{"id":572453,"date":"2025-11-13T12:51:14","date_gmt":"2025-11-13T12:51:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/572453\/"},"modified":"2025-11-13T12:51:14","modified_gmt":"2025-11-13T12:51:14","slug":"digitale-souveraenitaet-fehlanzeige-abhaengigkeit-von-usa-und-china-steigt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/572453\/","title":{"rendered":"Digitale Souver\u00e4nit\u00e4t Fehlanzeige: Abh\u00e4ngigkeit von USA und China steigt"},"content":{"rendered":"<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/news\/Digital-Sovereignty-A-Farce-as-Dependency-on-the-USA-and-China-Increases-11077299.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>Trotz der Debatte um digitale Souver\u00e4nit\u00e4t bleibt die deutsche Wirtschaft stark von IT aus den USA und China abh\u00e4ngig. Das geht aus einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom hervor, laut der sich 9 von 10 der befragten Unternehmen als abh\u00e4ngig von IT aus dem Ausland bezeichnen.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Auch Deutschland als Ganzes sehen die Firmen in der Unsouver\u00e4nit\u00e4t gefangen: 93 Prozent sch\u00e4tzten das Land als stark abh\u00e4ngig (40 Prozent) oder eher abh\u00e4ngig (53 Prozent) von digitalen Technologien und Leistungen aus dem Ausland ein. Und fast zwei Drittel (63 Prozent) gehen davon aus, dass sich die deutsche Abh\u00e4ngigkeit in den n\u00e4chsten Jahren noch verst\u00e4rken wird. 24 Prozent erwarten, dass sich der bisherige Status quo fortsetzt. Nur 10 Prozent sch\u00e4tzen, dass Deutschland mehr digitale Autonomie erringt. <a href=\"https:\/\/www.bitkom.org\/Presse\/Presseinformation\/Europas-Weg-digitale-Souveraenitaet#_\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">Befragt wurden laut Bitkomangaben<\/a> 605 Unternehmen ab 20 Besch\u00e4ftigten in Deutschland.<\/p>\n<p>Abh\u00e4ngiger von den USA und China<\/p>\n<p>Die Hauptquellen f\u00fcr Digitalimporte sind die USA und China. Laut Bitkom ist die Zahl der Firmen, die sich als &#8222;stark abh\u00e4ngig&#8220; von IT-Produkten und -Dienstleistungen aus diesen L\u00e4ndern bezeichnen, sogar noch gestiegen. Bei IT aus den USA sagten dies 51 Prozent der befragten Unternehmen \u2013 im Januar 2025 seien es noch 41 Prozent gewesen. Und ebenfalls 51 Prozent nannten sich &#8222;stark abh\u00e4ngig&#8220; von China \u2013 sieben Prozentpunkte mehr als zum Jahresbeginn. Die deutschen Unternehmen k\u00f6nnten nach eigenen Angaben derzeit im Durchschnitt lediglich 12 Monate \u00fcberleben, sollten sie die Technologien oder Services nicht mehr aus den USA beziehen k\u00f6nnen \u2013 mit Blick auf China w\u00e4ren es sogar nur 11 Monate. Mit vier Prozent sei nur eine Minderheit dauerhaft \u00fcberlebensf\u00e4hig, w\u00fcrden diese Importe wegfallen.<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/4\/9\/7\/6\/9\/3\/8\/Welche_Importe-ad1f41181ebbc2aa.png\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Eine Infografik welche IT-Produkte importiert werden\" height=\"512\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 1059 \/ 512; object-fit: cover;\" width=\"1059\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0Bitkom)\n    <\/p>\n<p>Ganz oben auf der Liste der Digitalimporte der Unternehmen stehen Endger\u00e4te wie Smartphones oder Notebooks mit 93 Prozent. Digitale Bauteile und Hardware-Komponenten wie Chips, Halbleiter oder Sensoren beziehen demnach 74 Prozent, Software-Anwendungen 72 Prozent und Cybersicherheits-Anwendungen wie Firewalls 67 Prozent aus dem Ausland. Digitale Ger\u00e4te und Maschinen, etwa f\u00fcr die Produktion, importierten 60 Prozent der Unternehmen.<\/p>\n<p>Wachsendes Misstrauen<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Das Vertrauen der deutschen Unternehmen in die einzelnen L\u00e4nder f\u00e4llt laut Bitkom sehr unterschiedlich aus. Ganz vorn im Vertrauensranking finden sich Frankreich (76 Prozent), Japan (72 Prozent) und die \u00fcbrigen EU-L\u00e4nder (68 Prozent). Dahinter folgen Gro\u00dfbritannien (58 Prozent), Indien (45 Prozent) und S\u00fcdkorea (40 Prozent). Die hinteren Pl\u00e4tze nehmen die USA und China ein: Noch etwas mehr als ein Drittel (38 Prozent) hat volles Vertrauen in die USA \u2013 noch im Januar seien es 51 Prozent gewesen. 60 Prozent vertrauen den USA inzwischen nur wenig oder gar nicht, bei China sogar 70 Prozent.<\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/imgs\/18\/4\/9\/7\/6\/9\/3\/8\/Herkunftslaender-1819406cd587f825.png\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>  <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Infografik aus welchen L\u00e4nder die IT-Importe stammen\" height=\"682\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg' width='696px' height='391px' viewBox='0 0 696 391'%3E%3Crect x='0' y='0' width='696' height='391' fill='%23f2f2f2'%3E%3C\/rect%3E%3C\/svg%3E\" style=\"aspect-ratio: 1410 \/ 682; object-fit: cover;\" width=\"1410\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p class=\"a-caption__source\">\n      (Bild:\u00a0Bitkom)\n    <\/p>\n<p>Gerade die hohe Abh\u00e4ngigkeit von den USA sehen die Unternehmen mit zunehmender Sorge. Hier f\u00fcrchten rund die H\u00e4lfte (49 Prozent) einen Zugangsverlust zu Software- und Plattformdiensten sowie 41 Prozent einen erzwungenen Abfluss sensibler Unternehmensdaten an US-Beh\u00f6rden. Einschr\u00e4nkungen bei Cloud-Services w\u00fcrden aber nur 14 Prozent als Gefahr sehen.<\/p>\n<p>Als weitere durch die USA verursachte Risiken sehen 99 Prozent der Unternehmen zus\u00e4tzliche finanzielle Belastungen durch Strafz\u00f6lle oder Sanktionen. 56 Prozent f\u00fcrchten Exportbeschr\u00e4nkungen. 79 Prozent sprachen von negativen Auswirkungen durch die Pr\u00e4sidentschaft Donald Trumps, 0 Prozent von positiven. &#8222;Die US-Unternehmen brauchen Europa als Kunden. Dennoch brauchen wir eigene europ\u00e4ische Angebote, um nicht erpressbar zu sein&#8220;, sagte Bitkom-Chef Ralf Wintergerst.<\/p>\n<p>Neben den Firmen hat der Bitkom auch ein Stimmungsbild der Bundesb\u00fcrger eingeholt und eigenen Angaben nach rund 1.100 Personen befragt. Hier sagte noch eine Mehrheit von 59 Prozent, dass die USA ein verl\u00e4sslicher Partner f\u00fcr Deutschland seien \u2013 bei China 42 Prozent. Gleichwohl sei die Abh\u00e4ngigkeit von digitalen Technologien f\u00fcr eine \u00fcberwiegende Mehrheit pr\u00e4sent: 44 Prozent hielten Deutschland f\u00fcr &#8222;sehr abh\u00e4ngig&#8220; und 50 Prozent f\u00fcr &#8222;eher abh\u00e4ngig&#8220; vom Import aus dem Ausland. 98 Prozent hielten es f\u00fcr wichtig, dass Deutschland bei wichtigen digitalen Technologien unabh\u00e4ngiger wird.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:axk@heise.de\" title=\"Axel Kannenberg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">axk<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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