{"id":572948,"date":"2025-11-13T17:34:11","date_gmt":"2025-11-13T17:34:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/572948\/"},"modified":"2025-11-13T17:34:11","modified_gmt":"2025-11-13T17:34:11","slug":"mitarbeiter-des-duesseldorf-ordnungsamts-freigesprochen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/572948\/","title":{"rendered":"Mitarbeiter des D\u00fcsseldorf Ordnungsamts freigesprochen"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Es dauerte kaum zwei Stunden und ein paar Aussagen von Zeugen mit Erinnerungsl\u00fccken, dann war das Urteil gefallen. Alle vier Angeklagten \u2013 drei von ihnen weiterhin im Dienst des D\u00fcsseldorfer Ordnungs- und Sicherheitsdienstes (OSD) \u2013 wurden freigesprochen. Selbst die Staatsanwaltschaft hatte am Ende auf einen Freispruch pl\u00e4diert.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die zwei Frauen und zwei M\u00e4nnern waren der gemeinschaftlichen K\u00f6rperverletzung im Amt sowie der Freiheitsberaubung angeklagt. Sie sollen an einem fr\u00fchen Abend vor mittlerweile rund zwei Jahren einen Mitarbeiter einer Security-Firma in der N\u00e4he des Hauptbahnhofs angetroffen und ihn aufgefordert haben, sein Auto umzusetzen, das den Rettungsweg versperrt habe. Dem sei der Mann ebenso wenig nachgekommen wie der Aufforderung sich auszuweisen. Er soll schlie\u00dflich mit Handschellen fixiert und beim folgenden \u201eGerangel\u201c verletzt worden sein. Er habe Sch\u00fcrfwunden an den Handgelenken davongetragen sowie durch einen Schlag einen Zahn verloren. Der Betroffene wurde schlie\u00dflich zur Personalienfeststellung zur <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/polizei\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Polizei<\/a> gebracht. So weit die Anklageschrift.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Im Prozess lie\u00df sich zun\u00e4chst der Angeklagte P. ein, berichtete davon, wie er und seine Kollegen den sp\u00e4teren Kl\u00e4ger freundlich angesprochen h\u00e4tten, dieser sich aber einer Kooperation vollst\u00e4ndig verweigert habe. Dass die Ansprache freundlich gewesen war, verneinte der Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes ebenso wie einer seiner Kollegen. Die Angeklagte E. sagte dazu, zu Beginn sei der Ton sehr wohl freundlich gewesen, aber \u201emit der Verweigerung der Kooperation wird der Ton nat\u00fcrlich angepasst.\u201c Schl\u00e4ge allerdings hatte der Zeuge ebenso wenig gesehen wie die Angeklagten und auch der ebenfalls als Zeuge geladene Hausmeister eines anliegenden Geb\u00e4udes. Dieser sagte aus, er habe noch versucht, beschwichtigend auf die Rangelnden einzuwirken. \u201eAber das ist verpufft\u201c, so der Hausmeister.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Kollege des Kl\u00e4gers sagte au\u00dferdem aus, dass dieser ihm nach dessen R\u00fcckkehr von der Polizeiwache Blut an der Lippe und einen wackelnden Schneidezahn gezeigt habe. Fehlen soll ihm allerdings ein Backenzahn, wie er selbst aussagte. Teilweise waren seine Angaben insgesamt widerspr\u00fcchlich, etwa dazu, ob er sich gewehrt habe oder \u201eganz ruhig\u201c geblieben sei. Zus\u00e4tzlich machte der Kl\u00e4ger an vielen Stellen Erinnerungsl\u00fccken geltend, die der Richter in seiner Urteilsbegr\u00fcndung schlie\u00dflich als \u201eeklatant\u201c bezeichnete.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">In seinem Pl\u00e4doyer sagte der Staatsanwalt dann, entscheidend sei in dem Prozess eine Frage gewesen: \u201eWar die Ma\u00dfnahme gerechtfertigt? Ich halte sie daf\u00fcr.\u201c Wie es zu der Verletzung gekommen sei, bliebe unklar, sie sei jedenfalls nicht vors\u00e4tzlich zugef\u00fcgt worden. \u201eDie Angeklagten haben sich nicht strafbar gemacht\u201c, so der Staatsanwalt weiter. Der Anwalt von P. lie\u00df kaum Zweifel daran aufkommen, dass er den Gro\u00dfteil der Geschichte des Kl\u00e4gers f\u00fcr unglaubw\u00fcrdig h\u00e4lt. Der Freispruch sei deshalb selbstverst\u00e4ndlich, er verwies au\u00dferdem auf die Konsequenzen, die das mehr als zwei Jahre anh\u00e4ngige Verfahren f\u00fcr seinen Mandanten schon gehabt habe. \u201eEs hat meinen Mandanten die Stelle bei der Polizei gekostet. Er hatte s\u00e4mtliche Pr\u00fcfungen bestanden\u201c, so der Rechtsanwalt. P. sagte in seinem letzten Wort: \u201eMan glaubt gar nicht, wie so ein Verfahren an einem zehrt. Ich bin einfach froh, dass es vorbei ist.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es dauerte kaum zwei Stunden und ein paar Aussagen von Zeugen mit Erinnerungsl\u00fccken, dann war das Urteil gefallen.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":572949,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1831],"tags":[10831,138004,3364,29,3405,58388,44842,58357,30711,30,27538,682,6400,1209,59022,1269],"class_list":{"0":"post-572948","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-duesseldorf","8":"tag-angeklagt","9":"tag-anklaeger","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-duesseldorf","13":"tag-erinnerungsluecken","14":"tag-freigesprochen","15":"tag-freundlich","16":"tag-fruehen","17":"tag-germany","18":"tag-klaeger","19":"tag-koerperverletzung","20":"tag-mitarbeiter","21":"tag-nordrhein-westfalen","22":"tag-osd","23":"tag-prozess"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115543596452032570","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/572948","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=572948"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/572948\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/572949"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=572948"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=572948"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=572948"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}