{"id":581518,"date":"2025-11-17T06:41:11","date_gmt":"2025-11-17T06:41:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/581518\/"},"modified":"2025-11-17T06:41:11","modified_gmt":"2025-11-17T06:41:11","slug":"legendaeres-queen-album-feiert-historisches-jubilaeum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/581518\/","title":{"rendered":"Legend\u00e4res Queen-Album feiert historisches Jubil\u00e4um"},"content":{"rendered":"<p>Mit &#8222;A Night At The Opera&#8220; schuf die britische Bandlegende Queen 1975 ein Album, das sowohl in kommerzieller als auch in technischer Hinsicht Ma\u00dfst\u00e4be setzte.\u00a0<\/p>\n<p>\n\tDie zw\u00f6lf Songs bescherten dem unter Druck stehenden Quartett nicht nur den Ausgangspunkt eines spektakul\u00e4ren H\u00f6henflugs, sondern brachten mit &#8222;Bohemian Rhapsody&#8220; eine Komposition hervor, die alle Regeln musikalischer Gesetzm\u00e4\u00dfigkeit au\u00dfer Kraft setzte.<\/p>\n<p>\n\tQueen hatten 1975 unter Trident bereits drei Alben zu Buche stehen, die sich mit zunehmendem Erfolg in den Charts etabliert hatten. Dennoch wurden die Vier noch immer mit 60 Pfund w\u00f6chentlichem Taschengeld abgespeist, w\u00e4hrend das Management den Fuhrpark auf Rolls-Royces umstellte. Hilfe von au\u00dfen &#8211; Rechtsanwalt Jim Beach und Elton John-Manager John Reid &#8211; war n\u00f6tig, um aus dem elendigen Vertrag herauszukommen. Reid: &#8222;Ich erledige das, macht ihr die bestm\u00f6gliche Platte!&#8220;<\/p>\n<p>\tMotto war &#8222;Alles oder Nichts&#8220;<\/p>\n<p>\n\tDie Band war 1975 bereits vier Jahre auf dem Markt, hatte aber in der Heimat &#8211; bis auf eine treue Fanbase &#8211; und in Kontinentaleuropa noch nicht so richtig Fu\u00df gefasst. Nahezu ersch\u00fcttert wurden deshalb die Gem\u00fcter der vier Musiker, als bei ihrer ersten Japan-Tour eine Beatle-Mania-\u00e4hnliche Hysterie \u00fcber sie hereinbrach. Entsprechend motiviert erwarteten sie zu Hause zumindest den wirtschaftlichen Durchbruch, das Management verweigerte aber unter Hinweis auf bereits get\u00e4tigte Investitionen eine Verbesserung der finanziellen Situation.<\/p>\n<p>\n\tZudem pr\u00e4sentierten sich Queen live von Anfang an mit Prunk und Bombast, verausgabten sich dadurch finanziell weit \u00fcber ihre Verh\u00e4ltnisse und waren somit &#8211; auch aufgrund der Marketingausgaben von Trident &#8211; ordentlich verschuldet. Alles oder nichts hie\u00df es also vor Produktion des vierten Albums, das als &#8222;A Night At The Opera&#8220; am 21. November 1975 erschien und Band- und Rockgeschichte schreiben sollte. Aus gegebenem Anlass wurde sowohl das Album als auch &#8222;Bohemian Rhapsody&#8220; im Oktober in edlem Vinyl wieder aufgelegt.<\/p>\n<p>\tKostenintensive Produktion<\/p>\n<p>\n\tZumindest zu seiner Zeit galt der Longplayer mit Kosten von 40.000 Pfund (heute gut das Zehnfache) als teuerste Produktion aller Zeiten. Der Albumtitel ist Programm und geklaut von den Marx Brothers, die den gleichnamigen Film 40 Jahre davor ver\u00f6ffentlichten. Die zw\u00f6lf Songs, die teilweise ohne Pause ineinander finden, entfalten das gesamte Spektrum der Band &#8211; von Pomp-Rock \u00fcber soliden Pop zu Vaudeville und Ballade &#8211; mit dem Herzst\u00fcck &#8222;Bohemian Rhapsody&#8220;, Freddie Mercurys vielfach ausgezeichnetes Meisterwerk, das mit 5:55 Minuten L\u00e4nge und ohne Refrain nicht nur s\u00e4mtliche Formalismen f\u00fcr einen klassischen Single-Track \u00fcber den Haufen warf, sondern auch zum allerersten Musikvideo-Clip der Geschichte f\u00fchrte.<\/p>\n<p>\n\tDie Produktion fand in insgesamt sechs Studios statt, die Band musste f\u00fcr die Umsetzung ihrer musikalischen Visionen mit Producer Roy Thomas Baker neue Wege gehen, die in der damals noch rein analogen Technik gar nicht m\u00f6glich waren. Zur Verdeutlichung des Aufwands: Waren in den 1970er-Jahren drei Wochen Albumproduktionszeit obligat, dauerte alleine die Herstellung des einmin\u00fctigen Opernteils von &#8222;Bohemian Rhapsody&#8220; so lange.<\/p>\n<p>\n\tMit &#8222;A Night At The Opera&#8220; legten Queen ein &#8222;dramatisches, verschwenderisches, groteskes, \u00fcberfrachtetes, konfuses, m\u00e4rchenhaftes, hinrei\u00dfendes, oberfl\u00e4chliches, voll von sich selbst eingenommenes&#8220; Album vor, schreibt Musikjournalist Stephan Rehm Rozanes&#8220; in seiner Bandbiografie &#8222;The Show Must Go On&#8220; (Reclam). Und weiter: &#8222;Es sind 43 Minuten und 11 Sekunden der unterhaltsamsten Popmusik, die je aufgezeichnet wurden.&#8220;<\/p>\n<p>\tPrachtband zum Jubil\u00e4um<\/p>\n<p>\n\tDer Hannibal Verlag ver\u00f6ffentlichte zum Jubil\u00e4um die deutsche \u00dcbersetzung des Anfang April erschienenen Prachtbands &#8222;50 Jahre Queen &amp; A Night At The Opera&#8220; von US-Musikjournalistin Gillian G. Gaar. Man darf das getrost und ohne B\u00f6sartigkeit als Mogelpackung bezeichnen, ist doch der \u00dcberschrift tats\u00e4chlich nur rund die H\u00e4lfte des Buches gewidmet, dies daf\u00fcr jedoch in einer nicht mehr steigerbaren Detailgenauigkeit.<\/p>\n<p>\n\tIn acht Kapiteln werden die Vorgeschichte zum Album, die Aufnahmesessions, die Seiten A und B im Detail, die anschlie\u00dfende Tour sowie die Nachwirkungen beleuchtet, reichhaltig illustriert durch Bildmaterial auf und abseits der B\u00fchne und Ablichtungen seltener Memorabilia. Der Rest behandelt den Bandlebenslauf von Pre-Queen bis Post-Queen inklusive etlicher Biografien.<\/p>\n<p>Der Queen-Kenner, der sich ohne Erwartung, etwas Neues zu erfahren, an die Lekt\u00fcre macht, wird sich wohl best\u00e4tigt f\u00fchlen, aber dennoch viel Sympathie f\u00fcr die vielen Details und die liebevolle Aufbereitung des k\u00f6niglichen Kapitels aufbringen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit &#8222;A Night At The Opera&#8220; schuf die britische Bandlegende Queen 1975 ein Album, das sowohl in kommerzieller&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":581519,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1772],"tags":[29,214,30,1779,810,215],"class_list":{"0":"post-581518","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-musik","8":"tag-deutschland","9":"tag-entertainment","10":"tag-germany","11":"tag-music","12":"tag-musik","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/581518","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=581518"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/581518\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/581519"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=581518"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=581518"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=581518"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}