{"id":583361,"date":"2025-11-18T01:19:11","date_gmt":"2025-11-18T01:19:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/583361\/"},"modified":"2025-11-18T01:19:11","modified_gmt":"2025-11-18T01:19:11","slug":"veranstaltung-der-uni-muenchen-zu-nahost-abgesagt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/583361\/","title":{"rendered":"Veranstaltung der Uni M\u00fcnchen zu Nahost abgesagt"},"content":{"rendered":"<p>Die M\u00fcnchner Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t hat eine Lehrveranstaltung zur Situation pal\u00e4stinensischer Wissenschaftler nach \u00f6ffentlicher Kritik aus politischen und wissenschaftlichen Kreisen abgesagt. Die f\u00fcr den 28. November geplante Veranstaltung &#8222;The Targeting of the Palestinian Academia&#8220;, f\u00fcr die Vortragende der Jerusalemer Al-Quds-Universit\u00e4t sowie der Birzeit-Universit\u00e4t in der N\u00e4he von Ramallah vorgesehen waren, werde nicht stattfinden, teilte die Universit\u00e4t in M\u00fcnchen mit.<\/p>\n<p>Holetschek: &#8222;Wenn Referenten fabulieren&#8220;<\/p>\n<p>Zuvor hatten mehrere CSU-Politiker \u2013 darunter Landtags-Fraktionschef Klaus Holetschek \u2013 eine eingehende Pr\u00fcfung der Veranstaltung und ihrer Referenten verlangt. Die Politik hatte damit auf Bedenken unter anderem des Netzwerks j\u00fcdischer Hochschullehrender reagiert.\u00a0<\/p>\n<p>&#8222;Nicht nur die Themen einiger Vortr\u00e4ge, auch \u00c4u\u00dferungen der eingeladenen G\u00e4ste lassen an der einseitigen Sto\u00dfrichtung der Veranstaltung keine Zweifel&#8220;, sagte Holetschek. &#8222;Wenn Referenten von einem israelischen &#8218;Gef\u00e4ngnisregime&#8216; fabulieren, &#8218;unnachgiebige Gewalt&#8216; beklagen und dem Staat Israel eine &#8218;genozidale Kriegsmaschinerie&#8216; vorwerfen, ist eine sachliche wissenschaftliche Auseinandersetzung nicht ansatzweise in Sicht.&#8220;<\/p>\n<p>J\u00fcdische Hochschullehrer kritisieren mangelnde Neutralit\u00e4t<\/p>\n<p>Der Antisemitismus-Beauftragte der Staatsregierung, Ludwig Spaenle (CSU), und Holetscheks Stellvertreter im Fraktionsvorsitz, Winfried Bausback, \u00e4u\u00dferten sich \u00e4hnlich. Sie griffen damit die Argumentation auf, mit der sich zuvor das Netzwerk j\u00fcdischer Hochschullehrender in einem offenen Brief unter anderem an die Hochschule gewandt hatte.<\/p>\n<p>Die Hochschullehrer beklagten in ihrem Schreiben unter anderem die fehlende wissenschaftliche Balance der geplanten Veranstaltung und forderten einen besseren Schutz j\u00fcdischer Studierender. Auch der j\u00fcdische Wissenschaftler Michael Wolffsohn hatte sich ge\u00e4u\u00dfert.<\/p>\n<p>LMU will &#8222;neue Formate&#8220; entwickeln<\/p>\n<p>Die Universit\u00e4t betonte, es sollen neue Formate erarbeitet werden, die auch f\u00fcr derart aufgeladene Themen geeignet seien. &#8222;Die Freiheit der Wissenschaft ist ein hohes Gut, es bestanden in diesem Fall aber Zweifel, ob es sich um eine wissenschaftliche Veranstaltung auf dem erforderlichen Niveau gehandelt h\u00e4tte&#8220;, hie\u00df es zur Begr\u00fcndung. Die LMU trage ihrem Anspruch Rechnung, die Freiheit der Wissenschaft, die freie Rede, die sachliche Austragung von Konflikten, sowie Respekt gegen\u00fcber unterschiedlichen Auffassungen zu leben.<\/p>\n<p>Mit Informationen der dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die M\u00fcnchner Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t hat eine Lehrveranstaltung zur Situation pal\u00e4stinensischer Wissenschaftler nach \u00f6ffentlicher Kritik aus politischen und wissenschaftlichen Kreisen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":583362,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1827],"tags":[712,772,29,30,20295,1268,6000,2339],"class_list":{"0":"post-583361","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenchen","8":"tag-antisemitismus","9":"tag-bayern","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-lmu","13":"tag-muenchen","14":"tag-nahost","15":"tag-oberbayern"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115568074138957952","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/583361","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=583361"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/583361\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/583362"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=583361"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=583361"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=583361"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}