{"id":571092,"date":"2025-11-12T23:48:34","date_gmt":"2025-11-12T23:48:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/571092\/"},"modified":"2025-11-12T23:48:34","modified_gmt":"2025-11-12T23:48:34","slug":"kaum-noch-scheu-vor-menschen-toedliche-baerenangriffe-versetzen-japan-in-angst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/571092\/","title":{"rendered":"Kaum noch Scheu vor Menschen: T\u00f6dliche B\u00e4renangriffe versetzen Japan in Angst"},"content":{"rendered":"<p>Kaum noch Scheu vor MenschenT\u00f6dliche B\u00e4renangriffe versetzen Japan in Angst <img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/epa03903627-Ein-Bild-das-am-09-Oktober-2013-zur-Verfuegung-gestellt-wurde-zeigt-einen-Braunbaeren-in.webp\" alt=\"epa03903627-Ein-Bild-das-am-09-Oktober-2013-zur-Verfuegung-gestellt-wurde-zeigt-einen-Braunbaeren-in-einem-Fluss-in-Shiretoko-auf-Japan-s-Insel-Hokkaido-02-Oktober-2013-Braunbaeren-fressen-gern-Lachs-Hier-siehst-du-einen-Baeren-in-Japan-beim-Lachsfang\"\/>Fast t\u00e4glich wagen sich die Raubtiere in Wohngebiete vor. Sie dringen in Superm\u00e4rkte ein und werden in der N\u00e4he von Schulen gesichtet. (Foto: picture alliance \/ dpa)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEPMdif5mpRNxiLOeUpHCwwsqFAgKIhDzHYn-ZqUTcYiznlKRwsML?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" title=\"Auf Google News folgen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Immer h\u00e4ufiger wagen sich B\u00e4ren in Japan in die N\u00e4he von Menschen. Mit t\u00f6dlichen Folgen. Und das Problem wird immer gravierender. Weil J\u00e4ger fehlen, schickt die Regierung Soldaten in die betroffenen Regionen. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Im Norden Japans geht die Angst um: Seit April haben B\u00e4ren schon zw\u00f6lf Menschen get\u00f6tet und mehr als hundert weitere verletzt, so viele wie nie zuvor. Um B\u00e4ren abzuschrecken, wagen sich viele Menschen nur noch mit Gl\u00f6ckchen am Rucksack nach drau\u00dfen. &#8222;Wir h\u00f6ren fast jeden Tag Nachrichten \u00fcber Menschen, die angegriffen oder verletzt werden. Es ist einfach nur be\u00e4ngstigend&#8220;, sagt der J\u00e4ger Kakeru Matsuhashi, der durch einen Wald in der stark betroffenen Region Akita l\u00e4uft. Nach dem Vorbild traditioneller japanischer J\u00e4ger, Matagi genannt, ist der 28-J\u00e4hrige mit einem Messer bewaffnet.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Keiji Minatoya, ebenfalls aus Akita, wurde vor zwei Jahren selbst attackiert: Der B\u00e4r warf ihn vor seiner Garage zu Boden und biss ihm ins Gesicht. &#8222;Ich dachte, das ist mein Tod&#8220;, erz\u00e4hlt der 68-J\u00e4hrige, der sich befreien und in sein Haus retten konnte.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">In diesem Jahr traf es Pilzsammler, Wanderer, Dorfbewohner. In Iwate, der Nachbarregion von Akita, wurde ein 67-j\u00e4hriger Mann tot vor seinem Haus gefunden, seine Leiche wies Biss- und Kratzspuren auf. Ebenfalls in Iwate wurde ein 60-J\u00e4hriger get\u00f6tet, der ein Au\u00dfenbecken eines Thermalbads reinigte. Seine Leiche wurde in einem angrenzenden Waldst\u00fcck gefunden.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">F\u00fcr Verunsicherung sorgen auch die fast t\u00e4glichen Berichte \u00fcber B\u00e4ren, die sich aus den Bergw\u00e4ldern in Wohngebiete vorwagen. Sie sind bereits in Superm\u00e4rkte eingedrungen und in der N\u00e4he von Schulen gesichtet worden.<\/p>\n<p>Zahl der Braunb\u00e4ren hat sich verdoppelt <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Ein Grund f\u00fcr die vermehrten Kontakte zwischen Menschen und B\u00e4ren ist die stark zunehmende B\u00e4ren-Population: Die Zahl der Braunb\u00e4ren in Japan hat sich in den vergangenen 30 Jahren verdoppelt und liegt nach Angaben der Regierung inzwischen bei rund 12.000 Exemplaren. Auf der japanischen Hauptinsel Honshu ist die Zahl der Asiatischen Schwarzb\u00e4ren, auch Kragenb\u00e4ren genannt, sogar auf 42.000 gestiegen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Fachleute f\u00fchren die Entwicklung auf das reichliche Nahrungsangebot zur\u00fcck: B\u00e4ren sind Allesfresser, die sich haupts\u00e4chlich von Pflanzen wie Eicheln ern\u00e4hren. Die Erw\u00e4rmung infolge des Klimawandels f\u00fchrt dazu, dass es immer h\u00e4ufiger Jahre mit einem \u00dcberfluss an Eicheln gibt. Aufgrund der \u00e4lter werdenden Bev\u00f6lkerung gibt es in Japan zudem immer weniger J\u00e4ger und damit mehr Rehe und Wildschweine, typische Beutetiere von B\u00e4ren.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">In einigen Regionen sei die &#8222;B\u00e4renpopulation mittlerweile so gro\u00df, dass die Berge nicht mehr genug Platz bieten&#8220;, sagt der Experte Naoki Ohnishi vom japanischen Forschungsinstitut f\u00fcr Forstwirtschaft und Forstprodukte. Auch die zunehmende Entv\u00f6lkerung l\u00e4ndlicher Gebiete tr\u00e4gt dazu bei, dass immer mehr B\u00e4ren durch verlassene D\u00f6rfer streunen.<\/p>\n<p>Jungtiere verlieren Scheu<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Versch\u00e4rft wird das Problem in diesem Jahr durch eine Nahrungsknappheit: Alle zwei bis f\u00fcnf Jahre tragen Eichen nur wenige Fr\u00fcchte &#8211; dieses Jahr ist so ein Jahr. Auf der Suche nach Nahrung streifen die B\u00e4ren daher durch D\u00f6rfer und St\u00e4dte, wie Shinsuke Koike, Professor an der Universit\u00e4t f\u00fcr Landwirtschaft und Technologie in Tokio, erkl\u00e4rt. Durch die vermehrten Kontakte verlieren vor allem Jungtiere ihre nat\u00fcrliche Scheu vor Menschen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der Arzt Hajime Nakae, Professor f\u00fcr Notfall- und Intensivmedizin am Universit\u00e4tsklinikum in Akita, beobachtet seit einigen Jahren immer schwerere Verletzungen durch B\u00e4ren: Fr\u00fcher habe ein aufgeschreckter B\u00e4r einem Menschen meist nur einen Prankenhieb verpasst und sei dann geflohen. Heute komme es h\u00e4ufiger vor, dass B\u00e4ren &#8222;aus zehn Metern Entfernung auf einen zust\u00fcrmen und einen anspringen&#8220;.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Regierung in Tokio hat inzwischen eine st\u00e4rkere Jagd auf die Tiere angek\u00fcndigt. In der vergangenen Woche schickte sie Soldaten nach Akita und Iwate. Sie sollen die Jagd auf B\u00e4ren vor allem logistisch unterst\u00fctzen, etwa durch das Aufstellen von Fallen. Mit Gewehren bewaffnete Polizisten sollen aber auch B\u00e4ren abschie\u00dfen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Eine gr\u00fcndliche Bejagung sei der einzige wirksame Weg, um die Gefahr durch B\u00e4ren langfristig zu verringern, sagt Forscher Ohnishi. Kurzfristig wird auch die nat\u00fcrliche Lebensweise der B\u00e4ren f\u00fcr eine Entspannung der Lage sorgen: Bald halten die B\u00e4ren ihren Winterschlaf.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, Hiroshi Hiyama und Caroline Gardin, AFP<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kaum noch Scheu vor MenschenT\u00f6dliche B\u00e4renangriffe versetzen Japan in Angst Fast t\u00e4glich wagen sich die Raubtiere in Wohngebiete&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":571093,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[137588,10571,13,984,372,451,14,15,12,10,8,9,11,103,104],"class_list":{"0":"post-571092","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-baerenangriffe","9":"tag-demografischer-wandel","10":"tag-headlines","11":"tag-international","12":"tag-japan","13":"tag-militaer","14":"tag-nachrichten","15":"tag-news","16":"tag-schlagzeilen","17":"tag-top-news","18":"tag-top-meldungen","19":"tag-topmeldungen","20":"tag-topnews","21":"tag-welt","22":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115539404841668449","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/571092","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=571092"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/571092\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/571093"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=571092"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=571092"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=571092"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}