{"id":571529,"date":"2025-11-13T04:02:31","date_gmt":"2025-11-13T04:02:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/571529\/"},"modified":"2025-11-13T04:02:31","modified_gmt":"2025-11-13T04:02:31","slug":"bundesgerichtshof-mobilfunkanbieter-duerfen-laut-bgh-kundendaten-an-schufa-weitergeben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/571529\/","title":{"rendered":"Bundesgerichtshof: Mobilfunkanbieter d\u00fcrfen laut BGH Kundendaten an Schufa weitergeben"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\"><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/telekommunikation\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mobilfunkanbieter<\/a> d\u00fcrfen der\u00a0<a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/schufa\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schufa<\/a>\u00a0die Namen von Kunden und Informationen \u00fcber neu abgeschlossene oder beendete Vertr\u00e4ge mit nachtr\u00e4glicher Abrechnung \u00fcbermitteln. Der Bundesgerichtshof (BGH) best\u00e4tigte einen Beschluss des Oberlandesgerichts D\u00fcsseldorf, wonach die Weitergabe dieser Daten rechtens ist. <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/datenschutz\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Datenschutzprobleme<\/a> erkannten die Richterinnen und Richter dabei nicht.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Das Gericht folgte damit der Argumentation des Anbieters <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/vodafone\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vodafone<\/a>. Das Unternehmen hatte argumentiert, mit der Daten\u00fcbermittlung Betrug vorzubeugen. Es gebe Kunden, die \u00fcber ihre Identit\u00e4t t\u00e4uschten oder binnen kurzer Zeit bei verschiedenen Telekommunikationsanbietern viele sogenannte Postpaid-Mobilfunkvertr\u00e4ge abschlie\u00dfen w\u00fcrden. Auf diese Weise k\u00f6nnten Betr\u00fcger teure Smartphones erbeuten.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der BGH befand, dass das Interesse von <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/vodafone\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vodafone<\/a> an einer Betrugspr\u00e4vention h\u00f6her zu bewerten sei als das Interesse der Verbraucher, dass ihre Daten nicht an die Schufa \u00fcbermittelt werden. Allerdings wurde nicht dar\u00fcber entschieden, ob die Schufa die \u00fcbermittelten Daten f\u00fcr die Bonit\u00e4tseinstufung der Kundinnen und Kunden nutzen darf.\n<\/p>\n<p>        Unterlassungsantrag sei zu weit gefasst        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hatte Vodafone zuvor auf Unterlassung verklagt. Das Unternehmen hatte bis Oktober 2023 beim Abschluss von Postpaid-Vertr\u00e4gen alle Stammdaten ihrer Kunden an die Schufa \u00fcbermittelt, ebenso wie Informationen \u00fcber Start und Ende der <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/digital\/mobil\/2025-01\/smartphone-tipps-wissen-alltag-tricks\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Handyvertr\u00e4ge<\/a>. Vor dem Hintergrund mehrerer laufender Gerichtsverfahren gegen diese Praxis hatte die Schufa im Oktober <a href=\"https:\/\/www.schufa.de\/newsroom\/schufa\/daten-loeschung-telekommunikationskonten\/\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">bekannt gegeben<\/a>, diese Daten zu l\u00f6schen.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der sechste Zivilsenat des BGH befand nun, dass der Antrag auf Unterlassung zu weit gefasst sei. Denn er sei darauf gerichtet, dem Unternehmen jede \u00dcbermittlung der Positivdaten zu verbieten. Doch bei manchen Daten lasse sich die Weitergabe mit dem Interesse des Anbieters an einem Schutz vor Betrug rechtfertigen. Vodafone begr\u00fc\u00dfte die Entscheidung. &#8222;Eine solche Weitergabe diente dem Schutz auch der redlichen Kunden vor Betrug und Datenmissbrauch&#8220;, sagte ein Sprecher.\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0ZEIT ONLINE<\/p>\n<p>\n                                        Newsletter<br \/>\n                                        Der Geld-Newsletter<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">Geld oder Leben? Warum nicht beides! Jeden Dienstag bringt unser Newsletter Finanzwelt und Familie, B\u00f6rse und Beziehung in Ihrem Postfach zusammen.<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__datapolicy\" hidden=\"\">\n            Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die <a href=\"https:\/\/datenschutz.zeit.de\/zon#Newsletter\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Datenschutzerkl\u00e4rung<\/a><br \/>\n     zur Kenntnis.\n        <\/p>\n<p>    Vielen Dank! Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.<\/p>\n<p>Pr\u00fcfen Sie Ihr Postfach und best\u00e4tigen Sie das Newsletter-Abonnement.<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Aus Sicht der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen ist damit<br \/>\nweiterhin ungekl\u00e4rt, in welchem Rahmen die <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/schufa\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schufa<\/a> Daten<br \/>\nverwenden darf, die ihr von Mobilfunkanbietern \u00fcbermittelt werden. &#8222;Das ist kein Freifahrtschein daf\u00fcr, die Daten auch zur Berechnung des Bonit\u00e4tsscores zu benutzen&#8220;, sagte eine Sprecherin der Verbraucherzentrale auf Anfrage der ZEIT. Von der Schufa gab es zun\u00e4chst keine Stellungnahme, ob sie nun plant, Vertragsdaten von Mobilfunkanbietern wieder auszuwerten.\u00a0\n<\/p>\n<p>            Datenschutz        <\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/2025-10\/staatstrojaner-pegasus-chatkontrolle-eu-parlament-holger-stark-was-jetzt-videopodcast\" data-ct-label=\"&quot;Was jetzt? \u2013 Die Woche&quot;: Darf der Staat bald in all unsere Handys schauen?\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>                        &#8222;Was jetzt? \u2013 Die Woche&#8220;:<br \/>\n                        Darf der Staat bald in all unsere Handys schauen?<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/digital\/datenschutz\/2025-09\/cybersicherheit-gastgewerbe-hotel-datenschutz-likemagic\" data-ct-label=\"Cybersicherheit im Gastgewerbe: Ausweis beim Check-in hochgeladen \u2013 zack, steht er im Netz \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>                        Cybersicherheit im Gastgewerbe:<br \/>\n                        Ausweis beim Check-in hochgeladen \u2013 zack, steht er im Netz <\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/geld\/2023-07\/finanzen-schufa-konto-score\" data-ct-label=\"Schulden: Ich bin doch kreditw\u00fcrdig!\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Schulden:<br \/>\n                        Ich bin doch kreditw\u00fcrdig!<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mobilfunkanbieter d\u00fcrfen der\u00a0Schufa\u00a0die Namen von Kunden und Informationen \u00fcber neu abgeschlossene oder beendete Vertr\u00e4ge mit nachtr\u00e4glicher Abrechnung \u00fcbermitteln.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":571530,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[6644,175,170,169,1743,137659,29,30,1015,171,174,18343,173,172,1085,18098,55],"class_list":{"0":"post-571529","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-bundesgerichtshof","9":"tag-business","10":"tag-companies","11":"tag-companies-markets","12":"tag-datenschutz","13":"tag-datenverarbeitung","14":"tag-deutschland","15":"tag-germany","16":"tag-justiz","17":"tag-markets","18":"tag-maerkte","19":"tag-schufa","20":"tag-unternehmen","21":"tag-unternehmen-maerkte","22":"tag-verbraucherschutz","23":"tag-vodafone","24":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/571529","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=571529"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/571529\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/571530"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=571529"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=571529"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=571529"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}