{"id":56932,"date":"2025-04-24T08:25:13","date_gmt":"2025-04-24T08:25:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/56932\/"},"modified":"2025-04-24T08:25:13","modified_gmt":"2025-04-24T08:25:13","slug":"15-euro-mindestlohn-gesamtmetall-warnt-diw-ist-dafuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/56932\/","title":{"rendered":"15 Euro Mindestlohn: Gesamtmetall warnt, DIW ist daf\u00fcr"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 24.04.2025 08:59 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall warnt vor den Folgen einer politisch festgelegten Anhebung des Mindestlohns auf 15 Euro pro Stunde. DIW-Pr\u00e4sident Fratzscher und auch andere Wirtschaftsforscher sind daf\u00fcr. <\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Debatte um eine m\u00f6gliche Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns auf 15 Euro pro Stunde nimmt weiter Fahrt auf &#8211; und sorgt f\u00fcr deutliche Spannungen zwischen Arbeitgeberverb\u00e4nden, Wirtschaftsforschern und der Politik. W\u00e4hrend der Arbeitgeberverband Gesamtmetall vor schweren wirtschaftlichen Sch\u00e4den warnt, ist das Deutsche Institut f\u00fcr Wirtschaftsforschung (DIW) von den Vorteilen eines Mindestlohns in H\u00f6he von 15 Euro \u00fcberzeugt.<\/p>\n<p>    Gesamtmetall f\u00fcrchtet &#8222;schwere wirtschaftliche Sch\u00e4den&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Eine politisch erzwungene Anhebung auf 15 Euro w\u00fcrde einen Anstieg in nur zehn Jahren von \u00fcber 76 Prozent bedeuten. Damit k\u00f6nnen die Tarifl\u00f6hne nicht Schritt halten&#8220;, sagte Oliver Zander, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Gesamtmetall, der Bild. Der Mindestlohn sei seit seiner Einf\u00fchrung 2015 bereits um \u00fcber 50 Prozent gestiegen &#8211; die Tarifl\u00f6hne jedoch nur um 29 Prozent.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZander warnte, ein Mindestlohn von 15 Euro w\u00fcrde &#8222;in der l\u00e4ngsten Wirtschaftskrise seit Gr\u00fcndung der Bundesrepublik schwere wirtschaftliche Sch\u00e4den anrichten&#8220;. Die Folge seien massiv steigende Preise etwas beim Friseur, B\u00e4cker oder in der Kneipe. Zudem seien mehr Gesch\u00e4ftsaufgaben insbesondere im Osten Deutschlands und ein Anstieg von Schwarzarbeit laut seiner Einsch\u00e4tzung zu bef\u00fcrchten.<\/p>\n<p>    DIW: H\u00f6here Produktivit\u00e4t durch h\u00f6heren Mindestlohn<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nGanz anders bewertet der Pr\u00e4sident des Deutschen Instituts f\u00fcr Wirtschaftsforschung (DIW) die Lage. Marcel Fratzscher sagte der Rheinischen Post, ein h\u00f6herer Mindestlohn k\u00f6nne gesamtwirtschaftlich sogar positive Effekte entfalten. Mehr Lohn bedeute mehr Konsum und st\u00e4rke so das Wirtschaftswachstum.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZudem f\u00fchre ein deutlich h\u00f6herer Mindestlohn zu einer Verschiebung der Besch\u00e4ftigung hin zu produktiveren Unternehmen, also solchen Firmen, die einen h\u00f6heren Mindestlohn \u00fcberhaupt zahlen k\u00f6nnen. Das bringe zwar jenen, die das nicht k\u00f6nnen, wirtschaftliche Nachteile. &#8222;F\u00fcr die gesamte Wirtschaft erh\u00f6ht die Verschiebung jedoch die Effizienz und die Produktivit\u00e4t&#8220;, betonte der DIW-Chef.<\/p>\n<p>    CDU\/CSU gegen &#8222;politischen Mindestlohn&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch politisch ist der 15-Euro-Mindestlohn umstritten. SPD-Generalsekret\u00e4r Matthias Miersch hatte k\u00fcrzlich angedeutet, notfalls auch gesetzlich auf 15 Euro erh\u00f6hen zu wollen, sollte die Mindestlohnkommission nicht entsprechend handeln. CDU-Generalsekret\u00e4r Carsten Linnemann warnte daraufhin vor einem &#8222;politischen Mindestlohn&#8220;, und Unionsfraktionsgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Thorsten Frei verwies auf die im Koalitionsvertrag festgelegte Rolle der Mindestlohnkommission.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDiese Kommission, besetzt mit Vertretern von Arbeitgebern und Gewerkschaften, soll unabh\u00e4ngig agieren. Ihre Empfehlung soll sich sowohl an der Tarifentwicklung als auch an 60 Prozent des Bruttomedianlohns von Vollzeitbesch\u00e4ftigten orientieren. &#8222;Auf diesem Weg ist ein Mindestlohn von 15 Euro im Jahr 2026 erreichbar&#8220;, hei\u00dft es im Koalitionsvertrag.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) mahnte derweil das Gremium zu mehr Verantwortung: Die Kommission m\u00fcsse &#8222;faire Empfehlungen&#8220; aussprechen, die die Inflation und Lebensrealit\u00e4t der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Blick behalten. Zuletzt war die Kommission intern in die Kritik geraten &#8211; die Anhebung 2023 wurde nicht einvernehmlich beschlossen, Arbeitnehmervertreter f\u00fchlten sich \u00fcbergangen und \u00fcberstimmt.<\/p>\n<p>    Deutschland hat beim Mindestlohn Nachholbedarf<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBis Ende Juni 2025 muss die Mindestlohnkommission nun entscheiden, wie hoch der deutsche Mindestlohn in den kommenden zwei Jahren sein soll. In einer Stellungnahme f\u00fcr die Mindestlohnkommission hatten die Forscher des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) und des Instituts f\u00fcr Makro\u00f6konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B\u00f6ckler-Stiftung herausgearbeitet, dass Deutschland in der Vergangenheit den international \u00fcblichen Referenzwert von 60 Prozent des Medianlohns, der auch in der Europ\u00e4ischen Mindestlohnrichtlinie verankert ist, regelm\u00e4\u00dfig unterschritten hatte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie kommende Erh\u00f6hung d\u00fcrfte damit st\u00e4rker ausfallen, als dies der Fall w\u00e4re, wenn die Kommission sich wie in der Vergangenheit nur an der Tarifentwicklung der vergangenen zwei Jahre orientieren w\u00fcrde, erwarten die Fachleute von WSI und IMK.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 24.04.2025 08:59 Uhr Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall warnt vor den Folgen einer politisch festgelegten Anhebung des Mindestlohns auf&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":56933,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[26498,629,628,29,5772,30,13,871,6587,378,14,15,12,14109,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-56932","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-15-euro-mindestlohn","9":"tag-arbeitgeber","10":"tag-arbeitnehmer","11":"tag-deutschland","12":"tag-einkommen","13":"tag-germany","14":"tag-headlines","15":"tag-inflation","16":"tag-lohn","17":"tag-mindestlohn","18":"tag-nachrichten","19":"tag-news","20":"tag-schlagzeilen","21":"tag-tarif","22":"tag-top-news","23":"tag-top-meldungen","24":"tag-topmeldungen","25":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114391988528161320","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/56932","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=56932"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/56932\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/56933"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=56932"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=56932"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=56932"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}