{"id":569934,"date":"2025-11-12T10:41:11","date_gmt":"2025-11-12T10:41:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/569934\/"},"modified":"2025-11-12T10:41:11","modified_gmt":"2025-11-12T10:41:11","slug":"berlin-quali-showdown-von-fussball-zwergen-und-seltsamen-szenarien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/569934\/","title":{"rendered":"Berlin | Quali-Showdown: Von Fu\u00dfball-Zwergen und seltsamen Szenarien"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (dpa) &#8211; Was w\u00e4re das f\u00fcr ein historisches Fu\u00dfball-Kuriosum: Das winzige San Marino gemeinsam mit dem eigentlich gro\u00dfen Italien in den Quali-Playoffs zur WM. Der 210. und damit Letzte der FIFA-Weltrangliste zumindest f\u00fcr einen kurzen Augenblick auf einer Ebene mit dem viermaligen Weltmeister. Die Auswahl von Amateuren und Freizeitkickern zusammen in einem K.o.-Wettbewerb mit Fu\u00dfball-Million\u00e4ren und internationalen Stars.<\/p>\n<p>Ein aufgebl\u00e4htes WM-Turnier 2026 mit 48 Teams und einem komplizierten Qualifikationsmodus verhilft gleich mehreren Fu\u00dfball-Zwergen zum Sprung auf die gro\u00dfe B\u00fchne. W\u00e4hrend die Au\u00dfenseiter Usbekistan, Jordanien oder Kap Verde den Coup zu ihrer WM-Premiere bereits schafften, haben andere Nationen wie Suriname oder Cura\u00e7ao noch die Chance auf ihr Ticket zum XXL-Turnier in den USA, Mexiko und Kanada im n\u00e4chsten Sommer. Und auch San Marino k\u00f6nnte noch ins Rampenlicht r\u00fccken.<\/p>\n<p>WM-Ticket sehr unwahrscheinlich &#8211; Playoff-Teilnahme m\u00f6glich<\/p>\n<p>Dass sich die Mini-Republik am Ende tats\u00e4chlich f\u00fcr die Weltmeisterschaft qualifiziert, ist weitgehend ausgeschlossen. In einem kleinen K.o.-Turnier w\u00fcrden n\u00e4mlich um Klassen bessere Nationen wie voraussichtlich Italien, Ukraine oder die T\u00fcrkei warten.<\/p>\n<p>Der Einzug in ebenjene Playoffs Anfang 2026 ist zwar unwahrscheinlich, aber dennoch m\u00f6glich. Es w\u00e4re eine Fu\u00dfball-Sensation. Und auf dem Weg dahin k\u00f6nnte nun ein Szenario eintreten, wonach die Amateure aus der Enklave nahe Rimini nicht einen Erfolg, sondern verr\u00fcckterweise eine hohe Niederlage ben\u00f6tigen, um die Playoffs zu erreichen.<\/p>\n<p>Fragw\u00fcrdiges Kuriosum? Bitte hoch verlieren<\/p>\n<p>Es ist etwas kompliziert: In der Quali-Gruppe H ist San Marino punktlos Letzter, hat also keine Chance mehr auf einen der ersten zwei Pl\u00e4tze. Am finalen Spieltag gastiert die Auswahl n\u00e4chste Woche beim Gruppendritten Rum\u00e4nien, das dann m\u00f6glicherweise in einem Fernduell mit Bosnien-Herzegowina um den zweiten Tabellenrang k\u00e4mpft, der zur Teilnahme an den Playoffs berechtigt. Und San Marino hat gro\u00dfes Interesse daran, dass die Rum\u00e4nen Zweite werden.<\/p>\n<p>Denn diesen zweiten Platz ben\u00f6tigt Rum\u00e4nien eigentlich gar nicht, weil die Auswahl von den Karpaten als ein Gruppensieger der Nations League ohnehin fix bei den Playoffs dabei ist. So aber k\u00f6nnte dieser Startplatz an einen anderen Nations-League-Gruppensieger weiterrutschen &#8211; also etwa an San Marino, das die Nations-League-Gruppe I der Liga D vor Gibraltar und Liechtenstein gewonnen hatte. Und deshalb hoffen darf &#8211; auch wenn f\u00fcr die Playoff-Teilnahme noch weitere Szenarien eintreten m\u00fcssten.<\/p>\n<p>Absichtlich hoch verlieren, um am Ende zu jubeln: Kommt es tats\u00e4chlich zu diesem sportlich fragw\u00fcrdigem Kuriosum? Statistisch besonders auffallen w\u00fcrde eine derbe Abreibung freilich nicht. San Marino hat in seiner Fu\u00dfball-Geschichte erst zwei Pflichtspiele gewonnen, jeweils gegen Liechtenstein. J\u00fcngst unterlag das Team von Coach Roberto Cevoli in der WM-Quali den Tabellenf\u00fchrern aus \u00d6sterreichern mit 0:10.<\/p>\n<p>Darmst\u00e4dter Profi mit Suriname vor gro\u00dfem Coup<\/p>\n<p>Derartige Rechenspiele haben andere Au\u00dfenseiter nicht n\u00f6tig &#8211; bei ihnen gilt eher: Verlieren verboten. Suriname etwa mit dem Darmst\u00e4dter Zweitligaprofi Jean-Paul Bo\u00ebtius will mit zwei Siegen aus noch zwei Spielen das erstmalige WM-Ticket l\u00f6sen und feiern wie noch nie. \u00abUnser Land ist nicht allzu gro\u00df, aber Party machen k\u00f6nnen wir\u00bb, hatte der 31-J\u00e4hrige dem \u00abDarmst\u00e4dter Echo\u00bb schon im Sommer im Hinblick auf seinen WM-Traum gesagt.<\/p>\n<p>28 von 48 Teilnehmern stehen fest<\/p>\n<p>Das kleine Land aus dem Norden S\u00fcdamerikas &#8211; eingequetscht zwischen Guyana, Franz\u00f6sisch-Guyana und Brasilien &#8211; tritt nicht in der dortigen Quali an, sondern in Mittel- und Nordamerika. Und weil die dortigen Topteams USA, Kanada und Mexiko als Gastgeber diesmal fix dabei sind, haben kleine Teams wie Suriname und auch Cura\u00e7ao Chancen. Die Karabikinsel rangiert anders als Suriname in der Gruppe mit Favorit Jamaika nur auf dem zweiten Platz.<\/p>\n<p>28 Mannschaften haben sich bereits einen der insgesamt 48 Startpl\u00e4tze f\u00fcr die Weltmeisterschaft gesichert, etliche weitere kommen in den n\u00e4chsten Tagen dazu. Und vervollst\u00e4ndigt wird das Tableau dann im Fr\u00fchjahr, wenn die interkontinentalen und die europ\u00e4ischen Playoffs anstehen. Daf\u00fcr hofft auch San Marino noch auf seinen Auftritt unter den Gro\u00dfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (dpa) &#8211; Was w\u00e4re das f\u00fcr ein historisches Fu\u00dfball-Kuriosum: Das winzige San Marino gemeinsam mit dem eigentlich&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":569935,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1841],"tags":[1605,33895,3364,29,347,30,984,1209,59732,50576,58622],"class_list":{"0":"post-569934","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bielefeld","8":"tag-bielefeld","9":"tag-curacao","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-fussball","13":"tag-germany","14":"tag-international","15":"tag-nordrhein-westfalen","16":"tag-san-marino","17":"tag-suriname","18":"tag-wm-qualifikation"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115536310083028538","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/569934","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=569934"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/569934\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/569935"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=569934"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=569934"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=569934"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}