{"id":57179,"date":"2025-04-24T10:39:07","date_gmt":"2025-04-24T10:39:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/57179\/"},"modified":"2025-04-24T10:39:07","modified_gmt":"2025-04-24T10:39:07","slug":"cybersicherheitsagentur-kein-datenabfluss-vonseiten-des-landes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/57179\/","title":{"rendered":"Cybersicherheitsagentur: Kein Datenabfluss vonseiten des Landes"},"content":{"rendered":"<p><strong>Stuttgart. <\/strong> Pers\u00f6nliche Daten wie Passw\u00f6rter, Mailadressen, Wohnort und Telefonnummern, die im Dark-net verscherbelt werden: Ein Schreckensszenario, dem sich niemand ausgesetzt sehen m\u00f6chte. Und doch hat genau dies bundesweit Politiker ereilt. Das zeigt eine Studie des Schweizer Sicherheitsunternehmens Proton, \u00fcber die der SWR berichtete.<\/p>\n<p>Zwar sind nur wenige Politiker aus Baden-W\u00fcrttemberg betroffen, doch unter ihnen sind laut SWR zwei Abgeordnete der CDU, die inzwischen hohe Funktionen in der Landesregierung haben. Von einer der Personen seien sieben Datens\u00e4tze im Darknet gelistet \u2013 darunter drei unverschl\u00fcsselte Passw\u00f6rter samt pers\u00f6nlichen Informationen wie Adresse und Telefonnummer.<\/p>\n<p>Was zun\u00e4chst wie ein schwerwiegender Vorfall wirkte, ist nach Angaben der <a data-mce-href=\"https:\/\/www.cybersicherheit-bw.de\/\" href=\"https:\/\/www.cybersicherheit-bw.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Cybersicherheitsagentur Baden-W\u00fcrttemberg<\/a> (CSBW) als wenig kritisch einzustufen. Wie eine Sprecherin auf Anfrage mitteilt, hat die Cybersicherheitsagentur die f\u00fcr Baden-W\u00fcrttemberg relevanten Leaks fr\u00fchzeitig analysiert und nachvollzogen.<\/p>\n<p>Im Darknet sind vor allem frei zug\u00e4ngliche E-Mail-Adressen<\/p>\n<p>\u201eDabei zeigte sich, dass die Daten aus veralteten Quellen stammen und gr\u00f6\u00dftenteils \u00e4lter als ein Jahr sind\u201c, sagt sie weiter. Die Betroffenen seien nach Angaben des Unternehmens Proton bereits vor der Ver\u00f6ffentlichung informiert worden und die Cybersicherheitsagentur habe mit dem Landtag bereits vor der Berichterstattung in Kontakt gestanden.<\/p>\n<p>Auch wenn man den Vorfall nicht als kritisch einstuft, r\u00e4t die Cybersicherheitsagentur dazu, f\u00fcr betroffene E-Mail-Adressen rasch neue Zugangsdaten zu erstellen. Ihre Analyse ergab, dass es keinerlei Hinweise auf einen Datenabfluss vonseiten des Landes gibt \u2013 weder aus den Netzen des Landtags noch aus denen der Landesverwaltung. Ebenso wenig seien Passwortrichtlinien oder sonstige technische Ma\u00dfnahmen Ursache des Vorfalls. Die genannten Datens\u00e4tze basieren vor allem auf frei zug\u00e4nglichen E-Mail-Adressen, wie sie beispielsweise auf der Internetseite des Landtags aufgef\u00fchrt werden, oder auf Nutzerkonten bei frei zug\u00e4nglichen Internetdiensten.<\/p>\n<p>Cybersicherheitsagentur bietet mobile Notfallausr\u00fcstung<\/p>\n<p>Mit Blick auf Anmeldedaten gibt es laut CSBW viele M\u00f6glichkeiten, sich pr\u00e4ventiv gut aufzustellen und so besser vor einem Cyberangriff zu sch\u00fctzen. Dazu z\u00e4hlten etwa Ma\u00dfnahmen wie die Einrichtung von Passkeys, eine Zwei-Faktor-Authentifizierung sowie sichere Passw\u00f6rter. Worum es bei den Ma\u00dfnahmen geht und wie man sie anwendet, dazu informiert die CSBW in Factsheets und Erkl\u00e4rvideos auf ihrer Website.<\/p>\n<p>Kommt es trotz aller Schutzma\u00dfnahmen doch zu einem Cyberangriff, bietet die Cybersicherheitsagentur nun eine mobile Notfallausr\u00fcstung. Damit sollen Krisenst\u00e4be handlungsf\u00e4hig bleiben und die Kommunikation sichergestellt werden. Das Equipment k\u00f6nnen Landesverwaltung und Kommunen anfordern. Denn ohne funktionierende IT-Ausstattung ist die Bew\u00e4ltigung eines Cyberangriffs ein echtes Problem, die Erfahrung haben bereits viele Kommunen gemacht. Das Notfallequipment besteht aus zehn Laptops, Meeting-Equipment sowie einer Netzwerkinfrastruktur, darunter mobiles Internet, Router und Switches.<\/p>\n<p>Keber: Abgeordnete f\u00fcr m\u00f6gliche Gefahren sensibilisieren<\/p>\n<p>\u201eGerade bei Abgeordneten ist es von besonderer Bedeutung, im Hinblick auf m\u00f6gliche Gefahren im Umgang mit ihren Daten zu sensibilisieren und auf die Bedeutung von IT-Sicherheitsma\u00dfnahmen hinzuweisen\u201c, sagte der Landesdatenschutzbeauftragte Tobias Keber dem SWR. Neben allgemeinen Hinweisen zu Zugangsdaten und Passwortsicherheit k\u00e4me bei Landtagsabgeordneten eine \u201esystemische Verwundbarkeit\u201c hinzu. Sie ergebe sich daraus, dass sie in ihrer Funktion Zugang zu sensiblen Informationen erhalten k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Innenministerium erl\u00e4sst neue Cybersicherheitsverordnung<\/p>\n<p>Das Innenministerium hat eine neue Cybersicherheitsverordnung erlassen. Mit ihr werden Standards im Land mit denen der EU harmonisiert, um die digitale Infrastrukturen resilienter zu machen. Die Verordnung verpflichtet alle Dienststellen und Einrichtungen des Landes, bestimmte Sicherheitsma\u00dfnahmen umzusetzen. Dabei unterst\u00fctzen soll die Cybersicherheitsagentur. Erhebliche Sicherheitsvorf\u00e4lle m\u00fcssen etwa innerhalb von 24 Stunden an diese gemeldet werden. \u201eMit der Cybersicherheitsverordnung setzen wir den Rahmen f\u00fcr einen starken und zukunftsf\u00e4higen digitalen Staat\u201c, so Innenminister Thomas Strobl (CDU). Die Cyber- und Informationssicherheit werde so gezielt gest\u00e4rkt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stuttgart. 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