{"id":576967,"date":"2025-11-15T08:04:19","date_gmt":"2025-11-15T08:04:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/576967\/"},"modified":"2025-11-15T08:04:19","modified_gmt":"2025-11-15T08:04:19","slug":"auftrittsverbot-in-estland-wegen-pro-russland-haltung-rolling-stone","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/576967\/","title":{"rendered":"Auftrittsverbot in Estland wegen Pro-Russland-Haltung \u2014 Rolling Stone"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/rs-badge-recommendation.png\" alt=\"ROLLING STONE Badge\"\/><\/p>\n<p>Empfehlungen der\u00a0Redaktion<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.rollingstone.de\/sam-rivers-ist-tot-was-wird-aus-den-limp-bizkit-shows-in-deutschland-3068055\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/659a50ff8d8a482b82a2d8180887a0e2.gif\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\"\/>Limp Bizkit<\/a> werden im kommenden Jahr nicht nach Estland reisen. Das Konzert der Band in der baltischen Hauptstadt Tallinn wurde abgesagt, <a href=\"https:\/\/www.rollingstone.com\/music\/music-news\/limp-bizkit-estonia-concert-canceled-fred-durst-russia-1235465256\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">nachdem alte pro-russische Kommentare von Fred Durst online erneut aufgetaucht waren.<\/a><\/p>\n<p>Die Band sollte am 31. Mai 2026 in der Unibet Arena in Tallinn auftreten. Doch die Facebook-Seite der Veranstaltung wurde inzwischen auf \u201eCanceled\u201c ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Laut dem estnischen \u00f6ffentlich-rechtlichen Sender ERR wurde die Show zun\u00e4chst verschoben, in der Hoffnung, ein neues Datum zu finden, bevor am Montag der Vorverkauf startet.<\/p>\n<p>Konzertabsage nach \u00f6ffentlicher Kritik<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich entschied sich der Veranstalter, die Baltic Live Agency, jedoch zur vollst\u00e4ndigen Absage. \u201eWir informieren Sie, dass aufgrund von Umst\u00e4nden au\u00dferhalb der Kontrolle des Veranstalters das f\u00fcr den 31. Mai 2026 geplante Limp-Bizkit-Konzert abgesagt wird\u201c, hie\u00df es in einer Erkl\u00e4rung. \u201eWir entschuldigen uns!\u201c<\/p>\n<p>Vertreter der Baltic Live Agency und von Limp Bizkit reagierten nicht sofort auf Anfragen von ROLLING STONE<\/p>\n<p>Fast unmittelbar nach Ank\u00fcndigung des Tallinn-Konzerts am 7. November gab es heftige Kritik wegen Dursts bekannter pro-russischer Positionen. So sprach Durst 2015 nach der Annexion der Krim \u00fcber seinen Wunsch, einen russischen Pass zu erhalten, schrieb einen Brief an die Beh\u00f6rden der Krim, in dem er Wladimir Putin einen \u201egro\u00dfartigen Kerl mit klaren moralischen Prinzipien\u201c nannte, und hielt auf der B\u00fchne ein Schild mit der Aufschrift \u201eKrim = Russland\u201c hoch.<\/p>\n<p>Reaktionen aus Politik und Kultur<\/p>\n<p>Durst war zu diesem Zeitpunkt mit Kseniya Beryazina verheiratet, einer russischen Make-up-K\u00fcnstlerin von der Krim. (Die Ehe wurde 2019 geschieden.) Dursts Aussagen f\u00fchrten au\u00dferdem dazu, dass Limp Bizkit f\u00fcr f\u00fcnf Jahre aus der Ukraine verbannt wurden.<\/p>\n<p>Als Reaktion auf das geplante Konzert sagte Estlands Au\u00dfenminister Margus Tsahkna: \u201eMeine Position ist klar, und ich wiederhole sie. Russland ist der Aggressor. Und die Krim ist von Russland besetzt. Wer Russlands Aggression und die Besetzung eines Nachbarlandes rechtfertigt, ist in Estland nicht willkommen. Solche Personen haben auf estnischen B\u00fchnen keinen Platz und sollten hier kein Geld verdienen.\u201c<\/p>\n<p>Offizielle Stellen intervenieren<\/p>\n<p>Auch das Kulturministerium habe sich laut Berichten an die Konzertveranstalter gewandt. Ein Sprecher erkl\u00e4rte: \u201eEs ist inakzeptabel, dass in Estland Menschen auftreten, die einen Staat unterst\u00fctzen, dessen Pr\u00e4sident mit einem internationalen Haftbefehl gesucht wird.\u201c<\/p>\n<p>Die Baltic Live Agency versuchte zun\u00e4chst, die Auswirkungen zu relativieren. Medienchef Gunnar Viese erkl\u00e4rte gegen\u00fcber ERR: \u201eDie einzige Erkl\u00e4rung daf\u00fcr ist, dass Fred Durst zu dieser Zeit [bis 2019] mit einer russischen Krim-B\u00fcrgerin verheiratet war und offenbar in einer verzerrten Informationsblase lebte.\u201c<\/p>\n<p>Veranstalter verteidigt Buchung der Band<\/p>\n<p>Auf die Frage, warum die Agentur die Band \u00fcberhaupt gebucht habe, verwies Viese auf Limp Bizkits j\u00fcngste Konzerte in L\u00e4ndern, die Estland und die Ukraine gegen Russland unterst\u00fctzen. Darunter Deutschland, \u00d6sterreich und Polen. Au\u00dferdem habe Durst in j\u00fcngerer Zeit keine offenen politischen \u00c4u\u00dferungen \u00fcber Russland oder den Krieg in der Ukraine gemacht. Zwar sagte er 2024 in sozialen Medien russischen Fans, dass er hoffe, sie bald wiederzusehen. Doch diese Kommentare seien als \u00fcbliche Kommunikation zwischen K\u00fcnstler und Fans gewertet worden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Empfehlungen der\u00a0Redaktion Limp Bizkit werden im kommenden Jahr nicht nach Estland reisen. 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