{"id":581189,"date":"2025-11-17T03:14:23","date_gmt":"2025-11-17T03:14:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/581189\/"},"modified":"2025-11-17T03:14:23","modified_gmt":"2025-11-17T03:14:23","slug":"fussball-tausende-fans-demonstrieren-gegen-plaene-der-innenminister","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/581189\/","title":{"rendered":"Fu\u00dfball: Tausende Fans demonstrieren gegen Pl\u00e4ne der Innenminister"},"content":{"rendered":"<p>Demozug \u00fcber einen halben Kilometer lang<\/p>\n<p class=\"text\">\nNach Einsch\u00e4tzungen eines MDR-Reporters ist die Teilnehmerzahl f\u00fcnfstellig. Die Polizei sagt, es seien rund 8.000 Personen da, laut Veranstalter beteiligen sich 20.000 Fans. Bei der Aufstellung reichte der Demozug vom Leipziger Hauptbahnhof bis zum Richard-Wagner-Platz &#8211; eine Strecke von \u00fcber 500 Metern. Immer wieder musste nachger\u00fcckt werden, um alle Fanszenen auf die Stra\u00dfe zu bekommen. Erst mit einer \u00fcber einst\u00fcndigen Versp\u00e4tung setzte sich die Demo in Bewegung.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nIn einzelnen Bl\u00f6cken organisierten sich die verschiedenen Fangruppierungen. Angef\u00fchrt von den Ultras von Union Berlin folgten mit M\u00fcnchen, Saarbr\u00fccken oder Osnabr\u00fcck Fanszenen aus dem gesamten Bundesgebiet. Auch aus Sachsen (u.a. Dynamo Dresden), Sachsen-Anhalt (u.a. Hallescher FC) oder Th\u00fcringen (u.a. Carl Zeiss Jena) waren zahlreiche Gruppierungen angereist. Der Demozug f\u00fchrte schlie\u00dflich einmal um den Leipziger Innenstadtring zur\u00fcck zum Richard-Wagner-Platz, wo es einen abschlie\u00dfenden Redebeitrag gab.\n<\/p>\n<p>Kritik an Stadionverbotspl\u00e4nen und personalisierten Tickets<\/p>\n<p class=\"text\">\nBesondere Kritik \u00fcben die Fu\u00dfball-Anh\u00e4nger an einer geplanten Novelle der Richtlinien f\u00fcr Stadionverbote. Demnach sollen diese von einer zentralen Stelle \u00fcberwacht werden. Und sogar bei Verdachtsf\u00e4llen soll es laut den Pl\u00e4nen die M\u00f6glichkeit geben, ein Stadionverbot auszusprechen. Aus Sicht der Fans das Ende der Unschuldsvermutung. Zudem wehren sie sich gegen personalisierte Tickets und eine m\u00f6gliche KI-gest\u00fctzte Gesichtserkennung. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die Fans und Vereine nicht in die Verhandlungen zwischen der IMK und den Verb\u00e4nden eingebunden werden und diese intransparent stattfinden.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\n&#8222;Aus Leipzig geht heute eine unmissverst\u00e4ndliche Botschaft an die Innenministerkonferenz und die Verb\u00e4nde heraus: Schluss mit den Verhandlungen hinter verschlossenen T\u00fcren, Stopp der Pl\u00e4ne und Start eines offenen und faktenbasierten Dialogs zur Stadionsicherheit mit allen Beteiligten. Wir und alle Fans im gesamten Land erwarten jetzt, das sich die Innenminister nach dem heutigen Tag auf Fans und Vereine zu bewegen&#8220;, erkl\u00e4rte Danny Graupner vom Dachverband der Fanhilfen e. V. in einer sp\u00e4ter ver\u00f6ffentlichten Mitteilung.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nBereits am vergangenen Wochenende hatte es eine bundesweite Plakatkampagne in den Stadien gegeben. Dort war immer wieder zu lesen: &#8222;Innenministerkonferenz 2025: Eure eigenen Statistiken zeigen, Stadien sind sicher! Populismus stoppen!&#8220;.\n<\/p>\n<p>Sachsens Innenminister Schuster h\u00e4lt am Kurs fest<\/p>\n<p class=\"text\">\nDer s\u00e4chsische Innenminister Armin Schuster besteht derweil auf sch\u00e4rferen Sicherheitsma\u00dfnahmen in den Stadien. Der CDU-Politiker sagte dem MDR, man habe jedes Wochenende mit den Folgen von Fangewalt zu tun. Angesprochen auf die Polizeistatistiken, die r\u00fcckl\u00e4ufige Zahlen bei Verletzten im Stadien zeigen, erkl\u00e4rte er zudem: &#8222;Wer sagt hier, dass es wenig oder viel ist, wenn wir 50, 60, 70 Menschen haben, die durch Pyro verletzt werden. Alleine in Sachsen in einem Jahr.&#8220; Woher Schuster diese Zahlen hat, ist unklar. Laut der Zentralen Informationsstelle Sporteins\u00e4tze (ZIS) wurden im Jahr 2024\/25 bundesweit 95 Menschen durch Pyro verletzt.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nZudem beklagte sich Schuster, dass st\u00e4ndig ein viel zu gro\u00dfes Polizeiaufgebot mobilisiert werden m\u00fcsse. Oft reichten mehrere Hundertschaften nicht. Bei Sportarten wie Handball schicke man dagegen ein paar Streifen hin. Schuster lobte jedoch die &#8222;sehr gute Atmosph\u00e4re f\u00fcr so eine gro\u00dfe Demo. Die Versammlung in Leipzig hat gezeigt. es geht friedlich in einer tollen Atmosph\u00e4re. Das w\u00fcrden wir uns halt auch am Wochenende w\u00fcnschen. Und ich glaube, das ist m\u00f6glich. Das muss m\u00f6glich sein.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Demozug \u00fcber einen halben Kilometer lang Nach Einsch\u00e4tzungen eines MDR-Reporters ist die Teilnehmerzahl f\u00fcnfstellig. 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