{"id":569949,"date":"2025-11-12T10:55:48","date_gmt":"2025-11-12T10:55:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/569949\/"},"modified":"2025-11-12T10:55:48","modified_gmt":"2025-11-12T10:55:48","slug":"brexit-europaeische-union-bpb-de","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/569949\/","title":{"rendered":"Brexit | Europ\u00e4ische Union | bpb.de"},"content":{"rendered":"<p>Der <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/europa\/brexit\/\" class=\"styled-link styled-link--internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Interner Link: Austritt Gro\u00dfbritanniens aus der Europ\u00e4ischen Union<\/a> war eine \u00dcberraschung und f\u00fcr die Pro-Europ\u00e4er ein Schock. Gro\u00dfbritannien war zwar nicht Gr\u00fcndungsmitglied, aber seit der ersten Erweiterungsrunde \u00fcber 40 Jahre <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/europa\/brexit\/229084\/grossbritannien-in-den-europaeischen-gemeinschaften\/\" class=\"styled-link styled-link--internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Interner Link: wichtiger Teil der europ\u00e4ischen Integration<\/a>.<\/p>\n<p>Bei einer <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/europa\/brexit\/230112\/das-ergebnis-des-referendums\/\" class=\"styled-link styled-link--internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Interner Link: Volksabstimmung am 23. Juni 2016<\/a> stimmte jedoch eine knappe Mehrheit von rund 52 Prozent der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger des Vereinigten K\u00f6nigreichs, die Europ\u00e4ische Union zu verlassen. Eine \u00dcberraschung war dieses Ergebnis insbesondere deshalb, weil der britische Premierminister David Cameron auf eine Zustimmung zum Verbleib in der EU zielte. Die EU-Mitgliedschaft war in Gro\u00dfbritannien schon l\u00e4nger in umstritten. Cameron wollte mit dem Referendum dieses Thema eigentlich endg\u00fcltig ausr\u00e4umen. Doch durch den mangelnden Einsatz der EU-Bef\u00fcrworter (\u201eRemain\u201c) setzte sich der Enthusiasmus der EU-Gegner (\u201eLeave\u201c) in den <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/europa\/brexit\/229016\/die-positionen-in-der-brexit-debatte\/\" class=\"styled-link styled-link--internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Interner Link: Debatten im Parlament und den Medien<\/a> und letztlich in der Bev\u00f6lkerung durch. Eine deutliche Mehrheit f\u00fcr den Austritt fand sich in England und Wales, w\u00e4hrend Schottland, Nordirland und die Region London sich f\u00fcr einen Verbleib aussprachen.<\/p>\n<p>    Brexit-Verhandlungen und Austritt<\/p>\n<p>Artikel 50 des EU-Vertrags regelt die rechtlichen Grundlagen eines Austritts. Jeder Mitgliedstaat kann im Einklang mit seinen verfassungsrechtlichen Vorschriften beschlie\u00dfen, aus der Union auszutreten. Da zuvor noch kein Mitgliedstaat ausgetreten war, mussten erst einmal die genauen Austrittsmodalit\u00e4ten f\u00fcr den \u201eBritish Exit\u201c, den Brexit festgelegt werden. Am 19. Juni 2017 begannen unter der Leitung des britischen Ministers f\u00fcr den Austritt aus der Europ\u00e4ischen Union, David Davis, und EU-Chefunterh\u00e4ndler Michel Barnier die Verhandlungen. Wichtige Punkte in den Verhandlungen waren<\/p>\n<ul class=\"styled-list\">\n<li class=\"\">\n<p>die Rechte der rund 3,2 Millionen EU-B\u00fcrger in Gro\u00dfbritannien,<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"\">\n<p>die Rechte der rund eine Million Briten in den \u00fcbrigen 27 EU-L\u00e4ndern,<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"\">\n<p>die weitere Durchl\u00e4ssigkeit der Grenze zwischen dem EU-Mitglied Irland und dem britischen Nordirland sowie<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"\">\n<p>offene gegenseitige finanzielle Forderungen, denn Gro\u00dfbritannien war nat\u00fcrlich fest integriert in allen Projekten der EU.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Verhandlungen erwiesen sich als \u00fcberaus z\u00e4h, denn es mussten sehr viele Angelegenheiten neu geregelt werden. Umstritten war auch, wie hart die Trennung beider Seiten ausfallen soll. Bei einem harten Brexit sollten die politischen Verbindungen zwischen der Europ\u00e4ischen Union und Gro\u00dfbritannien weitgehend zur\u00fcckgefahren werden, w\u00e4hrend ein weicher Brexit vorsah, dass Gro\u00dfbritannien weiterhin an einigen europ\u00e4ischen Projekten teilnehmen konnte. Der Austrittstermin musste aufgrund der schwierigen Verhandlungen und der un\u00fcbersichtlichen politischen Situation in jenen Jahren dreimal verschoben werden. Sowohl der R\u00fccktritt Camerons als auch der seiner Nachfolgerin Theresa May 2019 standen in direktem Zusammenhang mit dem Brexit. <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/kurz-knapp\/hintergrund-aktuell\/304242\/brexit-am-31-januar\/\" class=\"styled-link styled-link--internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Interner Link: Schlie\u00dflich trat Gro\u00dfbritannien zum 31. Januar 2020 aus der EU aus<\/a>. Die Europ\u00e4ische Union hat seitdem 27 Mitgliedstaaten.<\/p>\n<p>    Beziehungen der EU mit dem Vereinigten K\u00f6nigreich nach dem Brexit<\/p>\n<p>Nachdem auch die \u00dcbergangsphase, in der noch einige Bestimmungen vor\u00fcbergehend in Kraft blieben, zum Jahresende 2020 abgeschlossen war, trat am 1. Januar 2021 das <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/kurz-knapp\/hintergrund-aktuell\/325314\/brexit-handelsabkommen-zwischen-der-eu-und-dem-vereinigten-koenigreich\/\" class=\"styled-link styled-link--internal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Interner Link: Handels- und Kooperationsabkommen zwischen der Europ\u00e4ischen Union und dem Vereinigten K\u00f6nigreich<\/a> in Kraft. Es ist ein Freihandelsabkommen \u00fcber den Austausch von Waren und Dienstleistungen zwischen beiden Seiten und sieht vor, dass keine Einfuhrz\u00f6lle erhoben werden. Gro\u00dfbritannien beteiligt sich an einige EU-Projekten. F\u00fcr EU-B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger endete die Freiz\u00fcgigkeit \u2013 f\u00fcr die Einreise nach Gro\u00dfbritannien wird seitdem ein Reisepass ben\u00f6tigt. Mit dem Windsor-Abkommen vom 27. Februar 2023 wurde ein gro\u00dfer Streitpunkt beigelegt. Das britische Nordirland bekommt mit dem Abkommen freien Zugang zum EU-Binnenmarkt und zum britischen Markt. Zudem erh\u00e4lt das nordirische Parlament ein Vetorecht und kann neue EU-Regeln ablehnen.<\/p>\n<p>Die bef\u00fcrchtete Welle an Austritten aus der Europ\u00e4ischen Union ist seitdem ausgeblieben. Bisher hat kein anderes Land die EU verlassen \u2013 der Brexit bleibt die Ausnahme, wenngleich Europaskeptiker immer wieder weitere Austritte ins Spiel bringen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Interner Link: Austritt Gro\u00dfbritanniens aus der Europ\u00e4ischen Union war eine \u00dcberraschung und f\u00fcr die Pro-Europ\u00e4er ein Schock.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":569950,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3976],"tags":[331,332,13,14,15,12,3992,3993,3994,3995,3996,3997],"class_list":{"0":"post-569949","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-vereinigtes-koenigreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-uk","15":"tag-united-kingdom","16":"tag-united-kingdom-of-great-britain-and-northern-ireland","17":"tag-vereinigtes-koenigreich","18":"tag-vereinigtes-koenigreich-grossbritannien-und-nordirland","19":"tag-vereinigtes-koenigreich-von-grossbritannien-und-nordirland"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115536368968258908","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/569949","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=569949"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/569949\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/569950"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=569949"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=569949"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=569949"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}