{"id":581187,"date":"2025-11-17T03:13:13","date_gmt":"2025-11-17T03:13:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/581187\/"},"modified":"2025-11-17T03:13:13","modified_gmt":"2025-11-17T03:13:13","slug":"krebszentrum-des-universitaetsklinikums-leipzig-zieht-positive-bilanz-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/581187\/","title":{"rendered":"Krebszentrum des Universit\u00e4tsklinikums Leipzig zieht positive Bilanz \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcnf Jahre nach Er\u00f6ffnung eines speziellen Fitness-Parcours f\u00fcr Krebspatient:innen zieht das Universit\u00e4tsklinikum Leipzig (UKL) eine positive Bilanz. Unsere Erwartungen haben sich mehr als erf\u00fcllt, sagte Prof. Dr. med. Florian Lordick, der als Direktor des universit\u00e4ren Krebszentrums Leipzig (UCCL) am UKL den Parcours 2020 im Rahmen eines deutschlandweiten Studienprojekts mit aufgebaut hat. <\/p>\n<p>Ziel des gemeinsamen Projekts von insgesamt elf onkologischen Zentren unter Federf\u00fchrung des Universit\u00e4tsklinikums K\u00f6ln war es, herauszufinden, welchen Einfluss Sport auf das Wohlbefinden und die Leistungsf\u00e4higkeit von Patient:innen nehmen kann, die sich einer Krebsbehandlung unterziehen. F\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter liegen die ersten Ergebnisse vor. Sie legen nahe, dass Sport in der Onkologie mehr kann, als eine Therapie nur zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Dass Krebspatient:innen, die sich regelm\u00e4\u00dfig aktiv sportlich bet\u00e4tigen, ihre Leistungsf\u00e4higkeit und ihr Wohlbefinden steigern k\u00f6nnen, ist in der Wissenschaft hinl\u00e4nglich bewiesen. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr l\u00e4gen auf der Hand, sagt Prof. Florian Lordick: Sport wirke sich positiv auf das Befinden und das Immunsystem aus und beuge au\u00dferdem chronischen Entz\u00fcndungen und dem Muskelabbau vor, zwei der h\u00e4ufigsten Probleme von Krebspatient:innen.<\/p>\n<p>Neuesten Erkenntnissen zufolge hat ein moderates Trainingsprogramm f\u00fcr onkologische Patient:innen aber weitaus gr\u00f6\u00dfere Effekte: \u201eWir sehen Effekte auf die \u00dcberlebenswahrscheinlichkeit der von Krebs Betroffenen, j\u00fcngst gezeigt in einer internationalen Studie zum Dickdarmkrebs\u00a0 \u2013 in einem Ausma\u00df, wie ich es nicht erwartet h\u00e4tte\u201c, sagt Prof. Lordick. <\/p>\n<p>\u00dcberlebenswahrscheinlichkeit sei eines der wesentlichen Wirksamkeitskriterien in der Onkologie. \u201eWenn Sie neue Medikamente zulassen wollen zum Beispiel, dann wird oft verlangt, dass sie die \u00dcberlebenswahrscheinlichkeit verbessern.\u201c<\/p>\n<p>Eine Krebsbehandlung durch Angebote aus dem Bereich der Sporttherapie zu erg\u00e4nzen, ist nach Meinung von Prof. Lordick deshalb mehr als sinnvoll. Der Onkologe und seine Mitstreiter:innen vom deutschlandweiten Studienprojekt gehen sogar noch einen Schritt weiter: Sie wollen Sport zu einer verschreibbaren und von den Krankenkassen \u00fcbernommenen Regelleistung f\u00fcr Krebspatient:innen machen. <\/p>\n<p>Ein entsprechendes Verfahren zur Anerkennung der sogenannten onkologischen Trainingstherapie laufe bereits, sagt Prof. Lordick nicht ohne Stolz. \u201eDurch die Einrichtung unseres Sportparcours und durch das Angebot, was wir unseren Patient:innen damit machen konnten, haben wir wesentlich dazu beigetragen, dass ein sehr sinnvolles Programm jetzt auch in die Regelleistung geht.\u201c<\/p>\n<p>Bis es so weit ist, setzen Prof. Lordick und sein Team, zu dem neben \u00c4rzt:innen auch Physio- und Sporttherapeut:innen geh\u00f6ren, ihre Forschungen fort, weil noch l\u00e4ngst nicht alle Fragen beantwortet sind. <\/p>\n<p>\u201eWir haben au\u00dferdem vor, die Frage nach dem Einfluss von Sport auf das Wohlbefinden und die Leistungsf\u00e4higkeit von Krebspatient:innen auszuweiten.\u201c Prof. Lordick denkt dabei etwa an Menschen, die ihre Krebserkrankung bereits hinter sich gelassen haben und nicht mehr in Behandlung sind. Auch dieser Gruppe von Patient:innen wollen er und seine Kolleg:innen vom UCCL ein spezielles Sportangebot unterbreiten, um eventuelle R\u00fcckf\u00e4lle oder Folgeerkrankungen an anderen Organsystemen vorzubeugen. <\/p>\n<p>\u201eWir wissen um das Risiko, im Nachgang einer Krebserkrankung erneut an Krebs \u2013 sei es dieselbe oder eine andere Art \u2013 zu erkranken. Auch Folgeerkrankungen am Herz-Kreislauf- oder am Stoffwechselsystem sind leider h\u00e4ufig, sodass ehemalige Krebspatient:innen \u00fcber Jahre weiter beobachtet und\/oder rehabilitiert werden m\u00fcssen.\u201c <\/p>\n<p>Unterst\u00fctzt werden der UCCL-Direktor und sein Team dabei durch Spenden. So habe es j\u00fcngst in Verbindung mit einem Radevent auf der Teststrecke der Porsche Leipzig GmbH in Schkeuditz eine gro\u00dfz\u00fcgige Spende des Konzerns von 5.000 Euro gegeben \u201ezur F\u00f6rderung unserer onkologischen Sportforschung.\u201c<\/p>\n<p>Dass das wachsende Sportangebot gut angenommen werden wird, steht f\u00fcr Prof. Lordick au\u00dfer Frage. Der Wille sei da \u2013 auch auf Seiten der Betroffenen. Viele von ihnen motiviere der Gedanke, selbst etwas zum Erfolg ihrer Behandlung beitragen zu k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>\u201eSonst sind Patient:innen doch recht passiv der Therapie ausgesetzt: Sie werden operiert oder bestrahlt, mit Chemotherapie oder Tabletten behandelt. Alles Dinge, die die Patient:innen auszuhalten haben, aber nur begrenzt beeinflussen k\u00f6nnen. Deshalb haben viele das Bed\u00fcrfnis, etwas tun zu wollen, was ihre Behandlung positiv unterst\u00fctzt. Und da empfehlen wir mittlerweile mit \u00dcberzeugung ein individuell angepasstes und im besten Falle fachlich begleitetes Ma\u00df an sportlicher Bet\u00e4tigung \u2013 allein oder in der Gruppe. Hauptsache, es findet regelm\u00e4\u00dfig und langfristig statt.\u201c<\/p>\n<p>Mehr zum Thema \u201eSport und Medizin\u201c gibt es in der aktuellen Ausgabe des UKL-Gesundheitsmagazins \u201e<a href=\"https:\/\/www.uniklinikum-leipzig.de\/HealthMagazine\/1125.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Liebigstra\u00dfe aktuell<\/a>\u201c. \u00a0\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"F\u00fcnf Jahre nach Er\u00f6ffnung eines speziellen Fitness-Parcours f\u00fcr Krebspatient:innen zieht das Universit\u00e4tsklinikum Leipzig (UKL) eine positive Bilanz. 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