{"id":578865,"date":"2025-11-16T03:12:12","date_gmt":"2025-11-16T03:12:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/578865\/"},"modified":"2025-11-16T03:12:12","modified_gmt":"2025-11-16T03:12:12","slug":"in-der-neuen-eu-strategie-geht-es-nicht-um-freie-geschlechtsauswahl-bei-kindern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/578865\/","title":{"rendered":"In der neuen EU-Strategie geht es nicht um freie Geschlechtsauswahl bei Kindern"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Kinder werden immer wieder instrumentalisiert, um queere Menschen zu diskriminieren und Fortschritte bei LGBTIQ+-Rechten zu verhindern. Aktuell kursiert in\u00a0<a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20251112155818\/https:\/www.facebook.com\/plugins\/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Fsvengranertofficial%2Fposts%2Fpfbid02PgS2Wr4y5kRVcyR2mXTuo4FpFKPbQ1mYe6gimHwgXuJeeN2d9wG9HnVvxK4beF5bl\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"underline \">sozialen Netzwerken<\/a>\u00a0und auf\u00a0<a href=\"https:\/\/archive.ph\/Q88SW\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"underline \">rechten Blogs<\/a>\u00a0die Behauptung, Kinder k\u00f6nnten sich in der Europ\u00e4ischen Union k\u00fcnftig unabh\u00e4ngig von ihrem Alter ihr Geschlecht frei aussuchen. \u00c4rzte oder Eltern m\u00fcssten dabei nicht einbezogen werden. Au\u00dferdem drohten EU-Mitgliedstaaten Sanktionen, wenn sie diese Regelung nicht umsetzen. Stimmt das?\n  <\/p>\n<p>            Bewertung<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Das stimmt nicht. Die EU-Strategie ist eine Empfehlung, kein Gesetz. Kinder d\u00fcrfen sich ihr Geschlecht nicht frei aussuchen, und Mitgliedstaaten m\u00fcssen keine Sanktionen bef\u00fcrchten, wenn sie die Strategie nicht umsetzen.\n  <\/p>\n<p>            Fakten<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Am\u00a0<a href=\"https:\/\/archive.ph\/PtDqu\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"underline \">5. Oktober 2025<\/a>\u00a0hat die Europ\u00e4ische Kommission die\u00a0<a href=\"https:\/\/commission.europa.eu\/publications\/lgbtiq-equality-strategy-2026-2030-0_en?prefLang=de\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"underline \">Gleichstellungsstrategie<\/a>\u00a0f\u00fcr die Jahre 2026 bis 2030 vorgestellt.<br \/>Sie soll als<a href=\"https:\/\/archive.ph\/KHxe0\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"underline \">\u00a0Leitfaden f\u00fcr den Schutz und die F\u00f6rderung<\/a>\u00a0von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans-, inter- und queeren Menschen (LGBTIQ+) dienen.\n  <\/p>\n<p>            Verfahren der Geschlechtsanerkennung soll gepr\u00fcft werden<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Der Abschnitt, in dem es um Altersbeschr\u00e4nkungen geht, wurde fehlinterpretiert. Tats\u00e4chlich hei\u00dft es: \u201eDie Kommission wird den<br \/>\nAustausch bew\u00e4hrter Verfahren zwischen den Mitgliedstaaten erleichtern, um die Entwicklung von Verfahren zur rechtlichen Anerkennung der Geschlechtsidentit\u00e4t zu unterst\u00fctzen, die auf Selbstbestimmung beruhen und frei von Altersbeschr\u00e4nkungen sind.\u201c\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Das bedeutet: Die Kommission will Verfahren f\u00f6rdern, die auf Selbstbestimmung basieren und bei denen Altersbeschr\u00e4nkungen nicht automatisch eine H\u00fcrde darstellen. Kinder werden dabei jedoch nicht ausdr\u00fccklich erw\u00e4hnt.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Inhaltlich bezieht sich die Kommission auf\u00a0<a href=\"https:\/\/archive.ph\/Gu7I8\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"underline \">Empfehlungen des Europarats,<\/a> der bereits seit mehreren Jahren fordert, dass Verfahren zur Geschlechtsanerkennung nicht pauschal von Altersgrenzen abh\u00e4ngen sollen. Stattdessen sollen Staaten pr\u00fcfen, ob eine starre Altersgrenze von 18 Jahren gerechtfertigt ist oder ob ein flexiblerer Ansatz \u2013 etwa unter Einbeziehung von Eltern und \u00c4rzten oder Gerichten \u2013 geeigneter w\u00e4re. Es geht nicht darum, Altersgrenzen verpflichtend abzuschaffen. Ebenso gibt die Strategie \u00fcber das Wort \u201eSelbstbestimmung\u201c hinaus keinen Hinweis darauf, dass Eltern oder medizinisches Fachpersonal von solchen Verfahren ausgeschlossen werden sollen.\n  <\/p>\n<p>            Dokument ist rechtlich unverbindlich <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Strategie der Europ\u00e4ischen Kommission ist eine Empfehlung, kein Gesetz. Die EU besitzt\u00a0<a href=\"https:\/\/archive.ph\/UXT5d\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"underline \">keine Gesetzgebungskompetenz im Familienrecht<\/a>\u00a0und darf daher keine einheitlichen Altersgrenzen oder Regelungen zur Geschlechtsanerkennung f\u00fcr die Mitgliedstaaten festlegen. Mitgliedstaaten, die die Strategie nicht umsetzen, k\u00f6nnen nicht sanktioniert werden.<\/p>\n<p>Ein solcher Strategievorschlag w\u00fcrde erst dann rechtsverbindlich, wenn er als Richtlinie oder Verordnung verabschiedet w\u00fcrde. Dazu w\u00e4ren der\u00a0<a href=\"https:\/\/archive.ph\/GmDVv\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"underline \">Europ\u00e4ische Rat und das Europ\u00e4ische Parlament<\/a>\u00a0n\u00f6tig. Schlie\u00dflich m\u00fcsste die Richtlinie in nationales Gesetz in den Mitgliedsstaaten umgesetzt werden.\n  <\/p>\n<p>            EU-Kommission legt Fokus bis 2030 fest<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Strategie 2026-2023 konzentriert sich auf drei Hauptziele:\n  <\/p>\n<ol class=\"list-decimal my-4 list-inside\">\n<li class=\" mb-3 text-xs md:text-m lg:text-l\">Den Schutz von LGBTIQ+ vor Hass und sch\u00e4dlichen Praktiken.<\/li>\n<li class=\" mb-3 text-xs md:text-m lg:text-l\">Die St\u00e4rkung von LGBTIQ+ durch die Gew\u00e4hrleistung des Zugangs zu Besch\u00e4ftigung, Gesundheitswesen und Bildung.<\/li>\n<li class=\" mb-3 text-xs md:text-m lg:text-l\">Das Engagement f\u00fcr LGBTIQ+ mittels St\u00e4rkung der Zusammenarbeit innerhalb der EU und weltweit.<\/li>\n<\/ol>\n<p>            Hasskriminalit\u00e4t gegen\u00fcber LGBTQ+ nimmt zu<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die EU-Kommission hebt in ihrem Bericht die Fortschritte der letzten Jahre hervor: LGBTIQ+-Personen erfahren in vielen L\u00e4ndern zunehmende gesellschaftliche Akzeptanz und k\u00f6nnen h\u00e4ufiger offen mit ihrer Identit\u00e4t umgehen. Gleichzeitig weist die Kommission darauf hin, dass sich die Lage in einigen Bereichen verschlechtert hat. Diskriminierung und Gewalt gegen\u00fcber LGBTIQ+-Personen haben zugenommen \u2013 das best\u00e4tigt auch der\u00a0<a href=\"https:\/\/archive.ph\/Jv9WN\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"underline \">Lagebericht des Bundeskriminalamts von 2024.<\/a>\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    (Stand: 12.11.2025)\n  <\/p>\n<p>    Recherche vertiefen? Hier geht\u00b4s zu den Links<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Haben auch Sie einen Sachverhalt, den man einmal unter die Lupe nehmen sollte? Ein Foto, Video oder eine Aussage, die gepr\u00fcft werden sollte? Dann freuen wir uns \u00fcber Ihre Nachricht an die dpa-Faktenchecker unter 0160 3476409 via WhatsApp (Keine Gew\u00e4hr f\u00fcr die Bearbeitung).\u00a0\n  <\/p>\n<p>    Transparenzhinweis<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Das Projekt \u201eAugsburg checkt\u2018s\u201c erfolgt in gemeinsamer Zusammenarbeit der Stadt Augsburg, den Stadtwerken Augsburg, der Augsburger Allgemeinen und der Deutschen Presseagentur. Stadt und Stadtwerke stellen Geb\u00e4ude, Liegenschaften sowie Fahrzeuge f\u00fcr die Initiative zur Verf\u00fcgung. Auf Inhalte haben sie keinen Einfluss. Die Faktenchecks wurden von der Deutschen Presseagentur recherchiert und werden unter anderem \u00fcber die Augsburger Allgemeine publiziert.\u00a0\n  <\/p>\n<ul data-module-id=\"DragDropModule\" class=\"flex flex-wrap justify-start group-[.no-bookmarks]:hidden\">\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    EU<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Europ\u00e4ische Kommission<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Europarat<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kinder werden immer wieder instrumentalisiert, um queere Menschen zu diskriminieren und Fortschritte bei LGBTIQ+-Rechten zu verhindern. 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