{"id":570398,"date":"2025-11-12T17:11:12","date_gmt":"2025-11-12T17:11:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/570398\/"},"modified":"2025-11-12T17:11:12","modified_gmt":"2025-11-12T17:11:12","slug":"vatikan-stellt-klar-jesus-wollte-kein-riesenkreuz-in-frankreich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/570398\/","title":{"rendered":"Vatikan stellt klar: Jesus wollte kein Riesenkreuz in Frankreich"},"content":{"rendered":"<p>Fast so gro\u00df wie das h\u00f6chste Geb\u00e4ude der Welt sollte es werden: Das &#8222;Glorreiche Kreuz&#8220; im nordfranz\u00f6sischen Dozul\u00e9. Den Auftrag f\u00fcr den Bau des 738 Meter hohen Kreuzes soll Jesus selbst gegeben haben. Die angeblichen Erscheinungen des Gottessohnes erkl\u00e4rte der Vatikan nun endg\u00fcltig als nicht \u00fcbernat\u00fcrlichen Ursprungs. Papst Leo XIV. billigte das Schreiben der Glaubensbeh\u00f6rde an den zust\u00e4ndigen franz\u00f6sischen Bischof am 3. November 2025.<\/p>\n<p>In den 1970er Jahren soll Jesus einer Einwohnerin von Dozul\u00e9 knapp 50 Mal erschienen sein. Unter anderem forderte er dabei die Errichtung eines 738 Meter hohen und beleuchteten Kreuzes nahe der franz\u00f6sischen Kleinstadt, die in der Normandie liegt. Bereits Anfang der 1980er erkl\u00e4rte der zust\u00e4ndige Bischof von Bayeux-Lisieux, keine Anhaltspunkte daf\u00fcr erkennen zu k\u00f6nnen, dass die Erscheinungen authentisch sein k\u00f6nnten.<\/p>\n<p><strong>Vatikan sieht Inhalte der angeblichen Erscheinungen kritisch<\/strong><\/p>\n<p>Das Riesenkreuz wurde nie gebaut, daf\u00fcr verbreiteten sich kleinere Versionen des &#8222;Glorreichen Kreuzes&#8220; im Ma\u00dfstab 1:100. Jesus soll dies bei einer weiteren Seherin angewiesen haben. Bisch\u00f6fe distanzierten sich schon damals von den angeblichen Offenbarungen und dem Aufstellen der Kreuze. Mancherorts f\u00fchrten die 7,38 Meter hohen Kreuze zu Rechtsstreitigkeiten unter Nachbarn und mussten entfernt werden.<\/p>\n<p>Der Vatikan sieht einige Inhalte der angeblichen Erscheinungen kritisch. Irref\u00fchrend sei beispielsweise die in einer angeblichen Botschaft gezogene Parallele zwischen dem franz\u00f6sischen Kreuz und dem Kreuz von Jerusalem, an dem Jesus starb. Der Tod Jesu am Kreuz sei einzigartig und unwiederholbar, kein anderes &#8222;Zeichen&#8220; des Kreuzes \u2013 ob fromm oder monumental \u2013 k\u00f6nne auf derselben Ebene betrachtet werden, urteilt die Glaubensbeh\u00f6rde.<\/p>\n<p><strong>Problematische\u00a0angebliche Ank\u00fcndigung des J\u00fcngsten Gerichts<\/strong><\/p>\n<p>Problematisch sei auch Jesus&#8216; angebliche Ank\u00fcndigung des J\u00fcngsten Gerichts durch die Seherin. Laut Botschaft sollte das Riesenkreuz vor Ende des Heiligen Jahres 1975 errichtet werden, dem angeblich letzten der Menschheitsgeschichte. &#8222;Es ist offensichtlich, dass diese angebliche Prophezeiung nicht in Erf\u00fcllung gegangen ist&#8220;, schreibt Glaubenspr\u00e4fekt, <a href=\"https:\/\/katholisch.de\/artikel\/45834-der-neue-glaubenshueter-im-vatikan\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kardinal Victor Fern\u00e1ndez<\/a>.<\/p>\n<p>Botschaften, die von einem &#8222;bevorstehenden Ende&#8220; oder einem &#8222;nahen Datum&#8220; sprechen, k\u00f6nnten unbegr\u00fcndete Erwartungen oder Visionen sch\u00fcren, die von der christlichen Hoffnung abweichen. Doch k\u00f6nnte keine private Botschaft diesen von Gott festgesetzten Zeitpunkt vorwegnehmen oder bestimmen. &#8222;Das Gebet, die Liebe zu den Leidenden und die Verehrung des Kreuzes bleiben authentische Mittel der Bekehrung&#8220;, schreibt das Glaubensdikasterium abschlie\u00dfend an den franz\u00f6sischen Bischof. Allerdings d\u00fcrften sie nicht von Elementen begleitet sein, die zu Verwirrung f\u00fchrten. (KNA)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Fast so gro\u00df wie das h\u00f6chste Geb\u00e4ude der Welt sollte es werden: Das &#8222;Glorreiche Kreuz&#8220; im nordfranz\u00f6sischen Dozul\u00e9.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":570399,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3974],"tags":[331,332,548,663,3934,3980,156,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-570398","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-france","14":"tag-frankreich","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115537843675691638","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/570398","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=570398"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/570398\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/570399"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=570398"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=570398"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=570398"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}