{"id":575243,"date":"2025-11-14T15:42:12","date_gmt":"2025-11-14T15:42:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/575243\/"},"modified":"2025-11-14T15:42:12","modified_gmt":"2025-11-14T15:42:12","slug":"mit-dem-bummelzug-in-die-richtige-richtung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/575243\/","title":{"rendered":"Mit dem Bummelzug in die richtige Richtung"},"content":{"rendered":"<p>Die Bundesregierung hat ein Paket geschn\u00fcrt, um die deutsche Industrie zu entlasten, vornan steht ein Industriestrompreis. Entscheidend ist, wie schnell alles aufgesetzt wird.<\/p>\n<p>        <img width=\"1200\" height=\"800\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/553976690-1200x800.jpg\" class=\"single__post-image wp-post-image\" alt=\"Die Branche ben\u00f6tigt verl\u00e4ssliche Energieversorgung zu planbaren und...\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"high\"  \/><\/p>\n<p>Die Bundesregierung hat am 13. November abends ein ganzes Paket geschn\u00fcrt, um die deutsche Industrie zu entlasten. Vorneweg energieintensive Sparten, wie Stahl, \u00fcber einen Industriestrompreis Deutschland 2025. Entscheidend ist jetzt, wie schnell das auf die Piste kommt. <\/p>\n<p class=\"wp-caption-source\">Foto: picture alliance \/ imageBROKER\/Sylvio Dittrich<\/p>\n<p>Ein Industriestrompreis Deutschland 2025, das klingt gut. Stromintensive Unternehmen in Deutschland, die im internationalen Wettbewerb stehen, sollen in Zukunft nur noch 5 Cent\/kWh f\u00fcr ihren Strom bezahlen. Das hatte Bundeskanzler Friedrich Merz schon beim Stahlgipfel letzte Woche avisiert, gestern Abend hat der Koalitionsausschuss erstaunlich ger\u00e4uschlos einen Deckel drauf gemacht. Gut so, und l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llig.<\/p>\n<p>\u201eEin Industriestrompreis, wie er in vielen L\u00e4ndern existiert, ist aus meiner Sicht grunds\u00e4tzlich sinnvoll\u201c, so Stefan M. B\u00fcttner, Leiter Globale Strategie &amp; Wirkung am Institut f\u00fcr Energieeffizienz in der Produktion EEP der Universit\u00e4t Stuttgart. F\u00fcr Stahl, Chemie und Co. wird es auch Zeit. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) spricht von einer \u201egro\u00dfen Hilfe\u201c. Schlie\u00dflich zahlten laut Bundesnetzagentur Industrieunternehmen ohne schon bestehende Verg\u00fcnstigungen am Markt 16 Cent\/kWh, Gro\u00dfverbraucher mit Verg\u00fcnstigungen 10 Cent\/kWh \u2013 also doppelt so viel wie angepeilt.<\/p>\n<p>Warum der Industriestrompreis Deutschland 2025 mehr kann als Strom billiger zu machen<\/p>\n<p>Jetzt ist die Hoffnung, dass Br\u00fcssel dem jetzt schnell zustimmt. Im Sommer zumindest gab es aus der EU-Kommission schon eine Zustimmung zu einem derartigen Konstrukt. Schlie\u00dflich m\u00fcssen staatliche F\u00f6rderungen, wie ein Industriestrompreis, im Einklang mit dem EU-Beihilferecht stehen. Am 4. Juli 2025 ver\u00f6ffentlichte die EU-Kommission den bis Ende 2030 befristeten Beihilferahmen \u201eClean Industrial Deal State Aid Framework\u201c (CISAF). Der setzt konkrete Rahmenbedingungen, die die Bundesregierung auch aufgreift: Der Industriestrompreis darf maximal drei Jahre lang gelten (2026 bis 2028), der Preis darf auf maximal 5 Cent\/kWh gesenkt werden.<\/p>\n<p>Was etwas unter den Tisch gefallen ist: Es darf maximal die H\u00e4lfte des Stromverbrauchs subventioniert werden, und mindestens die H\u00e4lfte der der erhaltenen Gelder m\u00fcssen die Unternehmen in Dekarbonisierung reinvestiert. Vielleicht st\u00f6\u00dft es deshalb etwas weniger auf, dass das Geld f\u00fcr diese Strompreissubvention aus dem Klima- und Transformationsfonds kommt. Denn, Hand aufs Herz: Beim Industriestrompreis Deutschland 2025 geht\u2019s zuvorderst schlicht ums nackte \u00dcberleben des Standorts, die prinzipielle Wettbewerbsf\u00e4higkeit. Da weist nichts in die Zukunft, es geht ums hier und jetzt.<\/p>\n<p>Baustellen beim Industriestrompreis Deutschland 2025 stehen im Kleingedruckten<\/p>\n<p>Die Feinjustage beim Industriestrompreis Deutschland 2025 steht noch aus. Darauf weisen mehrere Experten hin, die das Science Media Center zum Thema befragte. Stefan B\u00fcttner vom EEP wies ausdr\u00fccklich darauf hin, dass noch offen sei, \u201ewer am Ende genau als \u201estromintensiv\u201c und \u201eim internationalen Wettbewerb\u201c gilt\u201c. Und laut Jan Georg, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Competence Center Energiepolitik und Energiem\u00e4rkte des Fraunhofer-Institut f\u00fcr System- und Innovationsforschung (ISI), sei es zu begr\u00fc\u00dfen, \u201ewenn die Bundesregierung die Reinvestitionsanforderungen gezielt mit Investitionen in den klimaneutralen Umbau der Industrie verkn\u00fcpft\u201c. Ob und wie sie das genau tut \u2013 noch ist nichts bekannt. \u201eDas k\u00f6nnte sie etwa durch die F\u00f6rderung der direkten Elektrifizierung industrieller Prozesse tun, die als robuste und kosteneffiziente Dekarbonisierungs-Strategie gilt\u201c, so Georg.<\/p>\n<p>Strompreissenkung ab dem 1. Januar 2026 zus\u00e4tzlich zum Industriestrompreis Deutschland 2025<\/p>\n<p>Es ist zu w\u00fcnschen, dass die Regelung zum Industriestrompreis jetzt schnell durch die parlamentarischen Gremien geht, damit kein Bummelzug draus wird. So k\u00f6nnte sie sich zeitnah an andere Ma\u00dfnahmen anschlie\u00dfen, die die Energiepreise in Deutschland ab dem 1. Januar 2026 konkret senken sollen und die der Bundestag gestern beschlossen hat.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/aktuelles\/senkung-energiepreise-haushalt-2358526\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">So schafft die Bundesregierung die Gasspeicherumlage ab, sie gibt Zusch\u00fcsse zu den Stromnetzentgelten, die die \u00dcbertragungsnetzbetreiber aufrufen und schreibt den Zuschuss f\u00fcr die Stromsteuer f\u00fcr produzierende Unternehmen weiter fort.<\/a> Hier steht klar die Industrie im Fokus, Privatverbraucher gucken in die R\u00f6hre. Woher nehmen, wenn nicht stehlen, war f\u00fcr diese Entscheidung die Ausgangslage.<\/p>\n<p>Der Parforceritt mit den Gaskraftwerken<\/p>\n<p>Auch das Thema Versorgungssicherheit beleuchtet die Bundesregierung vor allem aus wirtschaftlicher Sicht. Daher die neu aufgelegte Kraftwerksstrategie, die helfen soll, gesicherte Leistung in Dunkelflauten mittel- und l\u00e4ngerfristig zu erhalten. 10 GW neuer steuerbarer Kapazit\u00e4ten sollen es werden, 8 GW f\u00fcr H2-ready-Gaskraftwerke. Die restlichen 2 GW sollen technologieoffen ausgeschrieben werden. Hier w\u00e4re also der Platz f\u00fcr gro\u00dfe Batteriekraftwerke. <a href=\"https:\/\/www.vdi-nachrichten.com\/technik\/energie\/batteriespeicher-co-location-mit-solar-und-wind-loest-netzprobleme\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die k\u00f6nnten mehr, aber das war wohl auf die Schnelle nicht vermittelbar.<\/a><\/p>\n<p>Und am Netz sollen die alle schon 2031 sein. Der Weg dahin l\u00e4sst sich damit getrost als recht sportlich einstufen, des zeitliche Setup als agil und sehr dynamisch. Zumindest, was die Gasturbinen angeht. Das beginnt mit den Ausschreibungen 2026, obwohl noch keine Gesetzesgrundlage beschlossen ist und Br\u00fcssel erst noch sein \u201eGo\u201c geben muss. Die Bundesregierung setzt hier zwar auf das auf, was schon Robert Habeck zum gleichen Thema nach Br\u00fcssel trug \u2013 aber, wer wei\u00df. Hier ging locker ein Jahr verloren, weil sonst die falsche Bundesregierung die richtige Ma\u00dfnahme beschlossen h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Markt f\u00fcr Gasturbinen lockt mit Warteschleifen<\/p>\n<p>Am Markt aber neue Kraftwerke z\u00fcgig zu ergattern, diese Herausforderung wird mit jedem Jahr, das ins Land zieht, gr\u00f6\u00dfer. Dass das deutsche 10-GW-Gaskraftwerkspaket im ICE unterwegs seine wird, ist l\u00e4ngst noch nicht sicher. Siemens-Energie-Chef Christian Bruch zumindest lie\u00df schon einmal anklingen, dass Geduld gefragt sein k\u00f6nnte. Er sprach von einem \u201eFotofinish\u201c angesichts der Lieferzeiten f\u00fcr die gro\u00dfen Turbinen von derzeit vier Jahren. Bruchs Unternehmen ist einer der weltweit gr\u00f6\u00dfte Hersteller f\u00fcr die ben\u00f6tigten Gasturbinen, und verk\u00fcndete am mit fast 1,7 Mrd. \u20ac f\u00fcr das Gesch\u00e4ftsjahr 2025 einen neuen Rekordgewinn.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vdi-nachrichten.com\/technik\/energie\/wasserstoff-wie-weiter-mit-stahl-chemie-und-gaskraftwerken\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Neu ist das mit der Knappheit bei den Gasturbinen nicht.<\/a> Die Branche hat eine Katharsis hinter sich, nachdem im ersten Jahrzehnt des Jahrtausends schon einmal die Gasturbinen politisch gehypt wurden und sich dann die Versprechungen nicht erf\u00fcllten. Die Kapazit\u00e4ten konsolidierten. Der weltweite Hunger nach Strom aber, <a href=\"https:\/\/www.ingenieur.de\/technik\/fachbereiche\/energie\/energieversorgung-so-unsicher-wie-seit-oelkrise-der-70er-nicht-mehr\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">den die IEA in ihrem World Energy Outlook 2025 j\u00fcngst erneut betonte<\/a>, bringt die Branche langfristig in eine sehr erfreuliche, grundsolide Auftragslage. Wenn schon fossile Energietr\u00e4ger, dann bitte Gas. Die Kunden also, sie stehen Schlange.<\/p>\n<p>Jede weitere Verz\u00f6gerung beim Kraftwerkspaket w\u00e4re also Gift. Der Bundesverband der Energie- du Wasserwirtschaft (BDEW) mahnt\u201c \u201eF\u00fcr Investoren kommt es jetzt drauf an, dass die Bundesregierung schnell einen belastbaren Gesetzesentwurf vorlegt.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Bundesregierung hat ein Paket geschn\u00fcrt, um die deutsche Industrie zu entlasten, vornan steht ein Industriestrompreis. 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