{"id":58119,"date":"2025-04-24T18:43:08","date_gmt":"2025-04-24T18:43:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/58119\/"},"modified":"2025-04-24T18:43:08","modified_gmt":"2025-04-24T18:43:08","slug":"handwerkskonjunktur-im-kammerbezirk-koeln-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/58119\/","title":{"rendered":"Handwerkskonjunktur im Kammerbezirk K\u00f6ln 2025"},"content":{"rendered":"<p>\n\t\t\t\tHans Peter Wollseifer (l.), Pr\u00e4sident der Handwerkskammer zu K\u00f6ln, und Sebastian Beuchel, Referent f\u00fcr den Bereich Standortpolitik bei der HWK, stellten den aktuellen Konjunkturbericht vor. |  Foto: \u00a9 Mario Lemke, Handwerkskammer zu K\u00f6ln\t\t\t<\/p>\n<p style=\"padding-left: 40px;\"><a href=\"https:\/\/www.hwk-koeln.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-29037 size-medium\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/hwk-koeln-logo-800-3616370978-300x74.png\" alt=\"Hwk koeln logo 800 3616370978\" width=\"300\" height=\"74\"  \/><\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong><br \/><\/strong><strong>Die Handwerkskonjunktur im Kammerbezirk K\u00f6ln zeigt im Fr\u00fchjahr 2025 kaum Bewegung und tritt weiter auf der Stelle. Insbesondere eine sinkende Nachfrage und r\u00fcckl\u00e4ufige Ums\u00e4tze f\u00fchren zu einer schlechteren Bewertung der Gesch\u00e4ftslage als noch vor einem Halbjahr. Positive Impulse gehen von den Gesch\u00e4ftserwartungen aus, die erstmals seit zwei Jahren wieder optimistisch ausfallen.<\/strong><\/p>\n<p>An der Konjunkturumfrage \u201eFr\u00fchjahr 2025\u201c haben sich von Mitte bis Ende M\u00e4rz knapp 1.200 Handwerksbetriebe aus dem Bezirk der Handwerkskammer zu K\u00f6ln beteiligt. Dieser umfasst die kreisfreien St\u00e4dte K\u00f6ln, Bonn und Leverkusen, den Oberbergischen Kreis, den Rhein-Erft-Kreis, den Rheinisch-Bergischen Kreis und den Rhein-Sieg-Kreis. Dabei bewerten 35 Prozent der befragten Betriebe ihre Gesch\u00e4ftslage als gut, 48 Prozent als befriedigend und 17 Prozent als schlecht \u2013 eine Verschlechterung im Vergleich zu Herbst 2024. Mit einem Gesch\u00e4ftsklimaindex \u2013 ein Mix aus aktueller Gesch\u00e4ftslage und zuk\u00fcnftigen Erwartungen \u2013 von 109,3 Punkten bleibt die Konjunktur mit leichten Abschl\u00e4gen auf dem Niveau des Herbstes 2024 (110,9). Der Stimmungsindikator signalisiert damit keine klare Entwicklungstendenz und spiegelt die anhaltende Stagnation der gesamtwirtschaftlichen Lage in Deutschland wider.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Hans Peter Wollseifer<\/strong>, <strong>Pr\u00e4sident der Handwerkskammer zu K\u00f6ln<\/strong>, stellte den Fr\u00fchjahrs-Konjunkturbericht am Donnerstag (24. April) vor: \u201eWir stehen weiterhin vor der Herausforderung, dass der Bausektor, insbesondere im Wohnungsbau, unter seinen M\u00f6glichkeiten bleibt \u2013 trotz h\u00e4nderingend gesuchten Wohnraums. Das sp\u00fcren neben den Maurern und Betonbauern mittlerweile auch die Elektrotechniker sowie Installateure und Heizungsbauer, die ihre Lage im Halbjahresvergleich schlechter bewerten. Bauen muss also g\u00fcnstiger und schneller werden.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Auch die Lage im Handwerk des gewerblichen Bedarfs hat sich kaum verbessert und stagniert im Zuge der anhaltenden Industrieschw\u00e4che<\/strong>. Positiv wirkt sich hingegen die sinkende Inflation aus. Die steigende Kaufkraft f\u00fchrt zu einer h\u00f6heren Nachfrage im Gesundheitsgewerbe sowie im Handwerk f\u00fcr personenbezogene Dienstleistungen. Der Blick in die Zukunft sendet leicht positive Signale: Die Erwartungen an eine verbesserte Lage sind erstmalig seit zwei Jahren im Saldo wieder positiv und k\u00f6nnen eine verbesserte konjunkturelle Entwicklung ank\u00fcndigen. 20 Prozent der befragten Betriebe rechnen mit einer verbesserten, 62 Prozent mit einer unver\u00e4nderten und 18 Prozent mit einer schlechteren Gesch\u00e4ftslage in den kommenden sechs Monaten. \u201eEin m\u00f6glicher Aufschwung ist jedoch weiterhin mit Fragezeichen versehen und h\u00e4ngt ma\u00dfgeblich davon ab, inwiefern die angek\u00fcndigten Entlastungen f\u00fcr Betriebe umgesetzt werden und ob ein Bau- und Infrastrukturprogramm die Schw\u00e4chephase im Bausektor \u00fcberwinden kann\u201c, so <strong>Wollseifer<\/strong>.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>R\u00fcckl\u00e4ufige Tendenz bei Umsatz und Auftragsbestand weitet sich aus<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Der Blick auf weitere Konjunkturindikatoren zeigt, wie notwendig Konjunkturimpulse durch Nachfragesteigerung und kostensenkende Ma\u00dfnahmen sind<\/strong>. Nachdem die Betriebe bereits im Jahr 2024 sinkende Ums\u00e4tze und einen r\u00fcckl\u00e4ufigen Auftragsbestand angaben, hat sich diese Entwicklung auch zum Jahresbeginn 2025 fortgesetzt: So geben 38 Prozent der Betriebe einen sinkenden und nur rund 19 Prozent einen steigenden Umsatz an. Der Auftragsbestand nimmt ebenfalls ab, rund 43 Prozent melden einen sinkenden und lediglich 20 Prozent einen steigenden Auftragsbestand. \u00dcber alle Gewerke hinweg liegt die durchschnittliche Auftragsreichweite bei 6,7 Wochen pro Betrieb, gleichbedeutend mit einem Minus von 0,2 Wochen im Vorjahresvergleich (6,9 Wochen).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Mit Blick auf die sinkende Nachfrage weist Wollseifer auf eine ernstzunehmende Entwicklung hin<\/strong>: \u201eTrotz Nachfrager\u00fcckg\u00e4ngen sind viele Betriebe gezwungen, steigende Materialpreise sowie Energie- und B\u00fcrokratiekosten an ihre Kundschaft weiterzugeben. Hinzu kommen steigende Lohn- und Lohnnebenkosten, die im Handwerk einen Gro\u00dfteil der Kosten ausmachen. Wenn die Lohnnebenkosten und Sozialabgaben weiter steigen, werden sich Teile der Gesellschaft handwerkliche Dienstleistungen irgendwann nicht mehr leisten k\u00f6nnen, mit der Folge, dass Betriebe vom Markt verschwinden und wir als Gesellschaft einen Wohlfahrtsverlust erleiden.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Moderater Besch\u00e4ftigtenr\u00fcckgang bei stagnierenden Investitionen<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Die Besch\u00e4ftigtenentwicklung des letzten Halbjahres ist moderat r\u00fcckl\u00e4ufig. 22 Prozent der Betriebe geben einen gesunkenen<\/strong>, 66 einen unver\u00e4nderten und 11 Prozent einen gestiegenen Personalstamm an. Die Ursachen f\u00fcr die Entwicklung sind haupts\u00e4chlich in einem Fachkr\u00e4ftemangel und der demografischen Entwicklung zu suchen. Jeder dritte Betrieb (33 Prozent) hat aktuell offene Stellen zu besetzen, in Betrieben mit mehr als vier Mitarbeitenden sind es rund 50 Prozent. In Anbetracht der stagnierenden Wirtschaftslage zeigt sich das Investitionsverhalten weiterhin uneindeutig: 26 Prozent der Betriebe haben im letzten Halbjahr ihre Investitionen erh\u00f6ht, 30 Prozent hingegen verringert. Positive Tendenzen lassen sich im Kfz- und Lebensmittelgewerbe sowie im Handwerk f\u00fcr personenbezogenen Dienstleistungen beobachten, negative hingegen im Bauhaupt- und Ausbaugewerbe.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Die Handwerkskammer zu K\u00f6ln<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Die Handwerkskammer (<a href=\"https:\/\/www.hwk-koeln.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">HWK<\/a>) zu K\u00f6ln ist die Interessenvertretung des Handwerks in der Region K\u00f6ln\/Bonn<\/strong> und macht sich f\u00fcr die Belange von knapp 35.000 Mitgliedsbetrieben stark. Der Bezirk der HWK umfasst neben K\u00f6ln, Bonn und Leverkusen auch den Oberbergischen und den Rheinisch-Bergischen Kreis, den Rhein-Erft- und den Rhein-Sieg-Kreis. Im Kammerbezirk werden derzeit \u00fcber 12.000 Menschen in einem Handwerksberuf ausgebildet. Schwerpunkte der Kammerarbeit sind unter anderem die Unternehmens- und Rechtsberatung, die Unterst\u00fctzung bei der dualen Berufsausbildung, Meister- und Weiterbildungslehrg\u00e4nge sowie Meister- und Gesellenpr\u00fcfungen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hans Peter Wollseifer (l.), Pr\u00e4sident der Handwerkskammer zu K\u00f6ln, und Sebastian Beuchel, Referent f\u00fcr den Bereich Standortpolitik bei&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":58120,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1828],"tags":[26940,26941,29,1707,26942,30,26943,26944,26945,26946,26947,1420,1209,18150],"class_list":{"0":"post-58119","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-koeln","8":"tag-auftragsbestand","9":"tag-bausektor","10":"tag-deutschland","11":"tag-fachkraeftemangel","12":"tag-fruehjahrs-konjunkturbericht-2025","13":"tag-germany","14":"tag-geschaeftslage-handwerk","15":"tag-handwerksbetriebe","16":"tag-handwerkskammer-zu-koeln","17":"tag-handwerkskonjunktur","18":"tag-kammerbezirk-koeln","19":"tag-koeln","20":"tag-nordrhein-westfalen","21":"tag-umsatzrueckgang"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114394419041343057","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58119","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=58119"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/58119\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/58120"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=58119"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=58119"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=58119"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}