{"id":577389,"date":"2025-11-15T12:10:14","date_gmt":"2025-11-15T12:10:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/577389\/"},"modified":"2025-11-15T12:10:14","modified_gmt":"2025-11-15T12:10:14","slug":"aerztepraesident-kritisiert-in-muenster-krankenhausgesetz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/577389\/","title":{"rendered":"\u00c4rztepr\u00e4sident kritisiert in M\u00fcnster Krankenhausgesetz"},"content":{"rendered":"<p>Bei der Kammerversammlung der \u00c4rztekammer Westfalen-Lippe am Samstag in M\u00fcnster hagelte es deutliche Kritik an der Bundespolitik.<\/p>\n<p>M\u00fcnster (gl) &#8211; Deutliche Kritik am geplanten Krankenhausanpassungsgesetz der Bundesregierung hat der Pr\u00e4sident der \u00c4rztekammer Westfalen-Lippe (\u00c4KWL), Dr. Hans-Albert Gehle, zum Auftakt der Herbstsitzung der Kammerversammlung am Samstag in M\u00fcnster ge\u00e4u\u00dfert.<\/p>\n<p class=\"contextmenu caption\">Krankenhausfinanzierung ein Problem<\/p>\n<p>Vor dem Parlament der westf\u00e4lisch-lippischen \u00c4rzteschaft sagt Gehle zu dem Gesetzentwurf, der im Oktober das Bundeskabinett passiert hat: \u201eLeider bleibt immer noch viel zu viel im Ungewissen. Wir haben ja in Nordrhein-Westfalen in den letzten Jahren gern darauf verwiesen, wie weit wir mit unserer neuen Krankenhausplanung vorn liegen. Jetzt droht das mit dem neuen Gesetz in Sachen Krankenhausfinanzierung zum Problem zu werden. Das darf aber nicht sein: Die Bundesregelungen zur Vorhaltefinanzierung d\u00fcrfen unseren Kliniken nicht schaden. Sie d\u00fcrfen nicht als Druckmittel missbraucht werden, dass NRW sich Berlin anpassen muss.\u201c\u00a0<\/p>\n<p class=\"contextmenu caption\">Notfalls Sonderweg in NRW<\/p>\n<p>Notfalls m\u00fcsse in dieser Frage eben ein Sonderweg f\u00fcr die NRW-Kliniken in das Gesetz hineingeschrieben werden, fordert Gehle. \u201eHier in Nordrhein-Westfalen versorgen wir mit unseren Krankenh\u00e4usern 18 Millionen Menschen, mehr als ein F\u00fcnftel der deutschen Bev\u00f6lkerung. Das l\u00e4uft, das kann man nicht \u00fcbergehen und das darf man schon gar nicht aufs Spiel setzen.\u201c\u00a0<\/p>\n<p class=\"contextmenu caption\">Weiterbildung auf der Kippe<\/p>\n<p>Auch die zuk\u00fcnftige Gestaltung der \u00e4rztlichen Weiterbildung liege der \u00c4KWL besonders am Herzen. Gehle kritisiert: \u201eWie soll unter den Bedingungen der Bundes-Krankenhausreform in Zukunft \u00e4rztliche Weiterbildung gestaltet werden, wenn Umstrukturierungen greifen und Krankenhausstandorte geschlossen werden? Wie soll eine hochwertige Weiterbildung sektoren\u00fcbergreifend durchgef\u00fchrt werden, wie kann man das praktikabel f\u00fcr die Kolleginnen und Kollegen in Weiterbildung gestalten?\u201c Auch zur Finanzierung der Weiterbildung habe man bislang keine brauchbaren Aussagen seitens des Bundes geh\u00f6rt, beklagt der \u00c4KWL-Pr\u00e4sident und verspricht: \u201eWir lassen bei diesem Thema nicht locker!\u201c<\/p>\n<p class=\"contextmenu caption\">Kritik an Umgang mit syrischen Kollegen<\/p>\n<p>\u201eWer gegen syrischen Kolleginnen und Kollegen vorgeht, fordert unsere Solidarit\u00e4t als westf\u00e4lisch-lippische \u00c4rzteschaft heraus\u201c, stellte Gehle dar\u00fcberhiunaus beim \u00c4rztetag klar: \u201eDie syrischen Kolleginnen und Kollegen in den Kliniken und auch in den Praxen leisten einen wichtigen Beitrag zur Patientenversorgung, auf den wir nicht verzichten k\u00f6nnen\u201c, erkl\u00e4rt der Pr\u00e4sident der \u00c4rztekammer Westfalen-Lippe. Vor dem westf\u00e4lisch-lippischen \u00c4rzteparlament verurteilt Gehle die aktuelle Debatte um die R\u00fcckf\u00fchrung von Menschen syrischer Herkunft, die seit 2015 nach Deutschland gekommen sind. Sehr viele von Ihnen h\u00e4tten sich seither gut integriert und Arbeit gefunden, auch und gerade im Gesundheitswesen.<\/p>\n<p class=\"contextmenu caption\">Erschreckende Forderung der AFD<\/p>\n<p>Es sei erschreckend, wenn die Vorsitzende der AfD, Alice Weidel, nun fordere, allen syrischen Fl\u00fcchtlingen m\u00fcsse der Schutzstatus aberkannt werden und man m\u00fcsse sie, wenn sie nicht freiwillig gingen, dann eben unter Zwang abschieben. Zudem sprach sich Weidel f\u00fcr ein Einb\u00fcrgerungs-Moratorium aus. Besonders zynisch sei, so Gehle, die Forderung, Deutschland m\u00fcsse dem \u201eScharia-Regime in Syrien nun einen gro\u00dfen Gefallen tun\u201c und syrische Arbeitskr\u00e4fte f\u00fcr den Wiederaufbau schicken. <\/p>\n<p class=\"contextmenu caption\">Gehle: Syrer geh\u00f6ren zu uns<\/p>\n<p>Gehles Appell: \u201eWer gegen unsere syrischen Kolleginnen und Kollegen vorgeht, fordert unsere Solidarit\u00e4t als westf\u00e4lisch-lippische \u00c4rzteschaft heraus. Sie geh\u00f6ren zu uns, sie sind in unseren Teams herzlich willkommen. Ohne sie und die vielen anderen Kolleginnen und Kollegen aus dem Ausland ginge es n\u00e4mlich nicht! Das m\u00fcssen wir immer wieder ganz besonders deutlich machen.\u201c<\/p>\n<p>Laut Bundes\u00e4rztekammer arbeiten derzeit in Deutschland \u00fcber 7000 \u00c4rztinnen und \u00c4rzte mit syrischer Staatsb\u00fcrgerschaft, in Westfalen-Lippe sind es etwa 900. Die meisten von ihnen, etwa 570, arbeiten als Assistenz\u00e4rztinnen und -\u00e4rzte in den westf\u00e4lisch-lippischen Kliniken.<\/p>\n<p>Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich gesch\u00fctzt.<br \/>\n            Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bei der Kammerversammlung der \u00c4rztekammer Westfalen-Lippe am Samstag in M\u00fcnster hagelte es deutliche Kritik an der Bundespolitik. 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