{"id":574082,"date":"2025-11-14T04:32:26","date_gmt":"2025-11-14T04:32:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/574082\/"},"modified":"2025-11-14T04:32:26","modified_gmt":"2025-11-14T04:32:26","slug":"bundesrat-will-schienenprojekte-beschleunigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/574082\/","title":{"rendered":"Bundesrat will Schienenprojekte beschleunigen"},"content":{"rendered":"\n<p>Bundesrat will Schienenprojekte beschleunigen<\/p>\n<dl class=\"article-info muted\">\n<dd class=\"readtime\">  Lesezeit: 4 Minuten <\/dd>\n<dd class=\"create\">   Erstellt: 14. November 2025  <\/dd>\n<\/dl>\n<p>  <img decoding=\"async\" class=\"caption\" title=\"Foto: \u00a9 Ulrike Leone \" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Web-Schiene.jpg\" alt=\"Bildbeschreibung: Bahnschienen von einem Bahnhof.\"\/>  <\/p>\n<p>Der Bundesrat will die Planungs- und Genehmigungsverfahren beim Ausbau des \u00f6ffentlichen Personennahverkehrs und der Schieneninfrastruktur straffen. Darauf zielt der Gesetzentwurf \u201ezur St\u00e4rkung des Klimaschutzes durch eine Beschleunigung des Ausbaus der Schieneninfrastruktur &#8211; Klimaschutzbeschleunigungsgesetz Schiene\u201c (<a class=\"dipLink\" title=\"Die PDF-Datei Drucksache 21\/2736 \u00f6ffnet sich in einem neuen Fenster\" href=\"https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/21\/027\/2102736.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">21\/2736<\/a>) ab, zu dem auch eine Stellungnahme der Bundesregierung vorliegt. <\/p>\n<p>Verz\u00f6gerungen von Planungsverfahren w\u00fcrden sich durch Alternativenpr\u00fcfungen im Rahmen der Planfeststellung mit Umweltvertr\u00e4glichkeitspr\u00fcfung \u201eetwa bei der Errichtung eines weiteren Gleises entlang einer bereits vorhandenen Strecke\u201c ergeben, schreibt die L\u00e4nderkammer. Gefordert wird daher, entlang eingleisiger vorhandener Strecken auf eine Planfeststellung und -genehmigung zu verzichten, dementsprechend auch eine Alternativenpr\u00fcfung entfallen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem wollen die L\u00e4nder die Errichtung eines weiteren Gleises entlang einer bereits vorhandenen Strecke in der Anlage 1 des Gesetzes \u00fcber die Umweltvertr\u00e4glichkeitspr\u00fcfung (UVPG) so eingruppiert wissen, dass die zust\u00e4ndige Beh\u00f6rde eine standortbezogene Vorpr\u00fcfung zur Feststellung der UVP-Pflicht durchf\u00fchren muss, die als \u00fcberschl\u00e4gige Pr\u00fcfung in zwei Stufen durchgef\u00fchrt wird. In der ersten Stufe soll die zust\u00e4ndige Beh\u00f6rde pr\u00fcfen, ob bei dem Neuvorhaben besondere \u00f6rtliche Gegebenheiten gem\u00e4\u00df den in Anlage 3 Nummer 2.3 UVPG aufgef\u00fchrten Schutzkriterien vorliegen, schreibt der Bundesrat. Ergebe die Pr\u00fcfung in der ersten Stufe, dass keine besonderen \u00f6rtlichen Gegebenheiten vorliegen, solle keine bestehe UVP-Pflicht bestehen.<\/p>\n<p>Ergebe die Pr\u00fcfung in der ersten Stufe aber, dass besondere \u00f6rtliche Gegebenheiten vorliegen, so soll die Beh\u00f6rde auf der zweiten Stufe unter Ber\u00fccksichtigung der in Anlage 3 aufgef\u00fchrten Kriterien pr\u00fcfen, ob das Neuvorhaben erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen haben kann, die die besondere Empfindlichkeit oder die Schutzziele des Gebietes betreffen. Die UVP-Pflicht soll bestehen, wenn das Neuvorhaben solche Umweltauswirkungen haben kann.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich zielt der Gesetzentwurf noch auf eine \u00c4nderung des Bundesschienenwegeausbaugesetzes ab. K\u00fcnftig soll nach den Vorstellungen des Bundesrates f\u00fcr alle Schieneninfrastrukturprojekte das \u00fcberragende \u00f6ffentliche Interesse festgelegt werden. Bei rechtlichen Schutzg\u00fcterabw\u00e4gungen sei dies als vorrangiger Belang anzuerkennen.<\/p>\n<p>Die Bundesregierung h\u00e4lt die Forderung der L\u00e4nder hinsichtlich der Regelungen zur Umweltvertr\u00e4glichkeitspr\u00fcfung f\u00fcr nicht umsetzbar, wie aus der dem Gesetzentwurf beigef\u00fcgten Stellungnahme hervorgeht. Die Regierung verweist auf eine Entscheidung des Europ\u00e4ischen Gerichtshofes (EuGH), wonach der zweigleisige Ausbau einer bereits vorhandenen Eisenbahnstrecke \u201eerhebliche Auswirkungen auf die Umwelt im Sinne der UVP-Richtlinie haben kann und deshalb einer vollumf\u00e4nglichen Umweltvertr\u00e4glichkeitspr\u00fcfung zu unterziehen ist\u201c. Die beabsichtigte Freistellung w\u00fcrde aus Sicht der Regierung ferner zu einem Wegfall der Pr\u00fcfung f\u00fchren, ob die dem Gesundheitsschutz dienenden Vorgaben des Strahlenschutzes aus der 26. Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) beachtet werden.<\/p>\n<p>Hinsichtlich der Erweiterung des Abw\u00e4gungsbelangs des \u00fcberragenden \u00f6ffentlichen Interesses beim Aus- und Neubau von Schieneninfrastruktur sowie der Verk\u00fcrzung des Instanzenzuges werde die Bundesregierung den Bund-L\u00e4nder-Pakt f\u00fcr Planungs-, Genehmigungs- und Umsetzungsbeschleunigung der vergangenen Legislatur zeitnah umsetzen, hei\u00dft es weiter. Es sei beabsichtigt, die insoweit erforderlichen Gesetzes\u00e4nderungen zusammen mit weiteren Ma\u00dfnahmen im Infrastruktur-Zukunftsgesetz auf den Weg zu bringen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bundesrat will Schienenprojekte beschleunigen Lesezeit: 4 Minuten Erstellt: 14. 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