{"id":57755,"date":"2025-04-24T15:36:17","date_gmt":"2025-04-24T15:36:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/57755\/"},"modified":"2025-04-24T15:36:17","modified_gmt":"2025-04-24T15:36:17","slug":"eu-kommission-will-jaehrliche-pflichtinspektion-aelterer-autos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/57755\/","title":{"rendered":"EU-Kommission will j\u00e4hrliche Pflichtinspektion \u00e4lterer Autos"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr Autos, die \u00e4lter als zehn Jahre sind, soll nach dem Willen der EU-Kommission eine j\u00e4hrliche Pflichtinspektion kommen. Das Europaparlament und die EU-Staaten m\u00fcssen noch zustimmen. <\/p>\n<p>EU-Kommission hofft auf weniger Verkehrstote <\/p>\n<p>Der Vorschlag sei eine Ma\u00dfnahme, die die Zahl der <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/deutschland-welt\/adac-schaetzung-zahl-der-verkehrstoten-sinkt-leicht,UY2PYyD\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verkehrsunf\u00e4lle und der Unfallopfer<\/a> senken k\u00f6nne, hie\u00df es von der EU-Kommission. Sie rechnet damit, dass die Einf\u00fchrung j\u00e4hrlicher Pr\u00fcfungen von Pkw und Kleintransportern zu einem Prozent weniger Verkehrstoten und Verletzten f\u00fchre.\u00a0<\/p>\n<p>\u00c4ltere Fahrzeuge seien pannenanf\u00e4lliger, zudem h\u00e4tten Studien gezeigt, dass sie h\u00e4ufiger in Unf\u00e4lle verwickelt seien und einen h\u00f6heren Anteil an Fahrzeugen mit hohem Schadstoffaussto\u00df h\u00e4tten, so die Br\u00fcsseler Beh\u00f6rde.\u00a0&#8222;Da Autos f\u00fcr den weitaus gr\u00f6\u00dften Teil der Todesf\u00e4lle verantwortlich sind, und selbst wenn technische Defekte nur einen relativ geringen Anteil an den Unfallursachen ausmachen, kann die j\u00e4hrliche Inspektion \u00e4lterer Autos einen erheblichen Unterschied machen. Dies gilt insbesondere f\u00fcr die Sicherheit&#8220;, hei\u00dft es. <\/p>\n<p>Kilometerst\u00e4nde sollen erfasst werden<\/p>\n<p>Neben h\u00e4ufigeren Inspektionen schl\u00e4gt die Kommission unter anderem auch vor, dass Kilometerst\u00e4nde in nationalen Datenbanken erfasst werden sollen. Zudem sind neue Tests f\u00fcr elektronische Sicherheitssysteme sowie neue Pr\u00fcfverfahren f\u00fcr Emissionen Teil der Vorschl\u00e4ge.\u00a0<\/p>\n<p>ADAC sieht j\u00e4hrliche Inspektionen kritisch <\/p>\n<p>Der ADAC h\u00e4lt die j\u00e4hrliche Pflichtinspektion \u00e4lterer Autos &#8222;nicht f\u00fcr notwendig&#8220;. Eine Versch\u00e4rfung der Pr\u00fcfintervalle, insbesondere in Deutschland, sei nicht angemessen, teilte der Verkehrsclub auf dpa-Anfrage mit. Die Hauptuntersuchung sei etabliert und gesellschaftlich anerkannt, ihre Effizienz sei unabdingbar. &#8222;Andernfalls k\u00f6nnte die gesellschaftliche Akzeptanz gef\u00e4hrdet werden&#8220;, so der ADAC.\u00a0<\/p>\n<p>Bernreiter: &#8222;Negativbeispiel, wie EU Menschen mit B\u00fcrokratie \u00fcberh\u00e4uft&#8220;   <\/p>\n<p>Auch aus dem EU-Parlament kommen kritische Reaktionen. &#8222;Es droht viel zus\u00e4tzlicher b\u00fcrokratischer Aufwand. Eine j\u00e4hrliche \u00dcberpr\u00fcfungsfrist f\u00fcr \u00e4ltere Fahrzeuge treibt die Kosten f\u00fcr Autobesitzer in die H\u00f6he&#8220;, teilte der CSU-Abgeordnete Markus Ferber mit. Man werde sich die Regelungen genau ansehen, k\u00fcndigte er an. Der AfD-Abgeordnete Siegbert Droese sieht den Vorschlag als einen &#8222;Angriff auf die Freiheit&#8220;. <\/p>\n<p>Auch der Vorsitzende der EVP-Fraktion im EU-Parlament, Manfred Weber (CSU), stellte sich gegen den Plan: &#8222;Wir stehen zur Verkehrssicherheit, aber der Kommissionsvorschlag f\u00fcr einen j\u00e4hrlichen T\u00dcV f\u00fcr Autos von zehn Jahren oder \u00e4lter geht zu weit&#8220;, sagte Weber dem &#8222;M\u00fcnchner Merkur&#8220;.  &#8222;Warum ein System versch\u00e4rfen, das bereits funktioniert?&#8220; Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) teilte mit: Dies sei &#8222;ein Negativbeispiel, wie die EU die Menschen mit B\u00fcrokratie \u00fcberh\u00e4uft.&#8220; <\/p>\n<p>In Deutschland Hauptuntersuchung grunds\u00e4tzlich alle zwei Jahre <\/p>\n<p>In Deutschland m\u00fcssen Fahrzeuge in der Regel alle zwei Jahre zur Hauptuntersuchung, unabh\u00e4ngig davon, wie alt ein Fahrzeug ist. F\u00fcr Neuwagen steht die erste Inspektion erst nach 36 Monaten an. Wer die Frist f\u00fcr den Termin verpasst und sich nicht rechtzeitig eine neue T\u00dcV-Plakette abholt, muss im Fall einer Fahrzeugkontrolle mit einem Bu\u00dfgeld rechnen. In vielen EU-Staaten m\u00fcssen \u00e4ltere Autos bereits j\u00e4hrlich zur Inspektion.<\/p>\n<p>H\u00f6here M\u00e4ngelquote bei \u00e4lteren Autos <\/p>\n<p>Die M\u00e4ngelquote bei Hauptuntersuchungen steigt bei Autos mit dem Alter stark an, wie auch Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes belegen. Bei Autos im Alter von drei bis f\u00fcnf Jahren kamen 2023 knapp 94 Prozent ohne M\u00e4ngel durch den Check. <\/p>\n<p>Bei Autos im Alter von sieben bis neun Jahren waren es nur noch 77 Prozent und bei Autos \u00fcber neun Jahren &#8211; eine genauere Unterteilung gibt es \u00fcber dieser Marke nicht mehr &#8211; nur noch 54 Prozent. In dieser obersten Altersklasse finden die Pr\u00fcfer den Angaben nach im Schnitt bei mehr als jedem vierten Auto mindestens erhebliche M\u00e4ngel. Knapp ein Prozent hatte dort sogar gef\u00e4hrliche M\u00e4ngel oder war gar verkehrsunsicher, das ist ein mehrfaches der Werte aus den j\u00fcngeren Altersgruppen.<\/p>\n<p>2023 wurden laut Kraftfahrt-Bundesamt in Deutschland knapp 22 Millionen Pkw zur Hauptuntersuchung vorgef\u00fchrt. Mehr als die H\u00e4lfte war \u00fcber neun Jahre alt. Zahlen f\u00fcr 2024 liegen noch nicht vor.<\/p>\n<p>Mit Informationen von dpa <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"F\u00fcr Autos, die \u00e4lter als zehn Jahre sind, soll nach dem Willen der EU-Kommission eine j\u00e4hrliche Pflichtinspektion kommen.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":57756,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,3985,3817,548,942,663,158,3934,3935,13,26151,14,15,12],"class_list":{"0":"post-57755","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-autos","11":"tag-christian-bernreiter","12":"tag-eu","13":"tag-eu-kommission","14":"tag-europa","15":"tag-europaeische-union","16":"tag-europe","17":"tag-european-union","18":"tag-headlines","19":"tag-inspektion","20":"tag-nachrichten","21":"tag-news","22":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/57755","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=57755"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/57755\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/57756"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=57755"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=57755"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=57755"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}