{"id":570469,"date":"2025-11-12T17:49:14","date_gmt":"2025-11-12T17:49:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/570469\/"},"modified":"2025-11-12T17:49:14","modified_gmt":"2025-11-12T17:49:14","slug":"berlin-autofrei-berlin-175-000-unterschriften-fuer-autofreies-ringgebiet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/570469\/","title":{"rendered":"\u00bbBerlin autofrei\u00ab \u2013 Berlin: 175 000 Unterschriften f\u00fcr autofreies Ringgebiet"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img314013\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/314013.jpeg\" alt=\"Sollte \u00bbBerlin Autofrei\u00ab mit seinem Volksbegehren erfolgreich sein, k\u00f6nnten Staus wie hier an der Leipziger Stra\u00dfe Mitte Geschichte sein.\"\/><\/p>\n<p>Sollte \u00bbBerlin Autofrei\u00ab mit seinem Volksbegehren erfolgreich sein, k\u00f6nnten Staus wie hier an der Leipziger Stra\u00dfe Mitte Geschichte sein.<\/p>\n<p>Foto: dpa\/Soeren Stache<\/p>\n<p>Nachdem der Gesetzesentwurf der Initiative \u00bbBerlin autofrei\u00ab im Abgeordnetenhaus nicht angenommen wurde, leitet die Initiative die<a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1192158.verkehr-volksentscheid-berlin-autofrei-auto-senat-abgewatscht.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> n\u00e4chsten Schritte f\u00fcr ein Volksbegehren<\/a> ein. \u00bbWir freuen uns darauf, dass wir nun die M\u00f6glichkeit haben, die Entscheidung direktdemokratisch als B\u00fcrger*innen zu treffen\u00ab, sagt Marie Wagner, Sprecherin vom Verkehrsentscheid zu \u00bbnd\u00ab. Zuvor m\u00fcssen aber ab Januar 175\u2009000 Unterschriften innerhalb von vier Monaten gesammelt werden. Wagner zeigt sich optimistisch: \u00bbWir kriegen das hin.\u00ab Bis dahin freue man sich \u00fcber neue Mitglieder, Ehrenamtliche und Spenden.<\/p>\n<p>Die<a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1190281.klima-verhandlungsstart-berlin-autofrei.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> Initiative \u00bbBerlin autofrei\u00ab<\/a> strebt an, innerhalb des S-Bahn-Rings den Autoverkehr auf das N\u00f6tigste zu reduzieren. Nach einer \u00dcbergangsphase von vier Jahren sollen Autos uneingeschr\u00e4nkt nur f\u00fcr notwendige Fahrten benutzt werden d\u00fcrfen. Dazu geh\u00f6ren die Mobilit\u00e4t von Menschen mit k\u00f6rperlichen Einschr\u00e4nkungen und Behinderungen, Rettungs- und Pflegedienste, Wirtschafts- und Lieferverkehr sowie Taxis und Transporte f\u00fcr schwere Lasten. Alle weiteren Fahrten sollen von einem Kontingent von zw\u00f6lf mal 24 Stunden pro Jahr pro Person abgedeckt werden. Das entspr\u00e4che 48 Fahrten pro Jahr f\u00fcr eine vierk\u00f6pfige Familie.<\/p>\n<p>Johannes Kraft (CDU) sagte im Abgeordnetenhaus, dass der Entwurf \u00bbungerecht\u00ab sei, neue Barrieren schaffe und zahlreiche Probleme aufwerfe. Wagner weist die Vorw\u00fcrfe zur\u00fcck. \u00bbNicht der Gesetzesentwurf ist ungerecht, sondern <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1193606.verkehrspolitik-a-rueckschlag-fuer-verkehrswende.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die aktuelle Verkehrspolitik<\/a>, die nur das Auto in den Mittelpunkt stellt statt der Menschen. Wir sind nicht gegen das Auto. Daher sollen alle Menschen \u00fcber das Gesetz entscheiden d\u00fcrfen und diejenigen, die wirklich darauf angewiesen sind, haben endlich freie Fahrt\u00ab, so Wagner.<\/p>\n<p>Laut dem Abgeordneten Kraft sei es wichtig, \u00bb\u00fcber die Mobilit\u00e4t aller Menschen in dieser Stadt zu sprechen.\u00ab Daher sei das Ziel der CDU, den Ausbau des \u00d6PNV voranzutreiben. Zuletzt wurde die Koalition f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1194107.nahverkehr-drastische-erhoehung-beim-sozialticket-in-berlin.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die Fahrpreiserh\u00f6hungen 2026 kritisiert<\/a>+. Dazu geh\u00f6ren das Streichen der 7-Tage-Karten, der Jahreskarten, des Seniorentickets sowie die Erh\u00f6hung des Einzelfahrscheins auf 4 Euro und des Sozialtickets um 45 Prozent auf 27,50 Euro. Die neuen Preise gelten ab 1. Januar 2026.<\/p>\n<p>Andreas Knie, Mobilit\u00e4tsexperte und Soziologe an der TU, sieht Krafts Aussagen kritisch: \u00bbDass die CDU den Ausbau \u00f6ffentlicher Verkehrsmittel vorantreibt, stimmt nicht.\u00ab Stattdessen investiere sie in <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1194529.u-bahn-u-mexikoplatz-baustart-in-elf-monaten.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">sinnlose Neubauten wie die Verl\u00e4ngerung der U3<\/a> vom Bahnhof Krumme Lanke zum Mexikoplatz. \u00bbEs werden keine Gelder mehr f\u00fcr die BVG eingesetzt, stattdessen muss die BVG aus ihrem Bestand sinnlose Projekte finanzieren.\u00ab<\/p>\n<p>Kraft begr\u00fcndete seine Position gegen den Gesetzesentwurf damit, dass der \u00d6PNV bereits jetzt an seine Grenzen sto\u00dfe und daher Menschen auf ihr Auto angewiesen seien. Darauf erwiderte Knie: \u00bbDie Aussage ist nicht stimmig. In den \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln ist die Belastung akzeptabel, denn die Auslastungsquote liegt bei weniger als 20 Prozent. Bei allen Verkehrsmitteln, zu allen Zeiten, haben wir noch Kapazit\u00e4t, besonders wenn Fahrg\u00e4ste etwas Flexibilit\u00e4t mitbringen\u00ab.<\/p>\n<p>Knies Arbeitsgruppe besch\u00e4ftigte sich unter anderem mit den Auswirkungen des Verhaltens von Autobesitzern innerhalb und au\u00dferhalb des Rings. So besitzen 1000 B\u00fcrger*innen au\u00dferhalb des S-Bahn-Rings durchschnittlich 330 Autos. Diese benutzen sie h\u00e4ufig, um innerhalb des Rings einkaufen zu fahren und zur Arbeit zu kommen. Durchschnittlich nutzen 14 Prozent der Autobesitzer*innen das Auto t\u00e4glich oder fast t\u00e4glich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Sollte \u00bbBerlin Autofrei\u00ab mit seinem Volksbegehren erfolgreich sein, k\u00f6nnten Staus wie hier an der Leipziger Stra\u00dfe Mitte Geschichte&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":570470,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,26836,296,1937,29,30,1940,1938,1888],"class_list":{"0":"post-570469","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","9":"tag-aktuelle-news-aus-berlin","10":"tag-basisdemokratie","11":"tag-berlin","12":"tag-berlin-news","13":"tag-deutschland","14":"tag-germany","15":"tag-nachrichten-aus-berlin","16":"tag-news-aus-berlin","17":"tag-verkehrspolitik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115537993827296366","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/570469","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=570469"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/570469\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/570470"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=570469"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=570469"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=570469"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}