{"id":571807,"date":"2025-11-13T06:53:14","date_gmt":"2025-11-13T06:53:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/571807\/"},"modified":"2025-11-13T06:53:14","modified_gmt":"2025-11-13T06:53:14","slug":"co2-emissionen-steigen-2025-weiter-15-grad-ziel-in-gefahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/571807\/","title":{"rendered":"CO2-Emissionen steigen 2025 weiter \u2013 1,5-Grad-Ziel in Gefahr"},"content":{"rendered":"<p>Neuer Emissions-Rekord erwartetForscher begraben das 1,5-Grad-Ziel endg\u00fcltig<img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Dampfschwaden-steigen-in-den-klaren-Herbsthimmel-am-Kohlekraftwerk-Niederaussem-des-Stromkonzerns-RW.webp\" alt=\"Dampfschwaden-steigen-in-den-klaren-Herbsthimmel-am-Kohlekraftwerk-Niederaussem-des-Stromkonzerns-RWE-Die-grossen-Netzbetreiber-wollen-die-Gebuehren-fuer-die-Stromuebertragung-Netzentgelte-im-naechsten-Jahr-um-fast-60-Prozent-senken-Themenbild-Symbolbild-Bergheim-28-09\"\/>Ein Wachstum beim CO2-Aussto\u00df gab es dem Bericht zufolge bei allen fossilen Brennstoffen. (Foto: picture alliance \/ Panama Pictures)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEPMdif5mpRNxiLOeUpHCwwsqFAgKIhDzHYn-ZqUTcYiznlKRwsML?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" title=\"Auf Google News folgen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Die weltweiten CO2-Emissionen steigen 2025 auf einen neuen Rekordwert. Forscher erkl\u00e4ren das 1,5-Grad-Ziel deshalb f\u00fcr unerreichbar. Es gibt aber auch ermutigende Signale: Dutzende Staaten belegen, dass Klimaschutz und Wirtschaftswachstum vereinbar sind.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die erhoffte Trendwende beim Aussto\u00df von Kohlendioxid (CO2) ist ausgeblieben: Ein Bericht f\u00fcr das Jahr 2025 geht davon aus, dass die weltweiten Emissionen des Treibhausgases weiter steigen, voraussichtlich um 1,1 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr. Wenn die Emissionen sich auf diesem Niveau fortsetzen, wird das verbleibende CO2-Budget, das ein Einhalten des 1,5-Grad-Ziels aus dem Pariser \u00dcbereinkommen erm\u00f6glichen soll, noch vor 2030 aufgebraucht sein. Eine gro\u00dfe internationale Forschungsgruppe um Pierre Friedlingstein von der Universit\u00e4t Exeter stellt ihren Bericht Global Carbon Budget 2025 im Fachjournal &#8222;<a class=\"inline_link\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/essd.copernicus.org\/preprints\/essd-2025-659\/\" target=\"_blank\">Earth System Science Data<\/a>&#8220; vor.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Demnach steigen die weltweiten CO2-Emissionen in diesem Jahr auf 38,1 Milliarden Tonnen. Im Jahr 2024 waren es 37,8 Milliarden Tonnen. Ein Wachstum gab es bei allen fossilen Brennstoffen: Kohle (plus 0,8 Prozent), Erd\u00f6l (plus 1,0 Prozent) und Erdgas (plus 1,3 Prozent). Demnach d\u00fcrfte der Aussto\u00df in den USA im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Prozent steigen, in Indien um 1,4 Prozent, in China und in der Europ\u00e4ischen Union jeweils um 0,4 Prozent.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Angesichts der weiter steigenden CO2-Emissionen ist es nicht mehr realistisch, die globale Erw\u00e4rmung unter 1,5 Grad Celsius zu halten&#8220;, wird Friedlingstein in einer Mitteilung seiner Universit\u00e4t zitiert. Er und sein Team von etwa 100 Forschungseinrichtungen hatten umfangreiches Datenmaterial zusammengetragen und damit in Computermodellen die globale Entwicklung berechnet.<\/p>\n<p>Bericht sieht auch ermutigende Trends<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Demnach d\u00fcrfte die CO2-Konzentration in der Atmosph\u00e4re auf 425,7 ppm steigen (parts per million &#8211; Teilchen pro Million Teilchen). Im Jahr 2024 hatte sie den Rekordwert von 423,9 ppm erreicht, wie die Weltwetterorganisation (WMO) vor einem Monat mitgeteilt hatte.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Forscher sehen jedoch auch positive Trends, die beispielsweise belegen, dass Klimaschutz die Wirtschaft nicht schw\u00e4cht: &#8222;35 L\u00e4nder konnten ihre Emissionen reduzieren bei gleichzeitigem Wirtschaftswachstum&#8220;, sagt Co-Autorin Corinne Le Qu\u00e9r\u00e9 von der britischen University of East Anglia in Norwich mit Blick auf den Zeitraum von 2015 bis 2024. Das seien etwa doppelt so viele L\u00e4nder wie noch zehn Jahre zuvor.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Zu diesen L\u00e4ndern geh\u00f6ren demnach viele europ\u00e4ische Staaten, aber auch Australien, Israel, Neuseeland, S\u00fcdkorea und Taiwan. Diese Fortschritte seien jedoch nicht gro\u00df genug, um angesichts des steigenden Energiebedarfs die globalen Emissionen nachhaltig zu senken, betont Le Qu\u00e9r\u00e9.<\/p>\n<p>Abholzung von W\u00e4ldern deutlich verringert<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Ein weiterer positiver Trend sei, dass sich die Ver\u00e4nderung der Landnutzung, insbesondere die Abholzung von W\u00e4ldern, durch umweltpolitische Ma\u00dfnahmen stark verringert hat, stellt der Bericht fest. &#8222;Die Entwaldungsraten im Amazonasgebiet sind zur\u00fcckgegangen und haben in dieser Saison den niedrigsten Stand seit 2014 erreicht&#8220;, sagt Julia Pongratz von der Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen, eine weitere Co-Autorin. Die verheerenden Br\u00e4nde im Jahr 2024 h\u00e4tten jedoch gezeigt, wie empfindlich das \u00d6kosystem bleibe, wenn die globale Erw\u00e4rmung nicht begrenzt werde, mahnte Pongratz.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Ein ung\u00fcnstiger Trend betrifft dagegen die Umweltsysteme, die bisher in gro\u00dfer Menge CO2 aus der Atmosph\u00e4re aufgenommen haben, die sogenannten Ozean- und Landsenken: Ihre Aufnahmef\u00e4higkeit verringert sich, haupts\u00e4chlich wegen der Auswirkungen des Klimawandels. Der CO2-Anstieg in der Atmosph\u00e4re seit 1960 geht den Berechnungen der Wissenschaftler zufolge zu gut 8 Prozent darauf zur\u00fcck, dass die Land- und Ozeansenken zunehmend weniger CO2 aufnehmen k\u00f6nnen. Im Zeitraum 2015 bis 2024 ging die Aufnahmekapazit\u00e4t der \u00d6kosysteme an Land demnach um 25 Prozent zur\u00fcck, die Aufnahmef\u00e4higkeit der Ozeane um 7,9 Prozent.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, hny\/dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Neuer Emissions-Rekord erwartetForscher begraben das 1,5-Grad-Ziel endg\u00fcltigEin Wachstum beim CO2-Aussto\u00df gab es dem Bericht zufolge bei allen fossilen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":571808,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[96993,752,227,11723,951,13,699,1548,952,14,15,64329,12,10,8,9,11,64,103,104],"class_list":{"0":"post-571807","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-abholzung","9":"tag-bildung","10":"tag-china","11":"tag-co2-emission","12":"tag-erderwaermung","13":"tag-headlines","14":"tag-indien","15":"tag-klimaschutz","16":"tag-klimawandel","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-pariser-klimaabkommen","20":"tag-schlagzeilen","21":"tag-top-news","22":"tag-top-meldungen","23":"tag-topmeldungen","24":"tag-topnews","25":"tag-usa","26":"tag-welt","27":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115541076974586658","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/571807","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=571807"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/571807\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/571808"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=571807"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=571807"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=571807"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}