{"id":577844,"date":"2025-11-15T16:30:26","date_gmt":"2025-11-15T16:30:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/577844\/"},"modified":"2025-11-15T16:30:26","modified_gmt":"2025-11-15T16:30:26","slug":"suche-nach-atommuell-endlager-was-sagen-experten-ueber-halle-und-umgebung-haller-kreisblatt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/577844\/","title":{"rendered":"Suche nach Atomm\u00fcll-Endlager: Was sagen Experten \u00fcber Halle und Umgebung? | Haller Kreisblatt"},"content":{"rendered":"<p id=\"absatz1\" class=\"em_text\">Altkreis Halle. Anfang November ver\u00f6ffentlichte die \u201eBundesgesellschaft f\u00fcr Endlagerung\u201c (BGE) die Zwischenergebnisse ihrer Suche nach einem geeigneten Standort f\u00fcr ein Endlager f\u00fcr hoch-radioaktiven Abfall. Schw\u00e4cher strahlendes Material wurde bisher im Endlager Morsleben in Sachsen-Anhalt eingelagert. Au\u00dferdem wird daf\u00fcr in Salzgitter das Endlager Konrad errichtet. F\u00fcr die 27.000 Kubikmeter hoch-radioaktives Material gibt es hingegen bis heute keine L\u00f6sung. Die rund 1.750 Beh\u00e4lter warten an verschiedenen Standorten auf eine Entscheidung.<\/p>\n<p id=\"absatz2\" class=\"em_text\">Nachdem eine politische L\u00f6sung in Gorleben scheiterte, wurde 2017 beschlossen, ganz Deutschland zu untersuchen und den nach wissenschaftlichen Kriterien besten Standort zu finden. Dabei st\u00fctzen sich die Fachleute der BEG vor allem auf existierende Daten von Bohrungen der vergangenen Jahrzehnte. Mehr als die H\u00e4lfte der Fl\u00e4che Deutschlands konnte pauschal als ungeeignet ausgeschlossen werden, weil sie geologisch zu instabil ist. Das Endlager soll eine Million Jahre halten.<\/p>\n<p id=\"absatz4\" class=\"em_text\">Nun ver\u00f6ffentlicht die Bundesgesellschaft eine interaktive Karte, die den bisherigen Wissensstand zusammenfasst. Der reduziert den Suchbereich nun wiederum um 50 Prozent, womit nur noch ein Viertel der Fl\u00e4che Deutschlands im Rennen ist. So ist der S\u00fcden Nordrhein-Westfalens offenbar komplett ungeeignet. Weniger einfach gestaltete sich die Suche im M\u00fcnsterland und in Ostwestfalen-Lippe.<\/p>\n<p>K\u00f6nnte das Atomm\u00fcll-Endlager in OWL entstehen?<\/p>\n<p><a class=\"article-detail-image use-fancybox\" href=\"https:\/\/www.haller-kreisblatt.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xeUxCTE1FdnZmZng4RDRGUFBHR21LcldtaTJmdU1ra3dGVkhaQVdrQXZyL0NpVkxpRElISDhFRTh0b2hvV3FjckZnak1CbDh4cWZneW9USE02Z0E2RlRlWmN4dU0yUGEwd3ZOSisyQ0FRR1k9\/251113-1552-664896850.jpg\" rel=\"article-detail-image-overlay noopener\" title=\"Die Deutschlandkarte mit Teilgebieten in denen nach einem Endlager-Standort gesucht wird. Die interaktive Karte ist detailreicher und verwendet andere Farben. - \u00a9 BGE\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" itemprop=\"image\" class=\"media-object img-responsive\" width=\"500\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/251113-1552-664896850.jpg\" alt=\"Die Deutschlandkarte mit Teilgebieten in denen nach einem Endlager-Standort gesucht wird. Die interaktive Karte ist detailreicher und verwendet andere Farben. - \u00a9 BGE\"\/><br \/>\n<\/a><\/p>\n<p>Die Deutschlandkarte mit Teilgebieten in denen nach einem Endlager-Standort gesucht wird. Die interaktive Karte ist detailreicher und verwendet andere Farben.<br \/>\n(\u00a9 BGE)<\/p>\n<p id=\"absatz6\" class=\"em_text\">Der Kreis G\u00fctersloh teilt sich in verschiedene Suchzonen. Alle Fl\u00e4chen n\u00f6rdlich des Teutoburger Waldes wurden bei der Suche pauschal ausgeschlossen, weil die Bodenzusammensetzung nicht den Anforderungen entspricht. Eine Mindestanforderung ist, dass 300 Meter Gestein das Endlager von der Erdoberfl\u00e4che trennen. Grunds\u00e4tzlich werden nur drei Gesteinsarten als akzeptabel angesehen: Salz, Ton und Granit.<\/p>\n<p id=\"absatz7\" class=\"em_text\">S\u00fcdlich des Teutos &#8211; also in gro\u00dfen Teilen des Kreises G\u00fctersloh und im M\u00fcnsterland &#8211; besteht der Boden aus sogenanntem \u201ePr\u00e4terti\u00e4ren Tongestein\u201c und ist damit grunds\u00e4tzlich gut geeignet. Ton ist wenig wasserdurchl\u00e4ssig, absorbiert gef\u00e4hrliche Radionukloide und ist weich genug, um Risse selbst wieder zu verschlie\u00dfen. Allerdings ist Ton auch ein schlechter W\u00e4rmeleiter. Da stark radioaktives Material Hitze abstrahlt, m\u00fcsste ein Endlager entsprechend gro\u00df sein.<\/p>\n<p id=\"absatz8\"><b class=\"bold\">Lesen Sie auch:<\/b> <a href=\"https:\/\/www.haller-kreisblatt.de\/ueberregional\/politik\/24206416_Noch-25-Prozent-Flaeche-im-Rennen-um-Atomendlager.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">25 Prozent in der engeren Auswahl <\/a><\/p>\n<p id=\"absatz9\" class=\"em_text\">Die hiesige Region erstrahlt auf der Suchgebietskarte der BGE in vier Farben. Gro\u00dfe Teile Werthers, Borgholzhausens und Bielefelds wurden von vornherein ausgeschlossen und sind ausgegraut. Nach Studien existierender Bodenwerte gilt auch das Mittelgebirge selbst als \u201eungeeignet\u201c und erscheint orange. Gr\u00f6\u00dfere Fl\u00e4chen in Steinhagen, Versmold, Halle und dem restlichen Kreisgebiet gelten zumindest als \u201egering geeignet\u201c (gelb). Dass es aber andere Bereiche in Deutschland gibt, die tats\u00e4chlich als \u201egeeignet\u201c gelten, macht ein Endlager sehr unwahrscheinlich.<\/p>\n<p>Was sagen die Karten \u00fcber den Altkreis Halle und Umgebung?<\/p>\n<p id=\"absatz10\" class=\"em_text\">Eine komplette Entwarnung f\u00fcr den Kreis G\u00fctersloh kann trotzdem noch nicht gegeben werden. Teile von Borgholzhausen, Halle und Steinhagen sind noch nicht abschlie\u00dfend untersucht und geh\u00f6ren damit zum noch immer gro\u00dfen dunklen Bereich. Die Dichte der Besiedlung macht aber auch hier ein Endlager extrem unwahrscheinlich. Gro\u00dfe Teile des M\u00fcnsterlandes warten ebenfalls noch auf Ergebnisse.<\/p>\n<p id=\"absatz11\"><b class=\"bold\">Mehr zum Thema:<\/b> <a href=\"https:\/\/www.haller-kreisblatt.de\/region\/nrw\/24161741_GdP-Landeschef-Castor-Fahrten-sind-sinnlose-Mammutaufgabe.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eCastor-Fahrten sind sinnlose Mammutaufgabe\u201c<\/a><\/p>\n<p id=\"absatz12\" class=\"em_text\">Weniger angenehm verl\u00e4uft die Suche indes f\u00fcr die Menschen jenseits der Grenze zu Niedersachsen. So leuchten gro\u00dfe Bereiche rund um den D\u00fcmmer, Bramsche und Preu\u00dfisch Oldendorf in Gr\u00fcn und Blau. Sie haben die bisherigen Pr\u00fcfschritte bestanden, und die Fachleute gehen davon aus, dass sie mindestens teilweise in die bevorzugten Kategorien A und B eingeordnet werden. \u00c4hnlich viele geeignete Bereiche finden sich in Deutschland bisher nur rund um Hannover sowie in Ost- und S\u00fcdwestdeutschland.<\/p>\n<p id=\"absatz13\" class=\"em_text\">In den kommenden Jahren wird die \u201eBundesgesellschaft f\u00fcr Endlagerung\u201c weitere Gebiete untersuchen. Bereits jetzt zeigt sich, dass die einzelnen Suchschritte l\u00e4nger dauern als vorhergesehen. Dass die Standortentscheidung wie geplant 2031 stattfinden kann, gilt deshalb als unwahrscheinlich. Derzeit geht die BGE eher von Ergebnissen fr\u00fchestens ab 2046 aus. Bis das Endlager dann tats\u00e4chlich fertig ist, wird es noch weitere 50 Jahre dauern.<\/p>\n<p id=\"absatz14\"><b class=\"bold\">Aktuelle News bekommen Sie t\u00e4glich \u00fcber den<\/b> <a href=\"https:\/\/whatsapp.com\/channel\/0029VagU0FW1SWsxhmHz2v0q\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">WhatsApp-Kanal des HK<\/a> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Altkreis Halle. Anfang November ver\u00f6ffentlichte die \u201eBundesgesellschaft f\u00fcr Endlagerung\u201c (BGE) die Zwischenergebnisse ihrer Suche nach einem geeigneten Standort&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":577845,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1841],"tags":[21778,138895,1605,21779,138894,102818,3364,29,130430,10120,30,99362,4280,16612,734,19081,16384,16405,1411,1209,22058,22059,860,16775,16382],"class_list":{"0":"post-577844","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bielefeld","8":"tag-altkreis","9":"tag-beg","10":"tag-bielefeld","11":"tag-borgholzhausen","12":"tag-bundesgesellschaft-fr-endlagerung","13":"tag-cnt_aufmacher","14":"tag-de","15":"tag-deutschland","16":"tag-endlager","17":"tag-gtersloh","18":"tag-germany","19":"tag-gorleben","20":"tag-label_l-120","21":"tag-mnsterland","22":"tag-meta_artikelklasse_nachricht","23":"tag-meta_copyrights_hk","24":"tag-meta_themen_blaulicht_sicherheit","25":"tag-meta_userneeds_ordneein","26":"tag-niedersachsen","27":"tag-nordrhein-westfalen","28":"tag-ostwestfalen-lippe","29":"tag-owl","30":"tag-sachsen-anhalt","31":"tag-salzgitter","32":"tag-steinhagen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115554669736459752","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/577844","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=577844"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/577844\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/577845"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=577844"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=577844"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=577844"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}