{"id":567158,"date":"2025-11-11T06:42:16","date_gmt":"2025-11-11T06:42:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/567158\/"},"modified":"2025-11-11T06:42:16","modified_gmt":"2025-11-11T06:42:16","slug":"muessen-milliardaere-bald-mehr-zahlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/567158\/","title":{"rendered":"M\u00fcssen Milliard\u00e4re bald mehr zahlen?"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-2 font-sans text-base font-thin leading-[26px] md:mb-[16px] md:text-xl md:leading-[32px]\">145 Milliard\u00e4re z\u00e4hlt Frankreich heute, 16 waren es vor dreissig Jahren. Sie leben diskret, doch ihr Verm\u00f6gen weckt Begehrlichkeiten in der Politik, die gel\u00e4hmt ist durch die enorme Staatsverschuldung.<\/p>\n<p>Christine Longin, Paris11.11.2025, 05.30 Uhr<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/53384704-2c19-41fe-b70f-00e610b61112.jpg\" class=\"absolute left-0 top-0 block h-full w-full  \"  width=\"3709\" height=\"2782\" alt=\"Die Vitrine der Reichen: Privatjachten werden im Herkuleshafen in Monaco vorgef\u00fchrt.\" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1)\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" \/>Die Vitrine der Reichen: Privatjachten werden im Herkuleshafen in Monaco vorgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Sebastien Nogier \/ EPA<\/p>\n<p class=\"articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j9ce3a120\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Ein Mann f\u00e4hrt mit seinem Motorroller die Kiesauffahrt zu einem herrschaftlichen Geb\u00e4ude hoch. Vor dem Eingang wirft er einem Butler l\u00e4ssig den Schl\u00fcssel zu: \u00abDenken Sie daran, vollzutanken.\u00bb Die Szene stammt aus dem Film \u00abDie reichste Frau der Welt\u00bb, der derzeit in den franz\u00f6sischen Kinos l\u00e4uft. Die Kom\u00f6die basiert auf einer wahren Begebenheit: Die Figur auf dem Roller ist inspiriert von einem Fotografen, der sich das Vertrauen von Liliane Bettencourt, der Erbin des Kosmetikunternehmens L\u2019Or\u00e9al, erschlichen hatte.<\/p>\n<p>Optimieren Sie Ihre Browsereinstellungen<\/p>\n<p>NZZ.ch ben\u00f6tigt JavaScript f\u00fcr wichtige Funktionen. 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Und das im Land der Revolution, wo die Adligen einst schnell ihren Kopf verloren hatten!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/a77414df-5577-4dfb-81e6-82aab39e5527.jpg\" class=\"absolute left-0 top-0 block h-full w-full  \"  width=\"4296\" height=\"3185\" alt=\"Liliane Bettencourt und ihr Ehemann Andr\u00e9 (rechts), der mehrere Regierungsposten w\u00e4hrend der Pr\u00e4sidentschaften von Charles de Gaulle und Georges Pompidou bekleidete.\" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1)\" loading=\"lazy\" \/>Liliane Bettencourt und ihr Ehemann Andr\u00e9 (rechts), der mehrere Regierungsposten w\u00e4hrend der Pr\u00e4sidentschaften von Charles de Gaulle und Georges Pompidou bekleidete.<\/p>\n<p>James Andanson \/ Sygma \/ Getty<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j9hjmd750\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Die Leinwandintrigen um die 2017 verstorbene Milliard\u00e4rin am\u00fcsieren die Franz\u00f6sinnen und Franzosen. Sie mokieren sich \u00fcber den Geldadel, dessen Lebensrealit\u00e4t so meilenweit entfernt ist von ihrer eigenen. Das Verm\u00f6gen der Familie Herm\u00e8s, der reichsten des Landes, bel\u00e4uft sich auf 163 Milliarden Euro. Bernard Arnault, Chef des Luxuskonzerns LVMH, folgt im Ranking des Magazins \u00abChallenges\u00bb mit 117 Milliarden Euro. Liliane Bettencourts einzige Tochter Fran\u00e7oise liegt hinter den Chanel-Erben Wertheimer auf Platz vier.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j9hk2v460\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Frankreich sei ein \u00abHotspot f\u00fcr Milliard\u00e4re\u00bb, schreibt das Magazin \u00abForbes\u00bb. Das Verm\u00f6gen der Superreichen wuchs in den vergangenen Jahrzehnten enorm an. 1996 z\u00e4hlte das Land 16 Milliard\u00e4re \u2013 heute sind es 145. Ihr Verm\u00f6gen entspricht fast der H\u00e4lfte des Bruttoinlandprodukts. 1996 waren es nur 6 Prozent. Aber wie ist das nur m\u00f6glich in einem Land mit einer der h\u00f6chsten Steuerquoten der Welt?<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j9hm57ko0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Ihren Geldsegen verdanken zumindest die ersten vier der Rangliste der florierenden Luxusindustrie. \u00abDen riesigen Verm\u00f6gen konnte weder die Finanzkrise 2008 noch der wirtschaftliche Einbruch im Zuge der Covid-19-Pandemie etwas anhaben\u00bb, schreibt die <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.inegalites.fr\/\" rel=\"nofollow noopener\">Beobachtungsstelle f\u00fcr Ungleichheit<\/a>, eine von Staat oder Unternehmen unabh\u00e4ngige Organisation.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j9hmmu830\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Und noch eine Besonderheit gibt es: Wie Liliane Bettencourt haben viele Superreiche ihr Geld bereits in die Wiege gelegt bekommen. Beim Luxuswarenhersteller Herm\u00e8s f\u00fchrt die sechste Generation das Unternehmen. Und im Aufsichtsrat des Flugzeugbauers Dassault, dessen Familie \u00fcber das f\u00fcnftgr\u00f6sste Verm\u00f6gen Frankreichs verf\u00fcgt, sitzen inzwischen die Urenkel des Firmengr\u00fcnders Marcel Dassault.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j9hmqfho0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Von einer \u00abGesellschaft der Erben\u00bb spricht der Wirtschaftswissenschafter Nicolas Fr\u00e9meaux. In den 1970er Jahren habe das Ersparte zwei Drittel des Verm\u00f6gens ausgemacht und das Erbe ein Drittel. Nun sei es genau umgekehrt. 60 der 100 reichsten Franz\u00f6sinnen und Franzosen haben ihr Verm\u00f6gen ererbt. Unter den Top Ten sind es 9 von 10. Ausgerechnet im Land der franz\u00f6sischen Revolution ist also eine neue Gelddynastie entstanden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/987bfb7d-d074-41a2-b104-65943db0ca90.jpg\" class=\"absolute left-0 top-0 block h-full w-full  \"  width=\"2124\" height=\"1593\" alt=\"Fran\u00e7ois-Henri Pinault f\u00fchrt den Luxuskonzern Kering seines Vaters. Zum Konzern geh\u00f6rt auch die Marke Gucci. Pinault ist mit der Schauspielerin Salma Hayek verheiratet.\" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1)\" loading=\"lazy\" \/>Fran\u00e7ois-Henri Pinault f\u00fchrt den Luxuskonzern Kering seines Vaters. Zum Konzern geh\u00f6rt auch die Marke Gucci. Pinault ist mit der Schauspielerin Salma Hayek verheiratet.<\/p>\n<p>Sarah Meyssonnier \/ Reuters<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j9hn6hs70\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Diese lebt diskret und f\u00fcllt die Fotoseiten der Klatschpresse im Allgemeinen nur, wenn es \u00fcber Mode-, Kunst- und Hochzeitsanl\u00e4sse zu berichten gibt \u2013 oder eben \u00fcber eine ungew\u00f6hnliche Freundschaft wie jene des Promi-Fotografen Banier mit Liliane Bettencourt.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j9hpdjva0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Milliard\u00e4re werden in Frankreich nicht bewundert wie in den USA, sie erregen eher Misstrauen. Die Schere zwischen Arm und Reich geht zudem immer weiter auseinander. Fast 10 Millionen Menschen lebten in Frankreich 2023 unterhalb der Armutsgrenze. Und auch die Mittelschicht hat mit den steigenden Lebenshaltungskosten zu k\u00e4mpfen. Die soziale Ungleichheit, die schon die Gelbwesten 2018 auf die Strasse trieb, ist ein Dauerthema. \u00abTaxez les riches\u00bb (besteuert die Reichen) lautete der Slogan bei den j\u00fcngsten Demonstrationen gegen die Sparpolitik der Regierung.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j9hpmaqf0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Und tats\u00e4chlich: Das Steuersystem behandelt Reiche milder als Durchschnittsverdiener. <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.ipp.eu\/publication\/16253\/\" rel=\"nofollow noopener\">Eine Studie des Institut des politiques publiques<\/a> ergab, dass Steuern und Sozialabgaben bei durchschnittlichen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern rund 50 Prozent ihres Einkommens ausmachen. Bei den Milliard\u00e4ren sind es dagegen nur 27 Prozent. Geschickt platzieren sie ihr Geld in Familienholdings oder nutzen Steuernischen, um m\u00f6glichst wenig an den Fiskus zu zahlen.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j9hpvd150\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Der Wirtschaftswissenschafter Gabriel Zucman will das \u00e4ndern. \u00abDie Milliard\u00e4re k\u00f6nnen nicht aus der Gesellschaft aussteigen: Sie m\u00fcssen sich an der nationalen Solidarit\u00e4t beteiligen\u00bb, fordert er in seinem neuen Buch \u00abLes milliardaires ne paient pas d\u2019imp\u00f4t et nous allons y mettre fin\u00bb (etwa: Die Milliard\u00e4re zahlen keine Steuern, und wir werden damit Schluss machen).<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j9hqe7g10\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Der 38-J\u00e4hrige schl\u00e4gt vor, Verm\u00f6gen ab 100 Millionen Euro mit 2 Prozent pro Jahr zu besteuern. Auch die Betriebsverm\u00f6gen, die bisher ausgeklammert wurden, sollen unter seine Steuer fallen. Betroffen w\u00e4ren 1800 Haushalte. Es handle sich nicht darum, die Superreichen extra zur Kasse zu bitten, so wiederholt er in zahlreichen Interviews. \u00abSie sollen nur nicht weniger zahlen als die anderen.\u00bb Ihm gehe es um steuerliche Gleichheit, im Land der \u00ab\u00c9galit\u00e9\u00bb ein wichtiges Argument. 86 Prozent der Bev\u00f6lkerung unterst\u00fctzen seine Steuer.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j9hqfnfj0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Seit Wochen diskutiert Frankreich schon die \u00abtaxe Zucman\u00bb. Die Sozialisten wollten sie unbedingt einf\u00fchren, um die leere Staatskasse zu f\u00fcllen. Denn Frankreich weist mit 3,3 Billionen Euro die h\u00f6chste Staatsverschuldung in der Eurozone auf. 20 Milliarden Euro soll seine Steuer pro Jahr bringen, rechnete Zucman vor.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/04f8fc30-eb3e-489d-a267-10123e351e62.jpg\" class=\"absolute left-0 top-0 block h-full w-full  \"  width=\"3556\" height=\"2667\" alt=\"Bernard Arnault (Mitte), Chef des Luxuskonzerns LVMH, und seine Frau H\u00e9l\u00e8ne Mercier sprechen mit Roger Federer an einer Modeschau in Paris. Arnaults j\u00fcngster Sohn Jean ist im Hintergrund (links).\" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1)\" loading=\"lazy\" \/>Bernard Arnault (Mitte), Chef des Luxuskonzerns LVMH, und seine Frau H\u00e9l\u00e8ne Mercier sprechen mit Roger Federer an einer Modeschau in Paris. Arnaults j\u00fcngster Sohn Jean ist im Hintergrund (links).<\/p>\n<p>Cyril Marcilhacy \/ Bloomberg \/ Getty<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j9hqh7ra0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Doch die Nationalversammlung lehnte die von ihm geforderte Massnahme Ende Oktober ab. Aus Angst vor Kapitalflucht und Standortnachteilen stimmten das Pr\u00e4sidentenlager, Konservative und das rechtspopulistische Rassemblement national dagegen. Sehr zur Erleichterung von Milliard\u00e4ren wie Bernard Arnault, der Zucman in einem Zeitungsinterview einen \u00abAktivisten der extremen Linken\u00bb gescholten hatte. Sein Projekt sei \u00abt\u00f6dlich\u00bb f\u00fcr die franz\u00f6sische Wirtschaft. Auch der Regierungschef S\u00e9bastien Lecornu hatte versichert, dass die Zucman-Steuer mit ihm nicht zu machen sei. Er wolle nicht die Kuh t\u00f6ten, die die Milch gebe.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j9hqkpoh0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Lecornu setzt damit die Politik seines Mentors Emmanuel Macron fort. Wie die meisten Pr\u00e4sidenten pflegt Macron eine enge Beziehung zur Geldelite des Landes. Seit seine Frau Brigitte in einem Pariser Privatgymnasium zwei S\u00f6hne Arnaults unterrichtete, sind die Macrons mit der Familie gut bekannt. Die First Lady tr\u00e4gt fast ausschliesslich die Kreationen von Louis Vuitton und l\u00e4sst kaum eine Modeschau aus.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j9ht360i0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Wie andere Superreiche besitzt auch Arnault mehrere Medien, \u00fcber die er Einfluss auf die Politik nehmen kann. Die Wirtschaftszeitung \u00abLes \u00c9chos\u00bb und die Tageszeitung \u00abLe Parisien\u00bb geh\u00f6ren zu seinem Konzern. Kaum jemand will es sich deshalb mit dem Milliard\u00e4r verscherzen.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1j9hqcidj0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Nun ist die Zucman-Steuer erst einmal vom Tisch. Doch die kolossale Staatsverschuldung bleibt \u2013 und damit auch die Frage, wer sie bezahlen soll. Zucman ist sich sicher: Langfristig werden die Superreichen st\u00e4rker zur Kasse gebeten.<\/p>\n<p class=\"text-paper-alpha-light-500 dark:text-paper-alpha-dark-400\/[.57] darknzz:text-paper-alpha-dark-400\/[.57] dark:lightnzz:text-paper-alpha-light-500 text-center text-sm \">Ein Artikel aus der \u00ab<a class=\"underline hover:text-black dark:hover:text-white transition-colors duration-200\" href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/nzz-am-sonntag\" data-discover=\"true\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">NZZ am Sonntag<\/a>\u00bb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"145 Milliard\u00e4re z\u00e4hlt Frankreich heute, 16 waren es vor dreissig Jahren. 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