{"id":582951,"date":"2025-11-17T20:56:20","date_gmt":"2025-11-17T20:56:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/582951\/"},"modified":"2025-11-17T20:56:20","modified_gmt":"2025-11-17T20:56:20","slug":"verkehr-berlin-kleine-kehrtwende-an-der-friedrichstrasse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/582951\/","title":{"rendered":"Verkehr \u2013 Berlin: Kleine Kehrtwende an der Friedrichstra\u00dfe"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"img314252\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/314252.jpeg\" alt=\"Wenig einladend: Der Senat will die Friedrichstra\u00dfe umgestalten.\"\/><\/p>\n<p>Wenig einladend: Der Senat will die Friedrichstra\u00dfe umgestalten.<\/p>\n<p>Foto: dpa\/Soeren Stache<\/p>\n<p>Im Wahlkampf 2023 war sie in aller Munde: die Friedrichstra\u00dfe in Mitte. Die CDU machte sie zum Symbol einer gescheiterten rot-gr\u00fcn-roten <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1195406.berlin-autofrei-berlin-unterschriften-fuer-autofreies-ringgebiet.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verkehrspolitik<\/a>. Seit die Einkaufsmeile in einem Abschnitt f\u00fcr den Autoverkehr gesperrt worden war, so die in unz\u00e4hligen Wahlkampfreden wiederholte Erz\u00e4hlung, sei der Einzelhandel in der historischen Innenstadt ausgestorben. Schon im Vorjahr hatte eine Weinh\u00e4ndlerin vor Gericht erreicht, <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1167980.friedrichstrasse-sperrung-rechtswidrig.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dass die Autos wieder rollen durften<\/a>.<\/p>\n<p>Nun, zwei Jahre sp\u00e4ter, vollzieht die CDU bei der Friedrichstra\u00dfe eine Kehrtwende \u2013 zumindest ein wenig. <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1193882.berliner-senat-ideologiefrei-geht-berlin-zugrunde.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Autos<\/a> sollen zwar auch zuk\u00fcnftig die Friedrichstra\u00dfe auf ihrer gesamten L\u00e4nge befahren d\u00fcrfen \u2013 allerdings auf deutlich weniger Fl\u00e4che. Das verk\u00fcndeten der Regierende B\u00fcrgermeister Kai Wegner und Verkehrssenatorin Ute Bonde (beide CDU) am Montag. Demnach sollen die B\u00fcrgersteige an der Einkaufsstra\u00dfe deutlich wachsen und zuk\u00fcnftig zwei Drittel der Stra\u00dfenfl\u00e4che einnehmen. Daf\u00fcr sollen Parkpl\u00e4tze an der Stra\u00dfe wegfallen.<\/p>\n<p>Auf den B\u00fcrgersteigen sollen <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1195200.klimaanpassung-berliner-baumgesetz-beschlossen-pflanzen-pflanzen-pflanzen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">B\u00e4ume gepflanzt<\/a> werden. Der Autoverkehr soll den Pl\u00e4nen nach auf eine Geschwindigkeit von 20 bis 30 Kilometern pro Stunde begrenzt werden. Betroffen von den geplanten Ma\u00dfnahmen ist nur der Bereich zwischen den Stra\u00dfenkreuzungen Unter den Linden und Sch\u00fctzenstra\u00dfe.<\/p>\n<p>Muckefuck: morgens, ungefiltert, links<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/314253.jpeg\" alt=\"\" title=\"\" width=\"170\"\/><\/p>\n<p>nd.Muckefuck ist unser Newsletter f\u00fcr Berlin am Morgen. Wir gehen wach durch die Stadt, sind vor Ort bei Entscheidungen zu Stadtpolitik \u2013 aber immer auch bei den Menschen, die diese betreffen. Muckefuck ist eine Kaffeel\u00e4nge Berlin \u2013 ungefiltert und links. Jetzt <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/muckefuck\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">anmelden<\/a> und immer wissen, worum gestritten werden muss.<\/p>\n<p>\u00bbWir wissen alle, dass der heutige Zustand der Friedrichstra\u00dfe nicht hinnehmbar ist\u00ab, sagte Wegner bei der Vorstellung des Konzepts. Die Sperrung unter der Vorg\u00e4ngerregierung habe zu einer \u00bberheblich nachteiligen Entwicklung\u00ab gef\u00fchrt. Nun solle es \u00bbim wahrsten Sinne des Wortes ein Comeback f\u00fcr die Friedrichstra\u00dfe\u00ab geben, sagte Wegner. Die Erwartungen setzte der Regierende hoch: \u00bbDie Friedrichstra\u00dfe wird ein Vorbild moderner Stadtentwicklung\u00ab, versprach er.<\/p>\n<p>\u00bbAlle Verkehrsteilnehmer werden die Friedrichstra\u00dfe nutzen k\u00f6nnen\u00ab, stellte Verkehrssenatorin Ute Bonde in Aussicht. \u00bbEs wird keine Konkurrenz geben, sondern ein Miteinander.\u00ab Die Friedrichstra\u00dfe solle am Ende wieder ein Einkaufsboulevard auf dem Niveau des Kurf\u00fcrstendamms in Charlottenburg sein. Die wegfallenden Parkpl\u00e4tze sollen durch bereits bestehende Parkh\u00e4user ausgeglichen werden, die aktuell kaum genutzt w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Bis die Umbauarbeiten beginnen, kann es nach Bondes eigener Aussage aber noch etwas dauern. Man werde zun\u00e4chst eine Arbeitsgruppe in der Senatsverkehrsverwaltung einrichten, zudem werde man eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben. \u00bbWir wissen noch nicht, wann wir in die Umsetzung kommen werden\u00ab, so Bonde. Auch auf eine weitere durchaus gewichtige Frage antwortete sie unkonkret: \u00bbWir k\u00f6nnen noch nicht sagen, was es kosten wird.\u00ab<\/p>\n<p>In der Opposition trifft die Senatsentscheidung auf Zustimmung. \u00bbDass die CDU Parkpl\u00e4tze entfernt, um Platz f\u00fcr Gehwege und B\u00e4ume zu schaffen, zeigt eine erfreuliche Hinwendung zu einer vern\u00fcnftigen Stadtentwicklung\u00ab, hei\u00dft es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Gr\u00fcnen-Abgeordneten Christoph Wapler und Antje Kapek. Die neuen Pl\u00e4ne f\u00fcr die Friedrichstra\u00dfe stellten eine Korrektur der verfehlten CDU-Verkehrspolitik dar, \u00bbdie den Niedergang der Friedrichstra\u00dfe deutlich beschleunigt hat und die Stra\u00dfe zudem in eine Gefahrenzone verwandelt hat\u00ab. Letzteres ist eine Anspielung auf eine von der Allianz-Versicherung herausgegebene Liste von Unfallschwerpunkten in Berlin, die die Friedrichstra\u00dfe mit 49 Unf\u00e4llen mit Personensch\u00e4den im Jahr 2024 anf\u00fchrt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wenig einladend: Der Senat will die Friedrichstra\u00dfe umgestalten. Foto: dpa\/Soeren Stache Im Wahlkampf 2023 war sie in aller&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":582952,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,296,1937,31,29,30,1940,1938,1888],"class_list":{"0":"post-582951","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","9":"tag-aktuelle-news-aus-berlin","10":"tag-berlin","11":"tag-berlin-news","12":"tag-cdu","13":"tag-deutschland","14":"tag-germany","15":"tag-nachrichten-aus-berlin","16":"tag-news-aus-berlin","17":"tag-verkehrspolitik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115567040044673277","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/582951","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=582951"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/582951\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/582952"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=582951"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=582951"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=582951"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}