{"id":578005,"date":"2025-11-15T18:13:13","date_gmt":"2025-11-15T18:13:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/578005\/"},"modified":"2025-11-15T18:13:13","modified_gmt":"2025-11-15T18:13:13","slug":"naturschuetzer-wollen-umsiedlung-von-bibern-nach-frankreich-verhindern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/578005\/","title":{"rendered":"Natursch\u00fctzer wollen Umsiedlung von Bibern nach Frankreich verhindern"},"content":{"rendered":"<p>Im Biosph\u00e4renreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft richten einige Biber enorme Sch\u00e4den an und geraten so in Konflikt mit menschlichen Interessen.<br \/>\nBildrechte: imago\/imagebroker<\/p>\n<p class=\"timestamp\">15. November 2025,<br \/>\n19:00 Uhr<\/p>\n<p class=\"einleitung\">Seit Anfang Oktober ist klar: Sachsen will unliebsame Biber aus der Oberlausitz nach Frankreich &#8222;abschieben&#8220;. Die Tiere hatten im Biosph\u00e4renreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft mehrere hunderttausend Euro Schaden angerichtet. Doch gegen die Entscheidung der Landesdirektion regt sich Widerstand. Nun muss das Verwaltungsgericht Dresden endg\u00fcltig entscheiden.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcne Liga Sachsen hat die geplante Umsiedlung von Oberlausitzer Bibern nach Nordfrankreich vorerst gestoppt. Mit einem Eilantrag beim Verwaltungsgericht Dresden richtete sich der Verband gegen eine Entscheidung der Landesdirektion von Anfang Oktober. Grund ist demnach, dass der Beschluss <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen\/bautzen\/bautzen-hoyerswerda-kamenz\/biber-abschuss-genehmigung-jagd-umsiedlung-100~amp.html\" title=\"Sachsen genehmigt erstmals Abschuss von Bibern \u2013 als letztes Mittel\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">als letztes Mittel<\/a> auch eine T\u00f6tung der Tiere erlaubt, wenn sie nicht lebend gefangen werden k\u00f6nnen. Das Verwaltungsgericht muss nun in einem Hauptverfahren endg\u00fcltig \u00fcber den Fall entscheiden.<\/p>\n<p>Biber sollen nicht deutlich reduziert werden\n<\/p>\n<p>Bei der Landesdirektion denken die Verantwortlichen nicht, dass ein Abschuss tats\u00e4chlich n\u00f6tig sein wird. &#8222;Wir gehen nach jetzigem Stand jedoch davon aus, dass es dazu nicht kommen wird. Es geht nicht um eine deutliche Reduktion der Population&#8220;, schildert die Landesdirektion das Anliegen. Mit der Genehmigung sei beabsichtigt, den wirtschaftlichen Schaden zu begrenzen und die Teichgruppe als ma\u00dfgeblichen Bestandteil des dortigen Schutzgebietes nachhaltig zu sichern.\u00a0<\/p>\n<p>F\u00fcr die Gr\u00fcne Liga stellt sich dagegen die &#8222;grundlegende Frage, wie man ernsthaft auf die Idee kommen kann, einer europarechtlich besonders gesch\u00fctzten Art wie dem Biber das Existenzrecht in einem Naturschutzgebiet absprechen zu wollen&#8220;.<\/p>\n<p>\t\tDem Eilantrag der Gr\u00fcnen Liga hat das Verwaltungsgericht stattgegeben. In einer Hauptverhandlung muss nun noch endg\u00fcltig \u00fcber die Zukunft der Biber entschieden werden.<br \/>\nBildrechte: MDR\/Madeleine Arndt<\/p>\n<p>Sch\u00e4den durch Biber in Teichgruppe Kreba-West\n<\/p>\n<p>Anlass f\u00fcr die geplante Umsiedlung\u00a0<a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen\/bautzen\/goerlitz-weisswasser-zittau\/biber-aerger-teichwirtschaft-kreba-114~amp.html\" title=\"Biber gr\u00e4bt Teichwirt in der Oberlausitz die Existenz ab\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">sind immense Sch\u00e4den, die die Biber in der Teichgruppe Kreba-West<\/a> im Biosph\u00e4renreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft angerichtet hatten. Sie belaufen sich laut Landesdirektion seit 2019 auf 190.000 Euro. Ein Dammbruch am Teichzuleiter f\u00fchrte laut Landratsamt G\u00f6rlitz zu einem zus\u00e4tzlichen Schaden von bis zu 50.000 Euro. Ohne ein Eingreifen m\u00fcsste mit derartigen Sch\u00e4den auch in Zukunft regelm\u00e4\u00dfig gerechnet werden, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Genehmigung f\u00fcr Umsiedlung gilt bis M\u00e4rz 2026\n<\/p>\n<p>Die Genehmigung der Landesdirektion\u00a0f\u00fcr die Umsiedlung der Biber gilt bis Mitte M\u00e4rz 2026. Bis dahin m\u00fcssen die Nager den Freistaat in der Transportkiste verlassen haben. Die genaue Anzahl der Tiere ist der Landesdirektion nicht bekannt. &#8222;Wir gehen von maximal zwei Familien &#8211; jeweils etwa vier bis sechs Tiere &#8211; und einigen wenigen Einzeltieren aus&#8220;, betont die Beh\u00f6rde.<\/p>\n<p>Bayern hat Biber schon erfolgreich umgesiedelt\n<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen\/bautzen\/goerlitz-weisswasser-zittau\/biber-unsiedeln-tiere-schaden-kosten-102~amp.html\" title=\"Oh l\u00e0 l\u00e0: Darum siedeln Biber aus Sachsen nach Frankreich um\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">In Frankreich sollen die Biber den Angaben<\/a> zufolge in Hauts-de-France, der n\u00f6rdlichsten Region Frankreichs, ein Zuhause finden. Diese Region werde als sehr geeignet f\u00fcr die Nagetiere eingesch\u00e4tzt, erkl\u00e4rt die Landesdirektion. Aus Bayern seien bereits Biber erfolgreich nach Frankreich umgesiedelt worden.<\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p class=\"broadcastHint\"><strong class=\"title\">Dieses Thema im Programm:<\/strong>mdrsachsen.de | 15. November 2025 | 19:00 Uhr<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Biosph\u00e4renreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft richten einige Biber enorme Sch\u00e4den an und geraten so in Konflikt mit&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":578006,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3974],"tags":[331,332,548,663,3934,3980,156,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-578005","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-france","14":"tag-frankreich","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115555074380368001","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/578005","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=578005"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/578005\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/578006"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=578005"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=578005"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=578005"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}