{"id":576064,"date":"2025-11-14T23:17:15","date_gmt":"2025-11-14T23:17:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/576064\/"},"modified":"2025-11-14T23:17:15","modified_gmt":"2025-11-14T23:17:15","slug":"trump-auf-kuschelkurs-mit-minsk-der-kreml-ist-beunruhigt-ueber-us-aktivitaeten-im-postsowjetischen-raum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/576064\/","title":{"rendered":"Trump auf Kuschelkurs mit Minsk: &#8222;Der Kreml ist beunruhigt \u00fcber US-Aktivit\u00e4ten im postsowjetischen Raum&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Trump auf Kuschelkurs mit Minsk&#8220;Der Kreml ist beunruhigt \u00fcber US-Aktivit\u00e4ten im postsowjetischen Raum&#8220;<img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Belarusian-President-Alexander-Lukashenko-greets-John-Coale-a-representative-of-U-S-President-Donald.webp\" alt=\"Belarusian-President-Alexander-Lukashenko-greets-John-Coale-a-representative-of-U-S-President-Donald-Trump-during-a-meeting-in-Minsk-Belarus-September-11-2025-Press-Service-of-the-President-of-the-Republic-of-Belarus-Handout-via-REUTERS-ATTENTION-EDITORS-THIS-IMAGE-WAS-PROVIDED-BY-A-THIRD-PARTY-MANDATORY-CREDIT-WATERMARK-FROM-SOURCE\"\/>US-Pr\u00e4sident Donald Trump ernannte John Coale (l., mit Belarus-Machthaber Lukaschenko) vor wenigen Tagen zum Sondergesandten f\u00fcr Belarus &#8211; dieses Amt gab es vorher nicht. Ein Zeichen, dass Belarus f\u00fcr die USA an Bedeutung gewonnen hat, sagt Historiker Alexander Friedman. (Foto: via REUTERS)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEPMdif5mpRNxiLOeUpHCwwsqFAgKIhDzHYn-ZqUTcYiznlKRwsML?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" title=\"Auf Google News folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">W\u00e4hrend Donald Trumps Friedensbem\u00fchungen um die Ukraine in letzter Zeit kaum Fortschritte bringen und die US-Russland-Beziehungen weiterhin feststecken, setzt der US-Pr\u00e4sident seinen Kuschelkurs gegen\u00fcber dem belarussischen Diktator Alexander Lukaschenko fort. Trotz Provokationen des belarussischen Regimes gegen\u00fcber NATO-Nachbarn ernennt Trump nun sogar einen Sondergesandten f\u00fcr das Land. Was bezwecken die US-Amerikaner mit dieser Ann\u00e4herung? Dar\u00fcber spricht Osteuropa-Experte Alexander Friedman im Interview mit ntv.de. Im Gespr\u00e4ch geht es auch darum, welche pers\u00f6nlichen Vorteile sich Lukaschenko erhofft &#8211; und warum der Kreml diese Ann\u00e4herung mit gro\u00dfer Vorsicht verfolgt.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">ntv.de: In den vergangenen Monaten haben sich die Beziehungen zwischen den USA und Belarus verbessert. Minsk lie\u00df Dutzende politische Gefangene frei, Washington hob im Gegenzug einige Sanktionen auf. Vor kurzem hat der belarussische Diktator einen weiteren, &#8222;gro\u00dfen&#8220; Deal angek\u00fcndigt. Was wollen die USA damit erreichen?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Alexander Friedman: Die Amerikaner machen keinen Hehl daraus, dass f\u00fcr sie dabei der Waffenstillstand beziehungsweise der Friedensprozess um die Ukraine im Mittelpunkt steht. Sie sehen Lukaschenko sozusagen als einen Verbindungsmann zu Putin, als eine Person aus seinem unmittelbaren Umfeld, und nutzen ihn als Kommunikationskanal zu Russland. Lukaschenko liefert Informationen aus dem Kreml, wohl in Absprache mit Moskau, und \u00fcbermittelt im Gegenzug Botschaften der Amerikaner nach Russland.Die USA betrachten ihn dabei als wichtigen Mann an der Spitze eines Landes, das an die Ukraine grenzt, Russlands engster Verb\u00fcndeter und zugleich ein Partner Chinas ist. Unter diesen Umst\u00e4nden ist Lukaschenko f\u00fcr Washington von Bedeutung, und sie wollen die Kontakte fortsetzen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"photo-2023-06-26-11-21-17\"\/>Alexander Friedman ist promovierter Historiker. Er lehrt Zeitgeschichte und Osteurop\u00e4ische Geschichte an der Universit\u00e4t des Saarlandes und an der Heinrich-Heine-Universit\u00e4t D\u00fcsseldorf. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Wie ordnen Sie die Freilassung politischer Gefangenen ein und die Ank\u00fcndigung, dass \u00fcber weitere Freilassungen verhandelt wird?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Freilassung politischer Gefangener ist eher ein Nebeneffekt dieser Beziehung und eine vertrauensbildende Ma\u00dfnahme seitens der Lukaschenko-Regierung. Lukaschenko m\u00f6chte die Beziehungen verbessern, Sanktionen loswerden und das Interesse der Amerikaner wachhalten. Und so ist er im Gegenzug bereit, kleinere Schritte zu unternehmen, die ihn bisher ja nicht viel gekostet haben. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Wie sehen die aus?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Bisher so: Lukaschenko l\u00e4sst Gefangene frei, die Amerikaner reden mit ihm, und einige Sanktionen werden aufgehoben. Interessant ist, dass John Coale &#8211; ein Anwalt aus Trumps Umfeld &#8211; inzwischen zum Sondergesandten f\u00fcr Belarus ernannt wurde. Das ist ein klares Signal der Amerikaner an Minsk: Wir sind bereit, mit euch weiter zu reden und hoffen, dass das etwas bringt. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Dieses Amt &#8211; den Sondergesandten f\u00fcr Belarus &#8211; gab es vorher nicht?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Nein, das ist neu. Bisher war Coale Stellvertreter von Keith Kellogg, des Sondergesandten f\u00fcr die Ukraine. Jetzt hat er ein eigenes Mandat &#8211; eine Aufwertung f\u00fcr ihn selbst und ein Zeichen der Anerkennung der Bedeutung von Belarus f\u00fcr die USA. Coale ist jemand, der Trump pers\u00f6nlich nahesteht und als Probleml\u00f6ser gilt. In seiner bisherigen Position hat er etwas vorzuweisen: Politische Gefangene, die freigelassen wurden. Unter ihnen ist etwa Sergej Tichanowski, der Ehemann der Oppositionsf\u00fchrerin Swetlana Tichanowskaja. Coale verhandelt zudem \u00fcber die Freilassung des Friedensnobelpreistr\u00e4gers Ales Bjaljazki. Diese Erfolge erkl\u00e4ren, warum er nun zum Sondergesandten ernannt wurde. F\u00fcr Lukaschenko ist das eine schmeichelhafte Aufwertung seines Regimes.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Wenn man Trumps Regierung kennt, dann ist klar, dass es ihr kaum um die Menschenrechte in Belarus gehen wird.<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Trump-Administration kritisiert die Repressionen in Belarus nicht, anders als die Biden-Regierung zuvor. Gef\u00e4lschte Wahlen, Verhaftungen, Gewalt &#8211; all das wird ignoriert. W\u00e4hrend politische Gefangene freikommen, werden gleichzeitig neue inhaftiert. Die Repressionen in Belarus gehen weiter. F\u00fcr Trump geht es nicht um Menschenrechte, sondern um Erfolge, die sich medial ausschlachten lassen. Lukaschenko wiederum versucht, aus der aktuellen Situation m\u00f6glichst viel f\u00fcr sich herauszuholen, etwa die Aufhebung von Sanktionen, potenzielle US-Investitionen oder symbolische Gesten wie eine Einladung ins Wei\u00dfe Haus. Das w\u00e4re f\u00fcr ihn nach mehr als 31 Jahren im Amt eine enorme pers\u00f6nliche Genugtuung.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Was w\u00e4re f\u00fcr Trump ein Erfolg?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Trump will gro\u00dfe &#8222;Deals&#8220; &#8211; also m\u00f6glichst viele Gefangene auf einmal befreien -, denn so kann er sich als Friedensstifter und Geiselbefreier darstellen. Lukaschenko dagegen setzt lieber auf viele kleine &#8222;Deals&#8220;. So kann er schrittweise mehr Vorteile herausholen und muss weniger riskieren. Aber er muss vorsichtig bleiben: Diese Ann\u00e4herung funktioniert nur, solange Moskau sie duldet. Sollte es zum Bruch zwischen Trump und Putin kommen, w\u00e4re das wohl schnell vorbei.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">In seinem Beitrag auf Truth Social am vergangenen Wochenende, in dem er die Ernennung von Coale ank\u00fcndigte, bezeichnete Trump die politischen Gefangenen als &#8222;Geiseln&#8220;. Ist das keine Kritik an dem Regime?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Das ist \u00e4u\u00dferst interessant. Einerseits lobt er Lukaschenko in dem Post als &#8222;hoch gesch\u00e4tzten Pr\u00e4sidenten&#8220;, andererseits spricht er von &#8222;Geiseln&#8220;. Das geschieht aber nicht, weil er Lukaschenko schlecht darstellen m\u00f6chte. Vielmehr will Trump seine eigene Leistung aufwerten und zeigen: &#8222;Ich habe Geiseln befreit&#8220;. Er will damit an die Narrative im Zusammenhang mit der Befreiung israelischer Geiseln aus dem Gazastreifen anzukn\u00fcpfen. Menschenleben zu retten ist f\u00fcr Trump zweitrangig, ihm geht es vorrangig darum, gro\u00dfe, medienwirksame Ergebnisse zu pr\u00e4sentieren. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Nutzen die Russen diese Ann\u00e4herung ebenfalls f\u00fcr sich aus?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Ich bin mir sicher, dass die Russen die Ann\u00e4herung zwischen Minsk und Washington sehr aufmerksam beobachten und auch eine gewisse Angst haben, dass Lukaschenko zu weit geht. Die Russen sind ohnehin schon ziemlich beunruhigt \u00fcber amerikanische Aktivit\u00e4ten im postsowjetischen Raum &#8211; und die Amerikaner tun dort tats\u00e4chlich einiges. Beispielsweise gab es Treffen mit dem aserbaidschanischen Pr\u00e4sidenten und dem armenischen Ministerpr\u00e4sidenten in Washington. Und erst letzte Woche hat Trump die Staatschefs mehrerer ehemaliger Sowjetrepubliken aus Zentralasien empfangen. Dazu kommen jetzt auch noch die Kontakte zu Lukaschenko. Das alles beobachten die Russen mit gro\u00dfer Vorsicht.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Haben die Russen davon nur Nachteile?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Sie nutzen Lukaschenko selbst als Kontaktperson &#8211; als zus\u00e4tzliche M\u00f6glichkeit, ihre eigenen Narrative in Richtung Washington zu tragen. F\u00fcr Russland ist es extrem wichtig, diese Prozesse unter Kontrolle zu behalten, und bisher gelingt das auch ganz gut.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Besteht da f\u00fcr den Kreml die Gefahr, dass Belarus sich von der russischen Abh\u00e4ngigkeit losl\u00f6st und sich mehr in Richtung Westen orientiert?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Vorstellung, die USA k\u00f6nnten Lukaschenko f\u00fcr sich gewinnen, um Russland und China etwas zu schw\u00e4chen, halte ich f\u00fcr unrealistisch. Lukaschenko betont immer wieder, dass seine Orientierung klar in Richtung Russland und China geht. Er wird sicherlich nicht in eine US-amerikanische Richtung abdriften.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Und was den eigentlichen Sinn dieser Ann\u00e4herung betrifft, den Frieden in der Ukraine zu f\u00f6rdern: Gibt es da Bewegung?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Kaum. Belarus hat sich in diesem Jahr nicht intensiver in den Krieg eingemischt, aber ich wei\u00df nicht, ob man das als Verdienst der Amerikaner betrachten sollte. Lukaschenko versucht die ganze Zeit, den Amerikanern die russischen Pl\u00e4ne schmackhaft zu machen: Das, was die Russen fordern, etwa die Anerkennung des Donbass als russisches Gebiet, sei ein tolles Angebot, ein besseres werde von Putin nicht kommen, und die USA und der Westen sollten es annehmen. Ansonsten w\u00fcrden &#8222;wir&#8220; &#8211; also er und Putin &#8211; einen richtigen Krieg f\u00fchren, man habe &#8222;noch gar nicht angefangen&#8220; und w\u00fcrde &#8222;bis zum bitteren Ende&#8220; k\u00e4mpfen. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die USA sehen in ihm eher einen n\u00fctzlichen Kanal nach Moskau, ohne viel zu investieren. Sie haben ein paar Sanktionen aufgehoben und daf\u00fcr die Freilassung einiger Gefangener erreicht &#8211; kleine, symbolische Schritte, aber ich glaube nicht, dass die Kontakte zwischen den USA und Lukaschenko den Frieden in der Ukraine n\u00e4her gebracht haben. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Wie ordnen Sie diese Ann\u00e4herung insgesamt ein?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Sie steht im Kontext der US-Russland-Beziehungen. Washington justiert seine Osteuropa-Politik neu und pr\u00fcft, ob Lukaschenko bei k\u00fcnftigen Verhandlungen vielleicht eine Vermittlerrolle spielen k\u00f6nnte. Er selbst w\u00fcrde das gern tun, um sich international aufzuwerten. Die Ukraine lehnt das aber strikt ab, ebenso die EU. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Warum ist Europa auch dagegen? <\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der europ\u00e4ische und der amerikanische Ansatz unterscheiden sich gravierend. F\u00fcr die Amerikaner ist Belarus im Kontext von Russland und China interessant, aber letztendlich ein unbedeutender und weit entfernter Staat. F\u00fcr Europa hingegen ist Belarus ein Nachbar, ein sehr schwieriger Nachbar, der von Russland in seinem hybriden Krieg gegen die EU instrumentalisiert wird. Beispiele daf\u00fcr sind die st\u00e4ndigen Drohnenvorf\u00e4lle oder die Luftballons mit Schmuggelware, die Belarus nach Litauen schickt und den Luftverkehr im Nachbarstaat lahmlegt. Oder die von Lukaschenko organisierte Fl\u00fcchtlingskrise an der belarussisch-polnischen und -litauischen Grenze vor vier Jahren. Die Europ\u00e4er k\u00f6nnen die innenpolitische Situation in Belarus nicht ignorieren. F\u00fcr die USA dagegen scheint es vollkommen egal zu sein, dass es sich um eine Diktatur handelt.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Mit Alexander Friedman sprach Uladzimir Zhyhachou<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Trump auf Kuschelkurs mit Minsk&#8220;Der Kreml ist beunruhigt \u00fcber US-Aktivit\u00e4ten im postsowjetischen Raum&#8220;US-Pr\u00e4sident Donald Trump ernannte John Coale&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":576065,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[11170,661,916,106,13,5020,14,15,16,307,12,10,8,9,11,103,306,104],"class_list":{"0":"post-576064","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-alexander-lukaschenko","9":"tag-angriff-auf-die-ukraine","10":"tag-belarus","11":"tag-donald-trump","12":"tag-headlines","13":"tag-kreml","14":"tag-nachrichten","15":"tag-news","16":"tag-politik","17":"tag-russland","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-top-news","20":"tag-top-meldungen","21":"tag-topmeldungen","22":"tag-topnews","23":"tag-welt","24":"tag-wladimir-putin","25":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115550607905943717","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/576064","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=576064"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/576064\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/576065"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=576064"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=576064"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=576064"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}