{"id":569999,"date":"2025-11-12T11:42:15","date_gmt":"2025-11-12T11:42:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/569999\/"},"modified":"2025-11-12T11:42:15","modified_gmt":"2025-11-12T11:42:15","slug":"herbstgutachten-handwerk-rhein-ruhr-wupper-erkrath-jetzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/569999\/","title":{"rendered":"Herbstgutachten Handwerk Rhein-Ruhr-Wupper | erkrath.jetzt"},"content":{"rendered":"<p> <img loading=\"lazy\" alt=\"\" title=\"Konjunktur stabil statistik Gerd-Altmann-Pixabay-statistics-810024_1280\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Gerd-Altmann-Pixabay-statistics-810024_1280-678x381.jpg\" decoding=\"async\" class=\"lazyload\" width=\"678\" height=\"381\" data-eio-rwidth=\"678\" data-eio-rheight=\"381\"\/>Symbolbild Statistik: Gerd Altmann \/ PixabayKonjunktur im besch\u00e4ftigungsstarken Wirtschaftssektor tritt weiter auf der Stelle | HWK-Pr\u00e4sident Andreas Ehlert: \u201eStrukturelle Krise braucht strukturelle Reformen\u201c<\/p>\n<p>Die Handwerkskonjunktur an Rhein, Ruhr und Wupper l\u00e4sst auch im Herbst 2025 keine Dynamik erkennen. Der Gesch\u00e4ftsklimaindex der aktuellen Konjunkturumfrage der HWK D\u00fcsseldorf liegt mit 105 Punkten leicht \u2013 um drei Z\u00e4hler \u2013 unter dem Vorjahreswert und 12 Punkte unter dem Mittelwert der letzten zehn Jahre. Eine Trendwende bleibt aus; die wirtschaftliche Stagnation dauert an. \u201eSeit zwei Jahren bewegt sich die Konjunktur im Handwerk nicht vom Fleck. Von der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung ist bislang nichts Handfestes bei den Betrieben angekommen. Ohne politische Impulse wird es keinen Aufschwung geben\u201c, ordnete der Pr\u00e4sident der gr\u00f6\u00dften HWK des Landes, Andreas Ehlert, bei der Vorstellung des Herbstgutachtens am Donnerstag das Lagebild ein.<\/p>\n<p>Weiter unter Druck stehen vor allem die Umsatz- und Auftragslage. Das Umsatzklima gab im Vergleich zur Vorjahresumfrage um 5 auf 88 Punkte nach, das Auftragsklima um 3 auf 85 Punkte. In allen Handwerksbranchen \u00fcberwiegen hier die Betriebe mit r\u00fcckl\u00e4ufigen Zahlen. \u201eDie Konsumzur\u00fcckhaltung der Privathaushalte und die schwache Investitionsneigung der Unternehmen bremsen unsere Betriebe weiter aus\u201c, so Ehlert. Auch die anhaltende Talfahrt der Industrie sp\u00fcren viele Handwerksbetriebe in ihren Auftragsb\u00fcchern \u2013 insbesondere die handwerklichen Zulieferbetriebe. 42 Prozent der Handwerksbetriebe f\u00fcr den gewerblichen Bedarf melden r\u00fcckl\u00e4ufige Orders. Hinzu kommt eine nach wie vor durchwachsene Baukonjunktur. Auch vom Arbeitsmarkt kommen keine positiven Signale: fast jeder f\u00fcnfte Betrieb baute im letzte halben Jahr Personal ab. Das Besch\u00e4ftigungsklima liegt seit drei Jahren im negativen Bereich, Jahr f\u00fcr Jahr verliert das Handwerk im Durchschnitt rund 1 Prozent seiner Besch\u00e4ftigten. Ausschlaggebend  hierf\u00fcr sind vor allem die Renteneintritte der geburtenstarken Jahrg\u00e4nge. Trotz Konjunkturflaute meldet jeder dritte Betrieb offene Stellen.<\/p>\n<p>In den vier Wirtschaftsr\u00e4umen Region D\u00fcsseldorf, Linker Niederrhein, Ruhr-West und Bergisches Land vollzog sich die Seitw\u00e4rtsbewegung der Handwerkskonjunktur homogen; allein der Gro\u00dfraum D\u00fcsseldorf setzt sich mit einem Gesch\u00e4ftsklimaindex von 109 Punkten leicht vom Kammerdurchschnitt ab. Stimulierende Effekte auf die Handwerkskonjunktur \u2013 insbesondere auf die Bauwirtschaft \u2013 k\u00f6nnte das Sonderverm\u00f6gen Infrastruktur ab dem kommenden Jahr haben. \u201eDaf\u00fcr m\u00fcssen die Mittel aber zus\u00e4tzlich zu ohnehin geplanten Ausgaben investiert werden, und nicht, um Spielr\u00e4ume f\u00fcr konsumtive Ausgaben zu schaffen\u201c, mahnte Ehlert. Das Sonderverm\u00f6gen werde au\u00dferdem \u201enur dann erfolgreich sein, wenn der Schwerpunkt klar auf echter Infrastruktur liegt: Stra\u00dfen, Br\u00fccken und Schienen, die die Wettbewerbsf\u00e4higkeit unseres Wirtschaftsstandorts st\u00e4rken. Wir brauchen Transparenz, wie viel tats\u00e4chlich in diese reale Infrastruktur flie\u00dft.\u201c<\/p>\n<p>Auch d\u00fcrfe die Auftragsvergabe der Kommunen an mittelst\u00e4ndische Bieter aus dem Baugewerbe nicht geschm\u00e4lert werden. \u201eDie Vergabe in Fach- und Teillosen statt an Generalunternehmer ist essenziell f\u00fcr Wettbewerb und Wachstum, Besch\u00e4ftigung und Steuereinnahmen vor Ort. Leider hat das Land NRW mit der Abschaffung der Regeln f\u00fcr kommunale Vergaben einer mittelstandsfeindlichen Auftragsvergabe an General\u00fcbernehmer in den St\u00e4dten und Gemeinden selbst T\u00fcr und Tor ge\u00f6ffnet. Es liegt jetzt in der Verantwortung jeder einzelnen Kommune, in ihrer Vergabepraxis das Bauhandwerk in seiner Breite zu ber\u00fccksichtigen\u201c, so der Kammerpr\u00e4sident.<\/p>\n<p>Gleichzeitig machte der Handwerkspr\u00e4sident klar, dass das Sonderverm\u00f6gen alleine nicht ausreichen werde, um die Wachstumsschw\u00e4che zu \u00fcberwinden. \u201eDie aktuelle Lage ist keine vor\u00fcbergehende Konjunkturdelle, sondern das Ergebnis einer strukturellen Krise. Deshalb brauchen wir strukturelle Reformen, um die Standortkosten f\u00fcr alle zu senken \u2013 bei Sozialabgaben, Energiepreisen und B\u00fcrokratie\u201c, so Ehlert. Nachhaltiges Wachstum k\u00f6nne nicht allein durch ein staatliches Investitionsprogramm getragen werden. \u201eDas Handwerk hat klare Erwartungen: Der \u201aHerbst der Reformen\u2018 darf keine Worth\u00fclse bleiben.\u201c<\/p>\n<p>   14<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Symbolbild Statistik: Gerd Altmann \/ PixabayKonjunktur im besch\u00e4ftigungsstarken Wirtschaftssektor tritt weiter auf der Stelle | HWK-Pr\u00e4sident Andreas Ehlert:&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":570000,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1831],"tags":[3364,29,3405,30,1209,181,55],"class_list":{"0":"post-569999","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-duesseldorf","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-duesseldorf","11":"tag-germany","12":"tag-nordrhein-westfalen","13":"tag-pressemitteilungen","14":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115536550058404781","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/569999","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=569999"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/569999\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/570000"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=569999"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=569999"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=569999"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}