{"id":571053,"date":"2025-11-12T23:27:15","date_gmt":"2025-11-12T23:27:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/571053\/"},"modified":"2025-11-12T23:27:15","modified_gmt":"2025-11-12T23:27:15","slug":"muenchner-eisbach-kies-soll-die-welle-retten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/571053\/","title":{"rendered":"M\u00fcnchner Eisbach: Kies soll die Welle retten"},"content":{"rendered":"<p>Die Situation an der Prinzregentenstra\u00dfe in den letzten Tagen: keine Welle, daf\u00fcr Warterei, bis sich Abfl\u00fcsse und Wasserst\u00e4nde des Eisbachs einstellen. Hinter dem <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/organisation\/haus-der-kunst\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Haus der Kunst<\/a> war die Kunst gefragt, sich in Geduld zu \u00fcben. Das soll sich jetzt \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Der Eisbach bleibt zwar wellenlos \u2013 Stadt, Surfer und Forscher daf\u00fcr nicht planlos. Am Mittwoch hat ein Austausch zum Thema stattgefunden. &#8222;Die Stadt arbeitet weiter auf Hochtouren an einer L\u00f6sung. Ich wei\u00df, dass die Geduld aller hier auf eine harte Probe gestellt wird&#8220;, sagt OB <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/person\/dieter-reiter\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dieter Reiter<\/a> (<a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/organisation\/spd\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">SPD<\/a>) dazu. Er ist zuversichtlich, dass die Welle zeitnah wiederhergestellt werden k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Baureferat appelliert: Auf nicht-genehmigte Einbauten verzichten<\/p>\n<p>Diese Ma\u00dfnahme soll nun helfen: Grobk\u00f6rniger Kies im Bachbett soll die Welle machen. Der M\u00fcnchner Hochschulprofessor Robert Meier-Staude wird die Ma\u00dfnahme leiten. Er ist Ingenieur, Str\u00f6mungsmechaniker und selbst Surfer. Auch Markus Aufleger, Wasserbau-Experte der Universit\u00e4t Innsbruck, hilft mit. Die Krux an der Sache: mal wieder die B\u00fcrokratie. Wer in beobachtendes Gew\u00e4ssersystem eingreift, braucht eine wasserrechtliche Genehmigung.<\/p>\n<p>Das Baureferat gesteht zudem, im Zuge der turnusm\u00e4\u00dfigen Bachauskehr ein abgelagertes Sediment entfernt zu haben.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem: Mario Oertel, der Inhaber des Hamburger Lehrstuhls f\u00fcr Wasserbau, hatte bereits im Juni angefangen, Untersuchungen zur Str\u00f6mungssituation durchzuf\u00fchren. Das tat er im Auftrag der Stadt. &#8222;Der Versuchsaufbau im Ma\u00dfstab 1:5 kann voraussichtlich kommende Woche in Betrieb gehen&#8220;, erkl\u00e4rt das Baureferat.<\/p>\n<p>Das Modell soll ebenfalls bei der Wellen-Wiederbelebung helfen. Das Baureferat appelliert zudem, &#8222;auf die Nutzung nicht genehmigter Einbauten am Eisbach zu verzichten&#8220;.<\/p>\n<p>Vor Corona gab es schon einmal eine Rampe<\/p>\n<p>So ein Einbau k\u00f6nnte jedoch sehr hilfreich f\u00fcr die Welle sein, findet Alexander Neumann. Der 46-J\u00e4hrige, der seit 45 Jahren auf dem Brett steht, fordert eine dauerhafte Rampe f\u00fcr den Eisbach (AZ berichtete). Was viele nicht wissen: Eine Rampe, wie sie einige Bastler vergangene Woche f\u00fcr eine Nacht-Surfsession nutzten, ist nicht neu. 2000 baute &#8222;die Surf-Kommune&#8220;, Namen m\u00f6chte Neumann nicht nennen, eine solche Holzkonstruktion f\u00fcr den Eisbach.<\/p>\n<p>Die Rampe war ein illegaler Einbau \u2013 jedoch mit erfreulichen Folgen f\u00fcr die Surfer. &#8222;Die Welle war dadurch f\u00fcr Einsteiger besser surfbar&#8220;, so Neumann. W\u00e4hrend der Bachauskehren haben die Surfer die Rampe entfernt. <br \/>Doch dann hatte die Stadt die Rampe abbauen lassen. Wann das war? Neumann muss \u00fcberlegen: &#8222;Zu Beginn von Corona.&#8220; <br \/>Nachfrage beim zust\u00e4ndigen Referat f\u00fcr Klima- und Umweltschutz. Die Pressestelle nennt keinen Zeitpunkt. In der Antwort hei\u00dft es nur: &#8222;Einbauten wurden immer sofort entfernt oder unmittelbar veranlasst, sobald die Landeshauptstadt davon Kenntnis hatte&#8220;. Der Grund: Gefahren f\u00fcr die Surfer. Alexander Neumann widerspricht: &#8222;Als die Rampe drin war, passierte kein Unfall.&#8220;<\/p>\n<p>Ist der Sicherheitsdienst noch im Einsatz?<\/p>\n<p>Was sonst noch am Eisbach los ist: Wachdienst-Wirrwarr. Nachdem die AZ vergangene Woche zwei dunkel gekleidete, das Geschehen am Eisbach intensiv beobachtende\u00a0M\u00e4nner entdeckt hatte, best\u00e4tigte das Baureferat, dass seit diesem Juni ein Sicherheitsdienst engagiert ist (AZ berichtete). Wochen zuvor war eine Surferin ums Leben gekommen. Sind die Securitys trotz fehlender Surfer noch im Einsatz? Offenbar nicht. &#8222;Der Sicherheitsdienst hat bis zu Beginn der Bachauskehr die Situation vor Ort in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden in Augenschein genommen&#8220;, hei\u00dft es vom Baureferat. Da muss es wohl ein Missverst\u00e4ndnis zwischen Arbeitgeber und -nehmer gegeben haben: Die Securitys waren letzte Woche (nach der Bachauskehr) immer noch vor Ort.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Situation an der Prinzregentenstra\u00dfe in den letzten Tagen: keine Welle, daf\u00fcr Warterei, bis sich Abfl\u00fcsse und Wasserst\u00e4nde&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":571054,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1827],"tags":[39477,772,29,23049,30,127078,1268,3041,26908,7009],"class_list":{"0":"post-571053","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenchen","8":"tag-baureferat","9":"tag-bayern","10":"tag-deutschland","11":"tag-eisbach","12":"tag-germany","13":"tag-kies","14":"tag-muenchen","15":"tag-stadt","16":"tag-surfer","17":"tag-welle"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115539322097354988","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/571053","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=571053"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/571053\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/571054"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=571053"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=571053"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=571053"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}