{"id":574580,"date":"2025-11-14T09:23:20","date_gmt":"2025-11-14T09:23:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/574580\/"},"modified":"2025-11-14T09:23:20","modified_gmt":"2025-11-14T09:23:20","slug":"muenchen-hito-steyerl-ueber-kuenstliche-intelligenz-und-kunst-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/574580\/","title":{"rendered":"M\u00fcnchen: Hito Steyerl \u00fcber K\u00fcnstliche Intelligenz und Kunst &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Antwort ist wie vieles an diesem Abend: \u00fcberraschend. Wie ihr Verh\u00e4ltnis zur k\u00fcnstlichen Intelligenz aktuell ist\u00a0\u2013 ob sie noch fasziniert sei von der Technik oder vielleicht doch schon erschreckt, ist Hito Steyerl gefragt worden. \u201eMeistens\u201c, gibt sie zur\u00fcck, \u201elangweilt sie mich.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Seit 1990 gibt es vom Magazin der S\u00fcddeutschen Zeitung jedes Jahr eine besondere Ausgabe: die Edition 46. Ein Heft, das sich einem K\u00fcnstler oder einer K\u00fcnstlerin widmet und der Kunst, die diese oder dieser speziell zu diesem Anlass geschaffen hat.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Kunst, die Hito Steyerl f\u00fcr das Heft Nummer 46 dieses Jahres schuf, hat viel mit KI zu tun: Die 1966 in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/M%C3%BCnchen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M\u00fcnchen<\/a> geborene Steyerl gab Fragmente dessen, was sie \u00fcber das Donaumoos im 18. Jahrhundert recherchierte \u2013 der Region, aus der ein Teil ihrer Vorfahren stammt\u00a0\u2013, als Prompt in eine Bild-KI ein.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Entstanden sind so Werke, die Wissen und Technik transportieren und Bilder skurril komponierter Wesen zeigen: menschen\u00e4hnlich, mitunter zu Maschinen mutiert, manchmal aber auch noch mit starken Vergangenheitsbez\u00fcgen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/projekte\/artikel\/magazin\/kunst-edition-46-hito-steyerl-e313897\/\" aria-label=\"Artikelverlinkung:\" data-track-szde=\"{&quot;event&quot;:&quot;teaser_clicked&quot;,&quot;teaser_clicked&quot;:{&quot;article_title&quot;:&quot;ich_will_dass_man_mir_zuhoert_und_da_ist_ein_wuetender_tonfall_nicht_hilfreich&quot;,&quot;doctype&quot;:&quot;&quot;,&quot;label&quot;:&quot;szplus,sz_magazin&quot;,&quot;main_topic&quot;:&quot;kunst&quot;,&quot;object_id&quot;:&quot;er.e313897&quot;,&quot;pcat&quot;:&quot;paid&quot;,&quot;section&quot;:&quot;ihre_sz&quot;,&quot;teaser_type&quot;:&quot;article_teaser_top&quot;}}\" data-manual=\"teaser-url\" data-tb-link=\"\" aria-labelledby=\"teaser-httpswwwsueddeutschedeprojekteartikelmagazinkunst-edition-46-hito-steyerl-e313897\" class=\"css-14tg8sh\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/9aa4c71b-2776-42e7-9036-faa4ea8e7e3c.jpg\"   alt=\"\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>SZ MagazinSZ-Magazin Kunstausgabe<\/p>\n<p>:\u00bbIch will, dass man mir zuh\u00f6rt, und da ist ein w\u00fctender Tonfall nicht hilfreich\u00ab<\/p>\n<p class=\"css-a6ecqs\" data-manual=\"teaser-text\" data-tb-description=\"\" data-schema-org-speakable=\"true\">Hito Steyerl, eine der bedeutendsten K\u00fcnstlerinnen der Gegenwart, hat f\u00fcr das SZ-Magazin exklusive Werke erstellt. Im Interview spricht sie \u00fcber Mensch, Ding und Drohne \u2013 und dar\u00fcber, warum sie sich nur ungern an das M\u00fcnchen der Siebzigerjahre erinnert.<\/p>\n<p>SZ PlusInterview: Mareike Nieberding, Fotos: Julian Baumann<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Langweilig wirkt das ganz und gar nicht. Aber Hito Steyerl f\u00fchrt im <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Lenbachhaus\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lenbachhaus<\/a> bei der Heftpr\u00e4sentation vor Hunderten G\u00e4sten aus: Um von der KI das zu bekommen, was man wolle, seien so pr\u00e4zise Vorgaben n\u00f6tig, dass quasi \u201ebuchhalterische\u201c Vorarbeiten zwingend seien. Und so, wie sie mit dem verwendeten KI-Programm gespielt habe, sei dies wohl nicht mehr lange m\u00f6glich.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die k\u00fcnstliche Intelligenz lernt schnell. In den n\u00e4chsten Programmversionen l\u00e4sst sie sich vermutlich nicht mehr so leicht manipulieren. F\u00fcr ihr n\u00e4chstes Kunstwerk wendet Steyerl sich jedenfalls einem anderen Zukunftsthema zu: der Frage, wie die Quantentechnologie die Kunst beeinflussen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Was macht die Technik mit dem Menschen? Das ist das Thema, das in Varianten h\u00e4ufig aufscheint im Gespr\u00e4ch mit Magazin-Redakteurin Mareike Nieberding. Ob der Mensch die Maschine trainiere oder die Maschine die Menschen? Sicher das Zweitere, glaubt Steyerl\u00a0\u2013 und das auch nicht zum ersten Mal: Das Auto und andere Maschinen h\u00e4tten das Verhalten der Menschen bereits in ihrem Sinne gepr\u00e4gt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/965d4bcd-aa80-458a-b9fb-2ac5e8673627.jpg\"   alt=\"Auf der B\u00fchne im Lehnbachhaus: Hito Steyerl und Redakteurin Mareike Nieberding.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Auf der B\u00fchne im Lehnbachhaus: Hito Steyerl und Redakteurin Mareike Nieberding. (Foto: Ren\u00e9 Hofmann)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Steyerl wurde 2017 als erste Frau vom britischen Kunstmagazin Art Review\u00a0zur \u201eeinflussreichsten Pers\u00f6nlichkeit im internationalen Kunstbetrieb\u201c gek\u00fcrt. F\u00fcr eine, die sich selbst als gescheiterte Filmemacherin bezeichnet, weil sie die Reihe an Dokumentarfilmen, mit denen sie in den 1990er-Jahren startete, nicht fortsetzte, ist das bemerkenswert.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Das Bundesverdienstkreuz, das sie bekommen sollte, als die Corona-Pandemie ihren Schrecken langsam verlor, hat Steyerl abgelehnt. \u201eEhrlich, was soll das?\u201c, habe sie sich damals gefragt, erz\u00e4hlt sie auf der B\u00fchne: Was habe sie mit dem Bundespr\u00e4sidenten zu tun?<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u201eBavarian High-Tech\u201c hat sie die Strecke genannt, die f\u00fcrs SZ-Magazin entstand. Steyerl unterrichtet auch als Professorin an der Akademie der bildenden K\u00fcnste in M\u00fcnchen. Damit sei sie quasi ein Teil der von Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) aufgesetzten bayerischen High-Tech-Agenda, so Steyerl.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Der Abend bietet die seltene Gelegenheit, sie in gr\u00f6\u00dferem Rahmen kennenzulernen. Und dabei wird eines klar: Politik und Humor pr\u00e4gen nicht nur ihre Kunst.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Antwort ist wie vieles an diesem Abend: \u00fcberraschend. 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