{"id":573494,"date":"2025-11-13T22:36:27","date_gmt":"2025-11-13T22:36:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/573494\/"},"modified":"2025-11-13T22:36:27","modified_gmt":"2025-11-13T22:36:27","slug":"haende-weg-von-lateinamerika-stoppt-trumps-amoklauf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/573494\/","title":{"rendered":"H\u00e4nde weg von Lateinamerika! Stoppt Trumps Amoklauf!"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"db relative center\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/69513130-205a-4962-a53b-04d7b01c6a3b\" style=\"max-height:100%\"\/>USS Gerald R. Ford [Photo: US Navy\/Seaman Alyssa Joy]<\/p>\n<p>Die Ankunft des amerikanischen Flugzeugtr\u00e4gers USS Gerald R. Ford in den Gew\u00e4ssern der Karibik hat die Gefahr eines imperialistischen Kriegs der USA gegen Venezuela und Lateinamerika insgesamt dramatisch versch\u00e4rft.<\/p>\n<p>Die Eskalation folgt unmittelbar auf \u201eKriegsminister\u201c Peter Hegseths triumphale Bekanntgabe vom Wochenende, dass bei zwei US-Raketenangriffen zwei kleine Boote versenkt und sechs weitere Menschen get\u00f6tet wurden. Dadurch stieg die Zahl der Todesopfer durch die kriminelle Mordserie der Trump-Regierung gegen unbewaffnete Zivilisten vor der K\u00fcste S\u00fcdamerikas auf mindestens 76. Seit Beginn der Angriffe am 2. September gab es 20 solcher Angriffe, die sich gleichm\u00e4\u00dfig auf die s\u00fcdlichen Gew\u00e4sser der Karibik vor Venezuela und die \u00f6stliche Pazifikk\u00fcste Kolumbiens verteilen.<\/p>\n<p>Nachdem der US-Imperialismus eine Reihe von brutalen Aktionen durchgef\u00fchrt hat, die von den Vereinten Nationen als \u201eau\u00dfergerichtliche Hinrichtungen\u201c und Kriegsverbrechen beschrieben wurden, bereitet er nun weitaus gr\u00f6\u00dfere Gr\u00e4ueltaten vor.<\/p>\n<p>Die USS Ford, das gr\u00f6\u00dfte Kriegsschiff der US Navy, wird im Rahmen einer Kampfgruppe von drei Lenkwaffenzerst\u00f6rern begleitet. Zusammen kommt dieser Verband auf 4.000 Mann Besatzung. Vor der K\u00fcste Venezuelas liegt bereits eine Armada von mindestens acht Kriegsschiffen, darunter ein Atom-U-Boot, und eine kombinierten Streitmacht von mehr als 10.000 Seeleuten und US-Marines.<\/p>\n<p>Diese riesige Streitmacht wird durch eine Flotte von zehn F-35-Kampfflugzeugen verst\u00e4rkt, die auf der k\u00fcrzlich wiederer\u00f6ffneten Roosevelt Roads Naval Station in Puerto Rico stationiert sind. Unterdessen unternehmen B-52-Bomber provokative Fl\u00fcge in der N\u00e4he der venezolanischen K\u00fcste. US-Soldaten und Marines f\u00fchren sowohl in Puerto Rico als auch \u2013 erstmals seit Jahrzehnten \u2013 in Panama \u00dcbungen durch, um sich auf den Kampfeinsatz vorzubereiten.<\/p>\n<p>US-Milit\u00e4ranalysten erkl\u00e4rten, dass es sich bei den US-Seestreitkr\u00e4ften vor der Nordspitze S\u00fcdamerikas um die gr\u00f6\u00dfte derartige Ansammlung seit dem ersten Golfkrieg der USA gegen den Irak im Jahr 1991 handele. In der Region ist es die mit Abstand gr\u00f6\u00dfte Truppenkonzentration seit der Invasion Panamas durch die USA im Jahr 1989.<\/p>\n<p>Die Behauptung, dass dieser beispiellose Milit\u00e4reinsatz dazu diene, Lieferungen von Kokain zu unterbinden, ist offensichtlich absurd. Was hier vorbereitet wird, ist ein gro\u00dfangelegter imperialistischer Krieg mit unabsehbaren Folgen.<\/p>\n<p>Aus dem Center for Strategic and International Studies (CSIS), einem in Washington ans\u00e4ssigen Think Tank mit engen Verbindungen zum Milit\u00e4r- und Geheimdienstapparat der USA, hie\u00df es, die Flugzeugtr\u00e4gerkampfgruppe sei \u201ef\u00fcr Drogenbek\u00e4mpfungsoperationen schlecht strukturiert\u201c, aber \u201ef\u00fcr Angriffe gegen Venezuela gut strukturiert\u201c. Das CSIS verglich den US-Einsatz mit \u201eeinem Bogensch\u00fctzen mit gespanntem Bogen. Der Zustand ist instabil: entweder abschie\u00dfen oder zur\u00fcckziehen\u201c.<\/p>\n<p>Dass die Trump-Regierung sich darauf vorbereitet, die amerikanische Bev\u00f6lkerung auf der Grundlage von L\u00fcgen in einen weiteren Angriffskrieg zu ziehen, war schon klar, als sie ihren Amoklauf in der Karibik begonnen hat. Dass man venezolanische und kolumbianische Fischer zu \u201efeindlichen K\u00e4mpfern\u201c und \u201eDrogenterroristen\u201c erkl\u00e4rt, macht es in keiner Weise legitim, sie zu t\u00f6ten. Und die Behauptung, Venezuela sei eine bedeutende Quelle f\u00fcr Drogenlieferungen in die USA, wird durch alle glaubw\u00fcrdigen Berichte sowohl der US-Geheimdienste als auch weltweiter Beh\u00f6rden widerlegt.<\/p>\n<p>Was sind die wahren Ziele des M\u00f6chtegern-Diktators Donald Trump und der Finanzoligarchie, die er vertritt?<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.iysse.de\/events.html\" class=\"db avenir f6 lh-title pa1 br2 tc mw6 mw-75rem-m bg-black-05 mt3 center\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"dn db-m\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/1762381936_118_21c3426e-464e-436a-b1cd-a7eba8e1835e\"\/><img decoding=\"async\" class=\"db dn-m\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/1762381937_524_0a30033c-1da7-474a-a83d-d8fecb4b665c\"\/><\/a><\/p>\n<ul>\n<li>\n<p>die Regierung von Nicol\u00e1s Maduro zu st\u00fcrzen und an ihrer Stelle eine faschistische US-Marionetten-Diktatur zu installieren.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>die uneingeschr\u00e4nkte Kontrolle der US-Konzerne \u00fcber die \u00d6lreserven Venezuelas, die gr\u00f6\u00dften der Welt, um Washingtons wichtigstem strategischen Rivalen, China, zuvorzukommen und sich auf einen global gef\u00fchrten Krieg vorzubereiten;<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>eine Wirtschaftskrise und den finanziellen Zusammenbruch durch unverhohlene Pl\u00fcnderung abzuwenden; und<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>nicht nur Venezuela, sondern der gesamten westlichen Hemisph\u00e4re die Fesseln neokolonialer Unterdr\u00fcckung durch die USA aufzuerlegen.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zusammen mit der Eskalation der USA erschien am Dienstag ein Bericht, laut dem die britische Regierung angeordnet habe, den Austausch von Geheimdienstinformationen mit den USA \u00fcber den Drogenhandel in der Karibik einzustellen. London kontrolliert in der Region noch immer einige Inseln seines einstigen Weltreichs.<\/p>\n<p>Als Grund wird angef\u00fchrt, dass Gro\u00dfbritannien sich nicht an Kriegsverbrechen gegen unbewaffnete Zivilisten, die von US-Raketen auf dem Wasser get\u00f6tet werden, beteiligen wolle. Doch hat der britische Imperialismus in fr\u00fcheren verbrecherischen Kriegen, die mit Massenmord einhergingen \u2013 von Korea \u00fcber den Balkan bis hin zu Afghanistan, Irak und Libyen \u2013 Seite an Seite mit den USA gek\u00e4mpft. Wenn London diesmal Bedenken \u00e4u\u00dfert, dann geschieht dies zweifellos aufgrund eigener imperialistischer Interessen und nicht wegen pl\u00f6tzlich entdeckter moralischer Skrupel. Einerseits bef\u00fcrchtete die herrschende Klasse Gro\u00dfbritanniens, bei der Aufteilung Venezuelas leer auszugehen, und andererseits ger\u00e4t sie in fast allen Fragen in zunehmenden Widerspruch zu Washington \u2013 vom Krieg in der Ukraine bis hin zu den amerikanischen Z\u00f6llen, die sich st\u00e4ndig \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Weitaus schwerwiegender in Bezug auf die Drogenbek\u00e4mpfung ist, dass die kolumbianische Regierung am Dienstag angek\u00fcndigt hat, den Austausch von Geheimdienstinformationen mit Washington einzustellen. Nach Angaben von US-Regierungsvertretern stammten 85 Prozent aller verwertbaren Geheimdienstinformationen, die von der in Florida ans\u00e4ssigen Joint Interagency Task Force South (JIATF) zur Bek\u00e4mpfung des illegalen Drogenhandels genutzt wurden, aus Kolumbien.<\/p>\n<p>Kolumbien brach diese Beziehungen ab, nachdem versehentlich ein Foto eines hochrangigen US-Regierungsvertreters im Wei\u00dfen Haus ver\u00f6ffentlicht wurde. Dieser h\u00e4lt darauf ein Dokument mit der \u00dcberschrift \u201eDie Trump-Doktrin f\u00fcr Kolumbien und die westliche Hemisph\u00e4re\u201c in der Hand. Darunter ist ein KI-generiertes Foto zu sehen, auf dem der venezolanische Pr\u00e4sident Maduro und der kolumbianische Pr\u00e4sident Gustavo Petro nebeneinander in orangefarbenen Gef\u00e4ngnisoveralls zu sehen sind. In dem Dokument selbst wird gefordert, dass kolumbianische Drogenh\u00e4ndler der Kategorie \u201eausl\u00e4ndische terroristische Organisation\u201c zugeschlagen, die gegen Petro gerichteten Kr\u00e4fte innerhalb Kolumbiens unterst\u00fctzt und eine betr\u00fcgerische Strafanzeige gegen Petro erhoben wird, damit auch auf ihn \u2013 wie bei Maduro \u2013 ein Kopfgeld von 50 Millionen Dollar ausgesetzt werden kann.<\/p>\n<p>Petro bezeichnete die T\u00f6tung von Venezolanern und anderen Lateinamerikanern auf kleinen Booten durch das US-Milit\u00e4r als \u201eMord\u201c. Er forderte Washington auf, sich wegen des Dokuments zu erkl\u00e4ren. Stattdessen reagierte Washington mit noch mehr Verleumdungen. Der stellvertretende Au\u00dfenminister Christopher Landau erkl\u00e4rte: \u201eEs ist sehr tragisch f\u00fcr das kolumbianische Volk, dass es von einer Person mit so geringer moralischer Integrit\u00e4t vertreten wird\u201c, und sagte voraus, dass \u201edas kolumbianische Volk sich in seiner gro\u00dfen Weisheit von diesem Weg, der zu Elend und Hass f\u00fchrt, abwenden und einen anderen Weg einschlagen wird\u201c.<\/p>\n<p>Die \u201eDonroe-Doktrin\u201c<\/p>\n<p>Was ist die \u201eTrump-Doktrin\u201c oder auch \u201eDonroe-Doktrin\u201c, wie sie in Anlehnung an Trumps Vornamen und die sogenannte \u201eMonroe-Doktrin\u201c im Wei\u00dfen Haus zynisch genannt wird? Die bahnbrechende Monroe-Doktrin wurde 1823 verk\u00fcndet, um die reaktion\u00e4ren monarchistischen M\u00e4chte Europas vor jeglichem Versuch zu warnen, die gerade unabh\u00e4ngig gewordenen Republiken Lateinamerikas erneut zu kolonisieren. Mit dem Aufstieg des US-Imperialismus erfuhr die Doktrin jedoch tiefgreifende Ver\u00e4nderungen, als die USA im Spanisch-Amerikanischen Krieg von 1898 Anspruch auf die Kolonien Spaniens erhoben und die revolution\u00e4ren Bestrebungen der Bev\u00f6lkerung in diesen Kolonien, insbesondere in Kuba, unterdr\u00fcckten, um die Vorherrschaft der USA zu behaupten.<\/p>\n<p>Im Jahr 1904 stellte Pr\u00e4sident Teddy Roosevelt den sogenannten \u201eBig Stick\u201c-Zusatz (\u201egro\u00dfer Stock\u201c) zur Doktrin vor, der dem US-Imperialismus das Recht zusprach, \u00fcberall dort \u201epolizeiliche Macht\u201c auszu\u00fcben, wo er \u201eUnrecht oder Ohnmacht\u201c in der Hemisph\u00e4re wahrnahm. Das war die Grundlage f\u00fcr etwa 50 direkte milit\u00e4rische Interventionen der USA.<\/p>\n<p>In der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts war die Doktrin untrennbar mit dem Kalten Krieg und einem globalen Kreuzzug gegen den Kommunismus verbunden. In dessen Verlauf \u00fcbernahmen von den USA unterst\u00fctzte faschistische Milit\u00e4rdiktaturen in weiten Teilen S\u00fcd- und Mittelamerikas die Macht und ermordeten, folterten oder inhaftierten hunderttausende Arbeiter, Studenten und anderen Gegnern der amerikanischen Vorherrschaft und der Milit\u00e4rherrschaft.<\/p>\n<p>Die \u201eTrump-Doktrin\u201c beh\u00e4lt alle konterrevolution\u00e4ren Merkmale bei, die im Laufe des 20. Jahrhunderts aufkamen, verzichtet aber auf die heuchlerische Behauptung, Washington verfolge die hohen Ziele \u201eFreiheit\u201c und \u201eDemokratie\u201c. Die Doktrin besteht lediglich aus der Behauptung im Stil von Gangstern, dass die Macht der USA selbst Recht setzt und Washington alles an sich rei\u00dfen wird, was seine milit\u00e4rische Macht erobern kann.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.mehring-verlag.de\/library\/north-30-jahre-krieg\/00.html\" class=\"no-underline pointer\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"db relative center\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/19b71883-5de1-401a-8f7f-7226c4b24a37\" style=\"max-height:100%\"\/><\/p>\n<p>David North<\/p>\n<p>30 Jahre Krieg: Amerikas Griff nach der Weltherrschaft 1990\u20132020<\/p>\n<p>Seit dem ersten Golfkrieg 1990\u20131991 f\u00fchren die Vereinigten Staaten ununterbrochen Krieg.\u00a0Gest\u00fctzt auf ein marxistisches Verst\u00e4ndnis der Widerspr\u00fcche des US- und des Weltimperialismus analysiert David North die Milit\u00e4rinterventionen und geopolitischen Krisen der letzten 30 Jahre.<\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Ein Angriff auf Venezuela w\u00e4re lediglich der Anfang eines aggressiven Vorgehens der USA in der gesamten Region.<\/p>\n<p>US-Regierungsvertreter betrachten einen Krieg in S\u00fcdamerika laut Berichten im Lichte der Invasion Panamas 1989, als Noriega in die USA zur\u00fcckgebracht wurde, um sich wegen Drogenhandels vor Gericht zu verantworten. Venezuela ist jedoch fl\u00e4chenm\u00e4\u00dfig zw\u00f6lfmal so gro\u00df wie Panama und hat zehnmal so viele Einwohner wie Panama vor 35 Jahren. Dar\u00fcber hinaus sind die USA in Venezuela milit\u00e4risch nicht pr\u00e4sent, w\u00e4hrend Panama durch die von den USA verwaltete Panamakanalzone mit mehreren Milit\u00e4rst\u00fctzpunkten und etwa 13.000 dort stationierten US-Soldaten zweigeteilt war.<\/p>\n<p>Der CSIS-Bericht bringt etwas N\u00fcchternheit in die kriegstrunkene Atmosph\u00e4re in Washington, wenn er davor warnt, dass die USA zwar in der Lage seien, \u201eeine ausgedehnte Luftkampagne zu starten, bestehend aus einer Reihe von Angriffen, um das Maduro-Regime zu l\u00e4hmen und zu destabilisieren\u201c. Doch k\u00f6nnten solche Feldz\u00fcge nur dann erfolgreich sein, \u201ewenn sie mit der Androhung oder Durchf\u00fchrung einer Bodenoffensive einhergehen\u201c. Unter Berufung auf die Folgen der \u201eShock and Awe\u201c-Kampagne gegen den Irak im Jahr 2003 warnt der Bericht, dass die von den USA unterst\u00fctzte rechte Opposition im Inland sich als zu schwach erweisen k\u00f6nnte, um \u201enach der Macht\u00fcbernahme die Kontrolle \u00fcber das Land auszu\u00fcben\u201c. So k\u00f6nne die Trump-Regierung dann mit \u201eder Art von langwierigen milit\u00e4rischen Anstrengungen konfrontiert\u201c werden, die sie \u201ezu vermeiden versucht\u201c habe, d. h. einem weiteren endlosen Krieg, diesmal in ihrem \u201eeigenen Hinterhof\u201c.<\/p>\n<p>In seiner Au\u00dfenpolitik setzt der US-Imperialismus seine Innenpolitik mit anderen Mitteln fort. Washington bereitet sich auf einen Krieg gegen Venezuela vor, w\u00e4hrend die Trump-Regierung gleichzeitig ihren Krieg gegen US-amerikanische St\u00e4dte und den \u201einneren Feind\u201c verk\u00fcndet. Die Regierung hat eine gnadenlose Polizeistaats-Operation gegen Arbeitsmigranten durchgef\u00fchrt, wozu paradoxerweise auch geh\u00f6rt, dass 600.000 Venezolanern der vor\u00fcbergehende Schutzstatus entzogen wird \u2013 eine Ma\u00dfnahme, die in Venezuela mit gro\u00dfer Ablehnung aufgenommen wurde. Gleichzeitig strebt sie den Einsatz von Soldaten der US Army in gro\u00dfen st\u00e4dtischen Gebieten an, um Opposition zu unterdr\u00fccken.<\/p>\n<p>Trump rechtfertigt einen Milit\u00e4rschlag gegen Venezuela mit seinen absurden Behauptungen, die Maduro-Regierung betreibe Drogenkartelle und stecke als treibende Kraft hinter dem Zustrom von Migranten, die durch Washingtons eigene brutale Wirtschaftssanktionen vertrieben werden. Doch wird Trump einen bewaffneten Konflikt in S\u00fcdamerika wiederum unweigerlich als Vorwand nutzen, um noch gr\u00f6\u00dfere polizeistaatliche Befugnisse innerhalb der USA selbst in Anspruch zu nehmen.<\/p>\n<p>Washington ist getrieben, mit krimineller Gewalt L\u00f6sungen f\u00fcr Probleme zu suchen, die in den Widerspr\u00fcchen des US-amerikanischen und globalen Kapitalismus wurzeln. Die Kriegsziele des US-Imperialismus in Lateinamerika wirken geradezu wahnsinnig. Mit Bomben und Raketen kann er den Aufstieg Chinas zum wichtigsten Handelspartner S\u00fcdamerikas nicht r\u00fcckg\u00e4ngig machen, es sei denn durch einen totalen Weltkrieg. Aber genau diesen Weg schl\u00e4gt er ein, ebenso den zu einer faschistischen Diktatur.<\/p>\n<p>Eine bewaffnete Aggression der USA gegen Venezuela w\u00fcrde an ein soziales und politisches Pulverfass in Lateinamerika die Lunte anlegen und gleichzeitig den tiefsitzenden Widerstand in den USA gegen Militarismus und die unvermeidlichen sozialen Angriffe, die mit einem weiteren Krieg der USA einhergehen w\u00fcrden, wecken.<\/p>\n<p>Man kann den Krieg nicht stoppen, indem man sich auf die vermeintliche Opposition der Demokratischen Partei gegen Trump verl\u00e4sst. Es war die Obama-Regierung, die 2015 erstmals den nationalen Notstand ausrief und Venezuela als \u201eungew\u00f6hnliche und au\u00dferordentliche Bedrohung f\u00fcr die nationale Sicherheit und Au\u00dfenpolitik der Vereinigten Staaten\u201c brandmarkte. Das entsprechende Dekret wurde sowohl von der Regierung unter Trump als auch von der unter Biden verl\u00e4ngert. Es bildete die Grundlage f\u00fcr die l\u00e4hmenden Sanktionen, die darauf abzielen, Venezuela auszuhungern und zu unterwerfen, sowie f\u00fcr endlose Regimewechsel-Operationen. Welche Differenzen die Demokraten mit Trump auch haben \u2013 und diese drehen sich haupts\u00e4chlich um ihre Forderung nach einer aggressiveren Politik gegen\u00fcber Russland \u2013 f\u00fcrchten sie vor allem eine Massenrevolte von unten.<\/p>\n<p>Gleichzeitig ist die Maduro-Regierung, die die Interessen von Teilen der venezolanischen Bourgeoisie und des ausl\u00e4ndischen Kapitals vertritt, nicht in der Lage, einen echten antiimperialistischen Appell an die Arbeiterklasse und die unterdr\u00fcckten Massen Venezuelas und Amerikas zu richten.<\/p>\n<p>Die Arbeiter auf beiden Seiten des Rio Grande m\u00fcssen begreifen, dass sie das eigentliche Ziel des Imperialismus sind. Und sie m\u00fcssen sich \u00fcber nationale Grenzen hinweg zu einem gemeinsamen Kampf gegen den imperialistischen Krieg und f\u00fcr die Abschaffung des kapitalistischen Systems, das dessen Ursache ist, zusammenschlie\u00dfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"USS Gerald R. Ford [Photo: US Navy\/Seaman Alyssa Joy] Die Ankunft des amerikanischen Flugzeugtr\u00e4gers USS Gerald R. 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