{"id":572660,"date":"2025-11-13T14:55:20","date_gmt":"2025-11-13T14:55:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/572660\/"},"modified":"2025-11-13T14:55:20","modified_gmt":"2025-11-13T14:55:20","slug":"festival-of-future-storytellers-in-muenchen-was-sich-dahinter-verbirgt-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/572660\/","title":{"rendered":"&#8222;Festival of Future Storytellers&#8220; in M\u00fcnchen &#8211; was sich dahinter verbirgt &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Bei Filmfestivals geht es um Tradition und Innovation \u2013 und um die stetige Auslotung dieser vermeintlichen Gegens\u00e4tze. Wer sich einmal bei Publikum und G\u00e4sten etabliert hat, m\u00f6chte m\u00f6glichst wiedererkennbar und zuverl\u00e4ssig sein. Wer sich zu sehr auf die traditionellen Aspekte eines Festivals verl\u00e4sst und immer alles gleich macht, wirkt wom\u00f6glich altbacken und verpasst den Anschluss.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Das wei\u00df auch das Team des Internationalen Festivals der Filmhochschulen <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/M%C3%BCnchen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M\u00fcnchen<\/a>, das eine lange Tradition hat. Genauer gesagt gibt es dieses Festival bereits seit 1981. Seitdem hat es sich mehrere Male neu erfunden. Im Laufe der Jahre wurden <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Film\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Filme<\/a> und G\u00e4ste immer internationaler, also hat man es der besseren Verst\u00e4ndlichkeit halber in \u201eFilmschoolfest Munich\u201c umbenannt: Hier trafen sich Filmstudierende aus aller Welt, einige von ihnen wurden sp\u00e4ter weltber\u00fchmt \u2013 Regiestars wie Lars von Trier, Maren Ade, Nick Park oder Thomas Vinterberg etwa.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Bei diesem Festival bekommt man einen guten Eindruck, wohin sich k\u00fcnftige Filmemachergenerationen inhaltlich, erz\u00e4hlerisch und \u00e4sthetisch entwickeln. An dieser Tradition soll sich nichts \u00e4ndern, trotzdem steht jetzt ein erneuter Namenswechsel an: Aus dem \u201eFilmschoolfest Munich\u201c wird das \u201eFestival of Future Storytellers\u201c (FOFS), neun Tage lang kommen junge Filmemacherinnen und -macher nach <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M\u00fcnchen<\/a>. In dieser Zeit zeigen sie nicht nur ihre Filme.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u201eDie Bed\u00fcrfnisse der Filmstudierenden haben sich ver\u00e4ndert, also haben wir uns auch ver\u00e4ndert\u201c, sagt Julia Weigel ein paar Tage vor FOFS-Beginn. In den vergangenen zehn Jahren gab es gro\u00dfe Ver\u00e4nderungen an den Film- und Kunsthochschulen, audiovisuelles Erz\u00e4hlen hat unterschiedlichste Formen angenommen. Heute w\u00fcrden auch Themen wie Serienformate, Videokunst, Games, XR, VR und KI gelehrt, so die k\u00fcnstlerische Leiterin des Festivals.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Man wolle der Filmschoolfest-Tradition treu bleiben, gleichzeitig aber auch den verbindenden und impulsgebenden Aspekt des Festivals st\u00e4rker betonen. Anders gesagt: Filmvorf\u00fchrungen alleine reichen nicht mehr. Das FOFS bietet auch Masterclasses, Mentoring-Programme, Talks oder Labs an, hier sollen sich die G\u00e4ste n\u00e4herkommen und vernetzen. Gemeinsam mit Festivaldirektor Christoph Gr\u00f6ner t\u00fcftelt Weigel nicht nur am Traditions-und-Innovations-Mix des FOFS: Die beiden f\u00fcllen diese Positionen auch beim ungleich gr\u00f6\u00dferen <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Filmfest_M%C3%BCnchen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Filmfest M\u00fcnchen<\/a> aus.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/a390643e-a828-4a8f-b040-543c022b6adb.jpg\"   alt=\"In \u201eNight of Passage\u201c verstecken sich Freunde aus Teheran in einem Wald nahe der Grenze zu \u00d6sterreich.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>In \u201eNight of Passage\u201c verstecken sich Freunde aus Teheran in einem Wald nahe der Grenze zu \u00d6sterreich. (Foto: Festival of Future Storytellers)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Erst vor wenigen Wochen sind sie mit dem gesamten Festival-Team aus der Innenstadt in ein Hochhaus an der Arnulfstra\u00dfe umgezogen, auch bei den Abspielst\u00e4tten gibt es eine Ver\u00e4nderung: Das Festivalzentrum befindet sich nach wie vor in der <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Hochschule_f%C3%BCr_Fernsehen_und_Film\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hochschule f\u00fcr Fernsehen und Film M\u00fcnchen (HFF)<\/a>, dort trifft man auf Filmemacher und G\u00e4ste, in den HFF-Kinos\u00e4len werden auch die meisten Filme gezeigt. Neu hinzugekommen ist die Theatiner Filmkunst: Das klingt nach einem sch\u00f6nen Kontrast, das Kinojuwel mit dem F\u00fcnfzigerjahre-Ambiente wird den Filmnachwuchs und das filmaffine M\u00fcnchner Publikum begr\u00fc\u00dfen. Auf dem Spielplan stehen thematisch kuratierte Programme mit spanischsprachigen oder franz\u00f6sischsprachigen Kurzfilmen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Man wolle insgesamt spielerischer werden, sagt Julia Weigel. Das zeigt sich auch bei den sogenannten Remixes, die neu im Programm sind: Hier werden die Wettbewerbsfilme nach Themen sortiert gezeigt, neben den spanisch- oder franz\u00f6sischsprachigen Titeln gibt es unter anderem Programme \u00fcber queere Lebenswelten, \u00fcber Beziehungen, Coming of Age, Migration oder die Welt von Kindern. Inhaltlich geht es oft um die Suche nach Erinnerungen, um Identit\u00e4tssuche oder um das Zusammenleben in einer sich rasant ver\u00e4ndernden Welt.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Das d\u00fcrfte auch Zuschauerschichten ansprechen, die das Festival bisher nicht besucht haben. Auch Schulvorf\u00fchrungen und Pr\u00e4sentationen vom Festival \u201eSehs\u00fcchte\u201c sowie der European Film Academy stehen auf dem Programm. Bei allen Neuheiten liege der Fokus des FOFS aber weiterhin auf jungen Kreativen und der kurzen Form, betont Festivaldirektor Christoph Gr\u00f6ner im Gespr\u00e4ch, pro Programmblock sind also durchschnittlich vier bis f\u00fcnf Kurzfilme zu sehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/44ff948b-a693-43c2-afca-4319f420dbe7.jpg\"   alt=\"\u201eSkin On Skin\u201c: zwei M\u00e4nner in einem industriellen Schlachthaus und ihre Sehnsucht nach Freiheit.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>\u201eSkin On Skin\u201c: zwei M\u00e4nner in einem industriellen Schlachthaus und ihre Sehnsucht nach Freiheit. (Foto: Festival of Future Storytellers)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Insgesamt 92 Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilme aus 40 L\u00e4ndern stehen auf dem Programm, gleich mehrere Jurys verleihen Preise an die besten nationalen und internationalen Produktionen. Dank einer neuen Festival-Kooperation sind auch Kurzfilme aus afrikanischen L\u00e4ndern wie Sierra Leone, Senegal, \u00c4gypten, Niger oder Burkina Faso zu sehen. Viele Filme laufen als Premieren, einige waren schon bei anderen Festivals zu sehen oder erhielten Preise.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Der polnische Film \u201eDad\u2019s Not Home\u201c etwa gewann erst vor wenigen Wochen einen \u201eStudenten-Oscar\u201c bei den Student Academy Awards, Regisseur Jan Saczek erz\u00e4hlt darin von zwei minderj\u00e4hrigen Br\u00fcdern, die die schwere Krankheit ihres Vaters geheim halten, um zusammenbleiben zu k\u00f6nnen. Mit dem deutschen Nachwuchspreis \u201eFirst Steps\u201c ausgezeichnet wurden im Oktober die Filme \u201eSkin on Skin\u201c (entstanden an der Filmakademie Baden-W\u00fcrttemberg) und \u201eNight of Passage\u201c (Filmakademie Wien), sie sind ebenfalls beim FOFS zu sehen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Um die Verbindung von Musik und Film geht es bei einer Veranstaltung am 15. November: Im Audimax der HFF werden acht Musikvideos von jungen M\u00fcnchner Bands gezeigt, im Anschluss an die Vorf\u00fchrung spielt die Band Insschlosswollen ein Konzert. Einen direkten M\u00fcnchen-Bezug haben auch die Vorstellung des Mentoring-Programms \u201eMunich Film Up!\u201c (am 15. November in der HFF) oder das Filmemachergespr\u00e4ch mit Philip Koch am 17. November (ebenfalls in der HFF): Der M\u00fcnchner Regisseur feierte erst diesen Sommer einen Publikumserfolg <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/film-brick-netflix-matthias-schweighoefer-kritik-li.3278445\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mit seinem Netflix-Film \u201eBrick\u201c<\/a>, er will aber auch \u00fcber R\u00fcckschl\u00e4ge, Flops und kreative Krisen sprechen. \u201eDenn im Scheitern liegt nicht das Ende, sondern der Anfang von etwas Neuem\u201c, so Koch. Auch diese Erfahrung muss der Filmemachernachwuchs machen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\"><strong><a href=\"https:\/\/www.future-storytellers.de\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Festival of Future Storytellers<\/a><\/strong><strong>, Freitag, 14., bis Samstag, 22. November, HFF M\u00fcnchen und Theatiner Filmkunst<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bei Filmfestivals geht es um Tradition und Innovation \u2013 und um die stetige Auslotung dieser vermeintlichen Gegens\u00e4tze. 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