{"id":572851,"date":"2025-11-13T16:44:19","date_gmt":"2025-11-13T16:44:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/572851\/"},"modified":"2025-11-13T16:44:19","modified_gmt":"2025-11-13T16:44:19","slug":"eu-will-gebuehr-fuer-guenstige-pakete-einfuehren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/572851\/","title":{"rendered":"EU will Geb\u00fchr f\u00fcr g\u00fcnstige Pakete einf\u00fchren"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/pakete-gebuehr-100.jpg\" alt=\"P\u00e4ckchen aus China.\" title=\"P\u00e4ckchen aus China. | picture alliance \/ Sipa USA\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 13.11.2025 16:12 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Shein, Temu, AliExpress und Co. m\u00fcssen k\u00fcnftig Abgaben auf ihre Sendungen in die EU bezahlen. Darauf einigten sich heute die EU-Finanzminister. Bislang konnten g\u00fcnstige Pakete oft kostenfrei eingef\u00fchrt werden.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Angesichts scharfer Kritik von Verbrauchersch\u00fctzern und Wirtschaftsverb\u00e4nden will die Europ\u00e4ische Union (EU) chinesischen Online-H\u00e4ndlern wie Shein, Temu und AliExpress das Gesch\u00e4ft erschweren. Die EU-Finanzminister stimmten heute in Br\u00fcssel daf\u00fcr, Z\u00f6lle auf Billigpakete &#8222;so bald wie m\u00f6glich im Jahr 2026&#8220; einzuf\u00fchren, wie ein EU-Sprecher mitteilte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Schritt ist eine Reaktion auf den massiven Anstieg von Sendungen vor allem aus China. Bisher konnten die g\u00fcnstigen Waren oft kostenfrei importiert werden. Es sei an der Zeit, die Flut billiger chinesischer Pakete &#8222;in den Griff zu bekommen&#8220;, sagte der niederl\u00e4ndische Finanzminister Eelco Heinen.<\/p>\n<p>    Wettbewerbsverzerrung und Betrug<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Derzeit gilt in der EU eine Zollbefreiung f\u00fcr Pakete aus Drittstaaten mit einem Wert von weniger als 150 Euro, die direkt an Konsumentinnen und Konsumenten geliefert werden &#8211; die greift h\u00e4ufig bei chinesischen Online-Plattformen. Die EU <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/verbraucher\/eu-temu-shein-steuer-100.html\" title=\"EU plant Steuer auf Online-Billigartikel\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hatte bereits im Mai vorgeschlagen<\/a>, die Ausnahme abzuschaffen und eine Zwei-Euro-Pauschalgeb\u00fchr auf kleine Pakete einzuf\u00fchren. So soll sichergestellt werden, dass alle H\u00e4ndler &#8211; unabh\u00e4ngig von ihrem Standort &#8211; gleiche Wettbewerbsbedingungen haben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zudem soll mit den neuen Vorgaben Betrug verhindert werden: Sch\u00e4tzungen zufolge wird bei 65 Prozent der in die EU geschickten Pakete bewusst ein zu niedriger Wert in der Zollanmeldung angegeben, um die Befreiung in Anspruch zu nehmen. Das benachteiligt der Beh\u00f6rde zufolge kleine und mittlere EU-Unternehmen, die nicht mit den niedrigeren Verkaufspreisen konkurrieren k\u00f6nnen. Au\u00dferdem sei die Befreiung ein Anreiz, gr\u00f6\u00dfere Bestellungen beim Versand auf kleinere Pakete aufzuteilen. Das verursache auch mehr Verpackungsm\u00fcll.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Urspr\u00fcnglich hatte die EU geplant, die bestehende Zollbefreiung erst im Jahr 2028 zu beenden. Milliarden von Paketen, die vor allem aus China in die 27 Mitgliedstaaten gelangen, f\u00fchrten jedoch zu Protesten. &#8222;Die europ\u00e4ische Industrie, insbesondere der Einzelhandel, hat wiederholt unterstrichen, dass diese Wettbewerbsverzerrung ohne Verz\u00f6gerung beseitigt werden muss&#8220;, erkl\u00e4rte EU-Handelskommissar Maros Sefcovic.<\/p>\n<p>    Handel wirft Regierung Nichtstun bei Temu und Shein vor<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bundesfinanzminister Lars Klingbeil sprach im Vorfeld von einem &#8222;wichtigen Signal&#8220;, dass &#8222;wir keine Ramschware aus China wollen, dass wir unsere M\u00e4rkte sch\u00fctzen&#8220;. Der SPD-Politiker wolle &#8222;das Ganze so schnell wie m\u00f6glich&#8220;. Zu m\u00f6glichen <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/verbraucher\/shein-kontrollen-paris-100.html\" title=\"Frankreich \u00fcberpr\u00fcft ankommende Shein-Pakete am Pariser Flughafen \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schwerpunktkontrollen von Paketen von Shein an Flugh\u00e4fen nach dem Vorbild Frankreichs<\/a> hatte sich die Bundesregierung dagegen bedeckt gehalten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">M\u00f6gliche Ma\u00dfnahmen w\u00fcrden nicht im Voraus angek\u00fcndigt, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums. Die Zollverwaltung pr\u00fcfe Warensendungen im Online-Handel laufend risikoorientiert und stichprobenartig. Auch Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche ging in ihrer Rede beim Handelskongress in Berlin nicht direkt auf Shein und Temu ein. Die CDU-Politikerin sagte, Ziel sei es, die Rechtsdurchsetzung im Online-Handel zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Handelsverband wirft der Bundesregierung Nichtstun bei den umstrittenen Shoppingportalen vor. Dies sei &#8222;unterlassene Hilfeleistung&#8220; an Mittelstand, Handel und Herstellern, sagte der Pr\u00e4sident des Handelsverbandes, Alexander von Preen. Shein sowie Temu unterliefen t\u00e4glich systematisch europ\u00e4ische Verbraucherschutz-, Steuer- und Umweltstandards. &#8222;Das ist Sabotage am Binnenmarkt.&#8220; Es gebe kein Regelungsdefizit, sondern ein Versagen bei der Durchsetzung.<\/p>\n<p>    400.000 Pakete t\u00e4glich in Deutschland<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Online-Handel hat in den vergangenen Jahren zu einem exponentiellen Anstieg bei Lieferungen kleiner Warenpakete mit geringem Wert in die EU gef\u00fchrt. Laut EU-Kommission kamen 2024 t\u00e4glich rund zw\u00f6lf Millionen Pakete in der EU an &#8211; deutlich mehr als in den beiden Vorjahren. Besonders die beiden asiatischen Shoppingportale Shein und Temu <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/verbraucher\/temu-shein-verbraucher-onlineshops-shop-apotheke-100.html\" title=\"Onlineshops: Temu und Shein immer beliebter in Deutschland\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">erfreuen sich gro\u00dfer Beliebtheit<\/a>.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Laut einem aktuellen Ranking des Handelsforschungsinstituts EHI war Shein 2024 bereits der siebtgr\u00f6\u00dfte Onlineshop in Deutschland. Temu belegte bei den Marktpl\u00e4tzen den vierten Rang. Nach Angaben des Handelsverbandes werden t\u00e4glich etwa 400.000 Pakete von Shein und Temu an deutsche Kundinnen und Kunden verschickt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Umsatz der beiden Portale lag 2024 hierzulande zwischen 2,7 und 3,3 Milliarden Euro. Laut HDE kauften im vergangenen Jahr mehr als 14 Millionen Menschen hierzulande bei Temu und Shein ein.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Anbieter sind umstritten. Politiker, Handelsvertreter und Verbrauchersch\u00fctzer monieren unter anderem Produktqualit\u00e4t, mangelnde Kontrollen und unfaire Wettbewerbsbedingungen. Sie fordern besseren Schutz beim Online-Einkauf und teilweise eine strengere Regulierung. Eine Untersuchung der Stiftung Warentest zeigte k\u00fcrzlich, dass von 162 getesteten Produkte im Preissegment unter 150 Euro 110 nicht den EU-Standards entsprechen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 13.11.2025 16:12 Uhr Shein, Temu, AliExpress und Co. m\u00fcssen k\u00fcnftig Abgaben auf ihre Sendungen in die EU&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":572852,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[11761,3986,13,14,15,12,13937,13938,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-572851","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-pakete","9":"tag-handel","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-shein","15":"tag-temu","16":"tag-top-news","17":"tag-top-meldungen","18":"tag-topmeldungen","19":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115543400846700185","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/572851","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=572851"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/572851\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/572852"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=572851"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=572851"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=572851"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}