{"id":574920,"date":"2025-11-14T12:40:14","date_gmt":"2025-11-14T12:40:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/574920\/"},"modified":"2025-11-14T12:40:14","modified_gmt":"2025-11-14T12:40:14","slug":"bundesregierung-erarbeitet-neuen-aktionsplan-gegen-rassismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/574920\/","title":{"rendered":"Bundesregierung erarbeitet neuen Aktionsplan gegen Rassismus"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (dpa) &#8211; Die Bundesregierung will den Kampf gegen Rassismus auf eine neue Grundlage stellen. Der im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD dazu vereinbarte Prozess hat jetzt mit einer Auftaktsitzung von Vertretern der verschiedenen Ministerien begonnen, wie das B\u00fcro der Integrations-Staatsministerin und Beauftragten f\u00fcr Antirassismus, Natalie Pawlik, mitteilte.\u00a0<\/p>\n<p>Die Beauftragte, die hierbei die Federf\u00fchrung hat, sagte laut einer Mitteilung: \u00abWir starten f\u00fcr die Bundesregierung den neuen Nationalen Aktionsplan gegen Rassismus. Dort werden wir Ma\u00dfnahmen gegen Rassismus b\u00fcndeln und gezielt weiterentwickeln.\u00bb\u00a0<\/p>\n<p>Im Koalitionsvertrag hei\u00dft es: \u00abWir werden den Nationalen Aktionsplan gegen Rassismus aufbauend auf einer wissenschaftsbasierten Rassismus-Definition neu auflegen, um Rassismus in seinen verschiedenen Erscheinungsformen zu bek\u00e4mpfen.\u00bb<\/p>\n<p>Arbeitsdefinition aus der Zeit der Ampel-Koalition<\/p>\n<p>Die fr\u00fchere Beauftragte der Bundesregierung f\u00fcr Antirassismus und heutige Entwicklungsministerin, Reem Alabali-Radovan (SPD), hatte im M\u00e4rz &#8211; vor der Bildung der schwarz-roten Koalition &#8211; der \u00f6ffentlichen Verwaltung eine Arbeitsdefinition von Rassismus an die Hand gegeben. Die von Expertinnen und Experten in einem mehr als eineinhalb Jahre dauernden Prozess formulierte Definition sollte Beamtinnen und Beamten im Alltag mehr Klarheit verschaffen. Sie sei allerdings nicht verbindlich, sondern stelle lediglich ein Angebot dar, wurde damals betont.\u00a0<\/p>\n<p>\u00abHistorisch gewachsene Einteilung von Menschen\u00bb<\/p>\n<p>\u00abRassismus basiert auf einer historisch gewachsenen Einteilung und Kategorisierung von Menschen anhand bestimmter \u00e4u\u00dferlicher Merkmale oder aufgrund einer tats\u00e4chlichen oder vermeintlichen Kultur, Abstammung, ethnischen oder nationalen Herkunft oder Religion\u00bb, hei\u00dft es in der Definition.<\/p>\n<p>Bestimmte Merkmale w\u00fcrden diesen Gruppen zugeschrieben, die sie und die ihnen zugeordneten Personen als h\u00f6her- oder minderwertig charakterisierten. Die als minderwertig kategorisierten Gruppen werden demnach herabgew\u00fcrdigt und auf der Grundlage von negativen Stereotypen und Vorurteilen abgewertet.<\/p>\n<p>Alabali-Radovan hatte f\u00fcr die Formulierung der Arbeitsdefinition im Juni 2023 einen Rat von zw\u00f6lf Expertinnen und Experten f\u00fcr Antirassismus berufen. An der Erarbeitung des nun von Pawlik angek\u00fcndigten neuen Plans sollen Wissenschaftler, die Zivilgesellschaft und die Bundesl\u00e4nder beteiligt werden. Geplant ist den Angaben zufolge, den Plan 2027 dem Kabinett zum Beschluss vorzulegen.<\/p>\n<p>Pawlik betonte: \u00abRassismus ist l\u00e4ngst kein Randproblem mehr.\u00bb Alle 75 Minuten ereigne sich in Deutschland eine rassistische Straftat. Betroffene m\u00fcssten besser gesch\u00fctzt werden.<\/p>\n<p>Der aktuelle Nationale Aktionsplan gegen Rassismus stammt von 2017. Er formuliert konkrete Ziele wie etwa die F\u00f6rderung von Diversit\u00e4t in Arbeitsleben, Ausbildung und Beruf und die Bek\u00e4mpfung von Rassismus im Internet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (dpa) &#8211; Die Bundesregierung will den Kampf gegen Rassismus auf eine neue Grundlage stellen. 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