{"id":581436,"date":"2025-11-17T05:53:16","date_gmt":"2025-11-17T05:53:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/581436\/"},"modified":"2025-11-17T05:53:16","modified_gmt":"2025-11-17T05:53:16","slug":"herausforderungen-und-chancen-in-turbulenten-zeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/581436\/","title":{"rendered":"Herausforderungen und Chancen in turbulenten Zeiten"},"content":{"rendered":"<p>Der<br \/>\nInternationale W\u00e4hrungsfonds (IWF) ist in seinem neuesten &#8218;World Economic<br \/>\nOutlook&#8216; von Oktober 2025 mit den Wachstumsprognosen f\u00fcr unseren westlichen<br \/>\nNachbarn nicht sehr zuversichtlich. Zwar soll das Bruttoinlandsprodukt in<br \/>\nFrankreich &#8211; nach real 1,1 Prozent Plus 2024 &#8211; im laufenden Jahr und 2026 noch leicht<br \/>\nreal um 0,7 beziehungsweise 0,9 Prozent zulegen, doch wurde die Vorhersage f\u00fcr 2026 gegen\u00fcber<br \/>\nder letzten Prognose um 0,1 Prozent gesenkt.<\/p>\n<p>&#8222;Diese auf den<br \/>\nersten Blick im Vergleich zu Deutschland positiveren Wachstumsprognosen sollten<br \/>\naber nicht \u00fcberbewertet werden&#8220;, gibt Dr. Frauke Schmitz-Bauerdick,<br \/>\nKorrespondentin von Germany Trade &amp; Invest in Frankreich, zu bedenken. &#8222;Denn wichtigster Tr\u00e4ger des franz\u00f6sischen Wachstums ist der<br \/>\nDienstleistungsbereich mit dem Zugpferd Tourismus sowie \u00f6ffentliche und<br \/>\nGesundheitsdienstleistungen.&#8220; Auch der Luft- und Raumfahrt, dem<br \/>\nVerteidigungssektor und der Pharmasparte gehe es gut. &#8222;Schwierig ist die Lage<br \/>\ndagegen &#8211; wie auch in Deutschland \u2013 vor allem in der Automobil- und der<br \/>\nKfz-Zuliefererindustrie, der Chemie, der Bauwirtschaft und der<br \/>\nKunststoffherstellung &#8222;, erg\u00e4nzt die GTAI-Expertin. &#8222;Und aus politischen Gr\u00fcnden entwickelt sich mittlerweile<br \/>\nauch der Bereich (Erneuerbare) Energien ausgesprochen schlecht.&#8220;<\/p>\n<p>Innenpolitische Krise und Staatsverschuldung l\u00e4hmen die Wirtschaft<\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/2127673.webp\" width=\"480\" height=\"466\" title=\"Dr. Frauke Schmitz-Bauerdick ist GTAI-Korrespondentin in Frankreich.\" alt=\"Dr Frauke Schmitz-Bauerdick GTAI-Korrespondentin Frankreich\" loading=\"lazy\" style=\"\"\/><\/p>\n<p>\n            Dr. Frauke Schmitz-Bauerdick ist GTAI-Korrespondentin in Frankreich.<br \/>\n            GTAI \/ Uwe Voelkner \/ bundesfoto\n        <\/p>\n<p>&#8222;Die<br \/>\ninnenpolitische Dauerkrise in Verbindung mit der massiven Staatsverschuldung<br \/>\ndes Landes l\u00e4hmen die herstellende Wirtschaft und den Konsum.<br \/>\nIndustrieunternehmen halten sich angesichts eines schwierigen innen- und<br \/>\ngeopolitischen Umfelds mit Investitionen zur\u00fcck&#8220;,\u00a0 konstatiert Dr. Schmitz-Bauerdick<br \/>\nweiter. &#8222;Nach Prognosen der Banque de France werden die Anlageinvestitionen von<br \/>\nUnternehmen nach einem Einbruch von minus 1,6 Prozent im Jahr 2024 im Jahr 2025 um weitere<br \/>\n0,6 Prozent sinken. Erst f\u00fcr 2026 erwartet die Banque de France wieder ein leichtes<br \/>\nAnziehen der Unternehmensinvestitionen von 1,2 Prozent&#8220;, f\u00e4hrt die GTAI-<br \/>\nKorrespondentin fort.<\/p>\n<p>Trotz dieser<br \/>\nTurbulenzen ist Deutschland weiterhin Frankreichs wichtigster Handelspartner,<br \/>\nw\u00e4hrend Frankreich mit einem Exportvolumen von 116 Milliarden Euro im Jahr 2024<br \/>\nDeutschlands zweitgr\u00f6\u00dfter Exportmarkt bleibt, betont die Deutsch-Franz\u00f6sische<br \/>\nIndustrie- und Handelskammer, die 2025 mit ihren 950 Mitgliedsunternehmen<br \/>\nbereits ihr 70-Jahre-Jubil\u00e4um feiert. Mit mehr als 3.000 vor Ort ans\u00e4ssigen Unternehmen behauptet Deutschland<br \/>\nseine Stellung als zweitwichtigster Investitionspartner Frankreichs. Und die<br \/>\ndeutschen Investitionen haben im Jahr 2024 zur Schaffung von mehr als 4.400<br \/>\nneuen Arbeitspl\u00e4tzen beigetragen, so die AHK Frankreich weiter.<\/p>\n<p>Frankreich ist Exportmarkt<br \/>\nNr. 1 in Europa f\u00fcr den deutschen Maschinenbau<\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/2127690.webp\" width=\"480\" height=\"519\" title=\"Yvonne Heidler ist Referentin Westeuropa-EU beim VDMA.\" alt=\"\" loading=\"lazy\" style=\"\"\/><\/p>\n<p>\n            Yvonne Heidler ist Referentin Westeuropa-EU beim VDMA.<br \/>\n            VDMA \/ Uwe Noelke\n        <\/p>\n<p>&#8222;Auch f\u00fcr den<br \/>\nexportgetriebenen deutschen Maschinen- und Anlagenbau bleibt Frankreich der<br \/>\ndrittwichtigste Absatzmarkt weltweit und der wichtigste Exportmarkt in Europa&#8220;,<br \/>\nberichtet Yvonne Heidler, Referentin Westeuropa\/EU beim VDMA. &#8222;Im 1. Halbjahr<br \/>\n2025 lieferten deutsche Maschinenbauer Anlagen im Wert von 6,5 Mrd. Euro nach<br \/>\nFrankreich.&#8220;<\/p>\n<p>Nach Daten des<br \/>\nStatistischen Bundesamtes und des VDMA stellte dies im Vorjahresvergleich<br \/>\njedoch einen R\u00fcckgang um 9,5 Prozent dar. Auch im Gesamtjahr 2024 war der<br \/>\nRekordausfuhrwert von 2023 (14,9 Milliarden Euro) mit Maschinen- und Anlagenexporten<br \/>\nvon 13,4 Milliarden Euro recht deutlich verfehlt worden. Deutschland bleibt dennoch<br \/>\nmit einem Anteil von 27 Prozent das f\u00fcr Frankreich mit Abstand wichtigste Lieferland<br \/>\nf\u00fcr Maschinen und Anlagen.<\/p>\n<p>&#8222;Die deutschen<br \/>\nMaschinenlieferungen \u00fcber den Rhein stammen vor allem aus den Branchen<br \/>\nLandtechnik, F\u00f6rdertechnik, Allgemeine Lufttechnik, Antriebstechnik, Armaturen,<br \/>\nBaumaschinen und Baustoffanlagen&#8220;, f\u00e4hrt die VDMA-Expertin fort. &#8222;Auch in der<br \/>\nGegenrichtung ist das Handelsvolumen erheblich. Denn bei der Maschineneinfuhr<br \/>\nvon Deutschland aus Frankreich liegt das Land bei einem Volumen von knapp 5 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf Platz 7.&#8220;<\/p>\n<p>Branchen und wirtschaftliche Situation: So ist der franz\u00f6sische Maschinenbau aufgestellt<\/p>\n<p>Traditionell<br \/>\nist der franz\u00f6sische Maschinenbau in der Luft- und Raumfahrt, der<br \/>\nVerteidigungsindustrie, der Energieerzeugung (insbesondere Kernkraft), der<br \/>\nAutomobilindustrie sowie in den Branchen Robotik, Fertigungstechnik,<br \/>\nAutomatisierungsl\u00f6sungen sowie Landmaschinen stark vertreten.<\/p>\n<p>Bedeutende<br \/>\nPlayer sind hier bekannte Namen wie die Airbus Group (Luft- und Raumfahrt, aber<br \/>\nauch Produktion von Turbinen, Strukturkomponenten), Valeo (Automobiltechnik,<br \/>\nAntrieb, Elektronik), Dassault Syst\u00e8mes (Software f\u00fcr Maschinenbau und<br \/>\nProduktentwicklung), Safran (Luftfahrt- und Verteidigungsindustrie, Turbinen,<br \/>\nAntriebe), die Renault Group (Automobilherstellung, Maschinenbaulieferungen),<br \/>\nPSA Group\/ Stellantis (Automobilherstellung, Antriebstechnik, Systeme), Alstom<br \/>\n(Eisenbahn- und Transportl\u00f6sungen), Schneider Electric (Energie-Management,<br \/>\nAutomatisierungstechnik), Saint-Gobain (Material- und Bauwesen,<br \/>\nMaschinenbauteile, Verarbeitungsl\u00f6sungen), Vallourec (Rohr- und Stahlprodukte<br \/>\nf\u00fcr Maschinenbau), Fives Group France (Engineering f\u00fcr verschiedene Industriesparten,<br \/>\nPr\u00e4zisionsmaschinen), Leroux &amp; Lotz (Erneuerbare Energien), TechnipFMC<br \/>\n(Projekt- und Maschinenbaul\u00f6sungen im \u00d6l- und Gassektor), Manitou<br \/>\n(Handlingl\u00f6sungen, Hebe- und Erdbewegungsmaschinen), Legrand (Elektrische und<br \/>\ndigitale Infrastrukturen, Automatisierungsl\u00f6sungen f\u00fcr Geb\u00e4ude und Industrie).<\/p>\n<p>&#8222;95 Prozent der<br \/>\nfranz\u00f6sischen Maschinenbauunternehmen sind aber KMU, die Speziall\u00f6sungen f\u00fcr<br \/>\ndie franz\u00f6sische Gesamtindustrie, insbesondere f\u00fcr die Luft- und<br \/>\nRaumfahrtindustrie sowie die Landwirtschaft und nahrungsmittelverarbeitende<br \/>\nIndustrie herstellen&#8220;, erg\u00e4nzt Schmitz-Bauerdick.<\/p>\n<p>    <a itemprop=\"url\" class=\"\" href=\"https:\/\/www.produktion.de\/wirtschaft\/so-kaempft-oesterreichs-maschinenbau-um-den-aufschwung\/1671644\" data-k5a-url=\"https:\/\/www.produktion.de\/a\/1671644\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        So k\u00e4mpft \u00d6sterreichs Maschinenbau um den Aufschwung<\/p>\n<p itemprop=\"description\" class=\"subtitle \" style=\"\">\n    In der Alpenrepublik gibt es viele Weltmarktf\u00fchrer und Hidden Champions. Aber die gro\u00dfen Erfolge bleiben aktuell aus. Wie kann \u00d6sterreichs Maschinenbau trotz Krise wieder wachsen? Deutsche Hilfe und Hightech liefern die Antworten.\n<\/p>\n<p>    <\/a><\/p>\n<p>&#8222;Derzeit steht<br \/>\nder franz\u00f6sische Maschinenbau stark unter Druck\u201c&#8220;, f\u00e4hrt die Expertin fort. Die<br \/>\nUms\u00e4tze der Gesamtmaschinenbaubranche sanken im Jahr 2024 laut Dachverband<br \/>\nF\u00e9d\u00e9ration des industries m\u00e9caniques (FIM) um 2,3 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr auf<br \/>\n155,6 Milliarden Euro. Das Untersegment &#8218;\u00c9quipement de production et \u00e9quipements<br \/>\nm\u00e9caniques&#8216; (dem deutschen Maschinenbausegment vergleichbar) erl\u00f6ste dabei 2024<br \/>\nrund 76,1 Milliarden Euro.<\/p>\n<p>&#8222;Vor allem die<br \/>\nfranz\u00f6sischen Werkzeugmaschinenhersteller leiden derzeit unter der anhaltenden<br \/>\nSchw\u00e4che wichtiger Abnehmerindustrien wie der Automobil- und der<br \/>\nZulieferindustrie, der Chemie-, Kunststoff- und Papierindustrie,<br \/>\nBaumaschinenhersteller unter der schwachen Baukonjunktur&#8220;, betont Schmitz-Bauerdick weiter. &#8222;Der US-amerikanische<br \/>\nZollkrieg und die steigende chinesische Konkurrenz bei Robotik und<br \/>\nProduktionsausstattung setzt den Sektor zus\u00e4tzlich unter Druck.&#8220;<\/p>\n<p>Hoffen auf<br \/>\nden Verteidigungsbereich, den deutschen Infrastrukturfonds und Gro\u00dfprojekte<\/p>\n<p>Impulse werden laut Expertenstimmen dank der in Frankreich traditionell starken R\u00fcstungsindustrie erwartet, die bei<br \/>\nmilit\u00e4rischen Verbrauchsg\u00fctern (Munition, Projektile Drohnen) verst\u00e4rkt in<br \/>\nRichtung Massenproduktion geht. Branchenfremde Unternehmen insbesondere aus der<br \/>\nschw\u00e4chelnden Automobilzulieferindustrie orientieren sich auf den<br \/>\nVerteidigungsbereich um und m\u00fcssen ihre Anlagen anpassen. So soll ein<br \/>\nfranz\u00f6sischer Automobilhersteller (mutma\u00dflich Renault, aber \u2013 so die GTAI &#8211;<br \/>\nbislang noch nicht offiziell best\u00e4tigt) in der Ukraine eine Drohnenproduktion<br \/>\naufbauen.<\/p>\n<p>&#8222;Auch die<br \/>\nVerabschiedung des deutschen Infrastrukturfonds hebt die Stimmung im<br \/>\nfranz\u00f6sischen Maschinenbau. Die auch in Deutschland aktiven franz\u00f6sischen<br \/>\nBauunternehmen hoffen auf neue Auftr\u00e4ge aus dem Sonderfonds. Und die<br \/>\nBaumaschinenhersteller erwarten eine steigende Nachfrage nach Ger\u00e4tschaften und<br \/>\nBaumaschinen,&#8220; f\u00e4hrt die GTAI-Expertin fort.<\/p>\n<p>Immer wieder<br \/>\nwerden Gro\u00dfprojekte franz\u00f6sischer, aber auch internationaler Investoren<br \/>\nangek\u00fcndigt. So beabsichtigt das deutsch-franz\u00f6sische Gemeinschaftsunternehmen<br \/>\nH3 Marseille Fos, ein Zusammenschluss zwischen dem deutschen Unternehmen Hy2gen<br \/>\nund dem franz\u00f6sischen Unternehmen H2V, 1,5 Milliarden Euro in den Aufbau einer Anlage<br \/>\nf\u00fcr die Herstellung synthetischer Kraftstoffe in Marseille-Fos sur Mer zu<br \/>\ninvestieren.<\/p>\n<p>Und im Februar<br \/>\n2025 haben franz\u00f6sische, vor allem aber ausl\u00e4ndische Unternehmen Investitionen<br \/>\nvon 109 Milliarden Euro in den Aufbau von Datencentern und die KI-Wertsch\u00f6pfungskette<br \/>\nangek\u00fcndigt. Um diese Zentren umweltvertr\u00e4glich und ressourcenschonend<br \/>\naufzustellen, werden technologische L\u00f6sungen zur Steigerung von Wasser- und<br \/>\nEnergieeffizienz, Recycling oder Abw\u00e4rmenutzung ben\u00f6tigt. Insbesondere die<br \/>\nHersteller von Pumpen und Ventilen, W\u00e4rme- und K\u00e4ltetechnik sowie Anlagen f\u00fcr<br \/>\ndie Wasseraufbereitung d\u00fcrften &#8211; so die Einsch\u00e4tzung von VDMA und GTAI &#8211; davon<br \/>\nprofitieren. Generell setzen Produktionsunternehmen zunehmend auf K\u00fcnstliche<br \/>\nIntelligenz. Damit wird die KI-Kompatibilit\u00e4t von Maschinen zur<br \/>\nGrundvoraussetzung f\u00fcr den Verkauf.<\/p>\n<p>    <a itemprop=\"url\" class=\"\" href=\"https:\/\/www.produktion.de\/wirtschaft\/wird-polen-zum-neuen-china-fuer-die-industrie\/1685582\" data-k5a-url=\"https:\/\/www.produktion.de\/a\/1685582\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Wird Polen zum neuen China f\u00fcr die Industrie?<\/p>\n<p itemprop=\"description\" class=\"subtitle \" style=\"\">\n    Immer mehr deutsche Maschinenbauer setzen auf Nearshoring. EU-Gelder treiben zus\u00e4tzlich Investitionen an. Wie sich Polen nun zum strategischen Schl\u00fcsselstandort f\u00fcr die europ\u00e4ische Produktion entwickelt.\n<\/p>\n<p>    <\/a><\/p>\n<p>Indirekt<br \/>\nprofitiere der franz\u00f6sische Maschinenbau auch von europ\u00e4isch unterst\u00fctzten<br \/>\nProgrammen wie dem franz\u00f6sischen Innovationsprogramm &#8218;France 2030&#8216;. Dieses legt<br \/>\nden Schwerpunkt auf die F\u00f6rderung insbesondere von Deeptech-Unternehmen bei<br \/>\nder Entwicklung innovativer L\u00f6sungen in Bereichen wie Mobilit\u00e4t,<br \/>\nDekarbonisierung der Industrie oder auch New Space und Tiefseebergbau. Gezielt<br \/>\ngef\u00f6rdert werden auch Zukunftsfelder wie KI, Robotik, neue Materialien und<br \/>\nMedizintechnik.<\/p>\n<p>Eine gut<br \/>\nausgebildete, auf industrielle Anwendungen fokussierte Start-up-F\u00f6rderung<br \/>\ngreift insbesondere jungen Branchenunternehmen unter die Arme. Zudem profitiere der Maschinenbau &#8211; in der Regel indirekt &#8211; im Rahmen von auch europ\u00e4isch<br \/>\ngef\u00f6rderten IPCEI-Projekten wie im Bereich Wasserstoff, erg\u00e4nzen GTAI und<br \/>\nVDMA.<\/p>\n<p>Zudem<br \/>\nversuche Frankreich \u2013 wie auch Deutschland &#8211; mit finanzieller F\u00f6rderung<br \/>\nambitionierte, nachhaltige Gro\u00dfprojekte in Zukunftsindustrien ins Land zu<br \/>\nholen. So unterst\u00fctzt der Staat das Halbleiterwerk von STMicroelectronics mit<br \/>\n2,9 Milliarden Euro, die taiwanesische Batterieproduktion von ProLogium mit 1,5 Milliarden Euro und das Gigabatterieprojekt vom franz\u00f6sischen Start-up Verkor mit knapp<br \/>\n660 Millionen Euro.<\/p>\n<p>Podcast: Wie Sie neue M\u00e4rkte erschlie\u00dfen<\/p>\n<p itemprop=\"caption\" class=\"caption\">Podcast: Vincenzo Monaco (Rockwell Automation) \u00fcber digitale Zwillinge und Markterschlie\u00dfung<\/p>\n<p>Starke<br \/>\ndeutsche Pr\u00e4senz: Diese Unternehmen sind in Frankreich stark<\/p>\n<p>Alle namhaften<br \/>\ndeutschen Maschinenbauer sind in Frankreich in der Regel seit vielen Jahren<br \/>\noder auch Jahrzehnten, oft auch mit eigenen Produktionsst\u00e4tten, vertreten. So<br \/>\nz\u00e4hlt etwa Claas mit Werken in Clermont-Ferrand und Le Mans zu den f\u00fchrenden<br \/>\nLandmaschinenherstellern des Landes. Die Pumpenhersteller KSB und WILO sind<br \/>\nebenfalls im Land stark vertreten. KSB produziert in Frankreich im wesentlichen<br \/>\nf\u00fcr den Export, 80 Prozent der Produktion geht ins Ausland. Auch Bosch ist vor Ort<br \/>\nsehr aktiv. Der Bedarf an<br \/>\nProzessoptimierung und ressourcenschonender Produktion bietet nach Einsch\u00e4tzung<br \/>\nder GTAI auch weiterhin gute Beteiligungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr deutsche<br \/>\nUnternehmen.<\/p>\n<p>Viele Branchengr\u00f6\u00dfen sind eng verflochten und kooperieren (trotz der<br \/>\nselbstverst\u00e4ndlich bestehenden und intensiven Konkurrenz) in Bereichen wie<br \/>\nForschung und Entwicklung und Start-up-F\u00f6rderung, insbesondere im Rahmen von<br \/>\nEU-Projekten. So investiert etwa der konzerneigene Investmentfonds Bosch<br \/>\nVentures in das franz\u00f6sische Photonik-Startup Scintil Photonics.<\/p>\n<p>Als franz\u00f6sisch-deutsches Gro\u00dfprojekt mit deutschen<br \/>\nMaschinenbauelementen ist sicherlich Airbus bekannt. Zwar handelt es sich um<br \/>\nkein typisches Joint Venture, aber es bestehen intensive Kooperationsstrukturen<br \/>\nbei Turbinen, Strukturkomponenten und Fertigungsprozessen zwischen<br \/>\nfranz\u00f6sischen und deutschen Standorten.<\/p>\n<p>    <a itemprop=\"url\" class=\"\" href=\"https:\/\/www.produktion.de\/wirtschaft\/wird-spanien-zum-schluesselmarkt-fuer-den-maschinenbau\/2120983\" data-k5a-url=\"https:\/\/www.produktion.de\/a\/2120983\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Wird Spanien zum Schl\u00fcsselmarkt f\u00fcr den Maschinenbau?<\/p>\n<p itemprop=\"description\" class=\"subtitle \" style=\"\">\n    Mit stabiler Konjunktur, hoher Exportquote und gezielten Investitionen entwickelt sich Spaniens Maschinenbau zunehmend zu einem bedeutenden Standort innerhalb Europas. Wie die Branche vom wirtschaftlichen Umfeld profitiert.\n<\/p>\n<p>    <\/a><\/p>\n<p>Eine intensive<br \/>\ndeutsch-franz\u00f6sische Zusammenarbeit im Maschinenbau beziehungsweise im engeren Umfeld von<br \/>\nIndustrieautomation und Fertigung gibt es auch zwischen Siemens und<br \/>\nRenault\/Nissan, die gemeinsame Projekte im Bereich Industrieautomation,<br \/>\nProduktionsprozesse und digitale Fabriken in verschiedenen Produktionslinien<br \/>\n(oft im Kontext von Industrie-4.0-Initiativen) verfolgen oder Siemens France<br \/>\nund Peugeot Citro\u00ebn (PSA Groupe), die im Bereich Automatisierung,<br \/>\nAntriebstechnik und Produktionsoptimierung in franz\u00f6sischen Werken kooperieren.<\/p>\n<p>Auch Bosch<br \/>\nRexroth und franz\u00f6sische OEMs entwickeln gemeinsam Antriebs- und<br \/>\nSteuerungsl\u00f6sungen f\u00fcr Robotik- und F\u00f6rdertechnikprojekte in Frankreich oder<br \/>\nSaint-Gobain, die mit deutschen Maschinenbau-Unternehmen bei<br \/>\nProduktionsprozessen, Materialverarbeitungsl\u00f6sungen und der Fertigungstechnik<br \/>\nzusammenarbeiten.<\/p>\n<p>&#8222;Die<br \/>\nGesch\u00e4ftsbeziehungen zwischen Unternehmen beiderseits des Rheins sind<br \/>\ntraditionell gewachsen und intensiv&#8220;, betont Yvonne Heidler vom VDMA. &#8222;Deutsche<br \/>\nTechnologie ist in Frankreich hochgesch\u00e4tzt und deutsche Unternehmen k\u00f6nnen<br \/>\nsich gegen g\u00fcnstigere Technologien vor allem dann durchsetzen, wenn sie zu<br \/>\nKosteneinsparungen bei Produktion und Betrieb f\u00fchren.&#8220;<\/p>\n<p>\nAktuell verlangen ver\u00e4nderte Marktgegebenheiten und die politische Situation<br \/>\nden Akteuren auf beiden Seiten zus\u00e4tzlich einiges ab. &#8222;Hinzu kommen<br \/>\ninterkulturelle Aspekte und b\u00fcrokratische Hindernisse wie Meldepflichten bei<br \/>\nArbeitseins\u00e4tzen in Frankreich\u201c, f\u00e4hrt sie fort. &#8222;Gerade auch kulturelle<br \/>\nUnterschiede zwischen beiden L\u00e4ndern sind im Gesch\u00e4ftsalltag nach wie vor nicht<br \/>\nzu untersch\u00e4tzen. Und wer die Landessprache beherrscht, ist klar im Vorteil&#8220;,<br \/>\nwei\u00df Heidler aus Erfahrung zu berichten.<\/p>\n<p>    <a itemprop=\"url\" class=\"\" href=\"https:\/\/www.produktion.de\/wirtschaft\/das-sind-die-groessten-automobilzulieferer-der-welt\/1706092\" data-k5a-url=\"https:\/\/www.produktion.de\/a\/1706092\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Das sind die gr\u00f6\u00dften Automobil-Zulieferer der Welt<\/p>\n<p itemprop=\"description\" class=\"subtitle \" style=\"\">\n    Die Liste der Top 25 Automobilzulieferer nach Umsatz in den ersten drei Quartalen 2014 enth\u00fcllt Gewinner, Verlierer und aufstrebende Unternehmen. Einblicke in Marktanteile und Positionierungen zeigen, wie sich die Branche entwickelt hat.\n<\/p>\n<p>    <\/a><\/p>\n<p>KI und<br \/>\nNachhaltigkeit sind auf dem Vormarsch<\/p>\n<p>Die<br \/>\nfranz\u00f6sische Regierung unterst\u00fctzt KI und Industrie 4.0 \u00fcber Programme wie AI<br \/>\nFactory France, Investissements<br \/>\nd\u2019Avenir und nationale Strategien zur Smart Factory. Oft gehen F\u00f6rdergelder<br \/>\nHand in Hand mit Initiativen zur CO2-Reduzierung und Resilienz in Lieferketten.<\/p>\n<p>Unternehmen<br \/>\nnutzen KI in der Fertigung vor allem f\u00fcr Predictive Maintenance,<br \/>\nProzessoptimierung, Qualit\u00e4tssicherung und Energiemanagement. Typische<br \/>\nBeispiele sind die vorausschauende Wartung von Anlagen, datengetriebene<br \/>\nProzesssteuerung (SCADA\/PLC-Integration) und digitale Zwillinge zur Optimierung<br \/>\nvon Produktionsfl\u00fcssen.<\/p>\n<p>Besonders<br \/>\naktive Akteure sind hier zum Beispiel Schneider Electric (mit dem Schwerpunkt:<br \/>\nEnergie-Management, Automatisierungsl\u00f6sungen, MES\/SCADA-Integrationen), Siemens France (Automatisierung, Antriebe,<br \/>\ndigitale Zwillinge, KI-Wartung), Bosch Rexroth France: (Antriebe,<br \/>\nSteuerungstechnik, Robotik), Dassault Syst\u00e8mes (mit der 3DExperience-Plattform f\u00fcr digitale Zwillinge zur Optimierung von<br \/>\nEnergieverbrauch und Materialstr\u00f6men), Saint-Gobain (mit dem Schwerpunkt<br \/>\nRecyclingl\u00f6sungen, industrielle Optimierung), Airbus (Leichtbau in der Luft-<br \/>\nund Raumfahrt, digitale Produktionsprozesse, Nachhaltigkeitsziele in den<br \/>\nLieferketten), Eiffage (digitale Instandhaltung, KI-gest\u00fctzte Bau- und<br \/>\nIndustrieprozesse bei Gro\u00dfprojekten). Zudem arbeiten viele franz\u00f6sische<br \/>\nIndustriecluster und Startups oft an KI-basierten L\u00f6sungen f\u00fcr Energieeffizienz<br \/>\nund Abfallreduktion.<\/p>\n<p>        FAQ: Maschinenbau in Frankreich<\/p>\n<p class=\"font-weight-bold m-font-weight-bold\" data-lab-font_weight=\"font-weight-bold\">Wie gro\u00df ist der franz\u00f6sische Maschinenbaumarkt?<\/p>\n<p>Frankreich liegt weltweit auf Platz 8 im Maschinenbau-Ranking mit einem Umsatz von rund 65 Milliarden Euro (2024). Die Branche umfasst etwa 31.000 Unternehmen und besch\u00e4ftigt \u00fcber 600.000 Mitarbeiter, wobei viele Betriebe klein und mittelst\u00e4ndisch sind.<\/p>\n<p class=\"font-weight-bold m-font-weight-bold\" data-lab-font_weight=\"font-weight-bold\">Welche Unternehmen sind f\u00fchrend im franz\u00f6sischen Maschinenbau?<\/p>\n<p>Zu den wichtigsten Akteuren z\u00e4hlen Schneider Electric, Technip, Legrand, sowie spezialisierte Hersteller in den Bereichen Luft- und Raumfahrt (z.\u202fB. Dassault Aviation) und Energieanlagen. Neben gro\u00dfen Konzernen pr\u00e4gen zahlreiche KMU die Branche.<\/p>\n<p class=\"font-weight-bold m-font-weight-bold\" data-lab-font_weight=\"font-weight-bold\">Welche aktuellen Trends beeinflussen den Maschinenbau in Frankreich?<\/p>\n<p>Die Digitalisierung und Industrie 4.0, Automatisierung, KI sowie nachhaltige Produktionsprozesse sind zentrale Treiber. Unternehmen investieren zunehmend in Energieeffizienz, Dekarbonisierung und Prozessoptimierung, um international wettbewerbsf\u00e4hig zu bleiben.<\/p>\n<p>Vor welchen Herausforderungen steht die Branche?<\/p>\n<p>Schwache internationale Nachfrage, politische Unsicherheiten und hohe Energiepreise belasten die Investitionsbereitschaft. Hinzu kommen Fachkr\u00e4ftemangel, steigende Rohstoffkosten und die Notwendigkeit, ESG-Vorgaben umzusetzen.<\/p>\n<p class=\"font-weight-bold m-font-weight-bold\" data-lab-font_weight=\"font-weight-bold\">Welche staatlichen F\u00f6rderungen gibt es f\u00fcr Maschinenbau-Investitionen?<\/p>\n<p>Frankreich bietet attraktive Programme wie Steuergutschriften bis 22\u202fProzent f\u00fcr Investitionen in privilegierten Zonen, Zusch\u00fcsse f\u00fcr Arbeitsplatzschaffung sowie den Innovationsplan France 2030 mit einem Budget von 54 Milliarden Euro f\u00fcr Dekarbonisierung und Digitalisierung.<\/p>\n<p class=\"italic m-italic\" data-lab-italic=\"italic\">\u00dcberarbeitet von Julia Dusold<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Internationale W\u00e4hrungsfonds (IWF) ist in seinem neuesten &#8218;World Economic Outlook&#8216; von Oktober 2025 mit den Wachstumsprognosen f\u00fcr&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":581437,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3974],"tags":[331,332,548,663,3934,3980,156,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-581436","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-france","14":"tag-frankreich","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115563489763567773","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/581436","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=581436"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/581436\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/581437"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=581436"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=581436"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=581436"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}