{"id":571562,"date":"2025-11-13T04:22:11","date_gmt":"2025-11-13T04:22:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/571562\/"},"modified":"2025-11-13T04:22:11","modified_gmt":"2025-11-13T04:22:11","slug":"washington-alle-epstein-akten-offenlegen-us-parlament-soll-abstimmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/571562\/","title":{"rendered":"Washington | Alle Epstein-Akten offenlegen? US-Parlament soll abstimmen"},"content":{"rendered":"<p>Washington (dpa) &#8211; US-Pr\u00e4sident Donald Trump sieht sich zunehmendem Druck ausgesetzt, alle Akten zur Aff\u00e4re um den Sexualstraft\u00e4ter Jeffrey Epstein offenzulegen. In der n\u00e4chsten Woche ist dazu eine Abstimmung im US-Repr\u00e4sentantenhaus geplant, wie Mehrheitsf\u00fchrer Mike Johnson von Trumps Republikanern vor Journalisten ank\u00fcndigte. Demokraten in der Opposition, aber auch einige Republikaner dr\u00e4ngen seit Monaten darauf &#8211; und die Verbreitung bislang unver\u00f6ffentlichter E-Mails gibt Trumps Kritikern neuen Auftrieb.<\/p>\n<p>Worum geht es beim Epstein-Fall?<\/p>\n<p>Der einflussreiche US-Multimillion\u00e4r Epstein hatte \u00fcber viele Jahre einen Missbrauchsring betrieben, dem Dutzende junge Frauen und Minderj\u00e4hrige zum Opfer fielen. Dabei verging er sich auch selbst an seinen Opfern. Nach seiner Festnahme und Verurteilung als Straft\u00e4ter starb der Finanzier aus New York 2019 mit 66 Jahren in seiner Gef\u00e4ngniszelle. Im Obduktionsbericht wurde Suizid als Todesursache genannt.<\/p>\n<p>Epsteins pl\u00f6tzlicher Tod und seine breiten Kontakte in die amerikanische High Society l\u00f6sten Spekulationen \u00fcber die m\u00f6gliche Verwicklung einflussreicher Kreise aus. Vor seiner Festnahme waren Prominente und Milliard\u00e4re bei ihm ein und aus gegangen \u2013 auch Trump verbrachte Zeit mit Epstein, wie mehrere Party-Videos belegen. Zu dem Fallkomplex gibt es umfangreiche Akten, aus denen bislang nur Ausz\u00fcge bekannt sind.<\/p>\n<p>Trumps ungeliebtes Thema kommt zur\u00fcck<\/p>\n<p>Im Wahlkampf versprach Trump, die Epstein-Akten vollst\u00e4ndig offenzulegen. Weil dieses Versprechen seit seinem Amtsantritt im Januar jedoch nicht eingel\u00f6st wurde, steht der Pr\u00e4sident unter wachsendem Druck. W\u00e4hrend die US-Regierung versucht, die Epstein-Aff\u00e4re an Trump abperlen zu lassen und maximale Distanz zwischen den Pr\u00e4sidenten und den Sexualstraft\u00e4ter zu bringen, lassen die Demokraten nicht locker. F\u00fcr die Opposition ist das heikle Thema auch ein willkommenes Instrument, um Trump unter Druck zu setzen.<\/p>\n<p>Wegen des Shutdowns &#8211; des Teilstillstands der Regierungsgesch\u00e4fte infolge des Haushaltsstreits &#8211; tagte das Repr\u00e4sentantenhaus viele Wochen lang nicht. Doch jetzt scheint die Blockade zumindest vor\u00fcbergehend gel\u00f6st &#8211; und der Fall Epstein holt den US-Pr\u00e4sidenten mit einem Schlag wieder ein.\u00a0<\/p>\n<p>E-Mails lassen Fall wieder hochkochen<\/p>\n<p>Demokraten im US-Kongress ver\u00f6ffentlichten am Mittwoch drei E-Mail-Ausz\u00fcge, die aus dem Nachlass Epsteins stammen sollen und bisher nicht publik gemacht worden waren. Das Wei\u00dfe Haus sprach auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur von Verleumdung und Falschdarstellung durch eine selektive Auswahl von E-Mails. Dass deren eigentlicher Inhalt falsch sei, behauptete die Regierungszentrale nicht. Sp\u00e4ter ver\u00f6ffentlichten die Republikaner rund 20.000 Seiten Mailverkehr aus Epsteins Nachlass.\u00a0<\/p>\n<p>Zu den drei E-Mail-Ausz\u00fcgen: Die private Korrespondenz soll in einem Fall zwischen Epstein und seiner ebenfalls verurteilten Komplizin Ghislaine Maxwell stattgefunden haben, in den anderen F\u00e4llen zwischen Epstein und US-Bestsellerautor Michael Wolff. Die neuen Ver\u00f6ffentlichungen werfen erneut die Frage auf, \u00fcber die seit Monaten diskutiert wird: Hat Trump von Epsteins Taten gewusst und tr\u00e4gt er eine Mitschuld?<\/p>\n<p>Epsteins Nachlass wird derzeit von einem Kongressausschuss \u00fcberpr\u00fcft. Die ver\u00f6ffentlichten E-Mail-Ausz\u00fcge sollen aus den Jahren 2011, 2015 und 2019 stammen.<\/p>\n<p>Die Sprecherin der US-Regierung, Karoline Leavitt, betonte in ihrer Stellungnahme, es handele sich um b\u00f6swillige Versuche, von den Erfolgen Trumps abzulenken. Jeder US-Amerikaner mit gesundem Menschenverstand k\u00f6nne den Schwindel durchschauen.<\/p>\n<p>Taktischer Schachzug der Demokraten?<\/p>\n<p>Die E-Mail-Ausz\u00fcge wurden kurz vor einer Sitzung des Repr\u00e4sentantenhauses ver\u00f6ffentlicht, in der eine neue Demokratin als Abgeordnete vereidigt wurde. In ihrer anschlie\u00dfenden Rede sagte Adelita Grijalva, sie werde eine Petition unterzeichnen, mit der die Demokraten eine Abstimmung zur Offenlegung der Epstein-Akten erzwingen wollen. Damit ist die sp\u00e4ter vom republikanischen Mehrheitsf\u00fchrer Johnson angek\u00fcndigte Abstimmung in der n\u00e4chsten Woche gemeint.<\/p>\n<p>Auch unter den Republikanern gibt es einzelne Unterst\u00fctzer dieser Petition. Es k\u00f6nnte daher sein, dass auch Abgeordnete der Trump-Partei daf\u00fcr stimmen und so den Demokraten in der Opposition zu einer Mehrheit verhelfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Washington (dpa) &#8211; US-Pr\u00e4sident Donald Trump sieht sich zunehmendem Druck ausgesetzt, alle Akten zur Aff\u00e4re um den Sexualstraft\u00e4ter&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":571563,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1841],"tags":[1605,3364,29,30,1584,1209,139,64],"class_list":{"0":"post-571562","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bielefeld","8":"tag-bielefeld","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-kriminalitaet","13":"tag-nordrhein-westfalen","14":"tag-regierung","15":"tag-usa"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115540482082063176","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/571562","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=571562"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/571562\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/571563"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=571562"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=571562"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=571562"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}