{"id":582857,"date":"2025-11-17T19:53:18","date_gmt":"2025-11-17T19:53:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/582857\/"},"modified":"2025-11-17T19:53:18","modified_gmt":"2025-11-17T19:53:18","slug":"wir-alle-sind-augsburg-die-augsburger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/582857\/","title":{"rendered":"Wir alle sind Augsburg | Die Augsburger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>  <a href=\"https:\/\/www.daz-augsburg.de\/wir-alle-sind-augsburg\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wir alle sind Augsburg<\/a><br \/>\n  Selbstverst\u00e4ndnis der Friedensstadt Augsburg oder politisches Quodlibet?<\/p>\n<p>Ein Gastkommentar von Dietmar Sigl zur Verleihung des Augsburger Friedenspreises<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1280\" height=\"720\" class=\"alignleft size-full wp-image-100379\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/grok_image_x52jhhk-1.jpg\"\/>In den Rubriken \u201eAktuelles\u201c und \u201ePressemitteilungen\u201c der Homepage der Stadt Augsburg fehlen jegliche Hinweise auf eine feierliche Veranstaltung am 17. November im G\u00f6gginger Kurhaus. Eine geschlossene Gesellschaft wird sich dann dort tummeln. Die \u00d6ffentlichkeit, die Stadtgesellschaft, die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, die sich zu dem Manifest des Selbstverst\u00e4ndnisses ihrer Heimat- und Friedensstadt Augsburg bekennen, sind laut dem st\u00e4dtischen Protokoll nicht zugelassen. Sicherheits-, Kapazit\u00e4ts- und Kostengr\u00fcnde werden angef\u00fchrt f\u00fcr etwas, das die Beh\u00f6rde in einer inoffiziellen Mail als \u201eunsere Veranstaltung\u201c tituliert.<\/p>\n<p>Es wird eine Ehrung stattfinden \u2013 die Verleihung des Augsburger Friedenpreises 2025. Der Laureat wurde von Oberb\u00fcrgermeisterin Eva Weber bei der Friedenstafel auf dem Rathausplatz anl\u00e4sslich des Augsburger Hohen Friedenfestes am 8. August kundgetan. Der W\u00fcrzburger Mediziner Dr. Josef Schuster, Vorsitzender des Zentralrats der J\u00fcdinnen und Juden in Deutschland positioniere sich seit Jahrzehnten als \u201eBr\u00fcckenbauer\u201c und \u201eunerl\u00e4ssliche Stimme\u201c f\u00fcr einen Dialog der Religionen und Kulturen und trete ein gegen Hass und Hetze, Antisemitismus und Rassismus in unserer Gesellschaft, so der Tenor der Begr\u00fcndung des von der Stadt sowie der Evangelischen Kirche geleiteten Komitees.<\/p>\n<p>Massive Sicherheitsbedenken m\u00f6gen im Vorfeld die Geheimhaltung der Preisverleihung bestimmt haben, denn global und auch in Deutschland ist eine zunehmende Virulenz des \u201eewigen Antisemitismus\u201c mit den H\u00e4nden zu greifen. Josef Schuster selbst sieht den Zentralrat als eine Interessenvertretung j\u00fcdischen Lebens. Und f\u00fcr die Interessen j\u00fcdischen Lebens k\u00e4mpft er als leiser und doch entschlossener Mahner. Seinen \u00f6ffentlichen \u00c4u\u00dferungen zufolge stehen die organischen Verbindungen von Antisemitismus und Rassismus, Hass und Hetze geradezu symptomatisch f\u00fcr die Gef\u00e4hrdung von freiheitlicher Rechtsstaatlichkeit und Demokratie.<\/p>\n<p>Dr. Schusters \u00f6ffentliche Statements sind stets hochpolitisch. Das BSW und die AfD nennt er explizit als die Gefahr von links und von rechts. Den durch Massenmigration in der westlichen Welt expandierenden Islam benennt Schuster, der sich bereits Ende 2015 humanit\u00e4r in Fl\u00fcchtlingsunterk\u00fcnften engagierte, seinerzeit beim Namen, um parallel dazu eine Obergrenze f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge zu fordern. \u201eWenn es so weitergeht wie bisher, wird die Vermittlung unserer Werte zunehmend schwieriger\u201c, sagte der Zentralratspr\u00e4sident in der Tageszeitung \u201eDie Welt\u201c und wies in diesem Kontext darauf hin, dass es nicht nur um Judenfeindschaft ginge, sondern auch um die Gleichberechtigung der Geschlechter (\u201eFrau und Mann\u201c) sowie den Umgang mit Homosexuellen. Diese Intoleranz sei weniger auf den muslimischen Glauben als auf die Herkunft zahlreicher Asylsuchender aus dem arabischen Raum zur\u00fcckzuf\u00fchren. In der ab 2015 Fahrt aufnehmenden politischen Einwanderungsdebatte ging der Augsburger Friedenspreistr\u00e4ger 2025 also \u2013 obschon ungleich reflektierter \u2013 mit einem der Kernpopulismen der AfD d\u2019accord.<\/p>\n<p>So mag es ein wenig verwundern, dass Dr. Schuster die Gr\u00fcnen und die Linke vergleichsweise mit Samthandschuhen anfasst, was demokratiegef\u00e4hrdenden Antisemitismus angeht, denn gerade die globalen Protagonist:innen einer diversen Gesellschaftskultur haben in Allianz mit dem Islam bzw. der von ihm impr\u00e4gnierten Kultur die Realit\u00e4t j\u00fcdischen Lebens nicht nur in Deutschland drastisch ver\u00e4ndert. Legitime Kritik an der israelischen Regierung ist in diesem Spektrum komplett aus dem Ruder gelaufen und hat die subversiven, radikalislamischem Kr\u00e4fte in unserer Einwanderungsgesellschaft vor unseren Augen entfesselt.<\/p>\n<p>Dies ist der vermutete Grund f\u00fcr die Geheimhaltung der Friedenspreisverleihung, als deren logische Konsequenz das Postulat der Identifikation der Stadtgesellschaft und allgemeinen \u00d6ffentlichkeit mit dem Selbstverst\u00e4ndnis der Friedensstadt Augsburg ad absurdum gef\u00fchrt wird.<\/p>\n<p>    Artikel vom<br \/>\n    <a href=\"https:\/\/www.daz-augsburg.de\/?m=20251117\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n      17.11.2025    <\/a><br \/>\n    | Autor: Gastbeitrag<br \/>Rubrik: <a href=\"https:\/\/www.daz-augsburg.de\/rubrik\/gastkommentar\/\" rel=\"category tag nofollow noopener\" target=\"_blank\">Gastkommentar<\/a>  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wir alle sind Augsburg Selbstverst\u00e4ndnis der Friedensstadt Augsburg oder politisches Quodlibet? 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