus Nordhessen <\/p>\n<p>Seit Kriegsbeginn seien alleine aus der 10.000-Einwohner-Stadt Schtschyrez mehr als 40 Menschen an der Front gestorben. \u201eVermutlich kennt dort jeder &#8211; ob \u00fcber Vereine, das berufliche und famili\u00e4re Umfeld oder vielleicht \u00fcber die Kirchengemeinden &#8211; mindestens eine Familie im Ort, die einen Gefallenen zu beklagen hat\u201c, sagt er. \u201eDiese Zahlen f\u00fchren mir, so abstrakt sie sind, immer wieder die Schrecken dieses Krieges vor Augen.\u201c <\/p>\n<p>Und im Luftschutzkeller in Schtschyrez lernen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler inzwischen an Schulmobiliar aus Nordhessen. Denn als in Gudensberg eine Schule renoviert wurde, brachte man das nicht mehr ben\u00f6tigte Material in die Ukraine, wie Kettlitz erz\u00e4hlt. \u201eZwei Klassenzimmerausstattungen stehen jetzt im Keller der gro\u00dfen Schule in Schtschyrez, damit die Kinder dort bei Alarm weiter unterrichtet werden k\u00f6nnen.\u201c <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ukrainische Kinder lernen im Luftschutzkeller an Schulmobiliar aus Nordhessen. 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