{"id":576859,"date":"2025-11-15T07:05:24","date_gmt":"2025-11-15T07:05:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/576859\/"},"modified":"2025-11-15T07:05:24","modified_gmt":"2025-11-15T07:05:24","slug":"hauswirtschaftsauszubildende-vertritt-bremen-beim-bundeswettbewerb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/576859\/","title":{"rendered":"Hauswirtschaftsauszubildende vertritt Bremen beim Bundeswettbewerb."},"content":{"rendered":"<ul>\n<li>Melle Groth absolviert eine Ausbildung zur Hauswirtschafterin, vertritt Bremen beim Bundeswettbewerb und sch\u00e4tzt die Vielseitigkeit des Berufs.<\/li>\n<li>Ihr T\u00e4tigkeitsfeld umfasst Organisation, Dekoration, W\u00e4scheausgabe, Mitarbeit in Wohnk\u00fcchen und die Begleitung von Senioren in der Stiftungsresidenz Ichon Park.<\/li>\n<li>Beim Bundeswettbewerb belegte sie den vierten Platz und plant nach ihrer Ausbildung den Besuch der Meisterschule nach mindestens einem Praxisjahr.<\/li>\n<\/ul>\n<p>            Mehr anzeigen<br \/>\n            Weniger anzeigen<\/p>\n<p>Das bisschen Haushalt ist doch kein Problem, ist offenbar ein weitverbreiteter Irrglaube. Denn wenn Melle Groth erz\u00e4hlt, dass sie sich zur Hauswirtschafterin ausbilden l\u00e4sst, entdeckt sie bei vielen ein Fragezeichen im Gesicht. Oder ihr Gegen\u00fcber winkt gleich ganz ab. F\u00fcr die 21-j\u00e4hrige Bremerin, die sich als einzige Teilnehmerin aus dem norddeutschen Raum f\u00fcr die Juniorenmeisterschaft der Hauswirtschaft in Linz am Rhein qualifiziert hat, ist es ihr Traumberuf.<\/p>\n<p>Wie kann eine junge Frau an Waschen, Kochen, Putzen und Gartenarbeit Gefallen finden? &#8222;Der Beruf ist so vielf\u00e4ltig&#8220;, sagt Melle Groth, die ihr zweites und drittes Lehrjahr der Ausbildung zur Hauswirtschafterin in der Stiftungsresidenz Ichon Park in Oberneuland absolviert. &#8222;Mir machen das Organisieren und der Kontakt zu den Menschen am meisten Spa\u00df.&#8220; Dar\u00fcber hinaus geh\u00f6rten Ern\u00e4hrung, textiles Gestalten, l\u00e4ndlicher Tourismus und Englisch zum Unterricht an der Fachschule.<\/p>\n<p>&#8222;Und wir sagen reinigen&#8220;, korrigiert die zierliche junge Frau sofort h\u00f6flich, aber bestimmt. W\u00e4hrend die meisten Menschen gleich an den klassischen Lappen denken, mit dem sie den Tisch s\u00e4ubern und den sie danach in Sp\u00fcllauge auswaschen, taucht Melle Groth hier in die Tiefen der Praxis ein.<\/p>\n<p>&#8222;Wir lernen, das Reinigungstuch ordentlich in Quadrate zu falten, so kann man mit jeder Ecke dann in S-Technik wischen, bis zu 16 Mal, ehe es ins Wasser getaucht wird&#8220;, erl\u00e4utert die junge Wahlbremerin. &#8222;So bekommt man den ganzen Schmutz schneller und perfekt weg. Das ist nachhaltig und schont die Haut, au\u00dferdem muss man seinen K\u00f6rper nicht so verbiegen.&#8220;<\/p>\n<p>Das ist nur ein Beispiel f\u00fcr das Fachwissen, das sich die 21-J\u00e4hrige inzwischen in ihrer Ausbildung angeeignet hat. Melle Groth spricht von vielen Kleinigkeiten, die sie dabei &#8222;f\u00fcrs Leben lernt und die das Leben erleichtern&#8220;. Zum Beispiel beim Einzug in die erste eigene Wohnung, sagt die geb\u00fcrtige Schleswig-Holsteinerin.<\/p>\n<p>Weil sie neugierig auf Neues und offen ist, wollte Melle Groth au\u00dfer der l\u00e4ndlichen auch die st\u00e4dtische Hauswirtschaft kennenlernen. Deshalb hat sie sich nach der einj\u00e4hrigen Fachschule bei der Stiftungsresidenz Ichon Park der Bremer Heimstiftung beworben und ist vom Dorf in die Stadt nach Bremen gezogen.<\/p>\n<p>Von Natur aus ist die 21-J\u00e4hrige ein ordnungsliebender Mensch, der es gern sauber hat. Das gibt sie offen zu. Sie habe von klein an immer mal wieder bei der Hausarbeit helfen m\u00fcssen, erz\u00e4hlt Melle Groth. &#8222;Zuletzt musste ich meistens die W\u00e4sche machen. Und ich habe Lust auf Backen.&#8220;<\/p>\n<p>Schon ihre Oma, Mutter und Tante h\u00e4tten die Fachschule f\u00fcr Hauswirtschaft besucht. Nach der Fachhochschulreife hat auch sie diesen Weg eingeschlagen, wollte diese Zeit jedoch f\u00fcr die Berufsorientierung nutzen. &#8222;Aber dann habe ich festgestellt, dass es mir ganz viel Spa\u00df bringt und gedacht, warum lerne ich das nicht auch?&#8220;, gibt sie mit einem verschmitzten L\u00e4cheln ihre Erkenntnis aus der eigenen Erfahrung wieder.<\/p>\n<p>&#8222;Und man findet auf jeden Fall eine Anstellung&#8220;, schiebt sie gleich hinterher. Schlie\u00dflich gibt es f\u00fcr Hauswirtschafterinnen in Reha-Kliniken, Jugendfreizeit- und Senioreneinrichtungen, landwirtschaftlichen Betrieben mit Ferien auf dem Bauernhof, Kinderg\u00e4rten oder Hotels immer reichlich zu tun.<\/p>\n<p>&#8222;Inzwischen wei\u00df ich viel&#8220;, sagt Melle Groth. So ist sie mittlerweile mit vielen unterschiedlichen Aufgaben betraut. In der Stiftungsresidenz Ichon Park ist sie derzeit f\u00fcr die Dekoration, das Eindecken der Tische zu den Mahlzeiten, die W\u00e4scheausgabe, Mitarbeit in den beiden Wohnk\u00fcchen und Begleitung der Senioren zust\u00e4ndig, zum Beispiel zum Friseur. In der Gro\u00dfk\u00fcche und Reinigung hat sie ebenfalls schon mitgearbeitet. &#8222;Am liebsten mag ich, mit Menschen zusammenzuarbeiten, ihnen zu helfen oder eine Freude zu machen&#8220;, verr\u00e4t sie.<\/p>\n<p>Da Teamf\u00e4higkeit eine wichtige Voraussetzung f\u00fcr den Beruf der Hauswirtschafterin ist, war das Basteln eines bef\u00fcllbaren Adventskalenders aus vorgegebenen Materialien eine der drei Aufgaben, die Melle Groth bei der Juniorenmeisterschaft der Hauswirtschaft bew\u00e4ltigen sollte. Au\u00dferdem mussten sie zu zweit unmotivierte Jugendliche zum Lebkuchen-Pl\u00e4tzchenbacken anleiten. &#8222;Dabei musste nat\u00fcrlich darauf geachtet werden, dass sie hygienisch korrekt arbeiten&#8220;, erkl\u00e4rt sie. &#8222;Bei langen Fingern\u00e4geln Handschuhe tragen und allen Schmuck ablegen.&#8220; In der ersten Aufgabe wurde theoretisches Wissen abgefragt, zu Versorgungs- und Betreuungsleistungen und der aktuellen Politik.<\/p>\n<p>In der Gesamtwertung des bundesweiten Wettbewerbs ist Melle Groth mit acht weiteren Teilnehmerinnen auf Platz vier gelandet. Obgleich es f\u00fcrs Siegertreppchen nicht gereicht hat, ist die junge Frau auf jeden Fall dankbar f\u00fcr diese &#8222;tolle Erfahrung&#8220;, sich auf Bundesebene messen zu d\u00fcrfen. Zumal sie in der Bewerbungsrunde f\u00fcr ihre Ausarbeitung und Online-Pr\u00e4sentation eines Besuchsprogramms in Bremen f\u00fcr eine Hauswirtschaftsauszubildende aus einem anderen Land den 1. Platz belegt hat.<\/p>\n<p>&#8222;Das war die perfekte \u00dcbung f\u00fcr meine Abschlusspr\u00fcfung im n\u00e4chsten Fr\u00fchjahr\u2009\/\u2009Sommer&#8220;, findet Melle Groth. Wohin es sie dann zieht und wo sie arbeiten wird, das ist noch v\u00f6llig offen. Nur eins wei\u00df die 21-J\u00e4hrige relativ sicher: &#8222;Nach mindestens einem Praxisjahr m\u00f6chte ich zur Meisterschule gehen.&#8220;<\/p>\n<p>                        <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/\" id=\"home\" class=\"button primary-primary font-size-15_1 m-0a customEvent\" data-layer-event-name=\"customEvent\" data-layer-trigger=\"click\" data-layer-category=\"artikelscoring\" data-layer-action=\"startseite_button\" data-layer-label=\"doc8388mi2czhtg90nib2y\" data-layer-value=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/stadtteil-oberneuland\/1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zur Startseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Melle Groth absolviert eine Ausbildung zur Hauswirtschafterin, vertritt Bremen beim Bundeswettbewerb und sch\u00e4tzt die Vielseitigkeit des Berufs. 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