{"id":575042,"date":"2025-11-14T13:47:15","date_gmt":"2025-11-14T13:47:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/575042\/"},"modified":"2025-11-14T13:47:15","modified_gmt":"2025-11-14T13:47:15","slug":"google-soll-idealo-465-millionen-euro-schadenersatz-zahlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/575042\/","title":{"rendered":"Google soll Idealo 465 Millionen Euro Schadenersatz zahlen"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/google-386.jpg\" alt=\"Google Firmensitz in Mountain View, Kalifornien\" title=\"Google Firmensitz in Mountain View, Kalifornien | picture alliance \/ abaca\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 14.11.2025 12:44 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Einem Gerichtsurteil zufolge muss Google der Preisvergleichs-Plattform Idealo 465 Millionen Euro zahlen. Der US-Konzern habe seine marktbeherrschende Stellung als Suchmaschine missbraucht, so das Landgericht Berlin. <\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Google muss dem deutschen Preisvergleichs-Internetportal Idealo einem noch nicht rechtskr\u00e4ftigen Urteil zufolge wegen Kartellverst\u00f6\u00dfen rund 465 Millionen Euro Schadenersatz inklusive Zinsen zahlen. Das hat das Landgericht Berlin entschieden (Aktenzeichen 16 O 195\/19 Kart (2)).<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das mehrheitlich zum Medienkonzern Axel Springer geh\u00f6rende Internetportal hatte Google vorgeworfen, seine marktbeherrschende Stellung als Suchmaschine \u00fcber Jahre hinweg missbraucht zu haben. Dabei habe der US-Konzern eigene Angebote gegen\u00fcber Idealo bevorzugt.<\/p>\n<p>    Idealo-Forderung war weitaus h\u00f6her<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die zugesprochene Schadenersatzsumme liegt allerdings deutlich unter der Forderung von Idealo. In der Klage hatte die Vergleichs-Suchmaschine urspr\u00fcnglich 3,5 Milliarden Euro von Google verlangt, als Schadenersatz inklusive Zinsen. Die Klage von Idealo bezog sich auf den Zeitraum von 2008 bis Ende 2023. F\u00fcr die Jahre 2024 und 2025 k\u00f6nnte Idealo weiteren Schadenersatz verlangen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Wir begr\u00fc\u00dfen, dass das Gericht Google zur Verantwortung zieht&#8220;, sagte Albrecht von Sonntag, Co-Gr\u00fcnder und Beirat von\u00a0Idealo. Allerdings gingen die Folgen der Selbstbevorzugung weit \u00fcber den zugesprochenen Betrag hinaus. &#8222;Wir werden weiterk\u00e4mpfen &#8211; denn Marktmissbrauch muss Konsequenzen haben und darf nicht zu einem lukrativen Gesch\u00e4ftsmodell werden, das sich trotz Bu\u00dfgeldern und Schadensersatzzahlungen lohnt.&#8220; Idealo wolle den Rechtsweg weiter beschreiten. Das Unternehmen sieht die Schadensersatzklage als &#8222;wichtigen Schritt in der Durchsetzung europ\u00e4ischen Wettbewerbsrechts&#8220;.<\/p>\n<p>    Google soll eigenen Preisvergleichsdienst bevorzugen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In einem \u00e4hnlich gelagerten Fall wurde der Producto GmbH (Testberichte.de) ebenfalls ein Schadenersatz in Millionenh\u00f6he zugesprochen. Hier bel\u00e4uft sich die Gesamtsumme auf gut 107 Millionen Euro. Beide Urteile sind noch nicht rechtskr\u00e4ftig. Es ist jeweils die Berufung zum Kammergericht Berlin m\u00f6glich.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Konkret geht es darum, dass Google seinen eigenen Preisvergleichsdienst in den Suchergebnissen bevorzugt und gleichzeitig konkurrierende Angebote benachteiligt haben soll. Die Klagen st\u00fctzten sich dabei unter anderem auf die bereits von der EU-Kommission 2017 verh\u00e4ngte hohe Kartellstrafe gegen Google in diesem Bereich. <\/p>\n<p>    Google macht beim Werbegesch\u00e4ft Zusagen an die EU<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch hinsichtlich seines Gesch\u00e4ftsmodells mit Werbung befindet sich Google aktuell in einem Rechtsstreit. Die EU-Kommission hatte im September <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/eu-geldstrafe-google-102.html\" title=\"EU verh\u00e4ngt Milliardenstrafe gegen Google\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">eine Strafe in H\u00f6he von fast drei Milliarden Euro verh\u00e4ngt<\/a>, weil das Reklamegesch\u00e4ft des Konzerns gegen die Wettbewerbsregeln der EU versto\u00dfe. Die Beh\u00f6rde forderte Google zudem auf, sein Gesch\u00e4ftsmodell grundlegend zu \u00e4ndern, und drohte mit einer Zerschlagung. Nun k\u00fcndigte das Unternehmen besagte \u00c4nderungen an.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">So verspricht der US-Konzern, mehr Informationen zu Werbegeboten zu ver\u00f6ffentlichen und f\u00fcr Wettbewerber zug\u00e4nglich zu machen. Au\u00dferdem sollen die Werbeserver mit einer Alternative zum hauseigenen Auktionsprogramm verkn\u00fcpft werden. Eine Google-Sprecherin erkl\u00e4rte, mit den Zusagen w\u00fcrden die Vorw\u00fcrfe der EU-Kommission &#8222;vollst\u00e4ndig&#8220; ausger\u00e4umt. Google werde in den kommenden Monaten weiter mit den Ermittlern zusammenarbeiten, die verh\u00e4ngte Strafe aber dennoch vor Gericht anfechten. Die Kommission muss nun bewerten, ob ihr die Zusagen ausreichen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Google macht auf verschiedene Arten Geld mit Werbung. Neben Werbebannern auf den Google-Seiten selbst betreibt der Konzern Server, \u00fcber die andere Webseiten ihre Werbepl\u00e4tze verwalten k\u00f6nnen. Au\u00dferdem hat Google ein Auktionssystem, das Werbeanbieter und Webseiten zusammenbringt, sowie Programme f\u00fcr den Kauf von Anzeigebannern. Nach Einsch\u00e4tzung aus Br\u00fcssel beherrscht Google den Markt f\u00fcr diese Technologien und nutzt seine Stellung zus\u00e4tzlich aus, sodass Wettbewerber kaum Chancen haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 14.11.2025 12:44 Uhr Einem Gerichtsurteil zufolge muss Google der Preisvergleichs-Plattform Idealo 465 Millionen Euro zahlen. 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