{"id":574697,"date":"2025-11-14T10:31:14","date_gmt":"2025-11-14T10:31:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/574697\/"},"modified":"2025-11-14T10:31:14","modified_gmt":"2025-11-14T10:31:14","slug":"virtual-reality-rundgang-zu-sicherheit-und-sauberkeit-in-stationen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/574697\/","title":{"rendered":"Virtual-Reality Rundgang zu Sicherheit und Sauberkeit in Stationen"},"content":{"rendered":"<p>N\u00e4chste Phase des Researchprojekts zur Aufenthaltsqualit\u00e4t im Frankfurter \u00d6PNV beginnt<\/p>\n<p>Anfang Oktober startete das Frankfurter Mobilit\u00e4tsdezernat gemeinsam mit der Verkehrsgesellschaft Frankfurt und der st\u00e4dtischen Nahverkehrsgesellschaft traffiQ ein <strong>Researchprojekt zur Aufenthaltsqualit\u00e4t im Frankfurter \u00d6PNV.<\/strong> Mit verschiedenen, teils unkonventionellen Methoden werden Menschen zu Sicherheit und Sauberkeit in den Stationen und Haltestellen befragt. Den Anfang machten Fahrgastbefragungen in den Stationen und begleitete Alltagsfahrten mit der U-Bahn, das sogenannte \u201eShadowing\u201c. Eine Online-Befragung Mitte November der Frankfurter B\u00fcrger:innen schlie\u00dft sich an.<\/p>\n<p>Die innovativste Methode innerhalb des Projekts ist der Einsatz von Virtual-Reality. Hierzu kooperiert das Projektmit dem <strong>Immersity Lab<\/strong> des Offenbach Institut f\u00fcr Mobilit\u00e4tsdesign.\u00a0<\/p>\n<p>Die Proband:innen haben die M\u00f6glichkeit, mithilfe einer VR-Brille die Station \u201eParlamentsplatz\u201c, versehen mit einer fiktiven Ausstattung wie neuer Beleuchtung, Sicherheitszonen, Hilfestationen und anderen Elementen, zu durchlaufen. W\u00e4hrenddessen und anschlie\u00dfend werden sie zu ihren Erfahrungen und Empfindungen befragt<\/p>\n<p>\u201eUm die Aufenthaltsqualit\u00e4t im \u00d6PNV zu verbessern, nutzen wir unterschiedliche Ma\u00dfnahmen und Methoden \u2013 von der Grundreinigung bis zum Research, der den Blick gezielt auf die Bed\u00fcrfnisse der Menschen richtet\u201c, so Mobilit\u00e4tsdezernent Wolfgang Siefert. \u201eDie Simulationen der VR-Brille machen zuk\u00fcnftige Mobilit\u00e4tsr\u00e4ume erlebbar. Die Analyse der Blickbewegungen gibt Aufschluss dar\u00fcber, inwieweit diese noch nicht existierenden Raumerfahrungen positiv oder negativ wahrgenommen werden. Von den Ergebnissen des VR-Projekts erhoffe ich mir Erkenntnisse jenseits g\u00e4ngiger Annahmen \u2013 dar\u00fcber, was Menschen wirklich wichtig ist, damit sie sich im Frankfurter \u00d6PNV auch k\u00fcnftig gut aufgehoben f\u00fchlen.\u201c\u00a0<\/p>\n<p>\u201eMit Virtual Reality schaffen wir die M\u00f6glichkeit, typische Situationen im \u00d6PNV realit\u00e4tsnah zu simulieren und die Aufenthaltsqualit\u00e4t aus Sicht der Fahrg\u00e4ste zu bewerten. Diese immersive Methode erg\u00e4nzt unsere bestehenden Ma\u00dfnahmen wie regelm\u00e4\u00dfige Kontrollen, Reinigungen und die Kooperation mit Polizei und Deutscher Bahn zur Erh\u00f6hung der Sicherheit. So verbinden wir innovative Forschung mit konkreten Verbesserungen f\u00fcr die Menschen in Frankfurt\u201c, sind sich VGF-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Steffen Geers und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Kerstin Jerchel einig.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Wie l\u00e4uft die Befragung ab?<\/strong><\/p>\n<p>Die Proband:innen werden durch ein virtuelles Modell der Station Parlamentsplatz gef\u00fchrt und k\u00f6nnen die Simulation selbstst\u00e4ndig erkunden und erleben. Der Parlamentsplatz dient hierbei als Prototyp einer unterirdischen U-Bahnstation.\u00a0<\/p>\n<p>Das Modell ist mit unterschiedlichen Gestaltungsma\u00dfnahmen ausgestattet, die aus Vorstudien und nach Vorgaben der VGF zusammengestellt wurden. Dazu geh\u00f6ren beispielsweise bessere Beleuchtung, Sicherheitseinrichtungen wie \u201eHilfeinseln\u201c, bestehend aus Defibrillatoren, einem Nothalt und einer Notruf- und Sicherheitss\u00e4ule sowie Sicherheitspersonal. Die Testpersonen durchlaufen die Station sowohl in einer Tag- als auch einer Nachtsimulation. Dabei handelt sich um realit\u00e4tsnahe Darstellungen, die alle Fahrg\u00e4ste kennen. In der Nachtsimulation werden die Proband:innen beispielsweise einen leeren Bahnsteig erleben. Ebenso geh\u00f6ren verschmutzte Ecken zum Fahrgastalltag. Das Modell erm\u00f6glicht eine breite Palette m\u00f6glicher Gef\u00fchlsreaktionen \u2013 so wie es auch an einem realen Bahnsteig der Fall sein kann. Die Zusammenarbeit mit dem Immersity Lab am Offenbach Institut f\u00fcr Mobilit\u00e4tsdesign (OIMD) erm\u00f6glicht wissenschaftlich fundierte und nutzendenorientierte Ergebnisse, die die Bed\u00fcrfnisse der Menschen widerspiegeln sollen.\u00a0<\/p>\n<p>Mithilfe von Eye-Tracking werden Daten zu Verhaltens- und Bewegungsmustern erfasst. W\u00e4hrend sich die Proband:innen am virtuellen Bahnsteig befinden, werden sie interviewt, was intuitive Aussagen zum Erleben erm\u00f6glicht. Zusammen mit einem kurzen Post-Interview zur Einordnung des \u00fcblichen Mobilit\u00e4tsverhaltens dienen alle erhobenen Daten als Grundlage f\u00fcr die Analyse.\u00a0<\/p>\n<p>\u201eUns als Designer bietet Virtual Reality die M\u00f6glichkeit, R\u00e4ume nicht nur zu entwerfen, sondern auch noch nicht gebaute Zuk\u00fcnfte erlebbar zu machen. Durch die immersive Simulation k\u00f6nnen wir so fr\u00fchzeitig testen, wie sich unterschiedliche Gestaltungsentscheidungen \u2013 etwa Sitzgelegenheiten, Beleuchtung oder Wegeleitung &#8211; auf die Aufenthaltsqualit\u00e4t auswirken, bevor sie in die Realit\u00e4t umgesetzt werden. Der interdisziplin\u00e4re Ansatz aus Design, Sozialwissenschaften und Data Science erm\u00f6glicht es uns, wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse \u00fcber die Gestaltung von R\u00e4umen zu gewinnen und so Sicherheit f\u00fcr zuk\u00fcnftige Investitionen zu geben. Dabei ist unser Ziel, R\u00e4ume so zu gestalten, dass sie den Menschen, die sie nutzen, tats\u00e4chlich zugutekommen \u201c, betonen Julian Schwarze, Diplom-Designer und Hanna Bader, Soziologin von Immersity Lab am OIMD.<\/p>\n<p><strong>Vorteile der Methode<\/strong><\/p>\n<p>Der Mehrwert von VR-Anwendungen besteht darin, dass zuk\u00fcnftig denkbare R\u00e4ume und Situationen realit\u00e4tsnah dargestellt werden k\u00f6nnen. Die immersive Methode eignet sich dazu, einen umfassenden Eindruck zu vermitteln, wie Menschen R\u00e4ume erleben &#8211; also z.B. Atmosph\u00e4re, Nutzbarkeit, Orientierung, Materialien, Lichtstimmung.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Befragten bei klassischer Marktforschung zu einem beliebigen Zeitpunkt Aussagen aus der Erinnerung treffen, erm\u00f6glicht die VR-Brille ein unmittelbares, immersives Erleben. So lassen sich Handlungen und St\u00f6rfaktoren beobachten kombiniert mit Interviews k\u00f6nnen so komplexe emotionale Reaktionen und Motivationen erfasst werden.\u00a0 Aus den Beobachtungen, die auch auf den Simulationen visualisiert werden, k\u00f6nnen neue Ans\u00e4tze f\u00fcr L\u00f6sungen entstehen, die sich eng an den tats\u00e4chlichen Bed\u00fcrfnissen der Nutzer:innen orientieren.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>\u00dcberblick der einzelnen Methoden\u00a0<\/strong><\/p>\n<tr>\n<td style=\"border-color:windowtext;border-width:1.0pt;padding:0cm 5.4pt;vertical-align:top;width:226.55pt;\">Stationsumfragen Konstablerwache, Hauptwache, Bornheim Mitte und Willy-Brandt-Platz<\/td>\n<td style=\"border-bottom-style:solid;border-color:windowtext;border-left-style:none;border-right-style:solid;border-top-style:solid;border-width:1.0pt;padding:0cm 5.4pt;vertical-align:top;width:226.55pt;\">13.10.-19.10.2025<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border-bottom-style:solid;border-color:windowtext;border-left-style:solid;border-right-style:solid;border-top-style:none;border-width:1.0pt;padding:0cm 5.4pt;vertical-align:top;width:226.55pt;\">Begleitete Alltagsfahrten (&#8222;Shadowing&#8220;)<\/td>\n<td style=\"border-bottom:1.0pt solid windowtext;border-left-style:none;border-right:1.0pt solid windowtext;border-top-style:none;padding:0cm 5.4pt;vertical-align:top;width:226.55pt;\">13.10.-15.10.2025<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border-bottom-style:solid;border-color:windowtext;border-left-style:solid;border-right-style:solid;border-top-style:none;border-width:1.0pt;padding:0cm 5.4pt;vertical-align:top;width:226.55pt;\">Virtual-Reality-Rundg\u00e4nge \u00a0<\/td>\n<td style=\"border-bottom:1.0pt solid windowtext;border-left-style:none;border-right:1.0pt solid windowtext;border-top-style:none;padding:0cm 5.4pt;vertical-align:top;width:226.55pt;\">\n<p>14.-17. November 2025<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border-bottom-style:solid;border-color:windowtext;border-left-style:solid;border-right-style:solid;border-top-style:none;border-width:1.0pt;padding:0cm 5.4pt;vertical-align:top;width:226.55pt;\">Online-Befragung der B\u00fcrger:innen Frankfurts\u00a0<\/td>\n<td style=\"border-bottom:1.0pt solid windowtext;border-left-style:none;border-right:1.0pt solid windowtext;border-top-style:none;padding:0cm 5.4pt;vertical-align:top;width:226.55pt;\">Ab 17. November 2025<\/td>\n<\/tr>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Wie geht es weiter?<\/strong><\/p>\n<p>Die Erkenntnisse aus dem mehrstufigen Researchprojekt werden voraussichtlich im ersten Quartal 2026 vorliegen und sollen dann schrittweise in konkrete Verbesserungsma\u00dfnahmen \u00fcberf\u00fchrt und umgesetzt werden.<\/p>\n<p>Weitere Informationen zum Projekt:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.vgf-ffm.de\/de\/aktuelles\/aufenthaltsqualitat\" target=\"_blank\" class=\"external-link\" aria-label=\"(Externer Link) https:\/\/www.vgf-ffm.de\/de\/aktuelles\/aufenthaltsqualitat\" title=\"https:\/\/www.vgf-ffm.de\/de\/aktuelles\/aufenthaltsqualitat&quot; (Externer Link) (Externer Link)\" rel=\"noopener\">vgf-ffm.de\/mafo-aufenthalt<\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"N\u00e4chste Phase des Researchprojekts zur Aufenthaltsqualit\u00e4t im Frankfurter \u00d6PNV beginnt Anfang Oktober startete das Frankfurter Mobilit\u00e4tsdezernat gemeinsam mit&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":574698,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1829],"tags":[1349,29,115675,2050,2051,67196,30,2052,236,1481,9346,1406,53943],"class_list":{"0":"post-574697","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankfurt-am-main","8":"tag-aktuelles","9":"tag-deutschland","10":"tag-fahrgastinfo","11":"tag-frankfurt","12":"tag-frankfurt-am-main","13":"tag-fundbuero","14":"tag-germany","15":"tag-hessen","16":"tag-plaene","17":"tag-service","18":"tag-tarife","19":"tag-tickets","20":"tag-vgf"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115547595572118232","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/574697","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=574697"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/574697\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/574698"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=574697"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=574697"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=574697"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}