{"id":576828,"date":"2025-11-15T06:47:14","date_gmt":"2025-11-15T06:47:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/576828\/"},"modified":"2025-11-15T06:47:14","modified_gmt":"2025-11-15T06:47:14","slug":"sachsen-will-unliebsame-biber-nach-frankreich-abschieben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/576828\/","title":{"rendered":"Sachsen will unliebsame Biber nach Frankreich &#8222;abschieben&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Skurriler Zoff <\/p>\n<p>Sachsen will unliebsame Biber nach Frankreich &#8222;abschieben&#8220;<\/p>\n<p>15.11.2025 &#8211; 07:43 UhrLesedauer: 3 Min.<\/p>\n<p><a href=\"#focus-0\" class=\"transition-colors duration-200 block text-current relative\" data-sctrack=\"FocusGalleryImage.Reference\"><img fetchpriority=\"high\" data-testid=\"Opener.Image\" style=\"--lqipURL:url('https:\/\/images.t-online.de\/2025\/11\/uuXGax-KsaRM\/0x138:2048x1152\/fit-in\/150x0\/filters:blur(25)\/sachsen-will-mehrere-biber-nach-frankreich-umsiedeln-archivbild.jpg')\"   loading=\"eager\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/sachsen-will-mehrere-biber-nach-frankreich-umsiedeln-archivbild.jpg\" alt=\"Biber\" title=\"Biber\" width=\"2048\" height=\"1152\" class=\"bg-[url:var(--lqipURL)] bg-cover bg-center flex h-full w-full max-w-full\" decoding=\"async\"\/><img style=\"--width:32;--height:32\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/dresden.t-online.de\/s\/paper\/_next\/static\/media\/zoom-in.f7dae02f.svg\" alt=\"Vergr\u00f6\u00dfern des Bildes\" title=\"Vergr\u00f6\u00dfern des Bildes\" class=\"block h-[calc(var(--height)_\/_16_*_1rem)] w-[calc(var(--width)_\/_16_*_1rem)] max-w-none absolute bottom-8 right-8 rounded-4 bg-snow p-8\" decoding=\"async\"\/><\/a><\/p>\n<p>Ungewisse Zukunft f\u00fcr kleine Nager aus Sachsen (Symbolbild): Der Freistaat will mehrere Biber nach Frankreich umsiedeln. (Quelle: Patrick Pleul\/dpa-Zentralbild\/dpa\/dpa-bilder)<\/p>\n<p class=\"font-bold text-18 leading-17\">Das Verwaltungsgericht Dresden muss \u00fcber die Zukunft von Biberfamilien in der Oberlausitz entscheiden. Die Tiere verursachen erhebliche Sch\u00e4den an Teichanlagen.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Richter des Dresdner Verwaltungsgerichts m\u00fcssen demn\u00e4chst \u00fcber eine osteurop\u00e4ische Unterart des Bibers entscheiden. Denn die Nager tun in der Oberlausitz das, was sie am besten k\u00f6nnen: Sie f\u00e4llen B\u00e4ume, bauen D\u00e4mme, stauen Wasser und geraten so in Konflikt mit menschlichen Interessen. Die streng gesch\u00fctzten Tiere werden f\u00fcr Sch\u00e4den verantwortlich gemacht, die etwa an Wohngeb\u00e4uden, Gew\u00e4ssern oder Ackerfl\u00e4chen entstehen.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Sachsen will nun zwei unliebsame Biberfamilien aus der Oberlausitz nach Frankreich &#8222;abschieben&#8220; und st\u00f6\u00dft dabei auf Widerstand von Natursch\u00fctzern. Die Gr\u00fcne Liga im Freistaat stoppte die geplante Umsiedlung per Eilantrag. Denn sollten die Biber nicht lebend gefangen werden k\u00f6nnen, erlaubt die Entscheidung der zust\u00e4ndigen Landesdirektion Sachsen (LDS) als letztes Mittel auch eine T\u00f6tung der Tiere.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">&#8222;Wir gehen nach jetzigem Stand jedoch davon aus, dass es dazu nicht kommen wird. Es geht nicht um eine deutliche Reduktion der Population&#8220;, schildert die LDS das Anliegen. Die Biberpopulation in der Teichlausitz bleibe auch weiterhin im g\u00fcnstigen Erhaltungszustand. Mit der Genehmigung sei beabsichtigt, den wirtschaftlichen Schaden zu begrenzen und die Teichgruppe als ma\u00dfgeblichen Bestandteil des dortigen Schutzgebietes nachhaltig zu sichern.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">F\u00fcr die Gr\u00fcne Liga stellt sich dagegen die &#8222;grundlegende Frage, wie man ernsthaft auf die Idee kommen kann, einer europarechtlich besonders gesch\u00fctzten Art wie dem Biber das Existenzrecht in einem Naturschutzgebiet absprechen zu wollen&#8220;.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Den Antrag auf eine sogenannte Entnahme der Biber hatte ein Teichwirt aus Kreba (Landkreis G\u00f6rlitz) gestellt. Mit dem Begriff &#8222;Entnahme&#8220; ist eigentlich gemeint, Tiere in die ewigen Jagdgr\u00fcnde zu schicken. An den D\u00e4mmen der Teichanlagen von Kreba-West, wo Karpfen und andere Fische heranwachsen, hatten Biber wiederholt Sch\u00e4den verursacht. &#8222;Die Sch\u00e4den in der Teichgruppe sind erheblich. Die Gesamtsumme allein f\u00fcr die notwendigen Reparaturen seit 2019 bel\u00e4uft sich auf mehr als 190.000 Euro&#8220;, berichtet die LDS. Ein Dammbruch Anfang Juni dieses Jahres brachte das Fass nun zum \u00dcberlaufen.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">&#8222;Ohne Eingriff m\u00fcsste mit derartigen Sch\u00e4den auch in Zukunft regelm\u00e4\u00dfig gerechnet werden&#8220;, sagt die LDS. Allerdings sah die Beh\u00f6rde auch einen friedlichen Ausweg. Aus Bayern erhielt sie Kenntnis \u00fcber eine erfolgreiche Vermittlung von Bibern nach Frankreich. Eine Nachfrage ergab, dass die Franzosen auch Interesse an den s\u00e4chsischen Bibern haben.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Die Genehmigung der LDS f\u00fcr die Umsiedlung der Biber gilt bis Mitte M\u00e4rz 2026. Bis dahin m\u00fcssen die Nager den Freistaat in der Transportkiste verlassen haben. Die genaue Anzahl der Tiere ist der Landesdirektion nicht bekannt. &#8222;Wir gehen von maximal zwei Familien \u2013 jeweils etwa vier bis sechs Tiere \u2013 und einigen wenigen Einzeltieren aus&#8220;, betont die Beh\u00f6rde.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">F\u00fcr die Gr\u00fcne Liga ist das ein Unding. Denn die Natursch\u00fctzer sehen den Biber als nat\u00fcrlichen Verb\u00fcndeten im Kampf gegen den Klimawandel. &#8222;Die von staatlichen und politischen Stellen vorgetragenen theoretischen Ausf\u00fchrungen zur Bek\u00e4mpfung der Folgen des Klimawandels und der Biodiversit\u00e4tskrise werden gerade vom Biber in vorbildlicher Weise in die Tat umgesetzt. Wasser in der Landschaft zu halten, neuen Lebensraum f\u00fcr gef\u00e4hrdete Arten zu schaffen, wird tagt\u00e4glich propagiert und ist gesetzliche Zielstellung f\u00fcr die naturschutzrechtlich gesch\u00fctzten Gebiete&#8220;, argumentiert die Organisation.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Skurriler Zoff Sachsen will unliebsame Biber nach Frankreich &#8222;abschieben&#8220; 15.11.2025 &#8211; 07:43 UhrLesedauer: 3 Min. 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