{"id":567988,"date":"2025-11-11T14:50:17","date_gmt":"2025-11-11T14:50:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/567988\/"},"modified":"2025-11-11T14:50:17","modified_gmt":"2025-11-11T14:50:17","slug":"unionspolitiker-fordern-abschaffung-von-minijobs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/567988\/","title":{"rendered":"Unionspolitiker fordern Abschaffung von Minijobs"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/nacke-100.jpg\" alt=\"Stefan Nacke\" title=\"Stefan Nacke | picture alliance\/dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 11.11.2025 14:23 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Eine Gruppe von Unionspolitikern macht sich f\u00fcr die Abschaffung der sogenannten Minijobs stark. Was einst gut gedacht gewesen sei, verdr\u00e4nge regul\u00e4re Arbeit und sei unsozial. Das sieht auch die Gewerkschaft ver.di so.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Eine Gruppe von Unions-Bundestagsabgeordneten will das bestehende Minijob-System teilweise abschaffen. &#8222;Zu viele Menschen stecken in der Minijob-Falle&#8220;, sagte der Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe in der Union, Stefan Nacke (CDU), der<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/minijobs-cdu-abschaffung-stefan-nacke-arbeitnehmergruppe-bundestag-li.3336595?reduced=true\" title=\"Nacke \u00fcber Minijobs zur S\u00fcddeutschen Zeitung\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\"> S\u00fcddeutschen Zeitung<\/a>. Zustimmung kommt von der Gewerkschaft ver.di.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Minijobs m\u00fcssten abgeschafft werden, &#8222;wo sie regul\u00e4re Arbeit verdr\u00e4ngen&#8220;, sagte Nacke. Was einst gut gedacht gewesen sei, habe sich zu einem Systemfehler entwickelt. Er bezeichnete Minijobs als &#8222;Parallelwelt der Arbeit&#8220;, die das Fundament des Sozialstaats aush\u00f6hle. Wer sein Leben lang im Minijob arbeite, lande mit leeren H\u00e4nden im Alter.<\/p>\n<p>    Sechs bis acht Millionen Menschen haben Minijobs<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Urspr\u00fcnglich seien Minijobs dazu gedacht gewesen, kleine und gelegentliche T\u00e4tigkeiten in privaten Haushalten legal zu machen, sagte Nacke. Sie seien aber l\u00e4ngst zu einem eigenen Arbeitsmarkt geworden. Heute arbeiteten sechs bis acht Millionen Menschen in einem Minijob. Was einst die Ausnahme war, sei zum Regelfall geworden, besonders in Branchen wie Gastronomie, Handel oder Reinigung.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Minijobs sind geringf\u00fcgige Besch\u00e4ftigungen mit h\u00f6chstens 556 Euro monatlichem Arbeitsentgelt oder einem Arbeitseinsatz von maximal 70 Tagen pro Kalenderjahr. Wer weniger verdient, zahlt keine Arbeitslosenversicherung und kann sich von der Rentenversicherung befreien lassen. Zudem sind Minijober nicht kranken- und pflegeversicherungspflichtig. Arbeitgeber zahlen nur geringe pauschale Beitr\u00e4ge und Steuern.<\/p>\n<p>    &#8222;Im Kern unsozial&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das Prinzip &#8222;brutto gleich netto&#8220; bei Minijobs klinge verlockend, sei aber im Kern unsozial, sagte Nacke weiter. &#8222;Es verlagert die Kosten der Absicherung von Krankheit, Alter und Arbeitslosigkeit auf die Allgemeinheit.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Folgen sind laut dem nordrhein-westf\u00e4lischen CDU-Bundestagsabgeordneten absehbar: geringere Einnahmen in der Sozialversicherung, steigende Ausgaben in der Grundsicherung. Beitragsbefreiungen sollten nur &#8211; wie urspr\u00fcnglich angedacht &#8211; in Ausnahmef\u00e4llen m\u00f6glich sein, etwa f\u00fcr Sch\u00fcler oder Rentner.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        ver.di-Chef Frank Werneke h\u00e4lt Minijobs in vielen F\u00e4llen f\u00fcr eine berufliche Sackgasse.\n                    <\/p>\n<p>    Auch ver.di-Chef f\u00fcr Abschaffung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke sagte, Minijobs verdr\u00e4ngten gute, sozial abgesicherte Arbeit. &#8222;Sie sind kein Sprungbrett in den regul\u00e4ren Arbeitsmarkt, sondern eine berufliche Sackgasse f\u00fcr viele, besonders f\u00fcr Frauen.&#8220; Es werde Zeit, sich von diesem Modell zu trennen. Laut Werneke passen Minijobs nicht in eine Zeit, in der in vielen Branchen dringend Fachkr\u00e4fte gesucht werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Wir brauchen einen zukunftsfesten Arbeitsmarkt mit ausk\u00f6mmlichen L\u00f6hnen und sozialversicherungspflichtigen Arbeitspl\u00e4tzen, die armutsfeste Renten garantieren&#8220;, so der Gewerkschaftschef. Eine Reform der geringf\u00fcgigen Besch\u00e4ftigung sei dringend angezeigt und m\u00fcsse alle Anreize f\u00fcr ein Verbleiben in ungewollten Teilzeitarbeitsverh\u00e4ltnissen beseitigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 11.11.2025 14:23 Uhr Eine Gruppe von Unionspolitikern macht sich f\u00fcr die Abschaffung der sogenannten Minijobs stark. 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