{"id":57692,"date":"2025-04-24T15:04:13","date_gmt":"2025-04-24T15:04:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/57692\/"},"modified":"2025-04-24T15:04:13","modified_gmt":"2025-04-24T15:04:13","slug":"35-jahre-weltraumteleskop-hubble-spektrum-der-wissenschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/57692\/","title":{"rendered":"35 Jahre Weltraumteleskop Hubble &#8211; Spektrum der Wissenschaft"},"content":{"rendered":"<p>35 Jahre Weltraumteleskop Hubble &#8211; Spektrum der Wissenschaft<a class=\"show-for-sr\" href=\"#main\" id=\"top\" title=\"Direkt zum Inhalt\">Direkt zum Inhalt<\/a>Weltraumteleskop: 35 Jahre Weltraumteleskop Hubble<\/p>\n<p>Im April 1990 brachte das Spaceshuttle Discover das Hubble-Weltraumteleskop in den Orbit\u00a0\u2013 seitdem sendet es Bilder und Messdaten zur Erde. Auch wenn die Anf\u00e4nge schwierig waren, ist das Instrument aus der Forschung nicht mehr wegzudenken und nach wie vor sehr gefragt. Aber wie lange noch?<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Zwei nebeneinander liegende Bilder des Planeten Mars, aufgenommen am 28. Dezember 2024 um 20:00 UT und am 29. Dezember 2024 um 13:18 UT. Beide Bilder zeigen die charakteristische r\u00f6tliche Oberfl\u00e4che des Mars mit dunklen und hellen Bereichen, die unterschiedliche geologische Merkmale darstellen. Oben ist eine wei\u00dfe Polkappe sichtbar. Die Bilder verdeutlichen die Rotation des Planeten innerhalb eines Tages.\" class=\"full\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/STScI-01JQCDEBJ6WPM47PRYWREE0S57.jpg\" title=\"Zwei nebeneinander liegende Bilder des Planeten Mars, aufgenommen am 28. Dezember 2024 um 20:00 UT und am 29. Dezember 2024 um 13:18 UT. Beide Bilder zeigen die charakteristische r\u00f6tliche Oberfl\u00e4che des Mars mit dunklen und hellen Bereichen, die unterschiedliche geologische Merkmale darstellen. Oben ist eine wei\u00dfe Polkappe sichtbar. Die Bilder verdeutlichen die Rotation des Planeten innerhalb eines Tages.\"\/><\/p>\n<p> Mars im Visier von Hubble: Immer wieder wird das Weltraumteleskop auch auf die Planeten des Sonnensystems gerichtet. <\/p>\n<p>Als am 24.\u00a0April 1990 das <a href=\"https:\/\/www.nasa.gov\/mission\/sts-31\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Spaceshuttle Discovery mit seiner wertvollen Fracht an Bord abhob<\/a>, ahnte noch niemand, dass damit eine Erfolgsgeschichte in der astronomischen Forschung begann, die bis heute anh\u00e4lt. Im Gegenteil, der Beginn der Mission des Hubble Space Telescope (HST) war rau: Schon die ersten Bilder von Sternfeldern zeigten einen Geburtsfehler des HST. Der 2,4\u00a0Meter gro\u00dfe Hauptspiegel hatte einen Schlifffehler. <a href=\"https:\/\/science.nasa.gov\/mission\/hubble\/overview\/hubble-timeline\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Das Teleskop litt an sph\u00e4rischer Aberration<\/a>, <a href=\"https:\/\/science.nasa.gov\/mission\/hubble\/overview\/hubbles-first-light\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">es war in gewisser Weise kurzsichtig<\/a> und lieferte nur unscharfe Bilder. Damit konnte es den jahrhundertealten Wunschtraum der Astronomen nicht erf\u00fcllen: ein Teleskop, dessen Blick nicht durch Wetter und der st\u00e4ndigen Luftunruhe gest\u00f6rt wird, wodurch ein unvergleichlich scharfes Ergebnis entsteht. <\/p>\n<p> Ein sterbender Stern | Wenn Sterne mit etwas mehr als einer Sonnenmasse dem Ende ihrer Existenz entgegengehen, entwickeln sie sich zun\u00e4chst zu Roten Riesen, die gro\u00dfe Teile ihrer Masse durch einen heftigen Sternwind in ihre Umgebung abblasen, so dass ein Planetarischer Nebel entsteht, wie hier NGC\u00a02899. Die Kernzone des sterbenden Sterns zieht sich danach zu einem Wei\u00dfen Zwerg zusammen, ein kompaktes Objekt von der Gr\u00f6\u00dfe der Erde, das aber das Anderthalbfache der Sonnenmasse aufweisen kann. Ein Wei\u00dfer Zwerg ist sehr hei\u00df und regt das zuvor ausgesto\u00dfene Gas zum Leuchten im Infraroten, Visuellen und Ultravioletten\u00a0an. <\/p>\n<p>Mehr als drei Jahre nach dem Start wurde im Dezember\u00a01993 Abhilfe geschaffen. W\u00e4hrend des ersten Wartungsflugs\u00a0\u2013 das HST war f\u00fcr die Wartung im All durch Astronauten konzipiert worden\u00a0\u2013 <a href=\"https:\/\/science.nasa.gov\/mission\/hubble\/observatory\/missions-to-hubble\/servicing-mission-1\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">baute die Besatzung eine Korrekturoptik namens COSTAR ein<\/a>; eine Art Kontaktlinse f\u00fcr das Weltraumteleskop. <\/p>\n<p>Schon bald nach dem Wartungsflug lieferte Hubble nun die Bilder, f\u00fcr die es gebaut worden war\u00a0\u2013 und die Erfolgsstr\u00e4hne h\u00e4lt bis heute an. Jeden Tag \u00fcbermittelt das HST einen steten Datenstrom zur Erde und die Beobachtungszeit ist nach wie vor zwei- bis dreifach \u00fcberbucht. Nur Hubble kann Bilder mit hoher r\u00e4umlicher Aufl\u00f6sung und Qualit\u00e4t im Visuellen und Ultravioletten liefern. Alle weiteren Instrumente im All sind wesentlich kleiner\u00a0\u2013 abgesehen vom James Webb Space Telescope JWST, das aber ausschlie\u00dflich im Infraroten beobachtet.<\/p>\n<p>Seit der Inbetriebnahme hat Hubble 1,7\u00a0Millionen Beobachtungen von 55\u00a0000\u00a0Himmelsobjekten angestellt, die insgesamt 400\u00a0Terabytes an Daten entsprechen. Aus dieser Datenflut gingen bislang 22\u00a0000\u00a0wissenschaftliche Publikationen hervor. Da das HST nun schon seit 35\u00a0Jahren beobachtet, kann es immer wieder auf Objekte gerichtet werden, die sich in dieser Zeitspanne ver\u00e4ndern. Dies gilt nicht nur f\u00fcr die Planeten unseres Sonnensystems, wo diese \u00c4nderungen innerhalb von Stunden erfolgen, sondern auch f\u00fcr interstellare Gaswolken, Supernova-\u00dcberreste oder aktive Galaxienkerne. <\/p>\n<p>Im Mai 2009 erfolgte <a href=\"https:\/\/science.nasa.gov\/mission\/hubble\/observatory\/missions-to-hubble\/servicing-mission-4\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die letzte Wartungsmission<\/a>, bei der alle Instrumente und die Steuerungssysteme auf den damals neuesten Stand gebracht wurden. Da die Spaceshuttle-Missionen im Jahr\u00a02011 f\u00fcr immer eingestellt wurden, besteht nun keine M\u00f6glichkeit mehr, das Weltraumteleskop zu reparieren oder mit neuen Instrumenten auszur\u00fcsten. Zwar gibt es \u00dcberlegungen, mit einer Raumkapsel des Typs Crew Dragon zum HST zu fliegen und dort dringende Wartungsarbeiten auszuf\u00fchren, aber solche Pl\u00e4ne sind \u00fcber reine Vorschl\u00e4ge bislang noch nicht hinausgekommen. <\/p>\n<p>Wird im n\u00e4chsten Jahrzehnt nicht eingegriffen, wird sich das HST wegen der sich h\u00e4ufenden technischen Ausf\u00e4lle nicht mehr betreiben lassen\u00a0\u2013 schlie\u00dflich wird es in die Erdatmosph\u00e4re eintreten und vergl\u00fchen. Die NASA denkt bereits \u00fcber einen wesentlich gr\u00f6\u00dferen Nachfolger nach, der rund 100-mal so empfindlich wie das HST sein soll und deutlich sch\u00e4rfere Bilder liefern kann. Das Projekt tr\u00e4gt den Namen <a href=\"https:\/\/science.nasa.gov\/astrophysics\/programs\/habitable-worlds-observatory\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Habitable Worlds Observatory<\/a>, der auf die M\u00f6glichkeit anspielt, wirklich erd\u00e4hnliche Planeten damit zu finden und zu untersuchen.<\/p>\n<p>Diesen Artikel empfehlen:<\/p>\n<p> ist Redakteur f\u00fcr Astronomie. <\/p>\n<ul class=\"columns kiosk__bar__categories medium-3 no-bullet small-12\">\n<li class=\"active kiosk__bar__category__digital\">Digitalausgaben <\/li>\n<li class=\"kiosk__bar__category__print\">Printausgaben <\/li>\n<li class=\"kiosk__bar__category__topseller\">Topseller <\/li>\n<li class=\"kiosk__bar__category__bundle show-for-medium\">Bundles<\/li>\n<\/ul>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"1\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/ce4ef6cddab040209fe8bb5cb1253287.gif\" width=\"1\"\/><\/p>\n<p>Bitte erlauben Sie Javascript, um die volle Funktionalit\u00e4t von Spektrum.de zu erhalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"35 Jahre Weltraumteleskop Hubble &#8211; Spektrum der WissenschaftDirekt zum InhaltWeltraumteleskop: 35 Jahre Weltraumteleskop Hubble Im April 1990 brachte&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":57693,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[135],"tags":[3251,29,30,26778,13283,26776,426,190,189,194,191,26779,26777,193,192],"class_list":{"0":"post-57692","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wissenschaft-technik","8":"tag-astronomie","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-hst","12":"tag-hubble","13":"tag-hubble-space-telescope","14":"tag-raumfahrt","15":"tag-science","16":"tag-science-technology","17":"tag-technik","18":"tag-technology","19":"tag-weltraumastronomie","20":"tag-weltraumteleskop-hubble","21":"tag-wissenschaft","22":"tag-wissenschaft-technik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114393557565262681","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/57692","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=57692"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/57692\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/57693"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=57692"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=57692"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=57692"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}