{"id":579523,"date":"2025-11-16T09:58:15","date_gmt":"2025-11-16T09:58:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/579523\/"},"modified":"2025-11-16T09:58:15","modified_gmt":"2025-11-16T09:58:15","slug":"geht-wenn-ihr-koennt-wie-ukrainer-aus-der-todeszone-fliehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/579523\/","title":{"rendered":"&#8222;Geht, wenn ihr k\u00f6nnt&#8220;: Wie Ukrainer aus der Todeszone fliehen"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Geht, wenn ihr k\u00f6nnt&#8220; Wie Ukrainer aus der Todeszone fliehen16.11.2025, 10:16 Uhr <img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autor-fallback.svg\" alt=\"image\"\/>Von Kristina Thomas<img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Ukrainische-Feuerwehrleute-loeschen-einen-Brand-nach-der-Bombardierung-des-Marktgebaeudes-von-Kostia.webp\" alt=\"Ukrainische-Feuerwehrleute-loeschen-einen-Brand-nach-der-Bombardierung-des-Marktgebaeudes-von-Kostiantynivka\"\/>Ukrainische Feuerwehrleute l\u00f6schen einen Brand nach der Bombardierung des Marktgeb\u00e4udes von Kostiantynivka. (Foto: Anadolu via Getty Images)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEPMdif5mpRNxiLOeUpHCwwsqFAgKIhDzHYn-ZqUTcYiznlKRwsML?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" title=\"Auf Google News folgen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Die neue russische Strategie kommt lautlos \u2013 bis sie trifft. Drohnen statt Soldaten, Angst \u00fcberall statt nur an der Frontlinie. Ihr Ziel: die Zivilbev\u00f6lkerung. In der Ostukraine rettet das Team von East SOS Menschen vor Russlands Luftterror.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Ein dumpfes Grollen in der Ferne, ein Knall oder ohrenbet\u00e4ubende Explosionen &#8211; teils im Minutentakt ersch\u00fcttern russische Luftangriffe Kramatorsk, Slowjansk, Kostjantyniwka und andere Orte im Osten der Ukraine. Laut dem US-Institute for the Study of War treffen sie \u00fcberwiegend zivile Geb\u00e4ude und Wohnungen. Nur Sekunden liegen zwischen dem Pfeifton der Rakete, dem Summen der nahenden Drohne und dem Einschlag. Gleitbomben explodieren ohne Warnung. Ihre Botschaft: Nirgends bist du sicher.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Nach einer weiteren Nacht voller Angriffe steht der achtj\u00e4hrige Kyrylo vor dem Eingang des Wohnhauses seiner Familie in Slowjansk. Neugierig blickt er in den Kleinbus der Hilfsorganisation East SOS, der dort wartet. In routinierter Eile verstaut Fahrer Roman Buhaiov die Taschen. &#8222;Komm, steig ein!&#8220;, ruft er &#8211; keine Zeit zu verlieren in Slowjansk, wo selbst die kurzen Pausen tr\u00fcgerisch sind. Sein Kollege Eduard Skoryk bringt weiteres Gep\u00e4ck; kurz darauf erscheint Olena, 31 Jahre alt, die Mutter des Achtj\u00e4hrigen. Seine einj\u00e4hrige Schwester hat sie an sich gedr\u00fcckt. Ein letzter Blick hinauf zur Wohnung, in der sie aufgewachsen ist. Dann verl\u00e4sst die Familie Slowjansk &#8211; vielleicht f\u00fcr immer.<\/p>\n<p>&#8222;Die Frontlinie hat sich aufgel\u00f6st&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Hunderttausende Ukrainer sind seit dem Sommer aus den Regionen Donezk und Dnipropetrovsk geflohen. Gesch\u00e4tzt m\u00fcssen bis zu 200.000 weitere Menschen allein aus der Region Donezk evakuiert werden, darunter Zehntausende Kinder, Alte und Pflegebed\u00fcrftige. Eine logistische Mammutaufgabe, gestemmt von einem Netzwerk aus Hilfsorganisationen, Rettungsdiensten, Polizei und Ehrenamtlichen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Evac2_Olena_Inna (1)\"\/>Olena mit dem einj\u00e4hrigen Baby. Die Familie verl\u00e4sst Slowjansk. (Foto: Kristina Thomas)<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Seit Beginn der russischen Vollinvasion evakuiert das Team der Hilfsorganisation East SOS Menschen aus den umk\u00e4mpften St\u00e4dten der Ostukraine. Doch die Regeln des Krieges haben sich ver\u00e4ndert: &#8222;Die Frontlinie hat sich aufgel\u00f6st&#8220;, sagt Roman. &#8222;Sie ist st\u00e4ndig in Bewegung, erreicht D\u00f6rfer, Felder und Stra\u00dfen weit hinter den K\u00e4mpfen.&#8220; <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Anfang September griffen russische Drohnen H\u00e4user und Autos bis zu 50 Kilometer vor der Frontlinie an. Ein Risiko nicht nur f\u00fcr die Milit\u00e4rlogistik, sondern auch f\u00fcr Fluchtrouten und humanit\u00e4re Knotenpunkte. Fern der diplomatischen Debatten kippt in der Ostukraine die Lage f\u00fcr die Menschen. Die Angst w\u00e4chst. <\/p>\n<p>Fluchtrouten sind unter Beschuss<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Die 10-Kilometer-Zone ist definitiv eine Todeszone &#8211; oft ist sie breiter. Dort liegt die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr Drohnentreffer bei 50 Prozent, wenn nicht sogar h\u00f6her&#8220;, meint NGO-Helfer Eduard, w\u00e4hrend er den Wagen aus der Stadt herauslenkt. Kollege Roman nickt: &#8222;Und es ist keineswegs sicher, dass ein St\u00f6rsender dagegen hilft.&#8220; Bereits im August verursachten First-Person-View-Drohnen laut UN-Angaben die meisten zivilen Opfer in Frontn\u00e4he: 58 Tote und 272 Verletzte. Ein aktueller UN-Bericht dokumentiert \u00fcber 500 F\u00e4lle systematischer russischer Drohnenangriffe auf ukrainische Zivilisten. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Gefl\u00fcchtete und ihre Helfer m\u00fcssen sich auf einer dynamischen Landkarte der Bedrohung zurechtfinden. W\u00e4hrend w\u00f6chentlich Hunderte Menschen evakuiert werden, passt sich das Team stetig an: &#8222;Fr\u00fcher, in Bachmut, evakuierten wir fast schon an der Nulllinie,&#8220; erinnert sich Eduard. Damals galt die gr\u00f6\u00dfte Angst den Positionen feindlicher Soldaten. &#8222;Heute kommen wir gar nicht mehr so nah heran &#8211; selbst mit Drohnenjammer und gepanzertem Wagen.&#8220; <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Schon bald k\u00f6nnte ein Radius von 40 Kilometer zu gef\u00e4hrlich f\u00fcr das Team sein, meint Roman. Ein Grund sind Russlands Molnjia-Fl\u00fcgeldrohnen: &#8222;Bei den Molnjia-Drohnen fixieren sie einfach die Steuerung. Sie fliegen weiter, auch wenn sie gest\u00f6rt wurden,&#8220; erkl\u00e4rt Roman. Und sie dienen russischen FPV-Drohnen als &#8222;Taxi&#8220;, erm\u00f6glichen so, Distanzen bis zu 40 Kilometern zu \u00fcberwinden. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Mit dem Drohnenkrieg wird jede Evakuierung auch zu einem Kostenfaktor: W\u00e4hrend zerst\u00f6rerische Drohnen billig sind, kosten Jammer und gepanzerte Autos ein Vielfaches. Doch sobald ein System angeschafft wurde, scheint es bereits nutzlos, denn der Gegner hat nachger\u00fcstet. Eduard seufzt. Heute sind sie ohne Jammer und gepanzerten Wagen unterwegs, die teure Ausr\u00fcstung reicht nicht f\u00fcr alle Teams.<\/p>\n<p>Filigrane Schutznetze gegen Drohnenterror<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Auf der Fahrt aus Slowjansk sieht man zerbombte Tankstellen. &#8222;Das ist das erste Zeichen, dass es wirklich an der Zeit ist, zu gehen&#8220;, meint Roman. Oft m\u00fcssen sie sich ohne GPS orientieren &#8211; zum Schutz vor Angriffen wird das Signal gest\u00f6rt.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Fahrt ins Hinterland f\u00fchrt durch Tunnel aus wei\u00dfen und gr\u00fcnen Fischernetzen. Doch immer wieder wird der filigrane Schutzschild unterbrochen, sodass nur noch die Balken sichtbar sind. Ab und zu passiert man Bauarbeiter und Soldaten, die entlang der Strecke die wichtigen Drohnenschutznetze errichten &#8211; und dabei selbst der Gefahr aus dem Himmel ausgeliefert sind. Es gehe zu langsam voran, meint Roman, w\u00e4hrend er den Drohnendetektor pr\u00fcft. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Kommt das vom Auto?&#8220; Der Achtj\u00e4hrige horcht auf ein Ger\u00e4usch. &#8222;Das kommt vom Auto, keine Angst&#8220;, beruhigt ihn Olena. Kyrylo schmiegt sich an seine Mutter. &#8222;Wann sind wir da?&#8220; Sie lacht. &#8222;Noch lange nicht. Das dauert.&#8220; Ihrem Sohn zuliebe ist sie geflohen, obwohl sie noch keine Wohnung gefunden hat. &#8222;Er hat sich in den letzten Wochen sehr gef\u00fcrchtet, schl\u00e4ft schlecht und erschrickt leicht.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Wir sagen den Menschen, geht, wenn ihr k\u00f6nnt&#8220; <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Heute wird die Familie das Transitzentrum in Pawlohrad erreichen. Dann geht es mit dem Zug nach Dnipro, wo die drei bei einer Freundin unterkommen. Wie es weitergeht, wei\u00df Olena nicht. Doch in Dnipro hat Kyrylo zum ersten Mal die Chance auf Pr\u00e4senzunterricht &#8211; und viele Gleichaltrige, mit denen er spielen kann.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Wir erkl\u00e4ren den Menschen tagt\u00e4glich: Geht, wenn ihr k\u00f6nnt&#8220;, sagt Eduard. Den Schmerz der Familien, die ihre Heimat verlieren, versteht der 33-J\u00e4hrige gut: Er schloss sich East SOS an, nachdem er seine eigene Familie aus Bachmut herausbringen musste. Unter Beschuss evakuierte er seinen Gro\u00dfvater, der weiter ausgeharrt hatte. &#8222;Mir wurde klar: Viele Menschen k\u00f6nnen nicht f\u00fcr sich selbst sorgen &#8211; aber sie alle verdienen Schutz.&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">In der Ukraine wird dieser Schutzraum immer knapper: &#8222;Der Staat hat keinen freien Wohnraum mehr. Null&#8220;, sagt Roman. East SOS unterst\u00fctzt deshalb bestehende Einrichtungen, renoviert Geb\u00e4ude, richtet Pflegepl\u00e4tze ein. Doch f\u00fcr weitere Menschen ist kaum Platz. Die Folge: Evakuierungen stocken. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Ein zerst\u00f6rtes Einfamilienhaus in der Region Donezk unweit von einem \u00dcbergabepunkt von Evakuierungsteams, ca. 30 Kilometer von der Front\"\/>Ein zerst\u00f6rtes Haus in der Todeszone. (Foto: Kristina Thomas)<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Hilfsorganisationen und Einrichtungen schlagen Alarm: Ohne weitere Pl\u00e4tze f\u00fcr alte und bettl\u00e4gerige Menschen droht eine humanit\u00e4re Katastrophe: Bleiben sie zur\u00fcck, sind sie und ihre Verwandten hilflos Russlands Luftterror ausgeliefert &#8211; oder drohen zu verhungern, wenn die pflegenden Angeh\u00f6rigen sterben. Auch solche F\u00e4lle kennen die beiden.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">W\u00e4hrend Slowjansk und Kramatorsk sich leeren, verlagert sich die humanit\u00e4re Infrastruktur: In Losowa, Region Charkiw, ist ein weiteres Transitzentrum entstanden. Hunderte Menschen kommen t\u00e4glich an. So auch der 12-j\u00e4hrige Andrey. Auf dem Scho\u00df h\u00e4lt er die Transportbox mit seiner Katze. Der Blick des Jungen geht ins Leere. Psychologin Nataliia Levchenko setzt sich dazu und redet leise auf ihn ein. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Den Krieg m\u00fcsse sie den Kindern nicht erkl\u00e4ren, sagt Levchenko: &#8222;Sie wissen genau, was in unserem Land geschieht. \u00dcberraschenderweise weint keines von ihnen.&#8220; H\u00e4ufiger betreue sie Erwachsene. &#8222;Manchmal erfahren sie bei ihrer Ankunft vom Tod eines Nahestehenden, der es nicht rechtzeitig geschafft hat. Wir versuchen sie zu stabilisieren.&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Mutter Ljubow Pimenova, 49, ist mit Sohn Andrey aus Bilozerske geflohen. Die Mutter war f\u00fcr ihren Job als Telefonistin in der Mine geblieben. &#8222;Nat\u00fcrlich hatte Andrey Angst, besonders als die Bombardierung mit den Lenkbomben begann.&#8220; Vor einem Monat flohen sie nach Nowodonetsk, um wieder Strom und Wasser zu haben. Der Junge lebte zur\u00fcckgezogen, dennoch wollte er nicht weg. &#8222;Kaum hatte ich beschlossen, wir fliehen, war es wieder ruhiger und er wollte nicht. &#8218;Wohin gehen wir?&#8216;, fragte er mich dann. Sobald es wieder laut wurde, fragte er mich &#8218;Wann gehen wir?&#8216; Jetzt sind wir hier.&#8220; Die Zukunft macht ihr Angst. Ljubow war schon einmal geflohen, fand aber in zwei St\u00e4dten keine Arbeit und ging &#8211; trotz der Gefahr &#8211; zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Drei Tage ohne Wasser und Strom<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Koordinatorin Alla Riabtseva ist selbst Gefl\u00fcchtete, versteht ihre \u00c4ngste und die Verzweiflung. &#8222;Bis August hatten wir normale Zahlen, zwischen 80 und 150 Personen pro Tag. Dann begannen sie anzusteigen, auf 250 pro Tag, weil auch unsere Region Dnipropetrowsk betroffen war.&#8220; Im August wurde erweitert, auf 250. Doch Ende August kamen im neuen Zentrum bis zu 450 Menschen t\u00e4glich an. &#8222;Unser Personal kommt an seine Grenzen&#8220;, sagt Riabtseva. &#8222;Aber wir wissen, warum wir das tun.&#8220;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Evac5_Andrey und seine Mutter Lyubov Pimenova bei der Evakuierung ins Transitzentrum Losova\"\/>Ljubov und ihr Sohn Andrey. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Man bereite sich mental auf jedes Szenario vor: &#8222;Pawlohrad ist jetzt eine Frontstadt.&#8220; Seit einer Woche ist sie Ziel massiver Drohnen- und Raketenangriffe. Drei Tage lang gab es kein Wasser und keinen Strom. Wer es sich leisten kann, verl\u00e4sst die Stadt. Doch das Transitzentrum arbeitet weiter &#8211; mithilfe von Generatoren. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">F\u00fcr Roman und Eduard ist die R\u00fcckfahrt in die Todeszone rund um Kramatorsk zur gef\u00e4hrlichen Routine geworden. Sie wissen, dass Drohnen jeden treffen k\u00f6nnen. &#8222;Es ist be\u00e4ngstigend, das eigene Fahrzeug im Livestream auf dem kleinen Bildschirm zu sehen&#8220;, sagt Roman, den Drohnendetektor stets in der Hand. Doch sie werden bleiben, sagt Eduard. W\u00e4hrend Russland immer gr\u00f6\u00dfere Gebiete in Angst versetzt, setzen sie ein Zeichen der Menschlichkeit.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#8222;Geht, wenn ihr k\u00f6nnt&#8220; Wie Ukrainer aus der Todeszone fliehen16.11.2025, 10:16 Uhr Von Kristina ThomasUkrainische Feuerwehrleute l\u00f6schen einen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":579524,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[661,36235,13,5020,14,15,10980,16,12,10,8,9,11,4743,580,103,306,104],"class_list":{"0":"post-579523","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-angriff-auf-die-ukraine","9":"tag-donbass","10":"tag-headlines","11":"tag-kreml","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-ngo","15":"tag-politik","16":"tag-schlagzeilen","17":"tag-top-news","18":"tag-top-meldungen","19":"tag-topmeldungen","20":"tag-topnews","21":"tag-waffen","22":"tag-waffenruhe","23":"tag-welt","24":"tag-wladimir-putin","25":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115558791748675126","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/579523","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=579523"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/579523\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/579524"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=579523"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=579523"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=579523"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}