{"id":574644,"date":"2025-11-14T10:00:18","date_gmt":"2025-11-14T10:00:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/574644\/"},"modified":"2025-11-14T10:00:18","modified_gmt":"2025-11-14T10:00:18","slug":"unternehmen-sind-mehrheitlich-von-it-import-abhaengig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/574644\/","title":{"rendered":"Unternehmen sind mehrheitlich von IT-Import abh\u00e4ngig"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext\">Hardware aus China, Cloud- und KI-L\u00f6sungen aus den USA, Chips aus Taiwan oder Industrieroboter aus S\u00fcdkorea: Die Unternehmen der deutschen Wirtschaft sind weiterhin stark abh\u00e4ngig von digitalen Technologien und Leistungen aus dem Ausland. Gleichzeitig schwindet das Vertrauen, vor allem in die USA. 9 von 10 Unternehmen (89 Prozent), die digitale G\u00fcter oder Leistungen importieren, sehen sich davon abh\u00e4ngig \u2013 51 Prozent sogar \u201estark abh\u00e4ngig\u201c, 38 Prozent \u201eeher abh\u00e4ngig\u201c. &#13;<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Nur eine Minderheit (4 Prozent) w\u00e4re dauerhaft \u00fcberlebensf\u00e4hig, w\u00fcrden diese Importe wegfallen. Damit Europa unabh\u00e4ngiger von Digitalimporten aus dem Ausland wird, haben Deutschland und Frankreich den Gipfel f\u00fcr europ\u00e4ische digitale Souver\u00e4nit\u00e4t initiiert, der am 18. November in Berlin stattfindet. Der Digitalverband Bitkom hat im Vorfeld mehr als 600 Unternehmen ab 20 Mitarbeitenden repr\u00e4sentativ nach ihrer Abh\u00e4ngigkeit von ausl\u00e4ndischen Technologien und Services befragt \u2013 und welche Risiken daraus entstehen.&#13;<\/p>\n<p>Kaum ein Unternehmen kommt ohne Digitalimporte aus<\/p>\n<p class=\"bodytext\">So ist die Abh\u00e4ngigkeit von den USA und China im Laufe dieses Jahres nochmals gestiegen: 51 Prozent der deutschen Unternehmen sehen sich \u201estark abh\u00e4ngig\u201c von den Vereinigten Staaten \u2013 im Januar 2025 sagten dies noch 41 Prozent. Und ebenfalls 51 Prozent sehen sich \u201estark abh\u00e4ngig\u201c von China \u2013 ein Zuwachs um sieben Prozentpunkte gegen\u00fcber dem Jahresbeginn. Die deutschen Unternehmen k\u00f6nnten nach eigenen Angaben derzeit lediglich 12 Monate \u00fcberleben, sollten sie die Technologien oder Services nicht mehr aus den USA beziehen k\u00f6nnen \u2013 mit Blick auf China w\u00e4ren es sogar nur 11 Monate.&#13;<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;\n<\/p>\n<p class=\"bodytext\"> \u201eDeutschland und Europa m\u00fcssen sich aus einseitigen Abh\u00e4ngigkeiten befreien und ihre digitale Zukunft selbst in die Hand nehmen\u201c, sagt Bitkom-Pr\u00e4sident Dr. Ralf Wintergerst. \u201eEuropa muss seine digitale Souver\u00e4nit\u00e4t mit mehr Entschlossenheit entwickeln. Wir m\u00fcssen Europa zu einem Ort machen, an dem digitale Technologien nicht nur genutzt, sondern auch entwickelt und in wettbewerbsf\u00e4hige Produkte und Dienstleistungen \u00fcbersetzt werden. Der Gipfel f\u00fcr europ\u00e4ische digitale Souver\u00e4nit\u00e4t sollte daf\u00fcr den Startschuss geben.\u201c&#13;<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Aktuell sehen 93 Prozent der Unternehmen Deutschland stark abh\u00e4ngig (40 Prozent) bzw. eher abh\u00e4ngig (53 Prozent) von digitalen Technologien und Leistungen aus dem Ausland. Nur 10 Prozent gehen davon aus, dass sich diese Abh\u00e4ngigkeit in f\u00fcnf Jahren verringert haben wird. Ein Viertel (24 Prozent) rechnet mit einer Fortschreibung des Status-quo, 6 von 10 Unternehmen (63 Prozent) rechnen mit einer Zunahme der Abh\u00e4ngigkeit.&#13;<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Insgesamt kommt kaum ein Unternehmen in Deutschland ohne den Import digitaler Technologien und Leistungen aus (96\u202fProzent). Ganz oben stehen Endger\u00e4te wie Smartphones oder Notebooks, die 93\u202fProzent der Unternehmen importieren. Digitale Bauteile bzw. Hardware-Komponenten wie Chips, Halbleiter oder Sensoren beziehen 74\u202fProzent, Software-Anwendungen 72\u202fProzent und Cybersicherheits-Anwendungen wie Firewalls 67\u202fProzent aus dem Ausland. Digitale Ger\u00e4te und Maschinen, etwa f\u00fcr die Produktion, importieren 60\u202fProzent der Unternehmen. Digitale Dienstleistungen wie Programmierung von Apps oder IT-Beratung beziehen 41\u202fProzent von au\u00dferhalb Deutschlands. Ein sehr kleiner Anteil der Unternehmen (3\u202fProzent) wei\u00df teilweise nicht, ob und welche Technologien aus dem Ausland bezogen werden.&#13;<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;\n<\/p>\n<p>USA und China sind wichtigste Herkunftsl\u00e4nder<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die wichtigsten Herkunftsl\u00e4nder und -regionen sind die USA und China. 67 Prozent importieren \u201eh\u00e4ufig\u201c aus den USA, 23 Prozent \u201ein Einzelf\u00e4llen\u201c, so dass die Vereinigten Staaten f\u00fcr 9 von 10 Unternehmen, die digitale Technologien und Leistungen importieren, ein Handelspartner sind. 58 Prozent importieren \u201eh\u00e4ufig\u201c aus China, ein weiteres Viertel (25 Prozent) \u201ein Einzelf\u00e4llen\u201c. &#13;<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Bedeutend aus dem asiatischen Raum ist au\u00dferdem Taiwan (21 Prozent \u201eh\u00e4ufig\u201c\/ 24 Prozent \u201ein Einzelf\u00e4llen\u201c). Von dem vergleichsweise kleinen Inselstaat sieht sich fast jedes zweite Unternehmen, das digitale Technologien oder Dienstleistungen importiert, abh\u00e4ngig (49 Prozent, 26 Prozent \u201estark abh\u00e4ngig\u201c, 23 Prozent \u201eeher abh\u00e4ngig\u201c).\u00a0&#13;<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Ein bedeutendes Bezugsland ist au\u00dferdem Japan: 12 Prozent der Unternehmen importieren von dort \u201eh\u00e4ufig\u201c, 31 Prozent \u201ein Einzelf\u00e4llen\u201c. Auch Frankreich \u2013 Deutschlands Partner beim kommenden Gipfel in Berlin \u2013 ist f\u00fcr die hiesige Wirtschaft wichtig: Jedes zehnte Unternehmen (10 Prozent) bezieht \u201eh\u00e4ufig\u201c digitale Technologien und Leistungen aus dem Nachbarland und doppelt so viele (20 Prozent) zumindest in Einzelf\u00e4llen. Das gleiche gilt f\u00fcr die \u00fcbrige EU (16 Prozent \u201eh\u00e4ufig\u201c \/ 28 Prozent \u201ein Einzelf\u00e4llen\u201c) sowie das Vereinigte K\u00f6nigreich (11 Prozent \u201eh\u00e4ufig\u201c \/ 19 Prozent \u201ein Einzelf\u00e4llen\u201c). &#13;<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;\n<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Nur ein Prozent der befragten Unternehmen gibt im \u00dcbrigen Russland als Handelspartner an. \u201eDigital souver\u00e4n ist ein Land, das eigene substanzielle F\u00e4higkeiten in digitalen Schl\u00fcsseltechnologien besitzt und selbstbestimmt dar\u00fcber entscheiden kann, aus welchen L\u00e4ndern es digitale Technologien bezieht\u201c, betont Ralf Wintergerst. \u201eDie deutsche Wirtschaft muss sich aus einseitigen Abh\u00e4ngigkeiten befreien und sie muss ad\u00e4quat reagieren k\u00f6nnen, wenn sie von Lieferl\u00e4ndern unter Druck gesetzt wird.\u201c&#13;<\/p>\n<p>Das h\u00f6chste Vertrauen in Frankreich, Japan und die EU<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Das Vertrauen der deutschen Unternehmen in die einzelnen L\u00e4nder f\u00e4llt dabei h\u00f6chst unterschiedlich aus. Zu den Spitzenreitern im Vertrauensranking z\u00e4hlen Frankreich (76 Prozent), Japan (72 Prozent) und die \u00fcbrigen EU-L\u00e4nder (68 Prozent). Dahinter folgen UK (58 Prozent), Indien (45 Prozent) und S\u00fcdkorea (40 Prozent). Dabei haben 58 Prozent mit Blick auf bestehende oder m\u00f6gliche Gesch\u00e4ftsbeziehungen nur wenig oder kein Vertrauen in S\u00fcdkorea, bei Indien trifft dies auf 53 Prozent zu.&#13;<\/p>\n<p class=\"bodytext\"> Die hinteren Pl\u00e4tze beim Vertrauen nehmen die USA und China ein. Noch etwas mehr als ein Drittel (38 Prozent) hat Vertrauen in die Vereinigten Staaten \u2013 im Januar waren es noch 51 Prozent. 60 Prozent vertrauen den USA nur wenig oder gar nicht, bei China trifft dies auf 70 Prozent zu. 26 Prozent hegen hingegen Vertrauen in die Volksrepublik \u2013 Anfang 2025 lag der Wert \u00e4hnlich. \u00a0&#13;<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;\n<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Der Vertrauensverlust in die USA h\u00e4ngt dabei messbar mit der Wahl Donald Trumps zum US-Pr\u00e4sidenten vor einem Jahr zusammen. F\u00fcr 33 Prozent hat sich die Pr\u00e4sidentschaft von Trump bislang direkt oder auch indirekt \u201esehr negativ\u201c auf das eigene Unternehmen ausgewirkt, weitere 46 Prozent sprechen von \u201eeher negativen\u201c Auswirkungen. Bei 19 Prozent gab es keine Auswirkungen, f\u00fcr kein einziges Unternehmen hat sich die Lage seither zum Besseren gewendet.&#13;<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Bild:\u00a0<a href=\"https:\/\/de.freepik.com\/fotos-kostenlos\/professionelle-geschaeftsleute-die-haende-stadt-bokeh-hintergrund-verbinden_13312389.htm#fromView=search&amp;page=1&amp;position=8&amp;uuid=c53d9102-b0dc-428d-9c33-9a37ff8fc63c&amp;query=vertrauen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">rawpixel.com \/ Freepik<\/a>, Diagramme von Bitkom<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hardware aus China, Cloud- und KI-L\u00f6sungen aus den USA, Chips aus Taiwan oder Industrieroboter aus S\u00fcdkorea: Die Unternehmen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":574645,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,54345,13,14,15,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-574644","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-cloud","11":"tag-headlines","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-united-states","16":"tag-united-states-of-america","17":"tag-us","18":"tag-usa","19":"tag-vereinigte-staaten","20":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115547473737488772","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/574644","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=574644"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/574644\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/574645"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=574644"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=574644"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=574644"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}