{"id":577421,"date":"2025-11-15T12:28:25","date_gmt":"2025-11-15T12:28:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/577421\/"},"modified":"2025-11-15T12:28:25","modified_gmt":"2025-11-15T12:28:25","slug":"bundestrainer-schluckt-wut-runter-leroy-sane-zahlt-es-julian-nagelsmann-doppelt-zurueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/577421\/","title":{"rendered":"Bundestrainer schluckt Wut runter: Leroy San\u00e9 zahlt es Julian Nagelsmann doppelt zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p>Bundestrainer schluckt Wut runterLeroy San\u00e9 zahlt es Julian Nagelsmann doppelt zur\u00fcck<img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Leroy-Sane-Germany-Looks-on-during-the-FIFA-World-Cup-WM-Weltmeisterschaft-Fussball-2026-qualifier-m.webp\" alt=\"Leroy-Sane-Germany-Looks-on-during-the-FIFA-World-Cup-WM-Weltmeisterschaft-Fussball-2026-qualifier-match-between-Luxembourg-and-Germany-at-Stade-de-Luxembourg-on-November-14-2025-in-Luxembourg-Luxembourg\"\/>Puh, einmal kr\u00e4ftig durchpusten. (Foto: IMAGO\/DeFodi Images)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEPMdif5mpRNxiLOeUpHCwwsqFAgKIhDzHYn-ZqUTcYiznlKRwsML?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" title=\"Auf Google News folgen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Nach dem m\u00fchsamen Sieg in Luxemburg setzt Bundestrainer Nagelsmann auf behutsame T\u00f6ne. Einer, der ihn vor weiteren unruhigen Tagen bewahrte, war ausgerechnet Leroy San\u00e9, um den es so viel L\u00e4rm vor dem Spiel gegeben hatte.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Als der nicht sehr gute Schiedsrichter John Brooks zur Halbzeit gepfiffen hatte, dampfte Julian Nagelsmann mit reichlich Wut ab. Der Bundestrainer hatte von seiner deutschen Nationalmannschaft Dinge gesehen, die er nicht mehr sehen wollte. Nie wieder. Sie war von Luxemburg (VON LUXEMBURG!), in der unbestechlichen FIFA-Weltrangliste eingebettet zwischen Thailand und Pal\u00e4stina, phasenweise hergespielt worden. Nagelsmann hatte geflucht und gestikuliert. Die n\u00e4chste Blamage in der WM-Qualifikation hatte schon mindestens eine Hand zum Jubeln ausgestreckt. Doch dann kam der eiskalte Nick Woltemade, er kam doppelt und rettete die DFB-Elf, die nun am Montag im letzten Gruppenspiel gegen die Slowakei mit einem Remis das direkte WM-Ticket l\u00f6sen kann.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Doch noch bevor es so weit ist, muss die Fu\u00dfball-Nationalmannschaft wieder einmal harte Kritik aushalten, Spott erdulden. Die &#8222;S\u00fcddeutsche Zeitung&#8220; schrieb von einem Sieg, der zwei bis drei Tore zu hoch ausgefallen sei. Der &#8222;Spiegel&#8220; fragte, was das DFB-Team eigentlich bei der WM wolle. Die Frage war ja eigentlich klar beantwortet: Den Titel holen, so sagte es der Bundestrainer im Sommer 2024, nach dem dramatischen Ausscheiden bei der Heim-EM, die so viel Euphorie ausgel\u00f6st hatte. Die Worte sind schlecht gealtert. Deutschland k\u00e4mpft in der Gruppe mit Luxemburg, der Slowakei und Nordirland noch um die WM-Startberechtigung. Und hatte nun auch noch Schiedsrichter Brooks auf seiner Seite, der Leon Goretzka mit Gelb-Rot verschonte und bei zwei Handspielen im Strafraum keinen Elfmeter pfiff. Mindestens einmal war das diskussionsw\u00fcrdig, wieder war Goretzka beteiligt.<\/p>\n<p>Experten wundern sich \u00fcber Nagelsmann<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Einer, f\u00fcr den das mit dem Kampf um die WM-Startberechtigung ganz besonders gilt, ist Leroy San\u00e9. Der Fl\u00fcgelst\u00fcrmer von Galatasaray Istanbul war das gro\u00dfe Thema der vergangenen Tage gewesen. Nur kurz wegen seiner modischen Extravaganzen, deutlich ausf\u00fchrlicher, weil Nagelsmann ihm \u00f6ffentlich harte Worte zugerufen hatte. Die \u00d6ffentlichkeit, vertreten durch Lothar Matth\u00e4us und Matthias Sammer, wunderte sich. Was sei das f\u00fcr ein Umgang mit dem Spieler, fragten sie sich. Raus aus dem Kader, rein in den Kader. Und dann auch noch Worte des Schreckens: Viele Chancen werde San\u00e9 unter ihm nicht mehr bekommen, sagte Nagelsmann. Oh weh. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Eine gab es an diesem Freitagabend in Luxemburg. Und w\u00e4hrend ganz viele Spieler im deutschen Team diese nicht nutzten, packte sie ausgerechnet San\u00e9 beim Schopfe. Er spielte zwar nicht die Sterne vom Himmel, aber zwei entscheidende Situationen und ein paar weitere gute Ans\u00e4tze reichten, um im deutschen Trikot als Lichtgestalt wahrgenommen zu werden. Und um in der Wertigkeit des Bundestrainers wieder ein paar Stufen nach oben, an dem einen oder anderen Kollegen vorbeizuklettern. Etwa an Serge Gnabry, mit dem er einst die Fl\u00fcgelzange beim FC Bayern gebildet hatte. Dem Dribbler gelang quasi nichts. Er war damit nicht alleine. Mit einfachsten Verteidigungsmitteln stellten ihn die Luxemburger in einen Stand-by-Modus.<\/p>\n<p>Die Mentalit\u00e4tsspieler fehlen sehr<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Von Luxemburgern, die bei Vereinen spielen wie dem SC Bastia, SKN St. P\u00f6lten oder SK Bevern. Das ist nicht das h\u00f6chste Level, auf dem aber verortet sich eigentlich die deutsche Nationalmannschaft. Nicht aber in diesem Herbst, da ist alles fragil. Da gibt es nichts, auf das sich aufbauen l\u00e4sst. Fehlpass reihte sich an Fehlpass. Es wurde nach hinten gespielt, statt nach vorne. Keine Idee, kein Mut, kein Selbstvertrauen. Das Spiel war ein fu\u00dfballerischer Hilfeschrei. Die Gr\u00fcnde sind h\u00e4ufiger durchgekaut worden als frisches Gras im Verdauungstrakt von K\u00fchen. Einige unverzichtbare Spieler (Jamal Musiala oder Kai Havertz etwa) fehlen seit Monaten, andere fielen kurzfristig aus. Mehr als die halbe Startelf k\u00f6nnte bei der WM anders aussehen. Die kurzfristigen Ausf\u00e4lle trafen diese verunsicherte Mannschaft hart. Joshua Kimmich und Nico Schlotterbeck sind nicht nur sportlich gesetzt, sie sind auch unglaublich wichtig f\u00fcr die Emotionen der Mannschaft. Die gingen ihnen in Luxemburg ab. Leuchtt\u00fcrme gab&#8217;s wenig.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">San\u00e9 war einer. Diese Qualit\u00e4t war ihm im Laufe seiner Karriere immer wieder abgesprochen worden. Zu oft, so der wiederholte Vorwurf, w\u00fcrde er in entscheidenden Spielen abtauchen. Nicht dieses Mal. Luxemburg war nicht der schillernde Gegner auf Champions-League-Niveau, aber einer, der bereit war, Deutschland in eine f\u00fcrchterliche Lage zu bringen. N\u00e4mlich, dass man im Kampf um das WM-Ticket nicht mehr in der Poleposition gewesen w\u00e4re. Aber San\u00e9 stemmte sich dagegen, ebenso wie Nick Woltemade, der im deutschen Trikot auch nicht immer einfache Zeiten hatte, der in K\u00f6ln im September ausgepfiffen wurde. Nun ist er pl\u00f6tzlich die Lebensversicherung, hat die letzten drei Tore erzielt, die zwei Siege einbrachten. <\/p>\n<p>San\u00e9 kocht die Nagelsmann-Debatte runter<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"> &#8222;Ich freue mich, dass ich ein St\u00fcck weit das Vertrauen an Julian zur\u00fcckzahlen konnte&#8220;, sagte San\u00e9 und betonte das gute Verh\u00e4ltnis zum Bundestrainer: &#8222;Wir hatten sehr gute Gespr\u00e4che. Julian wei\u00df, wie ich ticke.&#8220; Es war ein kluger Versuch, der Geschichte die Dynamik zu nehmen. Dass er in der \u00d6ffentlichkeit unter besonderer Beobachtung und auch in der Kritik stehe, nahm San\u00e9 gelassen: &#8222;Das ist normal, das ist Fu\u00dfball, das geh\u00f6rt dazu. Da kann ich mich nicht beschweren, ich kann nur mein Ding machen.&#8220; Denn ins Team f\u00fcr die Endrunde in Nordamerika will er auf jeden Fall: &#8222;Die WM ist mein gro\u00dfes Ziel.&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Und auch vom Bundestrainer gab&#8217;s gute Worte an den Fl\u00fcgelst\u00fcrmer: &#8222;Vor dem ersten Tor musst du den Ball erst einmal so mitnehmen. Das macht nicht jeder. Er war nicht auf Bew\u00e4hrung da. Er war da, um das Spiel zu entscheiden.&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Stimmung nach dem wackeligen September-Sieg gegen die Nordiren changierte zwischen Wut der Fans und Erleichterung. Der Bundestrainer holte zu einer emotionalen Rede aus und beklagte eine Hy\u00e4nen-Mentalit\u00e4t im Land. Nun h\u00e4tte er in Luxemburg selbst Grund gehabt, loszubei\u00dfen. Vor allem angesichts der irritierenden ersten 45 Minuten. Aber er biss sich lieber auf die Zunge, so wirkte es. &#8222;Am Ende habe ich schon das Gef\u00fchl, dass die Mannschaft das gerade nicht vertr\u00e4gt, wenn man jetzt super draufhaut, ehrlich gesagt, sondern wir wollen auch alle gemeinsam erfolgreich sein. Ich bin beim Inhalt geblieben&#8220;, beschrieb er seine moderate Verbal-Strategie bei der Analyse eines unbefriedigenden Auftritts und pfiff dann auf alle rumpelnden Nebenger\u00e4usche: &#8222;Am Ende ist Fu\u00dfball ein Ergebnissport. Es war ein bisschen Druck dabei, der geht nicht spurlos an einem vor\u00fcber.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;H\u00e4tten Gegentor verdient gehabt&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der sichtlich um Fassung und Ruhe bem\u00fchte 38-J\u00e4hrige r\u00e4umte nach dem teils erschreckenden Auftritt aber ein, dass sein Team &#8222;ein Gegentor verdient gehabt&#8220; h\u00e4tte. Besonders in der ersten Halbzeit ging es in der Abwehr um den unsicheren Ersatzkapit\u00e4n Jonathan Tah vogelwild zu. &#8222;Wir haben es gar nicht beruhigt gekriegt&#8220;, klagte Nagelsmann.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Nun steht noch ein finaler Showdown an, Nagelsmann sch\u00fctzt sein Team. Ein Punkt reicht gegen die Slowaken. Bei einer zweiten Pleite binnen zwei Monaten gegen die Slowakei droht das Vabanque-Spiel in den WM-Playoffs. &#8222;Generell haben wir schon eine gewisse DNA in der Mannschaft und es kommen die meisten von Klubs, wo sie Favorit sind.&#8220; Druck als m\u00f6gliche Ausrede nimmt er somit weg. Aber die Zweifel sind nach dem Luxemburger Auftritt nicht wegzureden. &#8222;Wir haben keine Phase, wo wir den Gegner aus dem Stadion schie\u00dfen, sondern wir m\u00fcssen uns Dinge erarbeiten. Das m\u00fcssen wir von Beginn an machen, dann bin ich zuversichtlich, dass wir das Spiel gewinnen werden.&#8220; Einer, der dann wieder voran gehen muss: Leroy San\u00e9. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, tno<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bundestrainer schluckt Wut runterLeroy San\u00e9 zahlt es Julian Nagelsmann doppelt zur\u00fcckPuh, einmal kr\u00e4ftig durchpusten. 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