{"id":583070,"date":"2025-11-17T22:13:18","date_gmt":"2025-11-17T22:13:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/583070\/"},"modified":"2025-11-17T22:13:18","modified_gmt":"2025-11-17T22:13:18","slug":"partnerstadt-in-der-ukraine-gaeste-aus-chmelnyzkyj-das-wollen-sich-die-besucher-von-stuttgart-abgucken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/583070\/","title":{"rendered":"Partnerstadt in der Ukraine: G\u00e4ste aus Chmelnyzkyj \u2013 das wollen sich die Besucher von Stuttgart abgucken"},"content":{"rendered":"<p>30 G\u00e4ste aus der ukrainischen Partnerstadt Chmelnyzkyj besuchten Stuttgart, um f\u00fcr den Wiederaufbau zu lernen. Ein emotionaler Bericht \u00fcber neue Hoffnung im Angesicht von Krieg und Not.<\/p>\n<p>Ein paar Tage Frieden erleben. Ohne vom st\u00e4ndigen Luftalarm in Angst und Schrecken versetzt zu werden, ohne beim Blick in den Himmel die Drohnen auf ihrem Weg zu Tod und Zerst\u00f6rung h\u00f6ren und sehen zu m\u00fcssen, \u201eund mit Strom und Heizung, \u00fcberall ist es hell und warm\u201c, bricht es aus Nataliya Schmurikova buchst\u00e4blich hervor. Ein Moment, in dem die Verzweiflung \u00fcber den Angriffskrieg der Russen sp\u00fcrbar wird, weil die Zerst\u00f6rung der Energieversorgung das \u00dcberleben noch schwieriger macht.<\/p>\n<p> <b>G\u00e4ste aus <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Ukraine\" title=\"Ukraine\" class=\"art_thema\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ukraine<\/a> f\u00fchlen sich in Stuttgart wohl: \u201e\u00dcberall ist es hell und warm.\u201c<\/b> <\/p>\n<p>Sie sind keineswegs zur Erholung nach Stuttgart gekommen. Sondern um Arbeit und Bedeutung zivilgesellschaftlicher Organisationen kennenzulernen. Um Anregungen zu bekommen. Daf\u00fcr hat die Delegation in vier Tagen ein Mammutprogramm absolviert, das die B\u00fcrgerstiftung Stuttgart, an der Spitze Afina Albrecht, organisiert hat und das von der Robert-Bosch-Stiftung finanziert wurde. \u201eEs geht jetzt darum, wie wir die ukrainischen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger f\u00fcr eine aktive Rolle beim Wiederaufbau ihres Landes st\u00e4rken k\u00f6nnen\u201c, umrei\u00dft die geb\u00fcrtige Ukrainerin das Ziel dieses Projektes.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/media.media.cc40a0bd-5491-4db9-bdc4-aa08e956e50b.original1024.media.jpeg\"\/>     Markus Lux von der Robert-Bosch-Stiftung, Afina Albrecht von der B\u00fcrgerstiftung Stuttgart, und Irene Armbruster, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der B\u00fcrgerstiftung Stuttgart, beim Besuch der Delegation.    Foto: B\u00fcrgerstiftung Stuttgart    <\/p>\n<p>Es ist der vierte Tag des Stuttgart-Aufenthaltes, die G\u00e4ste kommen nach einem Empfang im Rathaus durch Sozialb\u00fcrgermeisterin Alexandra Su\u00dfmann im Treffpunkt Roteb\u00fchlplatz zu einem Abschlussgespr\u00e4ch zusammen, in dem es auch um Frauen in F\u00fchrungspositionen geht. Vier Tage lang haben sie, aufgeteilt in f\u00fcnf Gruppen zu Themen wie Frauen, M\u00fctterzentren oder Mental Health, entsprechende Stuttgarter Einrichtungen besucht. <\/p>\n<p>Sie waren zum Beispiel im Mutter-Kind-Zentrum in Bad Cannstatt, bei der Evangelischen Gesellschaft, in einem Frauenhaus, bei Lagaya, der Beratungsstelle f\u00fcr Suchtkranke und Prostitution, im Robert-Bosch-Krankenhaus, hatten Gespr\u00e4che mit Vertretern der Abteilung Au\u00dfenbeziehung im Rathaus und der Jugendhilfe- und Sozialhilfeplanung, und berichteten beim Besuch in der Stadtbibliothek, wie wichtig die Bibliotheken in Chmelnyzkyi als Treffpunkt f\u00fcr die M\u00fctter und Kinder seien, deren Ehem\u00e4nner und V\u00e4ter an der Front oder gefallen sind. <\/p>\n<p> <b>Delegation aus der Ukraine absolviert in Stuttgart ein Mammutprogramm<\/b> <\/p>\n<p>\u201eIch wollte am Beispiel der vielen Organisationen in Stuttgart zeigen, wie die Kooperation und Kommunikation zwischen der Stadt und freien Tr\u00e4gern funktioniert und damit Mut machen\u201c, sagt Afina Albrecht. Denn beim Wiederaufbau m\u00fcsse die Zivilgesellschaft viele Aufgaben und Verantwortung \u00fcbernehmen. <\/p>\n<p>Die 37-J\u00e4hrige, die vor 14 Jahren nach Deutschland gekommen ist, hat 2022 vom ersten Tag an nach dem Beginn des Krieges schnelle Direkthilfe f\u00fcr die in Stuttgart ankommenden Gefl\u00fcchteten geleistet und wurde mit langfristigen Beratungsangeboten zur Br\u00fcckenbauerin in die hiesige ukrainische Community. <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.stuttgart-stuttgarterin-des-jahres-2022-ein-abend-der-wertschaetzung.795a34d4-5f75-4e4d-8f59-1d80fe6701a8.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Die Stuttgarter Zeitung hat sie daf\u00fcr mit einem Sonderpreis 2022 zur \u201eStuttgarterin des Jahres\u201c ernannt.<\/a> <\/p>\n<p>Als <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.stuttgarter-gemeinderat-wer-geht-und-wer-kommt.747dafbd-8c00-495d-95ae-f8de48690a86.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Stadtr\u00e4tin f\u00fcr die Fraktion B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen im Stuttgarter Gemeinderat<\/a> ist sie selbst ein Vorbild f\u00fcr b\u00fcrgerschaftliches Engagement. Jetzt konzentriert sie sich innerhalb von \u201eZuflucht Stuttgart\u201c, dem Hilfsfonds der B\u00fcrgerstiftung, auf die Zukunft ihrer ehemaligen Heimat. Dort, so Afina Albrecht, l\u00e4gen bisher soziale Aufgaben vorwiegend noch in der Hand von Stadtverwaltungen und Beh\u00f6rden.<\/p>\n<p>   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/media.media.d124816f-5c2f-4e91-8ad1-1c90ce5441eb.original1024.media.jpeg\"\/>     Auch im Stuttgarter Rathaus gab es einen Besuch der Delegation.    Foto: B\u00fcrgerstiftung Stuttgart    <\/p>\n<p>In Chmelnyzkyi allerdings baue die Stadtverwaltung bereit konsequent die Beziehungen zu freien Tr\u00e4gern aus. Denn in diese Stadt, genau in der Mitte zwischen Kiew und Lwiw gelegen, seien seit Kriegsbeginn 1,7 Millionen Gefl\u00fcchtete gestr\u00f6mt, heute machten die integrierten Binnenfl\u00fcchtlinge zehn Prozent der 270.000 Einwohner aus. Das Mammutprojekt hat seine Wirkung nicht verfehlt, die Frauen sind hochmotiviert, voller Ideen und Anregungen. <\/p>\n<p>\u00dcber alle Gruppen hinweg habe sich, kann Afina Albrecht feststellen, der Wunsch nach einem zentralen Ort in Chmelnyzkyi ergeben, wo diverse Organisationen ebenso unterkommen wie auch besonders gef\u00e4hrdete Zielgruppen. \u201eWir werden erste Schritte zur Schaffung eines solchen Ortes unternehmen\u201c, k\u00fcndigt Yana Melnyk an. Eine solche Einrichtung sei die Antwort auf die Herausforderungen der Zeit und ein Ort der Hoffnung f\u00fcr Familien, Kinder und Jugendliche, die Hilfe brauchen\u201c, best\u00e4tigt Marianna Liubetska, die Direktorin des st\u00e4dtischen Sozialdienstzentrums.<\/p>\n<p> <b>Tatkraft statt Verzweiflung: G\u00e4ste aus der Partnerstadt wollen mit Mut zur\u00fcck in den Alltag<\/b> <\/p>\n<p>Und Nadiia Bidun von der Organisation \u201eStarke Frauen\u201c macht sich stark f\u00fcr die Gr\u00fcndung einer B\u00fcrgerstiftung nach dem Stuttgarter Beispiel, das vom ehemaligen Oberb\u00fcrgermeister Wolfgang Schuster initiiert wurde und im n\u00e4chsten Jahr 25-j\u00e4hriges Bestehen feiern kann.<\/p>\n<p>Die Besucher sind wieder heimgekehrt. In einen Alltag mit Angst und Bedrohung. Aber auch mit neuem Mut und Tatkraft. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"30 G\u00e4ste aus der ukrainischen Partnerstadt Chmelnyzkyj besuchten Stuttgart, um f\u00fcr den Wiederaufbau zu lernen. 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