{"id":572511,"date":"2025-11-13T13:27:12","date_gmt":"2025-11-13T13:27:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/572511\/"},"modified":"2025-11-13T13:27:12","modified_gmt":"2025-11-13T13:27:12","slug":"so-gelingt-der-erfolgreiche-antrag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/572511\/","title":{"rendered":"So gelingt der erfolgreiche Antrag"},"content":{"rendered":"<p>Zun\u00e4chst sollen es Freiwillige richten: Die Koalition aus Union und SPD hat sich inzwischen auf eine Neugestaltung des Wehrdienstes geeinigt. So soll es zwar nach Inkrafttreten des Wehrdienstgesetzes Anfang 2026 eine fl\u00e4chendeckende Musterung f\u00fcr junge M\u00e4nner ab dem Jahrgang 2008 geben. Finden sich in diesem Zuge aber gen\u00fcgend Freiwillige, die die Bundeswehr verst\u00e4rken wollen, soll niemand zum Wehrdienst verpflichtet werden. Nur wenn das nicht der Fall ist, k\u00f6nnte die Bundesregierung neu \u00fcber die Wiedereinf\u00fchrung einer Wehrpflicht beraten.\u00a0 <\/p>\n<p>Eine Option, die jungen M\u00e4nnern, die nicht zur Bundeswehr wollen, immer bleibt: die Kriegsdienstverweigerung. Ein solches Recht steht jedem zu, der den bewaffneten Kriegsdienst aus Gewissensgr\u00fcnden ablehnt. So sehen es <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/gg\/art_4.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" title=\"\">Grundgesetz<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/kdvg_2003\/__1.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" title=\"\">Kriegsdienstverweigerungsgesetz<\/a> vor. <\/p>\n<p>Wer von diesem Recht Gebrauch machen m\u00f6chte, muss einen entsprechenden Antrag auf Kriegsdienstverweigerung schriftlich beim Karrierecenter der Bundeswehr einreichen. Dieses best\u00e4tigt den Eingang und leitet den Antrag nach Feststellung der gesundheitlichen Eignung im Rahmen der Musterung an das zust\u00e4ndige Bundesamt f\u00fcr Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) weiter, das dann \u00fcber den Antrag entscheidet. <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n              Antrag muss selbst verfasst worden sein <\/p>\n<p>In dem Antrag sollten Antragstellerinnen und Antragsteller pers\u00f6nlich und ausf\u00fchrlich ihre individuellen Beweggr\u00fcnde darlegen, die zu der Gewissensentscheidung gef\u00fchrt haben, den Kriegsdienst zu verweigern, erkl\u00e4rt ein Sprecher des BAFzA. Darum sollte der Text grunds\u00e4tzlich selbst verfasst worden sein und nicht auf vorgefertigte Formulierungen oder Muster &#8211; etwa aus Datenbanken &#8211; zur\u00fcckgreifen. Die Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) r\u00e4t zudem davon ab, kommerzielle Hilfsangebote zur Kriegsdienstverweigerung zu nutzen, wie man sie im Netz findet. <\/p>\n<p>Was potenziell Wehrpflichtigen aber klar sein sollte, die einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung stellen, ohne bislang zur Musterung einberufen worden zu sein: Das kann ein solches Prozedere \u00fcberhaupt erst ausl\u00f6sen. Denn ohne einen positiven Musterungsbescheid kann auch der Antrag auf Kriegsdienstverweigerung nicht bearbeitet werden. Darauf weist Kathrin Groh, Professorin f\u00fcr \u00d6ffentliches Recht an der Universit\u00e4t der Bundeswehr M\u00fcnchen, hin. Und das m\u00f6chte wom\u00f6glich nicht jeder: ohne derzeit dringende Not bereits als tauglich im System gespeichert sein. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zun\u00e4chst sollen es Freiwillige richten: Die Koalition aus Union und SPD hat sich inzwischen auf eine Neugestaltung des&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":572512,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1828],"tags":[4941,29,30,1420,687,1209,624,1009,89354,625],"class_list":{"0":"post-572511","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-koeln","8":"tag-cjab","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-koeln","12":"tag-kriegsdienstverweigerung","13":"tag-nordrhein-westfalen","14":"tag-ratgeber","15":"tag-recht","16":"tag-tmn8100","17":"tag-verbraucher"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115542625362908672","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/572511","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=572511"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/572511\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/572512"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=572511"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=572511"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=572511"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}